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Die Frauen der SGE vergaben einen 2:0-Vorsprung. Foto: IMAGO / Beautiful Sports

Remis zum Restart: Eintracht-Frauen lassen Sieg Last-Minute liegen

Zum Pflichtspielauftakt im neuen Jahr mussten sich die Frauen von Eintracht Frankfurt am gestrigen Sonntagabend mit einem 2:2 begnügen. Trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung reichten die Treffer von Laura Freigang und Erëleta Memeti gegen Leipzig nicht zum erhofften Dreier.

Nach der witterungsbedingten Absage in der Vorwoche kehrte die Eintracht am Sonntagabend in den Bundesliga-Alltag zurück. Die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis war mit zwei überzeugenden Testspielsiegen im Rücken nach Leipzig gereist und wollte den positiven Schwung mitnehmen. In der Defensive vertraute Arnautis auf Marthine Østenstad und die in der Winterpause zurückgekehrte Sara Doorsoun, die aus Amerika an den Main kam. Verzichten musste die SGE unter anderem auf Amanda Ilestedt und Hayley Raso.

Von Beginn an übernahmen die Adlerträgerinnen bei frostigen Temperaturen die Spielkontrolle. Früh attackierten sie Leipzigs Spielaufbau und erspielten sich klare Ballbesitzvorteile. Erste Annäherungen durch Pia-Sophie Wolter und Lisanne Gräwe blieben noch ohne Ertrag, doch die Eintracht erhöhte stetig den Druck. Nach gut 20 Minuten zahlte sich das Engagement aus: Nach einer Spielverlagerung auf den linken Flügel brachte Nicole Anyomi den Ball gefühlvoll in den Strafraum, wo Geburtstagskind Laura Freigang goldrichtig stand und zur verdienten Führung einschob. Leipzig versuchte anschließend, mehr Risiko zu gehen, kam aber nur selten gefährlich vor das Frankfurter Tor. Kurz vor der Pause bot sich den Gastgeberinnen dennoch die große Ausgleichschance, doch Lina Altenburg parierte einen Foulelfmeter stark und hielt die Führung fest.

SGE verliert spät zwei Punkte

Auch nach dem Seitenwechsel erwischte die Eintracht den besseren Start. Nach einem schnellen Umschaltmoment legte Remina Chiba mustergültig für Erëleta Memeti auf, die den Ball souverän zum 2:0 im Netz unterbrachte. Doch die Antwort der Leipzigerinnen ließ nicht lange auf sich warten. Nur wenige Minuten später verkürzte Lisa Baum mit einem sehenswerten Abschluss aus spitzem Winkel. In der Folge entwickelte sich eine offenere Partie, in der Frankfurt zwar weiter mehr Ballbesitz hatte, defensiv jedoch zunehmend gefordert war. In der Schlussphase konzentrierte sich die SGE auf die Absicherung, konnte den Druck aber nicht vollständig vom eigenen Strafraum fernhalten. Nach einem Lattentreffer in der Nachspielzeit fiel schließlich doch noch der bittere Ausgleich, als Leipzig eine Standardsituation zum 2:2 nutzte.

So blieb es bei einer Punkteteilung, die sich aus Frankfurter Sicht angesichts des Spielverlaufs eher wie zwei verlorene Zähler anfühlte. Mit nun 24 Punkten rangiert die Eintracht auf Platz sieben der Tabelle. Bereits am Mittwoch bietet sich im Nachholspiel gegen Hoffenheim die Chance, wichtige Plätze gutzumachen.

3 Kommentare

Avatar 1. SGE-SCOPE 02. Februar 26, 15:44 Uhr

Sehr blöd, aber der Trainer ist optimistisch, dass Platz 3 noch geholt wird. Das sehe ich nach der Hinrunde anders und selbst wenn, wird dieses Minimalziel so einigen Führungsspielerinnen nicht reichen und sie werden sich neue sportliche Herausforderungen suchen.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 2. Sammy94 02. Februar 26, 17:15 Uhr

immer logger bleiben Scope, ich trink erstmool en Schobbe, dann werd alles wieder gut...

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Fallback Avatar 3. sge85 02. Februar 26, 20:44 Uhr

Ein Sieg aus den letzten fünf Spielen, 15 Gegentore in diesem Zeitraum. Nach der Niederlage gegen Hoffenheim am zweiten Spieltag meinte Arnautis, dass das nur ein Ausrutscher war und man auf einem guten Weg ist. Nach vier weiteren Niederlagen hieß es, dass es nach einem Umbruch nunmal Zeit braucht, die Mannschaft aber auf einem guten Weg ist und in der Rückrunde alles besser wird. Wenn der dritte Platz rechnerisch nicht mehr möglich ist, heißt es vermutlich, dass die Mannschaft jetzt kurz davor ist, den entscheidenden Schritt zu machen und es in der nächsten Saison viel besser wird. Wie lange will sich die Vereinsführung dieses Mantra noch anhören? Toppmöller hat man nach der Winterpause noch zwei Chancen gegeben, bevor es gereicht hat. Ich hoffe wirklich, Arnautis hat am Mittwoch sein letztes Spiel. Die zweite Halbzeit gegen Leipzig war erneut ein Desaster und jetzt kann er es auch nicht mehr darauf schieben, dass man eine sehr unerfahrene Innenverteidigung hat. Die Mannschaft hat kein Selbstvertrauen mehr, kann nicht mit Rückschlägen umgehen und defensive Ordnung ist, sobald der Gegner etwas Druck macht, nicht vorhanden. Arnautis kann der Mannschaft nichts mehr vermitteln und die Mannschaft scheint sich auch längst von ihm abgewendet zu haben.

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