Der ehemalige Eintracht-Profi Yanni Regäsel hat in einem YouTube-Format seines früheren Weggefährten Bilal Kamarieh ausführlich über seine Karriere und insbesondere seine Zeit bei Eintracht Frankfurt gesprochen. Dabei blickte der heute 30-Jährige nicht nur auf seine schwierigen Jahre am Main zurück, sondern erhob auch schwere Vorwürfe gegen seinen damaligen Trainer Niko Kovac.
Regäsel, der zwischen 2016 und 2018 für die SGE aktiv war, schilderte, dass sich sein Verhältnis zum heutigen BVB-Coach nach einem Interview grundlegend verändert habe. Während anfangs alles problemlos verlaufen sei, habe er nach eigener Aussage plötzlich keine sportliche Rolle mehr gespielt. Besonders ein Interview vor dem DFB-Pokalfinale 2017 gegen Borussia Dortmund habe laut Regäsel für Spannungen gesorgt. Der Rechtsverteidiger ist bis heute überzeugt, dass seine Aussagen damals von der „Frankfurter Rundschau“ falsch dargestellt worden seien: „Die Zeitung hat mich angerufen. Dann haben sie auch Fragen gestellt, warum ich nicht bei Kovac spiele und da habe ich halt einfach nur gesagt: ‚Ich verstehe das nicht, denn ich bringe meine Leistung und hoffe, dass ich spiele.'“ Regäsel führt dann aus: „Ich bin zum Training am nächsten Tag gekommen und Fredi Bobic hat mich angesprochen, dass ich zu Fredi Bobic gehen und mich entschuldigen solle. Das habe ich dann gemacht.“ Kovac habe ihm danach ein gutes Gefühl gegeben: „Er meinte, alles gut, ich weiß, du hast als Berliner eine große Schnauze. Da dachte ich mir, er nimmt das cool auf. Doch auf einmal war ich im Pokalfinale nicht einmal im Kader.“
„Kovac sagte zu mir: ‚Yanni du bist der beste Spieler den ich habe, aber ich mag dich nicht'“
Nach eigener Darstellung verschlechterte sich seine Situation in Frankfurt anschließend aber drastisch. Regäsel berichtete, dass er in der darauffolgenden Saison kaum noch berücksichtigt worden sei und zeitweise sogar nicht mehr am regulären Trainingsbetrieb teilnehmen durfte. Für ihn sei diese Entwicklung völlig überraschend gekommen, da er sich keiner Schuld bewusst gewesen sei. Um Klarheit zu bekommen, suchte der damalige Verteidiger schließlich das direkte Gespräch mit seinem Trainer. Dabei soll es laut Regäsel zu einer Aussage gekommen sein, die ihn bis heute beschäftigt. Kovac habe ihm sinngemäß erklärt, dass er seine sportlichen Qualitäten zwar schätze, ihn persönlich jedoch nicht möge und er deshalb keine Perspektive unter ihm habe: „Yanni du bist der beste Spieler den ich habe, aber ich mag dich nicht.“ Auf Nachfrage bekräftigte Regäsel, dass sich das Gespräch genau so zugetragen habe und er diese Worte nie vergessen werde. Eine eindeutige Erklärung für die damalige Situation hat der ehemalige Frankfurter bis heute nicht.
„Ich hätte ihn kaputt geschlagen“
Rückblickend vermutet er allerdings, dass persönliche Kontakte in seinem privaten Umfeld eine Rolle gespielt haben könnten. Seiner Ansicht nach habe Kovac möglicherweise missbilligt, dass Regäsel mit Personen aus dessen Umfeld gut bekannt gewesen sei. Belege für diese Vermutung nannte der frühere Profi jedoch nicht. Er warf Kovac zudem vor, Spieler mit großem Einfluss innerhalb einer Mannschaft bewusst kleinzuhalten oder auszusortieren. Als Beispiele nannte er unter anderem Eintracht-Legende Alex Meier sowie später Max Kruse bei anderen Stationen. Zudem beschrieb er Kovac als Trainer, der stets im Mittelpunkt stehen wolle und wenig Widerspruch dulde. Irgendwann habe er gemerkt: „Ich werde platzen. Und bevor das passiert, ehrlich, ich hätte ihn kaputt geschlagen.“ Regäsel sei dann auf die Verantwortlichen zugegangen und habe gesagt: „Zahlt mich aus und ich bin raus.“
Rätselhafte Aussagen über aktuelle Nationalspieler: „Das weiß ich zu 100 Prozent“
Neben den Aussagen über Kovac sprach Regäsel auch allgemein über das Fußballgeschäft, seine Karriere sowie Erlebnisse abseits des Platzes. Unter anderem: „Nach jedem Sieg haben die Leute in der Kabine geraucht und getrunken. Wenn wir Samstag oder Freitag gespielt haben, sind wir feiern gegangen. Dann haben die Jungs, hauptsächlich die Mexikaner, sich Escorts gerufen, obwohl die Freundinnen in ihren Ländern hatten, und haben Partys mit denen gemacht.“ Für besonders viel Aufsehen sorgten zudem weitere Aussagen des ehemaligen Profis abseits seiner Frankfurter Zeit. Regäsel behauptete in dem Gespräch, Kenntnis von zwei aktuellen Nationalspielern zu haben, die nach seiner Darstellung Geld an bestimmte Personen zahlen würden, um sich vor Problemen in ihrem privaten Umfeld zu schützen. Namen nannte er dabei ausdrücklich nicht: „Das weiß ich zu 100 Prozent.“ Auch hier handelt es sich aktuell um unbestätigte Vorwürfe, die für reichlich Gesprächstoff sorgen.
Für Eintracht-Fans dürften jedoch vor allem seine Schilderungen aus Frankfurt und die deutliche Kritik an seinem ehemaligen Trainer für Gesprächsstoff sorgen. Die Vorwürfe sind bislang nicht kommentiert worden und beruhen ausschließlich auf den Aussagen des ehemaligen Verteidigers. Aktuell ist Regäsel noch in der Oberliga Niedersachsen für den SV Wilhelmshaven aktiv.






8 Kommentare
Yanni wer? Ehrlich gesagt, ich glaube ihm das nicht...
"Für Eintracht-Fans dürften jedoch vor allem seine Schilderungen aus Frankfurt und die deutliche Kritik an seinem ehemaligen Trainer für Gesprächsstoff sorgen."
Nö, eigentlich nicht.
Ich hatte dessen Verpflichtung schon damals nicht verstanden.
Der war so gut, dass er nach seinem Engagement bei der SGE voll durchgestartet ist.
SGE4ever braucht nicht mehr Redakteure sondern weniger !
Es nervt gewaltig, habt Ihr nicht noch nen Wal ?
Wenn mit Dreck geworfen wird, sollte man sich als SGE4ever einfach mal nicht beteiligen !!!
Das ist schon sehr erbärmlich.
Um die Sache mal in die Realität zu bugsieren:
Regäsel war ein Talent und er kam zu ein paar Spielen, weil Chandler nicht spielen konnte. In den 10 Spielen hat er aber wahrlich keine Bäume ausgerissen, sondern war okay.
Er sei also der beste Spieler gewesen?
Abraham, Zambrano, Hasebe, Meier... Naja.
Man kann sich mal seinen weiteren Weg anschauen, dann erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Hier will sich einer aber mal gewaltig wichtig machen.
Der IQ von dem Typ ist geringer als die Anzahl Spiele die er für uns gemacht hat….
Er liefert ja selbst den Grund in dem Interview, warum er so „offen spricht“ - der Kerl ist pleite weil er sein gesamtes Geld verlebt hat. Jetzt versucht man es halt über Social Media…
Genau genommen ... treten hier gerade sehr viele in einer ähnlichen Art und Weise nach, wie Yanni Regäsel das gegenüber Kovac gemacht hat.
Beleidigungen bringen gar nichts. Der Versuch von Yanni Regäsel, einer eigenen Bedeutungslosigkeit mit solch einem Beitrag zu begegnen, schlägt fehl.
Ignorieren ... sollte das Mittel der Wahl sein.
Hey, Du musst das nicht lesen! Ich betrachte das als willkommene Abwechslung zum "Transfergedöns".
Bei Kovac´ Ruf als ehrlichen und worttreuen Übungsleiter wird es Yanni schwer haben mit seinen Behauptungen durchzukommen. :-)
Sollte Nico Langeweile haben, wird er seine Anwälte aktivieren.
"Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben".
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