Rönnow brachte die Briten vor allem in der ersten Hälfte fast zur Verzweiflung (Bild: imago images / Action Plus)

Europacup im nächsten Jahr? Eintracht Frankfurt hat mit dem 2:1-Erfolg beim FC Arsenal das Heft des Handelns wieder selbst in der Hand. Neun Punkt nach fünf Spieltagen bedeuten aktuell Platz 2 in der Gruppe. Da Standard Lüttich bei Vitoria Guimaraes nicht über ein 1:1 hinaus kam, muss die Eintracht bei einem Sieg am letzten Spieltag gegen die Portugiesen nun nicht mehr auf Schützenhilfe hoffen. Bedanken kann sich die Mannschaft vor allem bei Frederik Rönnow, der mit zahlreichen Paraden das Team im Spiel hielt.

Personell musste Adi Hütter kurzfristig auf Sebastian Rode und Bas Dost verzichten. Dafür begannen André Silva und Gelson Fernandes. Außerdem kehrte Rönnow nach überstandenem Infekt wieder im Kasten, Felix Wiedwald ist für den internationalen Wettbewerb ohnehin nicht gemeldet gewesen. Danny da Costa und David Abraham begannen zudem für Erik Durm und Evan N’Dicka.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FC Arsenal der dreizehn zensierten Spieler den Wert 2,73. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der 470 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Frederik Rönnow: Ohne Frederik Rönnow würden wir vermutlich nicht über einen bedeutsamen und erfolgreichen Europapokal-Abend berichtet. Der Schlussmann hielt seine Mannschaft mit einer Reihe von Paraden am Leben. Beim Gegentreffer von Pierre-Emerick Aubameyang war er sogar noch mit einem Fuß dran und hätte das Tor fast noch verhindert. Note 1 für den Dänen, Chapeau für diese Leistung.

Daichi Kamada: Mit zwei klasse Einzelaktionen brachte Daichi Kamada Frankfurt auf die Siegerstraße. Der quirlige Japaner zeigte im richtigen Moment, dass er seine Torgefahr nicht zwischenzeitlich wieder verloren hat. Sehr umtriebig und immer gefährlich. Ohne Rönnow wäre Kamada wohl der Spieler des Spiels geworden.

Dominik Kohr: Mit der Hereinnahme von Dominik Kohr wurde das Spiel deutlich strukturierter und nach vorne auch gefährlicher. Er brachte eine ganz andere Körperspannung auf den Platz und stecke seine Teamkollegen wieder an.

Mijat Gacinovic: Endlich zeigte Mijat Gacinovic mal wieder, was in ihm steckt. Unzählige Male zündete er den Turbo, riss Löcher und setzte seine Kollegen in Szene. In der 69. Minute hatte er sogar das 3:1 auf dem Fuß.

Martin Hinteregger: Martin Hinteregger steigerte sich vor allem in den zweiten 45 Minuten zur Höchstleistung. Grätschte dazwischen als gäb’s kein Morgen mehr.

Filip Kostic: Zunächst musste Filip Kostic vor allem mit seiner enormen Fehlpassquote zurechtkommen. Steigerte sich wie viele seiner Teamkollegen aber immer mehr und zündete dann wieder seine gefährlichen Vorstöße.

Makoto Hasebe: Relativ unbekümmert zeigte sich Makoto Hasebe. Der Japaner wirkte stabil ohne die ganz großen Momente für sich zu beanspruchen.

David Abraham: Das gilt auch für David Abraham, der aber immer wieder mit den schnellen Arsenal-Stürmern seine Probleme hatte.

Djibril Sow: Djibril Sow fiel wieder in alte Muster. Kein Überblick in seinen Aktionen nach vorne, gegen den Ball oft mit Stellungsfehlern oder schlecht geführten Zweikämpfen bedacht.

Danny da Costa: Danny da Costa legte den Ball zum 1:1 auf. Ansonsten war er aber immer ein Risikofaktor. Köpfte einmal sehr unglücklich im eigenen Strafraum zum Gegner. Sein Glück, dass der Ball das Ziel verfehlte.

Gelson Fernandes: Das Gegentor geht auch auf die Kappe von Gelson Fernandes. Der Mittelfeldmotor verlor zuvor den entscheidenden Zweikampf. Ansonsten aber mit gewohnter Mentalität.

Goncalo Paciencia: Schwächelnder Auftritt von Goncalo Paciencia. Kaum Toraktionen. Warum er eine Note besser als sein Partner André Silva bewertet wurde? Gute Frage.

André Silva: Dieser musste nämlich zur Halbzeit in der Kabine bleiben. Das war ein ganz schwacher Auftritt. Viel gibt es nicht zu sagen, außer, dass er sich gehörig steigern muss.

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13 Kommentare

  1. Wird schwer werden Trapp und Rönnow zu halten.
    Mache mir langsam Sorgen wegen Silva.
    Sow kommt mir etwas zu schlecht weg bei der Bewertung. Hat sich in HZ. 2 deutlich gesteigert und so manche gute Aktion initialisiert.
    Ansonsten gehe ich mit den Bewertungen konform.

  2. Diesmal kann man für das gesamte Spiel doch wirklich nur unseren Frederik benoten und das mit einem beruhigten“ sehr gut !!!“
    Alle anderen Spieler müsste man ja ehrlicherweise 2 x bewerten.
    1. Hz. und gesondert 2 Hz.
    Wir haben jetzt 25 Spiele in dieser Saison gesehen und bei der Hälfte der Spiele war die 1.Hz zum vergessen. Das geht mir einfach nicht in den Kopf. Wo liegen da eigentlich die Probleme ?
    Feiern , ja natürlich und dazu auch noch überschwänglich, es lebe die Eintracht !
    Den Mantel des Schweigens sollte man dennoch nicht über diese Ungereimtheiten, diese katastrophale 1. Hz und diese extremen Ausschläge der Leistungen legen.
    Sehen wir es positiv : der Abend von London war die Initialzündung für die nächsten 6 Spiele im Dezember.
    Ahmen, das ist mein Weihnachtswunsch
    Forza SGE !

  3. Wer Amen falsch schreibt erhält nichts zu Weihnachten. 😉
    Sorry @dieter, aber der Spaß musste jetzt sein…nichts für Ungut.

    Trotzdem glaube ich auch, dass die Systemumstellung der Mannschaft und unserem Spiel gut getan hat und mal schaun, vielleicht und hoffentlich auch zukünftig (gleich am Montag) gut tuen wird.

    Damit kommst Du dieter wieder ins Spiel und es wird trotzdem noch eine erfolgreiche Schlussphase der Hinrunde.

  4. @GBlock, da bin ich komplett bei dir und ich hoffe dass die Mannschaft endlich mal auch eine erste Halbzeit hinkriegen na ja vielleicht ein bisschen zuviel Aufwand aber dafür sind sie halt Profis und müssen das schon können und nicht jedesmal uns so quälen mit einer schlechten ersten Hälfte und dann eine super zweiten Hälfte wie soll ich das schaffen? Dazu bin ich einfach zu alt……

  5. @3 G-Block
    Yup, seh ich genauso. Dieses 3-4-2-1 könnte auch in Mainz ne Option sein. Die Mannschaft fühlte sich so sichtlich wohler.
    Zuletzt kamen unsere beiden Stürmer ja kaum ins Spiel.

    In diesem System könnte ich mir auch mal Silva hinter den Spitzen vorstellen.

  6. Rönnow: ich formuliere einmal das unerhörte: Kevin hatte etwas mehr als ein Jahr Zeit, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen.
    O. k.: er ist in so gut wie allen Kategorien Rönnow zu bevorzugen: ein Werbeträger, wir im Buch steht , gut aussehend, glamouröse Lebenspartnerin… Und er ist ein echter Leader und als solcher für uns wirklich sehr wichtig… Nur in einer Kategorie hat er meines Erachtens nicht voll überzeugen können: er ist ein leicht überdurchschnittlicher Torwart, aber er hat mit Abstand nicht ein Spiel hingelegt , wie Rönnow gegen Leverkusen und jetzt gegen Arsenal. Im rauslaufen ist Kevin etwas klarer und sicherer als Rönnow . Dafür ist dieser auf der Linie eine ganze Klasse besser, das muss man einfach so klar und ehrlich auch benennen.Sprungkraft, Reflexe, … Kevin erscheint mir im Vergleich manchmal fast etwas behäbig.

    Wenn Rönnow diese Form hält, kann man ihn nicht ins zweite Glied rücken, nicht für einen wirklich sympathischen und ehrenwerten Kevin Trapp, der aber einfach unter Leistungsaspekten nicht ganz mithalten kann.

    Ich vertraue unserer Führung: wenn Sie sich für Kevin entscheiden, dann wohl, weil seine Leaderqualitäten als entscheidend wichtig angesehen werden.

    Wie seht ihr das?

  7. @7
    Kevin Trapp ist ein Gesicht von Eintracht Frankfurt und ihn abzuservieren wäre fast nicht ohne Rosenkrieg möglich. Seine nationale und internationale Strahlkraft mal ganz außer Acht gelassen, ist er ein feiner Kerl und sicherlich auch Top-6 Torhüter der Liga. Das Problem ist nur, dass Rönnow tatsächlich gespenstisch gut spielt derzeit. Trappo hatte schon einige Tore im Netz zappeln diese Saison wo ich mir echt an den Kopf gefasst habe. Rönnow ist auf der Linie derzeit ein Phänomen für mich und rein leistungstechnisch sogar besser. Einzig seine Ausstrahlung ist schwächer und durch seine sympathische introvertierte Art fehlt ihm die Leadereigenschaft. Ich bin also bei dir. Zwei solcher Keeper werden wir auf Dauer nicht halten können.

  8. ‚rein leistungstechnisch sogar besser.‘
    Das seh ich anders. Rønnow hat nur einen guten Fuß, soweit ich weiß. Das Spiel mit dem Ball ist schwächer. Die Physis fehlt ihm etwas bei Standards, wenns hart auf hart kommt und er sich gegen einen Weghorst durchsetzen muss. Trapp strahlt zudem insgesamt wesentlich mehr Ruhe aus.

    Reaktion und Schnelligkeit ist superwichtig, aber nicht alles. Rønnow hat oftmals Wehwehchen und fällt dann mal aus. Also physisch und wahrscheinlich auch insg. bzgl Professionalität seh ich nen Vorteil bei Trapp.
    Für mich ist Trapp daher der wesentlich komplettere Torwart.
    So ziemlich jeden Ball, den er bspw gg Arsenal hielt, den hätte Trapp mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch weggemacht.
    Aber 1-2 Saisons mit dauerhafter Spielzeit und Rønnow kann Trapp überholen.
    Super 2 Keeper zu haben, die auf Topniveau agieren. Ich hoffe Rønnow bleibt so konstant in seinen Leistungen.

  9. Silva war in der 1. HZ genauso schlecht oder so gut wie die meisten anderen Spieler. von daher ist er für mich auch kein Sündenbock. Davon abgesehen würde ich mir wünschen dass wir neben den häufig ausfallenden Döst noch einen Stossstürmer verpflichten, der lange Bälle sichert und sofort den nachrückenden Stürmern und MFs verteilt und ab und zu auch vollstrecken kann.

    Forza SGE!

  10. Diese Weiterleitung zu Scamshit nervt. Ich kann derzeit kein Text lesen ohne auf diese Kackseite weitergeleitet zu werden 🙁

  11. Paciencia hat in HZ2 gut gearbeitet, hatte es damit auch nach der Umstellung leichter.
    Silvas schlechtes Spiel sticht für mich auch nicht negativ oder besonders heraus. Das lag zum größeren Teil an der Auf- und der allgemeinen Einstellung in HZ1.
    Das wichtigste ist, dass alle bei der Eintracht aus ihren Fehlern nachhaltig (!) lernen!

  12. Sorry, Kevin ist ein guter Keeper, ich habe mich sehr über seine Rückkehr gefreut. In dieser Saison finde ich jedoch seine Leistungen eher im gehobenen durchschnittlichen Bereich. Eine so starke Leistung, wie Rönnow in London, wann hat er diese zuletzt gezeigt. Ich meine schon, dass auch Rönnow am Donnerstag international gestrahlt hat, an seinem Teamgeist gibt es auch keine Zweifel, ebenso wenig an seiner Persönlichkeit insgesamt. Mir ist jedenfalls nichts anderes bekannt. In den Herzen der Fans dürfte Rönnow zwischenzeitlich längst angekommen sein und wenn schon etliche Aspekte ausserhalb des Leistungsbereichs angesprochen wurden, dürfte auch erwähnt werden, dass Rönnow noch eine lange Zeit vor sich hat und Kevin einer unserer absoluten Topverdiener ist. Ich wünsche Beiden hervorragende Leistungen in unserem Dress, leider wird es unmöglich sein, Beide zu halten.
    Bobic wird im Sinne der SGE entscheiden.

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