Krösche kommt SGE entgegen: Seit Sonntagabend steht fest, dass Markus Krösche als Sportvorstand mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Der Aufsichtsrat kam dem Wunsch des 46-Jährigen nach einer Freistellung nach. Laut einem Bericht von „Sky“ verabschiedete sich Krösche am Montagvormittag emotional und unter großem Applaus von der Mannschaft. Auch auf der heutigen Mitgliederversammlung möchte er die Gelegenheit nutzen, sich gebührend von den Fans zu verabschieden. Die Wertschätzung beruht offenbar auf Gegenseitigkeit: Wie der Bezahlsender erfahren haben will, möchte Krösche der Eintracht etwas zurückgeben. Demnach bestand der gebürtige Hannoveraner darauf, eine Ausstiegsklausel in die Vereinbarung über seine Freistellung aufnehmen zu lassen. Konkret bedeutet das: Jeder Verein, der Krösche bis Sommer 2027 unter Vertrag nehmen möchte, müsste eine Ablöse in Höhe von fünf bis sieben Millionen Euro zahlen – sofern zwischen den Klubs keine abweichenden Vereinbarungen getroffen werden. Krösche wolle sicherstellen, dass Frankfurt auch von seinem Abgang profitiert – so wie die Hessen jahrelang von seinen lukrativen Spielerverkäufen profitiert haben. Von diesem Schritt sollen sich der neue Vorstandsvorsitzende Axel Hellmann und Präsident Matthias Beck beeindruckt gezeigt haben.
Favorit für die Krösche-Nachfolge: Die Suche nach einem Nachfolger für den geschassten Sportvorstand läuft auf Hochtouren. Zahlreiche prominente Namen kursieren bereits rund um den Stadtwald. Wie „Sky“ erfahren haben will, hat Eintracht Frankfurt inzwischen einen Favoriten ausgemacht. Demnach führt eine Spur zu Christoph Spycher. Der 48-Jährige ist derzeit Sportvorstand der BSC Young Boys aus der Schweiz und kennt die SGE bestens aus seiner aktiven Zeit. Von 2005 bis 2010 trug der Schweizer das Adler-Trikot. Bereits nach dem Abschied von Fredi Bobic im Jahr 2021 wurde Spycher mit der SGE in Verbindung gebracht. Nun könnte er auf Markus Krösche folgen. Ein weiterer Name, der im Zusammenhang mit der Nachfolge gehandelt wird, ist Joti Chatzialexiou. Der 50-Jährige erteilte einem möglichen Engagement bei seinem Geburtsstadtklub allerdings vorerst eine Absage. „Es ist sicherlich eine Wertschätzung meiner Arbeit, zu diesem Kandidatenkreis zu gehören. Allerdings gibt es mit Eintracht Frankfurt keinerlei Vereinbarungen und keinen Kontakt. Es ist daher kein Thema, mit dem ich mich derzeit befasse. Der Fokus liegt auf dem FCN“, sagte Chatzialexiou gegenüber der „Bild“.
Ebnoutalib unter Beobachtung: Younes Ebnoutalib avancierte mit seinem Siegtreffer beim 1:0 gegen den 1. FC Köln zum Matchwinner. Nach sechs Spieltagen stehen für den Stürmer bereits fünf Saisontore zu Buche. Seine starke Entwicklung ist offenbar auch einem Klub aus der Premier League nicht entgangen. Laut „Teamtalk“ waren Scouts von Tottenham Hotspur im Stadion, um den Siegtorschützen genauer unter die Lupe zu nehmen. Dem Bericht zufolge beobachten die Londoner den frischgebackenen deutschen Nationalspieler bereits seit Längerem. Damit könnte Ebnoutalib zum nächsten Frankfurter werden, der der Eintracht eine hohe Ablöse beschert. Der Marktwert des 23-Jährigen liegt laut „Transfermarkt“ aktuell bei 18 Millionen Euro.
Winter-Wechsel bei Uzun? Can Uzun durchlebt bei Eintracht Frankfurt derzeit eine schwierige Phase. Nach zuletzt schwächeren Auftritten ließ Adi Hütter den kreativen Spielmacher beim Duell mit dem 1. FC Köln zunächst auf der Bank. Zu einer Einwechslung kam es letztlich nicht. Der Trainer begründete seine Entscheidung damit, dass ihm Farès Chaïbi und Ritsu Doan gefallen hätten. Zudem habe er im Spielverlauf keinen passenden Moment gesehen, um Uzun zu bringen. Sollte der türkische Nationalspieler auch in den kommenden Spielen nicht regelmäßig in der Startelf stehen, könnte laut „Bild“ ein Abschied in der Winter-Transferperiode zum Thema werden. Demnach sollen weder Uzun noch sein Umfeld mit der aktuellen Situation zufrieden sein. Allerdings ließ Hütter dem 20-Jährigen nach der Partie gegen Köln eine Hintertür offen: „Jeder kann sich zeigen und beweisen.“ Diese Chance gilt auch für Uzun.
Kurioses Ende der Pressekonferenz: Nach dem Heimsieg der Frankfurter Eintracht gegen den 1. FC Köln war die Pressekonferenz von Cheftrainer Adi Hütter noch kaum gestartet, da war sie schon wieder zu Ende. Nach wenigen Minuten ertönte über die Soundanlage im inneren des Stadions ein Alarm und wenig später kam eine Evakuierungsdurchsage. Der Trainer nahm es mit Humor, die Pressekonferenz war dann aber schnell vorbei, denn alle Menschen mussten die Innenräume der Spielstätte verlassen. Löschfahrzeuge der Frankfurter Feuerwehr fuhren auf das Stadiongelände. Am Ende handelte es sich aber um einen Fehlalarm. Wie es dazu kam, ist allerdings unklar.
Pimpong zurück: In der vergangenen Woche standen Cheftrainer Adi Hütter mit Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib lediglich zwei Stürmer zur Verfügung. Wie es jetzt aussieht, ist Malik Pimpong genesen und könnte wieder zur Alternative für den Österreicher werden. Der 18-Jährige, der im vergangenen Transfersommer verpflichtet wurde spielte jetzt bei der zweiten Mannschaft der Eintracht gegen das zweite Team vom 1. FC Kaiserslautern. Über die volle Distanz stand der Däne auf dem Platz und erzielte sogar einen Treffer. Am Ende gewann die zweite Mannschaft der SGE mit 2:1.






7 Kommentare
Maggus, hier meine Forderung, dass wir uns nach der Trennung in die Augen schauen können:
5 Mio Ablöse
1 brauchbarer IV vom AC Milan (gerne auch auf Leihbasis)
Mailänder Schnitzel für alle (oder wenigstens für mich)
Letzter Punkt ist verhandelbar.
Ich glaube das Krösche-Modell ist überholt. Wenn ich schon sehe, dass ein 23-Jähriger aus Norwegen schon 12 Mio. kostet, junge Talente immens teuer sind und in der PL das Geld nicht mehr so locker sitzt, ist der jetzige Weg alternativlos.
Kann mir gut vorstellen, dass Krösche den Weg nicht mitgehen wollte und das Angebot vom AC Mailand ist auch zu gut. Hat er sich auch verdient, der Mann.
Ich glaube dass wir eher einen Sportvorstand suchen, der den Schwerpunkt auf die Jugend und das NLZ legt. Keinen Käufer-Verkäufer mehr.
Warum "Krösche-Modell" ?
Letztlich ist oder war MK ein weisungsgebundener Angestellter, der seine Vorgaben vom AR erhielt. Das dürfte unbestreitbar sein.
Und wenn dieses Modell überholt ist, dann stellt sich die alles entscheidende Frage ... wo kommt die Kohle für den laufenden Betrieb her ? Da bin ich sehr gespannt auf mögliche Antworten der Foristen.
Uzun bitte gewinnbringend verkaufen.
Ist zwar ein begnadeter kicker aber vom Kopf her.
Alle haben gegen Köln geliefert (die Einstellung).
Keine Ahnung, aber vielleicht kann der SC Freiburg eine Antwort darauf geben.
Das mit der Ablöse wäre schon 'extraordinär' (im französischen mit Betonung auf extra und nicht ordinär) und das Schnitzel ist ein Kotlett 😉.
Sein Abgang ist ein Verlust.
Ja, wahrscheinlich ein Verlust. Aber ich bin auch weniger emotionslos geworden was die Mannschaft anbelangt (auf höherem Niveau). Das ist kein gutes Zeichen
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.