André Silva ist in Frankfurt angekommen. (Bild: Heiko Rhode)

Silva traut SGE Champions League zu: André Silva traut der Frankfurter Eintracht in der Zukunft den Sprung in die Champions League zu. Das sagte der Angreifer im Interview mit der „Bild“ und bestätigte so seinen Coach Adi Hütter, der zuletzt betonte, dass ihn die Königsklasse mit der Eintracht reizen würde: „Auf jeden Fall! Wir wollen alle da hin. Ich bin auch deshalb zur Eintracht gewechselt, weil ich Lust habe hier Champions League zu spielen. Aber wenn wir da oben mitmischen wollen, müssen wir uns noch besser präsentieren.“ Während er also schon von der Königsklasse träumt, ärgert ihn umso mehr, dass die Hessen dieses Jahr den Sprung ins internationale Geschäft verpassten: „Es ist das erste Mal, dass ich nicht an einem internationalen Wettbewerb teilnehme. Mit Porto war ich in der Champions League, mit den anderen Vereinen in der Europa League. Aber ich muss die Situation annehmen, das müssen wir alle. Wir müssen es als Chance sehen, vielleicht im nächsten Jahr mehr zu schaffen.“ Gelassen gab er sich dagegen, was seine eigene Zukunft angeht. „Ich weiß, dass ich noch für ein Jahr hierher ausgeliehen bin, alles andere sind Dinge, die ich nicht kontrollieren kann. Und wenn ich etwas nicht beherrschen oder beeinflussen kann, mache ich mir darüber nur ungern einen Kopf. Ich habe mich daran gewöhnt, dass das Leben eines Profis nie planbar ist, damit kann ich inzwischen gut leben“, so der Portugiese.

20 Millionen Verlust: Laut eines Berichts der „Bild“ rechnet man bei der Frankfurter Eintracht im aktuellen Jahr mit einem Verlust von rund 20 Millionen Euro. Dies liege zum einen an fehlenden nationalen und internationalen TV-Geldern und den fehlenden Einnahmen aus den Geisterspielen. Wolfgang Steubing, der Aufsichtsratsvorsitzende der SGE, erklärt: „Finanziell tut Corona den Vereinen richtig weh. Und uns schmerzt natürlich, dass wir uns zuletzt ein schönes Polster geschaffen haben, mit dem wir hätten investieren können – und dann wird uns das Polster durch Corona einfach so weggerissen!“ Fredi Bobic bestätigte das Corona-Loch am Mittwoch: „Wir haben in den letzten drei Monaten des Lockdowns um die 20 Millionen Euro an Einnahmen verloren.“ Statt 280 Millionen Euro Umsatz plant die SGE in der neuen Saison nur noch mit 140 Millionen Euro.

Bundesliga-Start Mitte September: Nach Plänen der Deutschen Fußball Liga (DFL) soll die kommende Saison der Fußball-Bundesliga am 11. oder 18. September starten. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagt in einem Interview mit der „Welt“, dass die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen sei: „In diesen Zeiten ist eine gewisse Flexibilität erforderlich, das gilt für Verbände genauso wie für Klubs. Wir suchen nach einem für alle gangbaren Weg, das schließt die Spieler mit ein.“ Offen sei auch, ob dann wieder Zuschauer in die Stadien dürfen. An sich sei es das Ziel der DFL, dass die Bundesliga mit Fans in den Arenen startet, allerdings sind in Deutschland bis zum 31. Oktober alle Großveranstaltungen verboten worden, für die kein konkretes Hygienekonzept vorliegt und bei denen die Nachverfolgung der Besucher – etwa durch personalisierte Tickets – nicht möglich ist. 

Neuer Nachwuchskicker: Verstärkung im Nachwuchs! Muhammed Damar wechselt von Hertha Zehldendorf zur U17 der Eintracht. Der gebürtige Berliner hatte zuvor unter anderem im Nachwuchs von Hertha BSC gespielt. Der technisch versierte Mittelfeldmann kommt für drei Jahre an den Riederwald. „Muhammed Damar ist ein sehr talentierter Nachwuchsspieler. Wir sind von seinen spielerischen Qualitäten überzeugt und freuen uns, dass er in den kommenden Jahren das Adlertrikot trägt“, so NLZ-Chef Andreas Möller.

Kraft beendet Karriere: In den letzten Wochen gab es immer wieder vereinzelte Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Thomas Kraft. Daraus wird aber sicher nichts, denn wie der 31-Jährige jetzt in der „Bild“ bekanntgab, beendet er seine Karriere: „Ja, ich mache Schluss!“ Grund ist wohl vor allem die Gesundheit, denn Rücken und Nacken spielten schon lange nicht mehr so mit, wie sie sollten.

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55 Kommentare

  1. @37: Richter finde ich ebenfalls interessant. Auch der Vargas von Augsburg gefällt mir gut. Sehr schnell, starker Abschluss und gute Technik. Spielt zwar auf der linken Seite aber ist ein Rechtsfuss wenn ich mich nicht täusche. Das Problem bei beiden ist, dass die Augsburger seit dem Hinti Wechsel schon Pickel kriegen, sobald die Fredis Nummer auf dem Display sehen. Ich denke die werden uns einen Spieler nur deutlich über Marktwert verkaufen, wenn überhaupt.

  2. Zum Thema Hertha vs Plastikclubs. Ich finde egal ob im täglichen Leben, im Sport oder beim Brettspiel: Regeln machen nur Sinn, wenn sich alle daran halten. Dadurch, dass sich die Plastikclubs nicht an die 50+1 Regel halten müssen, spielen sie nicht nach den Regeln und haben daher meiner Meinung nach nichts in dem Fußball System, wie es momentan besteht, verloren. Egal ob in der Bundesliga oder sonstwo.

    Was die Hertha macht, finde ich dagegen legitim. Im Rahmen der Regeln haben sie sich einen Investor ins Boot geholt ohne die Mehrheitsanteile zu verlieren. Ob das langfristig eine gute Entscheidung war oder nicht, wird die Zukunft zeigen. Ich bin mir selbst nicht sicher, ob mir ein Investor bei der Eintracht gefallen würde. Das kommt glaube ich sehr darauf an, wen man sich da ins Haus holt und ist somit sehr individuell zu betrachten. Wenn man einen Investor hat, der einem hilft, sich gezielt auf dem Transfermarkt zu verstärken und sich dabei aus dem Tagesgeschäft raushält, kann das Modell eine echte Chance sein. Wie es aber auch ganz anders laufen kann sieht man dagegen bei 1860.

  3. Jap! Sehr ballsicher unter Gegnerdruck und mit ordentlich Power und Schnelligkeit am Ball, dazu intelligentes Frei-und Anlaufverhalten.

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