Der Auftakt ist geglückt: Mit einem 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln sind die Frauen der Frankfurter Eintracht erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Kapitänin Laura Freigang sorgte mit ihrem Doppelpack bereits vor der Pause für klare Verhältnisse, beide Treffer bereitete Vizekapitänin Erëleta Memeti vor. Nach einer starken ersten Hälfte wurde die Partie nach dem Seitenwechsel zwar etwas wilder, die SGE brachte den Vorsprung aber ohne Gegentor über die Zeit. Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht: Schon am Mittwoch wartet mit Paris Saint-Germain im Hinspiel der dritten und entscheidenden Qualifikationsrunde zur Champions League die nächste große Aufgabe.
„Wir haben uns erhofft, dass wir so wie heute in die Saison starten“, zeigte sich Freigang nach Abpfiff bei „EintrachtTV“ zufrieden. Vor allem die ersten 45 Minuten gefielen der Kapitänin: „Ich glaube, die Art und Weise in der ersten Halbzeit war sehr, sehr gut. Wir sind verdient mit 2:0 in die Halbzeit gegangen.“ Nach dem Seitenwechsel sei es zwar „ein bisschen wild“ geworden, umso wichtiger sei es gewesen, dass die Eintracht defensiv standhielt: „Wir haben alle zusammen gegen den Ball gefightet und vorne die Tore gemacht, die wir gebraucht haben. Insofern bin ich stolz auf uns.“
Freigang lobt gemeinsames Verteidigen
Ein Schlüssel zum Erfolg war für die 28-Jährige der Umgang mit den zweiten Bällen. Gerade vor der Pause habe die Eintracht zudem gezeigt, wie gefährlich sie werden kann, wenn sie nach Ballgewinnen schnell in die Tiefe spielt und das Tempo ihrer Offensivspielerinnen ausnutzt. Genau auf diese Weise fiel auch der Führungstreffer: Memeti schickte Freigang mit einem starken Pass auf die Reise, die Kapitänin blieb vor Köln-Keeperin Lisa Schmitz eiskalt.
Auch beim 2:0 kurz vor der Pause harmonierte das Duo. Nach einem Diagonalball von Nina Lührßen nahm Memeti die Kugel im Strafraum stark an und legte für Freigang auf. „In der zweiten Halbzeit war es ein bisschen schwieriger, aber ich denke, wir hatten genug Möglichkeiten, vorne die Tore zu machen“, bilanzierte die Doppeltorschützin. „Insofern bin ich zufrieden mit unserem Spiel heute.“
Ähnlich positiv fiel das Fazit von Memeti aus. „Ein Sieg am Anfang ist immer super wichtig, das gibt Selbstbewusstsein“, erklärte die 27-Jährige. Nach der guten Vorbereitung sei der Erfolg gleichzeitig eine erste Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Wochen: „Ein 2:0-Sieg zu Hause tut richtig gut, vor allem ohne Gegentor und mit den drei Punkten hier.“
Zwei Vorlagen für Memeti
Auch persönlich hätte der Saisonauftakt für Memeti kaum besser laufen können. Mit zwei Torvorlagen war die kosovarische Nationalspielerin an beiden Treffern entscheidend beteiligt. „Ich bin schon sehr zufrieden. Wenn man als Offensivspieler auch die Tore beeinflussen kann, dann ist das immer super“, freute sie sich. Die eigenen Scorerpunkte stellt sie aber hinter den Erfolg der Mannschaft: „Egal, wer das Tor geschossen hat, wer das vorbereitet hat, ich freue mich immer.“
Dabei trägt Memeti in dieser Spielzeit noch einmal mehr Verantwortung. Vor dem Saisonstart hatte Trainer Niko Arnautis sie zur Stellvertreterin von Kapitänin Freigang bestimmt. Eine große Veränderung verspürt sie deshalb allerdings nicht. „Es ist auf jeden Fall eine Ehre, so eine Verantwortung zu bekommen, auch vom Trainer und vom Team“, betonte Memeti. „Aber ich glaube, es hat sich insgesamt nichts geändert, weil ich auch eine Spielerin bin, die auf dem Feld gerne mal Verantwortung übernimmt.“ Dabei muss Führung für die Offensivspielerin nicht zwangsläufig über Lautstärke funktionieren. „Ich bin nicht die lauteste Spielerin vielleicht, aber dafür kann ich mit meinem Spielstil und meiner Energie, die ich an den Tag lege, der Mannschaft helfen.“ Genau diese Rolle habe sie bereits zuvor ausgefüllt und wolle sie nun weiterführen: „Ich hoffe, dass ich so die Mannschaft auch mitziehen kann.“
Selbstvertrauen für den PSG-Kracher
Mit dem erfolgreichen Bundesliga-Auftakt im Rücken richtet sich der Blick nun auf die Champions League. Am Mittwoch empfängt die Eintracht Paris Saint-Germain. Nach den Siegen gegen Omonia Nikosia und Malmö FF fehlt den Hessinnen nur noch diese eine Qualifikationsrunde zum Einzug in die Ligaphase der Königsklasse.
Freigang sieht ihre Mannschaft für die große Aufgabe gerüstet. „Ich glaube, die Vorbereitung war generell gut und man merkt, dass wir ein gewisses Selbstvertrauen in der Mannschaft haben, in der Art und Weise, wie wir zusammenhalten und zusammenspielen“, erklärte die Kapitänin. Genau dieses Gefühl wolle die SGE nun mitnehmen. Zu weit vorausblicken möchte Freigang aber nicht: „Das geht immer Schlag auf Schlag, deswegen schauen wir immer von Spiel zu Spiel.“ Ab sofort gelte der volle Fokus PSG: „Wir denken, dass wir immer eine Chance haben und alles Weitere sehen wir.“
Auch Memeti weiß um die Qualität der Französinnen, will mit ihren Mitspielerinnen aber keinesfalls ehrfürchtig in die Partie gehen. „Nach so einem Auftakt gibt es natürlich Selbstbewusstsein, aber wir haben natürlich auch Respekt vor dem Gegner“, sagte sie. Die Eintracht befinde sich derzeit in einer guten Verfassung und habe auch gegen Köln viel Energie auf den Platz gebracht.
Und genau das soll nun auch gegen Paris der Schlüssel sein. Memeti gibt die Marschroute bereits vor: „Das müssen wir am Mittwoch von Anfang an auch machen. Wir dürfen da keine Angst haben und dann werden wir denen ein bisschen auf die Füße treten.“





2 Kommentare
Ich würde mich sehr freuen wenn unsere Frauen mal so einen Turm weghauen würden, in der Vergangenheit haben sie ja leider immer gegen die vermeintlich größeren Gegner , nie ihre PS auf den Rasen bekommen.
Wäre auch ein gutes Signal und Weckruf zum Positiven im ganzen Profibereich der SGE.
Denke, 5 Dinger werden die Damen fangen
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