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Das Tor von Larissa Mühlhaus reichte nicht zum Sieg. Foto: Imago / HMB-Media

Trotz Traumstart: SGE und PSG trennen sich im Hinspiel remis

Quo vadis, Eintracht Frankfurt? Diese Frage stellte man sich einmal mehr, nachdem einerseits mit unter anderem Nadine Riesen, Nicole Anyomi, Lisanne Gräwe und Elisa Senß wichtige Stützen das Weite gesucht hatten. Andererseits tütete Katharina Kiel sieben Neuzugänge, darunter Paulina Krumbiegel, Larissa Mühlhaus und Sofie Lundgaard ein. Das bisherige Resultat: Ein tadelloser Start in die neue Saison 2026/27. Drei Spiele, drei Siege, kein einziges Gegentor. Nachdem die SGE erfolgreich durch die Champions League-Qualifikation marschiert ist, gelang der Mannschaft von Niko Arnautis mit dem 2:0 gegen den 1.FC Köln der auch der erfolgreiche Bundesliga-Auftakt. Das große Ziel neben einem Platz in der Spitzengruppe in der Liga: Der Einzug in die Ligaphase der Königsklasse. Dafür muss die letzte Hürde genommen werden: In der dritten Qualifikationsrunde hat Frankfurt das große Vergnügen, Schwergewicht Paris Saint-Germain herauszufordern. Am heutigen Mittwochabend fand das Hinspiel im Stadion am Brentanobad statt. Trotz einer dominanten zweiten Halbzeit von Frankfurt steht ein 1:1 zu Buche. Die Tore erzielten Larissa Mühlhaus (4.) und Naomie Feller (7.).

Cheftrainer Niko Arnautis schenkte der gleichen Elf aus dem Ligastart gegen Köln das Vertrauen. Lediglich Rebecka Blomqvist rotierte für Hayley Raso in die Startelf: Altenburg – Lührßen, Ilestedt, Ostenstad, Krumbiegel – Memeti, Bennison, Acigköz – Mühlhaus, Freigang, Blomqvist.

Effiziente Pariserinnen kontern Frankfurts frühe Führung

Die Frankfurterinnen wollten gleich zu Beginn dem Gegner klarmachen, wer die Heimmannschaft ist. In der dritten Minute setzte Nina Lührßen die erste Duftmarke. Ihr Freistoß flog knapp übers Tor (3.). Doch die Gäste aus der französischen Hauptstadt konnten dem Druck nicht stand halten. Nur 60 Sekunden später luchste Larissa Mühlhaus Gegenspielerin Anais Ebayilin am Strafraum den Ball ab. Die physisch starke Torjägerin fackelte nicht lange und manövrierte die Murmel per Heber an Katarzyna Kiedrzynek über die Linie (4.). Die frühe und verdiente Führung für den Bundesligisten. Die PSG-Keeperin war nur zwei Zeigerumdrehungen später erneut gefordert. Dilara Acikgöz bediente Rebecka Blomqvist im Zentrum. Diesmal war die polnische Keeperin zur Stelle und hielt die Kugel fest (6.). Im Gegenzug hatte PSG das erste Mal etwas zu melden. Über rechts landete ein Pass in die Mitte zu Naomie Feller, die vor Paulina Krumbiegel an den Ball kommt und zum überraschenden Ausgleich einschob. Erste Chance, erster Treffer, die pure Effizienz auf französischer Seite (7.). Beide Gegentore dürften für beide Kontrahenten ein früher Schock gewesen sein.

Seit dem dynamischen Start flachte die Partie eine Weile ab. Erst nach knapp 25 Minuten kam es zu einer nennenswerten Offensivaktion. Ein schlampiger Ball von Mühlhaus in der eigenen Hälfte landete in die Füße der durchgestarteten Merveille Kanjinga. Den schwach angesetzten Schuss der pfeilschnellen Angreiferin wehrte Lina Altenburg mühelos mit dem Fuß ab (24.). Jetzt nahm das Duell wieder Fahrt auf. Auf der anderen Seite probierte es Memeti von links. Kiedrzynek fing das Spielgerät sicher (25.). Deutlich aussichtsreicher war die Situation wenige Augenblicke danach. Mühlhaus tankte sich an der rechten Grundlinie durch und legte ab auf Freigang. Den Abschluss der Kapitänin fälschte eine Gegenspielerin ab, sodass das Leder rechts vorbei rauschte (27.). In der 31. Minute wurde es wieder brenzlig aufseiten der Hessinnen. Nach einer kurz getretenen Ecke schlug Sakina Karchaoui eine Flanke, die am rechten Pfosten Kanjinga fand. Die Kongolesin zog direkt ab, scheiterte aber an die herausgeeilte Altenburg. Nächste Torannäherung bei Paris. Karchaoui wurde nicht gestört und spazierte am Sechzehner entlang. Ihr zu zentral angesetzter Versuch landete in die Altenburgs Arme (41.). Das war die letzte Aktion, bevor es für beide Teams in die Halbzeitpause ging.

Eintracht mit Pfosten-Pech

Sowohl die SGE als auch PSG traten unverändert die zweiten 45 Minuten an, die gleich mit einem Knall begannen. Nach einer Flanke legte Freigang den Ball in den Rückraum. Dort klärte Paris schlecht in die Füße von Bennison, dessen Direktabnahme den rechten Pfosten küsste (49.). Pech für Frankfurt. Nach 57 musste Arnautis den ersten Wechsel vornehmen. Für Krumbiegel ging es nach langer Behandlung nicht mehr weiter, Pia-Sophie Wolter ersetzte die Rechtsverteidigerin (57.). Und nach knapp einer Stunde ging auch die erste Gelbe Karte auf das Konto der Gastgeber. Acikgöz wusste die schnelle Karchaoui Nähe der Mittellinie nur mit einem harten Einsteigen zu stoppen (62.). Auch Paris nahm danach den ersten Wechsel vor. Jackie Groenen kam für Romee Leuchtner aufs Feld (64.). Die SGE war nach dem Seitenwechsel dem 2:1 näher. Mühlhaus schüttelte an der linken Torauslinie zwei Gegenspielerinnen ab und chippte die Murmel ins Zentrum zu Blomqvist, die allerdings nur das Außennetz traf (65.). Das war für die Schwedin die letzte Aktion, denn sie wurde für Hayley Raso ausgewechselt (66.). Wieder hatte die Eintracht die erneute Führung auf dem Fuß. Vorausgegangen war eine klasse Soloaktion von Memeti, die ihre Gegenspielerin an der rechten Torauslinie austanzte. Aus spitzem Winkel fand die kosovarische Nationalspielerin allerdings in Kiedrzynek ihre Meisterin, die den Flachschuss gut parierte (78.). Dann trat die eingewechselte Raso erstmals zum Vorschein, ihren abgefälschten Schuss aus der zweiten Reihe stellte die Pariser Schlussfrau aber vor keine Probleme (81.).

Nach intensiven 90 Minuten endete das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde 1:1. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte dominierte die SGE die Partie, belohnte sich aber nicht für einen couragierten und selbstbewussten Auftritt. Mit einem Unentschieden geht es ins Rückspiel. Am 2. September fällt die Entscheidung am Campus PSG.

 

 

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. PeKa 26. August 26, 21:03 Uhr

Allen (auch meinen) Unkenrufen zum Trotz scheinen wir eine gute Mannschaft beisammen zu haben.
Sehe unsere Mädels im Rückspiel nicht chancenlos.

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