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Albert Riera will mit der SGE ins internationale Geschäft einziehen. Foto: IMAGO / Beautiful Sports

„Schöner Druck“ in Wolfsburg: „Unser Ziel ist das Schönere“

Trotz 2:0-Führung in der 69. Minute holte die SGE gegen den 1. FC Köln nur einen Punkt. Der sechste Tabellenplatz und damit die sichere Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb rückt damit in weite Ferne. Nun geht es für die Frankfurter Eintracht zum abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg. Die Wölfe stehen auf Platz 17 und haben zuletzt krachend mit 3:6 in Leverkusen verloren. „Ihre Situation provoziert Fehler und Unruhe“, beschreibt SGE-Trainer Albert Riera. „Diese Situationen müssen wir ausnutzen. Sie werden in der ersten Phase bestimmt versuchen uns zu pressen und das Publikum mitzunehmen, um alles etwas zu beruhigen. Darauf müssen wir uns einstellen.“ 

Die Adler reisen, zusätzlich zu den langzeitverletzten Spielern, auch ohne zwei wichtige Spieler gen Norden. Ritsu Doan fällt krank aus und auch Jean-Matteo Bahoya wird nicht spielen können. „Er hat es fast geschafft, ist aber nicht bei 100 % und wird deshalb nicht dabei sein“, erklärt Riera. Das könnte die Chancen auf einen Einsatz von Can Uzun erhöhen, um den es aktuell viele Diskussionen gibt, da er gegen Köln 90 Minuten auf Bank gesessen hatte. Davon will Riera aber nichts wissen: „Jeder Spieler ist gleich viel wert für das Team. Jede Position hat offensive und defensive Aufgaben. Kein Spieler und kein Trainer ist wichtiger als das Team oder dem Verein. Deswegen rede ich lieber über das Kollektiv.“

„Ruhiger werden und das Spiel kontrollieren“

Das Eintracht-Kollektiv muss sich deutlich steigern um etwas Zählbares aus Wolfsburg mitnehmen zu können. Der letzte Auswärtssieg liegt fast ein halbes Jahr zurück. Riera weiß, wo er ansetzen muss: „Nach dem Köln-Spiel habe ich von Ruhe gesprochen. Wir haben unsere letzten Tore analysiert und alle ab der 70. Minute im letzten Abschnitt des Spieles kassiert. Es ist aber kein physisches Problem, weil die Zahlen sehr gut sind.“ Dass es nicht an fehlender Fitness liegt, zeige auch die Offensive: „Wir sind kein Team, das viele Tore in der ersten Halbzeit erzielt sondern schließen das Spiel als Protagonist und angreifendes Team ab.“ Dennoch kassierte die SGE, wie von Riera angesprochen, viele späte Tore: „Wir müssen ruhiger werden und das Spiel mehr kontrollieren. Das heißt aber nicht, dass wir langsam spielen müssen. Darüber haben wir mit den Spielern gesprochen und werden hoffentlich Besserung sehen, was das angeht.“

Gegen den FC konnte der offensiv ausgerichtete Hugo Larsson herausstechen. Vor Oscar Højlund weckte der Schwede Erinnerungen an seine anfängliche starke Zeit bei der Eintracht. Riera hebt dabei noch Nathaniel Brown heraus, auf dessen Stärken sich die Gegner eingestellt hätten. Und auch Farés Chaibi stünde unter strenger Beobachtung der Gegenspieler. Gerade deswegen betont Riera: „Jedes Spiel ist anders. Und für jedes Spiel braucht es einen anderen Spieler, der überraschende Momente kreiert.“

Klar ist, dass die Eintracht in dieser entscheidenden Phase der Saison viele gute Momente braucht, um den siebten Platz sicher zu können. Doch alle Mannschaften der Liga haben gewisse Ansprüche und Ziele, denen sie nachgehen: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass alle Teams in dieser Phase um etwas kämpfen. Wir kämpfen darum, nächstes Jahr in Europa zu spielen. Wolfsburg kämpft aktuell um den Nichtabstieg.“ Für Riera ist klar: „Unser Ziel ist bei Weitem das Schönere. Das müssen wir zu unserem Vorteil machen. Beide Mannschaften brauchen die drei Punkte. Es ist ein schöner Druck, um Europa zu kämpfen. Dafür sind wir in einer guter Position.“

Fans als Antrieb für gute Stimmung

Unter der Woche trainierte die SGE vor rund 1000 Fans am Deutsche Bank Park. Sehr zur Freude von Riera und seiner Mannschaft, die nach dem Training fleißig Fotos machte und Autogramme gab. „Es war ein Antrieb für uns und hat auch für gute Stimmung gesorgt. Ich war ein großer Fan davon. Es war fantastisch. Aber es ist bei uns immer lustig. Das heißt nicht, dass wir zum Witze machen herkommen. Wenn etwas Spaß macht, genießt man es und macht Fortschritte. Deswegen brauchen wir diese Stimmung.“

6 Kommentare

Fallback Avatar 1. Barth 10. April 26, 19:01 Uhr

Na dann auf geht`s... ich hoffe auf viel, rechne mit nichts... Das ist leider so ein typisches SGE-Spiel, Gegner am Boden, in Golfsburg... ach ich weiß nicht... Anschauen werde ich es mir :-) Das hat übrigens nichts mit Pessimismus zu tun, es würde halt irgendwie wieder passen.

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Fallback Avatar 2. Adlermacht 10. April 26, 19:08 Uhr

Ich propagiere weiterhin das 4:0 für uns!

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Fallback Avatar 3. zicobindewald 10. April 26, 19:19 Uhr

Na, dann halte ich mal mit einem krassen 1:1 dagegen, Adlermacht 😉

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Fallback Avatar 4. 61118_adler 10. April 26, 19:25 Uhr Zitat - Barth Na dann auf geht`s... ich hoffe auf viel, rechne mit nichts... Das ist leider so ein typisches SGE-Spiel, Gegner am Boden, in Golfsburg... ach ich weiß nicht... Anschauen werde ich es mir :-) Das hat übrigens nichts mit Pessimismus zu tun, es würde halt irgendwie wieder passen. Path

100% ... nur dieses mal gewinnen wir. Forza sge

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Fallback Avatar 5. bastiannrw123 10. April 26, 20:17 Uhr

Der Ton ist einhellig. Die meisten SGE Fans rechnen fest mit einem divenhaften Auftritt unserer Eintracht und tippen auf einen Sieg von VW. Trotz das Wolfsburg ohne Svanberg und Wind antritt (traf beim 2:0 in der Saison 23/24 doppelt) und Koulierakis gesperrt ist.

Machen wir es doch so: Die Quoten für einen grünen Sieg liegen bei 2,55. Wenn man nun 30 EUR auf einen Heimsieg des Kellerkinds setzt, hat man am Ende des Tages zumindest 76,50 EUR draus gemacht und kann das Spiel sogar entspannter ansehen. :-)

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Avatar 6. philosoph 10. April 26, 20:31 Uhr

Ich würde mir aktuell in der PK von ihm etwas weniger Phrasen wünschen.
Wenn die alles umrennen sollten kann er von mir aus 100 Mal 'beautiful' sagen.

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