Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Er erzielte das goldene Tor für die Eintracht am heutigen Freitagabend: Younes Ebnoutalib. Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH

SGE-Matchwinner Ebnoutalib: „Von Anfang bis Ende gekämpft. Jeder für Jeden!“

, und

Seit März diesen Jahres hatte die Eintracht aus Frankfurt nicht mehr vor heimischer Kulisse gewonnen. Dementsprechend euphorisch wurde nach dem Abpfiff des Spiels der Heimsieg gegen den 1. FC Köln gefeiert. Die Hessen hatten eine Reaktion gezeigt nach dem desolaten 0:6 gegen Leipzig am vergangenen Wochenende. Diesmal wirkten die Adlerträger wach und konzentriert. Über 90 Minuten verteidigten die Hausherren leidenschaftlich ihren Strafraum und setzten immer wieder Akzente nach vorne. Es war nicht das ganz große Spektakel, das die Hütter-Elf ablieferte. Gleichsam aber ein ganz wichtiges Zeichen. Vor allem aber, dass die Hessen zudem auch die viel zitierte „Null“ hielten hinten und somit erstmals in dieser Saison kein Gegentor kassierten. Es dauerte bis in die 77. Spielminute als Noel Aseko ein Zuspiel der Marke „Weltklasse“ auf Younes Ebnoutalib spielte, der dann den überraschten Kölner Torwart Marvin Schwäbe mit einem frechen Abschluss ins kurze Eck überlistete und die drückend überlegenen Adlerträger erlöste. Wir haben, wie immer, die Stimmen des Spiels für euch zusammengetragen.

Younes Ebnoutalib: „Die Erleichterung ist schon extrem. Wir wollten unbedingt ein Zeichen setzen, weil das letzte Spiel nicht so gut war. Wir wollten alles reinhauen, auch für die Fans kämpfen, alles geben. Und das Tor kommt dann schon irgendwie. Wir haben alle von Anfang bis Ende gekämpft, jeder für jeden. Und das wird dann auch belohnt.“

Robin Koch: „Das war sehr, sehr wichtig für uns und den ganzen Verein. Gerade nach dem Spiel letzte Woche war es so wichtig, jetzt so eine Reaktion zu zeigen. Natürlich haben wir die ganze Woche versucht, positiv nach vorne zu schauen. Aber nach so einem Spiel ist das dann schon nicht einfach umzuswitchen. Ich muss der Mannschaft heute ein riesen Lob aussprechen. Wir haben es heute geschafft, über 90 Minuten den Einsatz und den Willen auf den Platz zu bringen. Wir sind in jeden Zweikampf gegangen. Von daher sind wir sehr froh über den Sieg. Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, hat zu dem Ergebnis geführt. Dass wir heute die Null halten war heute der Schlüssel. Wir haben versucht, hoch zu pressen, damit Köln gar nicht ins eigene Spiel kommen konnte. Die Kölner sind nach vorne schnell, aber wir hatten die gut im Griff. Persönlich war das für mich keine einfache Woche. Wenn man eine schwierige Phase hat, dann geht’s zu erst an die Führungsspieler und den Kapitän. Ich bin froh darüber, dass ich es abbekommen habe und nicht jemand der mental schwächer ist. Das ist absolut in Ordnung und wichtig ist die Reaktion und die Leistung. Auch meine eigene.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Wenn man ein halbes Jahr zu Hause nicht gewinnt, wenn man eine Woche vorher abgewatscht wurde mit 6:0, hat die Mannschaft speziell aufgrund der zweiten Halbzeit auch den Sieg verdient. Und ein Heimsieg vor unseren Zuschauern, das tut natürlich richtig gut. Kompliment an die Mannschaft, Kompliment, wie wir verteidigt haben. Ein extra Lob an Robin Koch, von den Zahlen her, sensationelle Lufthoheit. Für mich ist immer wieder wichtig als Trainer, dass ich gewisse Wirkungen erzielen kann. Und Robin hat sich das zu Herzen genommen und deshalb bekommt er auch ein extra Lob. Aber nicht nur er, sondern die ganze Mannschaft. Das hat mir natürlich auch persönlich besonders gefallen. Wir hatten gleich am Anfang Glück, aber manchmal braucht man im Fußball auch Glück. Noah Atubolu war heute auch immer am Posten. Wir haben miteinander gefightet. Man kann sich ja vorstellen, nach einer 6:0-Niederlage kommst du nicht auf den Platz und spielst befreit auf. Die Mannschaft hat sich das zu Herzen genommen, dass sie miteinander gefightet haben, dass sie die Zweikämpfe geführt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein paar Sachen noch versucht zu korrigieren. Und was mir besonders in der zweiten Halbzeit gefallen hat, ist, dass wir in der gegnerischen Hälfte sehr dominant waren. Das ist auch das, was ich mir vorstelle.“

Thomas Kessler (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln): „Ich glaube, das Spiel hat mehr hergegeben. Ich glaube, wir hatten gute Phasen in dem Spiel, wo wir uns mit einem Tor hätten belohnen müssen. In der zweiten Halbzeit mussten wir mal 15 Minuten richtig leiden, haben aber da nicht das Gegentor bekommen. Ich finde, das war ein Fünfzig-fünfzig-Spiel, was wir heute leider verloren haben und deshalb mit null Punkten nach Hause fahren. Die Eintracht hat es gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit gut gemacht. Auch wenn sie in der ersten Halbzeit in Ballbesitz waren, gerade im letzten Drittel, dann sind sie gefährlich, haben eine hohe Qualität. Das wussten wir auch. Trotzdem haben wir ihnen das Leben extrem schwer gemacht. Wir hätten einfach aus den Situationen, die wir offensiv hatten, etwas Ausschlaggebendes herauskriegen müssen. Das ist heute leider nicht gelungen.“

Marvin Schwäbe (1. FC Köln): „Das ist jetzt gerade irgendwie schwer in Worte zu fassen. Ich glaube schon, dass wir grundsätzlich eine gute erste Hälfte spielen. Die Frankfurt haben dann aber auch ihre Qualitäten gut auf den Platz bekommen. Dann wird das eben schwer. Ich glaube, dass die Frankfurter zu Beginn des Spiels etwas überfordert waren mit unserer Fünferkette. Das haben sie dann aber nach der Halbzeitpause angepasst. Das mussten wir dann auch. Aber unsere zweite Hälfte war dann nicht so gut wie die erste. Beim Gegentor macht es Ebnoutalib einfach gut. Wir kriegen in der Situation keinen Druck auf den Ball. Er darf machen was er will nach seinem tiefen Ball. Er platziert ihn dann gut, schießt relativ fest auf kurze Distanz in die kurze Torwartecke. Aus der Distanz war das dann ganz schwer.“

Saïd El Mala (1. FC Köln): „Ich glaube, wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Wir haben unsere beste Halbzeit der Saison gespielt. Wir haben alles wegverteidigt, waren griffiger, waren giftiger in den Zweikämpfen. Nach der Halbzeitpause waren sie dann ein Stück weit griffiger als wir, hatten noch mal mehr Motivation bekommen. Warum, weiß ich nicht, aber so ist der Fußball.“

René Wagner (Trainer 1. FC Köln): „Wir hätten heute glaube ich schon einen Punkt verdient gehabt. Wir gehen jetzt leider mit einer Niederlage nach Hause. Das haben wir so nicht verdient gehabt. Wir haben eine Top-Leistung gebracht auswärts bei einem schweren Gegner. Ich fand, dass wir die erste Halbzeit super gespielt haben und uns hätten belohnen müssen. Wir haben dann nach der Halbzeit eine gute Frankfurter Phase überstanden. Dann kriegen wir Mitte der zweiten Halbzeit das Gegentor. Das müssen wir besser verteidigen. Wir waren dann schlussendlich nicht genau genug im letzten Drittel, um gefährlich zu werden. Daran müssen wir arbeiten, daran müssen wir uns messen lassen und das werden wir tun.“

 

Quelle: „Sky“

2 Kommentare

Fallback Avatar 1. Werner 16. Oktober 26, 23:29 Uhr

So wollen wir euch sehen. Kämpfen.

0
Fallback Avatar 2. dale 16. Oktober 26, 23:52 Uhr

Komm grad ausm Stadion, Sieg in der Tasche, muss mich das Wochenende nicht aufregen, alles gut :)

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.