Am gestrigen Samstagnachmittag empfingen die Frauen des FC Bayern München die Frankfurter Eintracht. Zwar gewannen die Bayern-Frauen zuvor schon die diesjährige Meisterschaft, die dazugehörige Feier fand allerdings erst nach dem Aufeinandertreffen am 25. Bundesliga-Spieltag statt. Gleichzeitig ging es für die SGE in dem Duell noch um das eigene Saisonziel: Mit einem Sieg hätte sich die Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis den dritten Tabellenplatz gesichert. Damit stünden die Adlerträgerinnen in der kommenden Spielzeit in der Champions League. Nach rund 90 Minuten musste sich die Eintracht jedoch mit 0:2 geschlagen geben.
Im Vergleich zum 4:1-Heimerfolg über den 1. FC Nürnberg wechselte Arnautis lediglich eine Position in seiner Startelf: Auf Nicole Anyomi muss der 46-Jährige die gesamte restliche Saison verzichten. Die Stürmerin verletzte sich im Duell mit Nürnberg. Gegen die Meisterinnen aus München wurde die 26-Jährige deshalb von Kapitänin Laura Freigang ersetzt.
Frühe Bayern-Führung
Die Heimmannschaft startete dominant in die Partie: Bereits in der 12. Spielminute musste SGE-Torhüterin Lina Altenburg das erste Mal hinter sich greifen. Bayern-Star Klara Bühl startete den Angriff über die linke Offensivseite und fand mit einem flachen Zuspiel in den Strafraum Stürmerin Pernille Harder. Zwar klaute Arianna Caruso daraufhin ihrer Mitspielerin den Ball, in diesem Fall aber mit Erfolg. Die Italienerin eröffnete das Spiel mit einem flachen Schuss zum 0:1 gegen die Frankfurter Eintracht.
Im Anschluss zeigten sich die Gäste mutiger. Freigang spielte in der 21. Minute einen steilen Pass hinter die letzte Kette der Münchnerinnen. Doch auch Géraldine Reuteler musste an der gegnerischen Torauslinie noch einmal aufdrehen. Die Schweizerin versuchte, die Offensivaktion mit einer hohen Flanke zurück auf Freigang zu retten. Den Kopfball der SGE-Kapitänin parierte Bayern-Keeperin Maria Luisa Grohs gedankenschnell. Dann ging das Spiel wieder in die andere Richtung. In der 27. Minute fand Bühl die freigelaufene Giulia Gwinn per Flanke in der Mitte. Ohne Frankfurter Gegenwehr vergab die 26-Jährige die vielversprechende Torchance. Mit der 1:0-Führung der Bayern-Frauen ging es dann in die Pause.
Pernille Harder entscheidet per Kopf zum 2:0
Aktionen über Flügelspielerin Bühl waren an diesem Samstag fast immer brandgefährlich. So auch nach dem Wiederanpfiff. Schon in der 47. Minute fiel das letzte und somit entscheidende Tor der Partie: Die Flanke von Bühl konnte Sara Doorsoun zunächst noch klären, jedoch genau auf den Kopf von Harder, die das Spielgerät über die Linie drückte.
Wehren wollten sich die Adlerträgerinnen trotzdem, auch wenn es nicht reichte. In der 58. Minute kam Erëleta Memeti frei vor das Bayern-Tor. Bernadette Amani drängte die Frankfurterin jedoch für einen guten Abschluss zu weit vom Tor weg. Grohs parierte daraufhin per Fußabwehr. Das Spiel dominierten gleichzeitig weiterhin die Gastgeber. Linda Dallmann traf in der 67. Minute knapp nur die Latte. Ansonsten wäre das wohl ein sehenswertes Weitschusstor geworden. Auch kurz danach verpasste die 31-Jährige eine weitere Torchance über die rechte Offensivseite (72.). Bis zum Schlusspfiff sollte sich auf der Anzeigetafel nichts mehr ändern, daher blieb es bei der 0:2-Auswärtsniederlage der SGE.
Die Eintracht konnte somit die Stimmung der Münchnerinnen vor ihrer Meisterschaftsfeier nicht trüben. Wer es mit den Frankfurterinnen hält, wird den Blick nun auf den kommenden Montagabend richten müssen. Dann empfängt RB Leipzig nämlich Bayer 04 Leverkusen. Die Leverkusenerinnen müssten dann gewinnen, wenn sie weiterhin eine Chance auf den dritten Tabellenplatz haben wollen. Für die Frankfurter Eintracht geht es im finalen Spiel der Bundesliga-Saison am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Union Berlin. Spätestens dann entscheidet sich wohl das Rennen um den begehrten Champions-League-Platz.






3 Kommentare
Na die Bayern Frauen sind ja noch dominanter als die Männer, da war ja nicht mit zu rechnen, dass man da was holen könnte. Gegen Union reicht ein Unentschieden, falls Leverkusen beide verbliebenen Spiele gewinnt.
Platz 3 ist doch ein top Ergebnis wenn es am Ende dabei bleibt.
An Wolfsburg sind wir mittlerweile schon näher ran gekommen. An Bayern wird es wohl kein vorbei geben.
In Anbetracht des Umbruchs ist der dritte Platz absolut in Ordnung. Es steht nur zu befürchten, dass die Stammspielerinnen welche letzten Sommer nicht gegangen sind in diesem Sommer den Verein verlassen. Also wieder ein größerer Umbruch. 😡
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