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Adi Hütter ging nach der Leipzig-Klatsche hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. Foto: IMAGO / HMB-Media International

Adi Hütter: „Die Gegentore waren viel zu billig. Das war nicht bundesligatauglich.“

Heftige Klatsche für die Frankfurter Eintracht in Leipzig. Wie in der letzten Saison verliert die SGE ihr Auswärtsspiel in Ostdeutschland mit 0:6 und zeigt dabei vor allem in der Defensive heftige Schwächen. Die Hausherren waren den Adlerträgern in fast allen wichtigen Punkten überlegen und spielten sich gegen sich kaum verteidigende Frankfurter teilweise in einen Rausch.

Kein Wunder, dass die Stimmung im Lager der Eintracht nach der Partie im Keller war. Wie immer hat SGE4EVER.de zusammengefasst, was Verantwortliche und Spieler nach der Partie zu sagen hatten.

Adi Hütter (Cheftrainer Eintracht Frankfurt): „Wenn man 6:0 verliert, muss man sich schämen. Es geht um den Klub. Vom Ergebnis her müssen wir uns schämen. Wir hatten Chancen, haben aber keine Tore erzielt. Ich hatte das Gefühl, dass wir im Spiel waren, aber die Tore waren viel zu einfach, viel zu billig. Das war nicht bundesligatauglich. Wenn man sieht, wie wir kicken können, dann hat mir das gut gefallen. Aber wir müssen zehn Mal besser verteidigen, das geht einfach nicht. Ich finde nach dem katastrophalen Start haben wir uns versucht etwas tiefer fallen zu lassen und haben das Spiel in unsere Richtung gelenkt. Die beiden Gegentore zur Halbzeit waren unnötig. Mit 2:0 zur Pause wäre vielleicht noch etwas gegangen. Ich habe Robin Koch auch deswegen rausgenommen, weil die Leistung für einen Führungsspieler zu wenig war. Das muss ein Führungsspieler auch einmal aushalten. Wir müssen gemeinsam besser verteidigen. Klar hatte Leipzig große Qualität, aber wir haben zum Beispiel gegen Mainz leidenschaftlich verteidigt. Das haben wir heute nicht gezeigt.“

Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben – in dieser Höhe. Wir sind total schlecht ins Spiel gestartet. Dann haben wir uns bisschen davon erholt und dann haben wir kurz vor der Pause wieder den Doppelschlag bekommen. Wir haben heute einfach nicht gut verteidigt. Das sechste Tor war ein wenig symbolisch. Wenn einer über 60 Meter über den Platz laufen und dann auch noch abschließen kann. Da hat uns die Konsequenz und die Aggresivität gefehlt. Das war nicht gut genug, um ein Spiel zu gewinnen und auch nicht um effektiv zu gewinnen. Wir sind zu passiv in den Eins gegen Eins Situationen, wir sind zu tief. Wir müssen nach vorne verteidigen und sind dann zu weit auseinander. 16 Gegentore sind natürlich deutlich zu viel. Die Gegentore haben auch immer wieder das selbe Muster. Wir haben keine Aktivität im Verteidigen und das müssen wir ändern und zwar als Mannschaft und auch individuell. Die Fans unterstützen uns immer und bis zum Schluss. Es geht jetzt darum mit der Mannschaft zu arbeiten. Es geht am Ende um Arbeit. Wir haben viele gute Jungs dabei, die noch lernen müssen. Das Lernen ist jetzt die Aufgabe, die wir in den kommenden Wochen haben – als Mannschaft aber auch jeder einzelne.“

Noah Atubolu (Torwart Eintracht Frankfurt): „Ich muss schauen, dass ich die richtigen Worte finde, weil ich so vieles im Kopf habe und nicht weiß, wo ich anfangen sollen. 16 Gegentore nach fünf Spielen ist ein Brett und das müssen wir ganz schnell ändern. Wir wollen nicht in die Richtung der letzten Saison gehen. Wie wir hier ins Spiel gehen, das ist unterirdisch. Der erste Schuss ist drin. Die Art und Weise, wie wir hier sechs Tore bekommen, geht ganz und gar nicht. Wir spielen alle für Eintracht Frankfurt, einen der größten Vereine Deutschlands und verlieren hier 6:0. Dafür müssen wir uns schämen, das darf so nicht weitergehen. Wir müssen darüber sprechen und es analysieren. Wir machen einen Matchplan und bereiten uns eine Woche vor. Wir sind alle Bundesliga-Profis und wir arbeiten so viel. Dann ist es schade für alle, dass wir das auf dem Platz nicht zeigen. Der ganze Plan war über dem Haufen. Wir enttäuschen Fans, Trainer und uns selbst. Wir können uns nicht anlügen. Ich hatte das Gefühl wir sind gefühlt zwei Mann weniger. Wir müssen uns jetzt alle die Wahrheit ins Gesicht sagen.“

Jonathan Burkardt (Stürmer Eintracht Frankfurt): „Es war ein katastrophaler Start und das ganze Spiel war zum Vergessen. Wir haben unfassbare Abstände gehabt und total sorglos verteidigt. Das fängt vorne an und Leipzig überspielt uns ganz einfach. Wenn man so schnell zurückliegt, muss man sich erst einmal sammeln. Das hat auch nicht geklappt. Das war krass heute. Es ist kein Kommunikationsproblem aber es fehlt an Verantwortung, die jeder für sich selbst übernimmt. Mir tut es für die Fans leid, die sich solch eine Scheiße anschauen müssen. Wir haben als Führungsspieler heute wieder versagt. Es sind genau die Jungs gefragt, die den Laden zusammenhalten müssen, und das haben wir wieder nicht geschafft, Wir haben irgendwo mitgespielt und hatten Chancen, aber dann lief alles schief.“

Marcel Schäfer (Sportvorstand Leipzig): „Wir sind super happy. Wir hatten das Ziel ein gutes Spiel abzuliefern und besser zu spielen als zuletzt. Der Sieg geht in Ordnung. Das Spiel hat trotzdem seine eigene Geschichte. Wir sind mit einem Doppelschlag reingestartet, das hat uns sehr gut getan. Danach haben wir aber die Kontrolle verloren, als Frankfurt auch Möglichkeiten hatte. Dann hatten wir ein Doppelschlag vor der Halbzeit, damit war das Spiel sozusagen erledigt. Über 90 Minuten muss man sagen, dass es ein sehr zufriedenstellender Auftritt war, weil wir immer weiter nach vorne gespielt haben.“

Christopher Nkunku (Leipzig): „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Wir haben zusammen offensiv und defensiv gespielt. Wir hatten lange Zeit, uns auf das Spiel vorzubereiten. Wir sind alle glücklich. Ob ich so gut bin wie vor drei Jahren will ich nicht bewerten, das machen wir am Ende der Saison (lacht).“

Martin Demichelis (Trainer Leipzig): „Die zwei ersten Tore aus den ersten offensiven Aktionen haben uns große Ruhe gebracht. Wir haben den Druck gespürt. Der Verein hat große Ziele, daher ist er immer da. Wenn man nicht gewinnt, ist der Druck immer da. Aber ich versuche positiv zu bleiben. Wir haben ein gutes Spiel von Anfang bis zum Ende gezeigt. Daher bin ich sehr zufrieden. Wir haben versucht schnell nach vorne zu spielen und vertikal zu spielen. Das haben die Jungs gut gemacht, waren aggressiv. Wir haben heute sehr viele Bälle nach Ballverlusten wieder gewonnen und wir hatten eine gute Boxbesetzung. Wir müssen jetzt die Heimstärke auch in die Auswärtsspiele bringen.“

Quelle: „Sky“

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12 Kommentare

Fallback Avatar 1. vex 10. Oktober 26, 22:06 Uhr

Hat sich einer -wie ich - noch die Interviews bei Sky angetan?

Es hieß immer, dass Hütter kommt - ganz zum Ende kam Krösche. Hat ganz schön vom Lothar eingeschenkt bekommen.

Kann es sein, dass Hütter zu Krösche gesagt hat: ich wollte nen IV, ist sein Kader, steh du mal Rede und Antwort...?

War jedenfalls komisch, weil ansonsten immer der Trainer kommt, und er ja auch angekündigt wurde.

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Avatar 2. badfan 10. Oktober 26, 22:24 Uhr

Die PK zum Spiel: Hütters Aussagen zu Koch & Collins sprechen Bände! Hoffentlich tut sich jetzt was.
Vielleicht ist es auch nicht das Cleverste gewesen Collins und Knauff rechts “verteidigen” zu lassen.
Die Trainingswoche bis Freitag gegen Köln wird spannend!

2
Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 50 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 3. Willi 10. Oktober 26, 22:24 Uhr

Verteidigung ist nicht nur Abwehr. Wir waren leider ueberhaupt nicht kompakt und null konsequent. Erstmal hinten sicher stehen, dann nach vorne und als Einheit wieder zurueck, wenn man den Ball verliert. Sich gegenseitig helfen. Basics.

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Fallback Avatar 4. Spiderschwein 10. Oktober 26, 22:26 Uhr

@1
Was du da so hinein interpretierst.
Vielleicht hat er auch nur zu Markus gesagt "geh du mal, das zusammenfalten der Mannschaft dauert heute länger, da habe ich keine Zeit für Interviews" :-)

1
Avatar 5. braumerganedruebberedde 10. Oktober 26, 22:29 Uhr

'Ich habe Robin Koch auch deswegen rausgenommen, weil die Leistung für einen Führungsspieler zu wenig war. Das muss ein Führungsspieler auch einmal aushalten.'

Nächstes Mal dann bitte Möchtegern-Führungsspieler Burkardt raus.

Aber nochmal zurück zu Koch:
Ich wollte mir grad die PK anschauen. Doch auf Eintracht tv fand ich stattdessen:

'Koch: „Müssen stabiler werden“
Ihr habt gefragt, der Kapitän antwortet: Robin Koch hat sich während der Länderspielpause Zeit genommen, um auf eine Vielzahl von Fan-Fragen einzugehen. Er spricht über Dreier- und Viererkette, beschreibt seine Rolle als Führungsspieler und nimmt sich und sein Team in die Verantwortung.'

Und jetzt wurd er zur HZ ausgewechselt und der Trainer meint: das reicht nicht.

Wir (als Verein) labern echt viel, schmieren uns gern den Honig um den Bart..doch auf dem Platz sieht man (meistens) wenig davon.
Das ist auch eine gewisse Kultur der Selbstbeweihräucherung, die bei uns über die letzten Jahre aufgebaut wurde.
Und wir alle wissen ja: wenn man anfängt sich selbst zu loben, dann ist das Limit meist erreicht.
Wenn es darum geht, uns selbst zu loben (seien es Nationalspieler oder was auch immer), da sind wir seit Jahren stets ganz vorne mit dabei. Das fällt schon auf.

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Fallback Avatar 6. adler66 10. Oktober 26, 22:29 Uhr

Immer das gleiche Gelaber und nichts passiert.

1
Fallback Avatar Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 7. geyeradler75 10. Oktober 26, 22:32 Uhr

Mann stelle sich vor man ist Trainer von Eintracht Frankfurt Training alle top. Im Spiel bricht die defensive komplett zusammen.....was ein scheiss Job. Dino geschenkt guter netter Typ aber immer noch super Sturm zur Verfügung, dann verkauft und das Kartengaus bricht zusammen, dann kommt der von dem ich den Namen nicht mal mehr kenne Riera oder so. Alle springen ausm Fenster oder Brücke oder sowas zack wieder alles scheisse. Jetzt haben wir einen wirklich erfahrenen Trainer mit Adi warum passiert sowas immer noch? Da gibt es keIne Ausreden mehr. Kann ja nur daran liegen das unsere Defensive einfach grottenschlecht ist. Als hätte man das nicht vorher wissen können an den Torhütern lag es wohl nicht, selbst Trapp wäre hier untergegangen. Würde Koch jetzt auch mal mehrere Spiele Bedenkzeit geben. Halbe Mannschaft ist neu aber bricht wieder zusammen wie in den letzten 1 bis 2 Spielzeiten das kann kein Zufall mehr sein. Grosses Interview von Koch als Leader müssen besser werden hier vor ein paar Tagen bekonme ich das kotz... Krösche habe nichts gegen ihn aber sein Interviev auch hier vor kurzem man lernt aus den Fehlern blabla warum hat man die Probleme in der Verteidung nicht abgestellt? Kann es nicht verstehen einfach nur peinlich. Positiv finde ich das ein Burkhardt sich da im Interview nach dem Spiel nicht raus nimmt hätte ich so von ihm nicht gedacht. Kann ja nur besser werden ansonsten geht es echt nach ganz unten durch.

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Fallback Avatar 8. weschedereintracht 10. Oktober 26, 22:33 Uhr

Klare Worte von Atubolu und Burkardt. Immerhin ein Hoffnungsschimmer am dunklen Horizont... Also entweder kommt gegen Köln wie durch ein Wunder eine Art Befreiungsschlag oder wir werden gegen den Abstieg kämpfen- falls wir das können.
Das Spiel war einfach nur eine Blamage.

3
Fallback Avatar 9. zeugeyeboahs73 10. Oktober 26, 23:08 Uhr

Als erstes freut es mich, dass ich heute hier keinen Kommentar vom Kapitän lesen muss.
Mittlerweile werden sogar die Daumen runter bei meiner teils starken Kritik an Koch weniger. Er hatte 2,5 befriedigende Saisons. Die letzte Saison in England, sowie die ersten 1,5 bei uns. Zu jeder Zeit hatte er da einen starken Partner und ist mitgeschwommem. Der größte Fehler der jüngsten Zeit war, ihn als gesetzten Abwehrfels zu sehen und alle um ihn herum auszutauschen. Unsere Schießbude muss auch mal mit dem Abwehrchef in Verbindung gebracht werden. Seine Zweikampfstats sind leicht zu googlen und seit 2 Jahren unterirdisch für einen IV.
Zum Glück hat Adi das früh gesehen, ihn noch äußerst höflich angezählt und heute endlich mal ein Zeichen gesetzt.
Was gibt es im Winter zu tun ? Auch wenn es sich im ersten Moment blöd anhört, sollte man sich die Ersatzbänke der PL anschauen und genau 3 resolute IV leihen, die auf dem Sprung zu Spielzeit in der PL sind. Aus dieser Kombination plus Brassier sollte man den Laden halbwegs dicht bekommen. Wenn ich mir diese grießgrämigen Abwehrmaschinen aus Augsburg anschaue, werde ich echt neidisch. Und die kannte vorher auch niemand.
Ich sehe insgesamt leider eine große Gefahr auf uns zukommen. Es gibt nichts schlimmeres, als dass Spieler, die beim Ex-Club eine gute Rolle gespielt haben, beim neuen Verein plötzlich einen eklatanten Leustungsabfall haben. Das gab es in der mittleren Vergangenheit besonders in Hamburg, Wolfsburg und Schalke.
Man kommt in ein neues Umfeld und passt sich dem an. Das ist zwar nur menschlich, aber beängstigend. Ich hoffe, dass Onyedika, Aseko, Atubolu und Brassier durch den bestehenden Trümmerhaufen nicht dauerhaft runtergezogen werden.
Zu guter letzt.. Can Uzun. Vermutlich der beste Fußballer in unseren Reihen, aber viel launischer geht nicht. Sowas zieht auch Mitspieler runter. Bitte gehen lassen.

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Fallback Avatar 10. Weltenlenker 10. Oktober 26, 23:12 Uhr

Das wichtigste für diese Saison war, dass wir uns finanziell konsolidiert haben. Dieser Kader sollte den Nichtabstieg hinbekommen, dann scgauen wir weiter.

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Fallback Avatar 11. Weltenlenker 10. Oktober 26, 23:23 Uhr

Hütter ist nicht als Freund der Spieler bekannt. Einen solchen Trainer wollten die meisten. Problem, der Kader wird nicht viele Spiele gewinnen. Verliert er doe Spieler bis Weihnachten, verliert er den Job. 18 Punkte sollten es schon werden. Woe man allerdings zwei Spieler ohne richtige vorbereitung auf der gleichen Seite in die Defensive stellen kann, erklärt sich mir nicht.

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Fallback Avatar 12. SGEintracht4ever 11. Oktober 26, 00:08 Uhr

Der arme Kaua.

Sitzt auf der Bank und fragt sich: Was ist anders als vor Jahresfrist, als ich im Tor stand? Achja: Ich werde nicht verantwortlich gemacht.

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