Alex Meier durfte im Test gegen Kazanka Moskau nach langer Verletzungspause eine gute Viertelstunde mitwirken.

Die Eintracht testete am Mittwochnachmittag erfolgreich gegen den FC Kazanka Moskau, das Farmteam des russischen Erstligisten Spartak Moskau. Die Frankfurter siegten mit 5:3 am Riederwald und die Reservisten im breiten SGE-Kader tankten Selbstvertrauen. Die Tore für die Elf von Niko Kovac erzielten Hrgota, Fabian, Blum, Jovic und Kamada.

Reservisten zeigen sich

Der Test diente vor allem dazu, dem erweiterten Kader und Rekonvaleszenten Spielpraxis zu geben. Die Stammspieler erhielten größtenteils eine Verschnaufpause. Mit Jan Zimmermann im Tor, einer Viererkette mit Barkok, der überraschend als Rechtsverteidiger auflief, Russ, Falette und Willems, einer Doppelsechs mit Marc Stendera und Neuzugang Marijan Cavar setzten Armin Reutershahn und Robert Kovac auf eine neuformierte Defensive. Auch vorne agierten mit Kamada über rechts, Danny Blum links, Marco Fabian zentral und Branimir Hrgota in der Spitze ausschließlich Spieler, die zuletzt kaum oder gar nicht zum Zuge kamen.

Kombinationsstark zur Halbzeitführung

Und die Hessen legten gleich gut los. Eine abgerutschte Flanke von Willems knallte in der 4. Minute an die Latte und kurz später konnte Hrgota, sichtlich überrascht, einen Ball von Kamada freistehend nur in die Hände des gegnerischen Torhüters spielen. Immer wieder zeigte das Team schöne Ballstafetten und agierte auch defensiv meist aufmerksam. In der 21. Minute begann dann der Torreigen. Willems spielt einen Ball in die Mitte zu Kamada, dessen Schuss zu nächst noch geblockt wird. Den zweiten Versuch nutzt der Japaner und legt den Ball quer auf Hrgota, der ins leere Tor einschob. Keine zwei Minuten später drang dann Marco Fabian in den Strafraum der Gäste ein und wurde gelegt. Schiedsrichter Fritsch zeigte auf den Punkt und der Mexikaner verwandelte trocken ins linke Eck zum 2:0. Doch die Antwort der Russen ließ nicht lange auf sich warten. Per Volley geschickt, überwand Galadzahn den vor seinem Tor stehenden Zimmermann mit einem Heber zum Anschlusstreffer. Noch vor der Pause konnte Danny Blum allerdings den Vorsprung von zwei Toren wiederherstellen. Der Offensivspieler eroberte den Ball, tunnelt am Strafraum seinen Gegenspieler, macht noch einen Übersteiger und zieht mit dem schwachen rechten Fuß gekonnt ins lange Eck zum 3:1-Pausenstand.

Nachlässiger in Halbzeit Zwei – „Fußballgott“ Meier feiert Comeback

Nach der Halbzeit kamen dann Taleb Tawatha und Carlos Salcedo für Willems und Falette. Unter den Augen von Trainer Niko Kovac, der den Nachmittag gemeinsam mit Fredi Bobic, Bruno Hübner und Ben Manga auf der Terasse der Wolfgang-Steubing-Halle verbrachte, brauchte sein Team ein wenig, um wieder ins Spiel zu finden. In Folge dessen verursache Barkok einen plumpen Foulelfmeter und die Moskauer konnten durch Tugarev in der 61. Minute erneut verkürzen. Im Anschluss an den Gegentreffer erfolgte ein Dreifachwechsel auf Seiten der Frankfurter. Gacinovic, Jovic und Jugendspieler Schmitt kamen für Stendera, Blum und Russ. Vor allem der serbische Mittelstürmer fügte sich schnell ein und traf nach einer maßgenauen Flanke von Tawatha per Kopf ins lange Eck zum 4:2 in der 65. Minute. Die Hintermannschaft der Eintracht sah dann in der 73. Minute gar nicht gut aus. Barkok und Schmitt lassen sich überlaufen und ein Gegenspieler kann in den Strafraum eindringen, legt quer auf Galdazahn, der mit seinem zweiten Treffer den 4:3-Anschlusstreffer erzielt. Nach dem Tor allerdings erfolgte wohl die Szene des Spiels. „Fußballgott“ Alex Meier feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback und kam in der 74. Minute für Marco Fabian in der Partie. Und der 34-Jährige zeigte gleich seine fußballerischen Qualitäten als er in der 79. Minute per Direktspiel Hrgota in Szene setzt, der in den Strafraum laufen kann und am zweiten Pfosten den einschussbereiten Kamada sieht, der zum 5:3-Endstand trifft. Danach passierte nicht mehr viel. Die SGE konnte den Testkick nutzen, um ihren Reservisten Spielpraxis zu geben, die mit einer teils ansprechenden Leistung reagierten. Vor allem Marijan Cavar deutete an, dass er langfristig durchaus eine Verstärkung für das Team von Niko Kovac sein könnte. Auch Branimir Hrgota zeigte mit einer couragierten Leistung, dass er den harten Konkurrenzkampf im Kader der Hessen annehmen möchte.

Aufstellung der Eintracht:

Zimmermann – Barkok, Russ (62. Schmitt), Falette (46. Salcedo), Willems (46. Tawatha) – Cavar, Stendera (62. Gacinovic) – Kamada, Fabian (74. Meier), Blum (62. Jovic) – Hrgota

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5 Kommentare

  1. Es war ein guter Test. Sehr gut haben mir Marijan Cavar und Kamada gefallen. Sie sind schnell und spielen einen guten Ball. Auch Jovic hat seine Gefährlichkeit angedeutet und auch ein Tor geköpft. Fabian hat kluge Bälle gespielt, die Schnelligkeit der Vorgenannten hat er aber nicht. Es ist schön zu sehen, daß wir auch in der „zweiten Reihe“ gute Alternativen haben.

  2. @:braumer: danke für den Link, war schön zu sehen dass AM14FG das Fussballspielen nicht verlernt hat, klasse Pass vor dem 5:3 🙂

  3. Gute Sache mit solchen Spielen. Die Spieler brauchen Praxis und wenn (besser weil) wir Europa spielen brauchen wir auch eine starke 2. Garnitur.

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