Absolvierte gegen Bremen sein 100. Spiel für die SGE: Kevin Trapp. (Bild: Imago/foto2press)

Beim 2:2-Unentschieden gegen Werder Bremen kann die Frankfurter Eintracht mit der Leistung nicht zufrieden sein, mit dem Punktgewinn hingegen schon. Die Hausherren ließen zahlreiche Möglichkeiten aus, um den Sieg einzufahren. Die SGE haderte mit der schwachen Defensivleistung. Wir haben für Euch die Stimmen zum Spiel zusammengetragen:

Adi Hütter: „Es war ein sehr intensives zweikampfbetontes Spiel. Werder Bremen war die bessere Mannschaft und hatte mehr Spielanteile. Wir haben uns gar nicht entfalten können, haben spielerisch zu viele Fehler gemacht. Wir haben aber auch Moral gezeigt nach zweimaligem Rückstand. Insgesamt haben wir zu viele Torchancen zugelassen, da wir in der Vorwärtsbewegung zu viele Ballverluste hatten. Bremen hat das dann sehr gut gemacht. Max Kruse hat ein überragendes Spiel gemacht. Er hat uns absolut wehgetan. Simon Falette hat gut trainiert unter der Woche. Ich wollte seine Erfahrung auf dem Platz haben, deshalb hat er den Vorzug vor Evan N’Dicka erhalten. Wir haben hier zwei Mannschaften gesehen, die nach vorne denken. Bei einem so heimstarken Team nicht zu verlieren, ist natürlich gut. Ich bin mit der Leistung aber nicht zufrieden. Über den Punkt freue ich mich.“

Kevin Trapp: „Wenn man die 90 Minuten betrachtet, muss man zufrieden sein. Dass Bremen heute die bessere Mannschaft war – so ehrlich muss man sein. Was die Organisation und das taktische Verhalten angeht, müssen wir uns das nochmal anschauen. Wir müssen es gegen die kommenden Gegner definitiv viel, viel besser machen. Wir müssen lernen, dass wir die Qualität haben, Spiele drehen zu können. Bis Sonntag stehen wir auf dem vierten Platz, obwohl wir heute nur einen Punkt geholt haben. Das ist sensationell nach 19 Spieltagen. Wir sind eine abgezockte Truppe. Wir haben heute aus einer Chance zwei Tore gemacht (lacht).“

Makoto Hasebe: „Wir haben uns in der Abwehr sehr schwer getan. Max Kruse hat sehr flexibel gespielt. Damit hatten wir Probleme. Insgesamt haben wir zu viele Chancen zugelassen.“

Mijat Gacinovic: „Heute bin ich mit meiner Leistung nicht zufrieden, weil ich für längere Zeit nicht gespielt habe und ich auch nur ein paar Tage mit der Mannschaft trainieren konnte. Mit der Leistung als Mannschaft können wir ebenfalls nicht zufrieden sein. Wir sind nach Bremen gefahren, um zu gewinnen. Bremen hat gut gespielt und wir konnten unser Spiel nicht durchziehen. Obwohl wir die ersten beiden Spiele der Rückrunde nicht gut gespielt haben, haben wir trotzdem vier Punkte geholt. Wir können und müssen besser spielen, weil wir große Ziele haben. Am Ende haben wir alles gegeben, um zu gewinnen. Aber wenn das nicht funktioniert,darf man wenigstens nicht verlieren.“

Marco Russ: „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Dazu haben wir es uns auch noch schwer gemacht. Deswegen sind wir mit dem Punkt zufrieden. Mit ein bisschen mehr Glück können wir sogar in letzter Minute gewinnen. Aber wir sollten mal die Kirche im Dorf lassen. Das 2:2 ist für uns glücklich. Wir haben nicht gut gespielt und nehmen durch individuelle Klasse einen Punkt mit. Wir sollten den Schalter wieder umlegen und die Spiele künftig wieder sicherer bestreiten. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass vorne einer von den Dreien so einen Geniestreich macht. Der Punkt zeugt aber von einer gewissen Reife und Qualität.“

Florian Kohfeldt (Cheftrainer Werder Bremen): „Der Analyse von meinem Trainerkollegen ist nichts mehr hinzufügen. Ich habe ein sehr gutes Heimspiel von meiner Mannschaft gesehen, die auch der verdiente Gewinner hätte sein müssen. Zwei Mannschaften auf einem hohen Niveau und da gehört Qualität dazu um hier wieder zurückzukommen. Aber noch einmal: Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Es hat Spaß gemacht hier zuzuschauen, weil zwei Mannschaften die offensiv denken hier gespielt haben. Ich habe sehr gelungene Aktionen gesehen, die schwer zu verteidigen sind.“

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3 Kommentare

  1. Stimmt. Das solltet ihr nochmal überarbeiten. Kohfeld hatte ich völlig überlesen. Aber Kopf hoch! Das passiert den besten.

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