Die Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldspieler ist beendet: Eintracht Frankfurt hat Raphael Onyedika verpflichtet. Der 25-jährige nigerianische Nationalspieler wechselt vom belgischen Spitzenklub Club Brügge an den Main und unterschreibt einen Vertrag bis 2031. Nach den ersten Verpflichtungen in der Defensive schließen die Hessen damit eine der größten Baustellen im Kader. Nun haben sich Neuzugang Raphael Onyedika und Sportdirektor Timmo Hardung erstmals zu dem Transfer geäußert.
Onyedika selbst machte bei „Eintracht TV“ keinen Hehl daraus, weshalb er sich für die Eintracht entschieden hat: „Es ist ein großartiger, fantastischer Verein.“ Der Mittelfeldspieler habe in den letzten Jahren immer wieder ein Auge auf die SGE geworfen: „Ich habe den Verein in den letzten Jahren intensiv verfolgt.“ Er sei sich daher sicher, dass die SGE nun der richtige Ort für ihn sei: „Für mich ist das der richtige Verein, um mich weiterzuentwickeln.“ Dabei verfolgt der Nigerianer klare Ziele. Nach der enttäuschenden vergangenen Saison ohne Qualifikation für den europäischen Wettbewerb, möchte auch er seinen Teil dazu beitragen, die Eintracht wieder zurück in die Erfolgsspur zu führen: „Mein Ziel ist es, den Verein wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört.“ Gleichzeitig richtet er eine erste Botschaft an die Fans: „Von mir können die Fans immer zu 100 Prozent Einsatz erwarten.“
Auch Sportdirektor Timmo Hardung zeigte sich von den Qualitäten des Neuzugangs überzeugt und erklärte, weshalb die Wahl auf Onyedika fiel: „Er bringt viel mit und ist ein sehr athletischer Spieler und so interpretiert er auch die Position. Er ist sehr physisch und hat trotzdem eine sehr gute Ballbehandlung.“ Vor allem gegen den Ball soll Onyedika künftig eine wichtige Rolle einnehmen. „Er ist sehr aggressiv und kann dadurch der Ankerspieler auf der Position werden“, so Hardung. Genau dieses Profil habe die Eintracht gesucht:„Er passt sehr gut zu uns und zu dem Fußball, den wir spielen wollen. Die Stärken, die er mitbringt, passen da sehr gut.“
Hardung: „Passt sehr gut zu uns“
Neben seinen sportlichen Qualitäten bringt der Nigerianer bereits reichlich Erfahrung mit nach Frankfurt. Trotz seines Alters absolvierte Onyedika bereits 268 Pflichtspiele im Seniorenbereich, feierte mit Club Brügge zwei belgische Meisterschaften, gewann den belgischen Pokal und Superpokal sowie zuvor mit dem FC Midtjylland den dänischen Pokal. Hinzu kommen 24 Einsätze in der Champions League und 26 Länderspiele für Nigeria, darunter auch beim Afrika-Cup 2024. Für Hardung macht genau diese Erfahrung den Mittelfeldspieler so wertvoll: „Die Erfahrung, die er gesammelt hat, zeigt sich dann natürlich auch menschlich.“ Der 25-Jährige könne Verantwortung übernehmen und einer jungen Mannschaft Orientierung geben: „Er kann auf dem Platz vorneweggehen und hat schon die ein oder andere knifflige Situation erlebt.“
Mit der Verpflichtung des 25-Jährigen ist der Eintracht damit ein wichtiger Transfer gelungen. Nach vier erfolgreichen Jahren in Belgien wagt Onyedika nun den nächsten Karriereschritt – und möchte gemeinsam mit den Hessen wieder dort angreifen, „wo der Verein hingehört.“






8 Kommentare
ES WURDE MAL WIEDER ZEIT, DASS WIR NACH JAY JAY EINEN NIGERIANISCHEN SPIELER HABEN.
MÖGE DIE MACHT MIT RAPHAEL SEIN 😉
Willkommen und alles Gude.
Einen kleinen Bauchschmerz bekomme ich leider, wenn ich Afrika-Cup lese. Wann ist der 2027 und wie lange ?
Mitte Juni bis Mitte Juli.
Dann schnell noch Skhiri zu den Saudis vermitteln.
Das wäre die richtige Liga für ihn.
Da auch ich einer von denen bin, die ihn so gut wie nicht auf dem Schirm hatten, hab ich mal die verfügbaren Reels gecheckt.
Was ich dort sehe, erzeugt pure Vorfreude: "He's BOSSING the midfield" heißt es über ihn - und da scheint verdammt viel dran zu sein. Stets Kopf oben für den Überblick und die beste Option das Spiel zu lenken bzw. vertikal nach vorn zu treiben. Punktgenaue Pässe, diagonal, oft und gerne lang. Clevere Chips in die Box. Beachtliches Stellungsspiel. Defensiv schwer überwindbar. Speziell seine Balleroberungen, die nahtlos in Aufbaupässe münden. Und was für ein megafeines Füßchen, das tatsächlich manchmal ein wenig an JayJay erinnert, auch wenn er gar nicht der Typ ist, der partout Dribblings sucht - meist findet er noch vor dem 1gg.1 den Mitspieler, was ihn auch für ballbesitzorientiertes Spiel wertvoll macht. Seine Abschlüsse und Treffer bestätigen sein Ballgefühl und eine ausgezeichnete Schusstechnik. Er hat die Skills für alle drei zentralen Zonen: 6 / 8 und 10. Wenn er sich rasch eingewöhnt, haben wir nach meiner Einschätzung mit Raphael mehr als eine Verstärkung: Er ist ein prädestinierter Dirigent und Spielmacher. Bin zuversichtlich, dass wir das schon baldigst erkennen werden.
Dass wir als zuletzt eher angegraute Maus so einen holen können, ist fast ein wenig verwunderlich.
Willkommen bei Eintracht Frankfurt, Raphael!
Ich auch. Dieser Afrika Cup, bei allem Verständnis für die Männer, die daran teilnehmen, hat für die Bundesliga ein saublödes Timing und wir haben schon richtig schlechte Erfahrungen gemacht (siehe mein Post unter dem letzten Bericht).
19. Juni bis zum 17. Juli 2027
Hab es auch gerade erst gelesen.
Die drei Africa Cups zuvor waren zwischen Dezember und Februar.
Da bin ich echt erleichtert.
Mir fehlt da jedes Verständnis.
Warum sind die nicht fähig, ihr Turnier in der Sommerpause zu machen ?
Das schafft die Fifa, die Uefa und die Verbände in Süd- und Nordamerika.
Am seltsamsten ist aber, daß das Turnier in Afrika äußerst unregelmäßig stattfindet.
Manchmal nach einem Jahr, dann dauert es wieder drei Jahre.
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