Der Fußballgott lässt sich nach seinem außergewöhnlichen Comeback feiern.

Der Befreiungsschlag ist geglückt. Nachdem man seit der Verkündung des Kovac-Wechsels in 3 Spielen keinen Sieg (2:11 Tore) einfahren konnte, gelang im letzten Heimspiel der Saison ein ordentlicher 3:0-Sieg gegen den Hamburger SV. Der Traum von Europa lebt. Am kommenden Samstag geht es dann erneut zum FC Schalke 04. Die Knappen dürfen sich seit dem Wochenende offiziell als Vizemeister bezeichnen, wollen sich aber vor eigenem Publikum sicherlich noch einmal ordentlich verabschieden. Die Hessen brauchen einen Sieg, wenn sie ganz sicher in den Europapokal einziehen wollen.

Nach der enttäuschenden 1:4-Niederlage gegen Rekordmeister Bayern München wollte die Eintracht unbedingt ein anderes Gesicht zeigen. Dafür tauschte Niko Kovac gleich fünf Spieler in der Startaufstellung: Marco Fabian, Simon Falette, Mijat Gacinovic, Branimir Hrgota und Luka Jovic mussten für Kevin-Prince Boateng, Timothy Chandler, Gelson Fernandes, Sebastien Haller und Carlos Salcedo Platz machen. Erstmals durfte Alex Meier in dieser Saison einen Kaderplatz besetzen.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der 14 zensierten Spieler den Wert 2,39.

Die Einzelnoten der über 820 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Alex Meier:
Was für ein unglaubliches Comeback! Schon die 87. Minute sorgte für alle Beteiligten für einen Gänsemoment. Vier Minuten später war jeder aus dem Häuschen. Alex Meier ist der Mann für die besonderen Momente bei Eintracht Frankfurt und sorgt bei der SGE4EVER.de-Spielerbenotung für ein Novum. Noch nie erhielt ein Adlerträger die Bestnote „Sehr gut“ nach solch einer kurzen Einsatzzeit. Der Fußballgott hat es sich aber trotzdem verdient, meinen wir.

Marius Wolf, David Abraham, Lukas Hradecky:
Marius Wolf war der Dosenöffner in der Partie gegen die Hamburger. Mit einem platzierten Tunnelschuss markierte er die Führung seiner Mannschaft. Der Allrounder zeigte sich wieder von seiner besseren Seite, wirkte quirlig und frisch. Mit einem formverbesserten David Abraham kehrte auch die defensive Stabilität zurück. Der Argentinier sorgte zudem für einige Überraschungsmomente als er sich in den passenden Momenten vorne miteinschaltete. So beim 3:0 durch Meier als er eine tolle Flanke von der rechten Seite schlug. Lukas Hradecky war an diesem Spieltag nicht zu überwinden. In seinem letzten Heimspiel präsentierte er sich wieder von seiner starken Seite und hielt seine Mannschaft mit einigen Paraden im Spiel.

Omar Mascarell, Timothy Chandler, Jetro Willems, Sebastien Haller, Carlos Salcedo, Marco Russ, Mijat Gacinovic, Kevin-Prince Boateng:
Zuletzt ein immer wiederkehrendes Phänomen. Ausreißer bei der Benotung, nach oben wie unten, sind zuletzt selten zu beobachten. Gegen Hamburg bewerteten die Leser von SGE4EVER.de insgesamt acht Adlerträger mit der Note 2,5. Mit Fleiß und Willenskraft erarbeitete sich die Mannschaft den Sieg ohne Schwankungen in der Leistungsdichte. Es war keine spektakuläre Leistung oder ein besonders ansehnlicher Fußball aber es war wieder eine Mannschaft auf dem Platz zu sehen, bei der jeder für den anderen kämpft.

Gelson Fernandes, Danny da Costa:
Gelson Fernandes war laufstärkster Frankfurter. Der Schweizer Nationalspieler lief 13 Kilometer und war im Mittelfeld überall zu finden. Es ist hinlänglich bekannt, dass Fernandes eher der Mann fürs Grobe ist. Daran wird sich nichts ändern, seine Sache machte er mit seinen Mitteln aber sehr zufriedenstellend. Danny da Costa konnte offensiv nicht wirklich überzeugen. Ihm fehlte es an der Durchschlagskraft und Präzision. Dafür stand er hinten sehr ordentlich und überzeugte dort.

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6 Kommentare

  1. Hallo liebes SGE4ever-Team,

    bitte achtet mal auf die Berechnung der Durchschnittsnoten, die sind zum wiederholten Mal zum Teil nicht korrekt. Beim Kicker ergibt sich aus den zehn Spielern (ohne Chandler) ein Durchschnitt von 2,8, zusammen mit dem Einwechselspieler Russ von 2,82 (diese Zahl stimmt).

    Dementsprechend müsste der Gesamtschnitt aus beiden Bewertungen (SGE4ever und Kicker) bei 2,65 liegen statt 3,13.

    Viele Grüße! 🙂

  2. Schwer zu verstehen, dass Haller nach so ner Leistung vom „Fach“publikum ne 2,5 bekommt

  3. @2 Das war sicherlich ein starker Auftritt von Haller und ich sehe ihn auch besser als 2,5. Allerdings ist das in dem Spiel der einzige Stürmer gewesen, da darf man gerne auch mal aufs Tor schießen 😉

  4. @AdlerMO:

    Hm, auf den ersten Blick magst du Recht haben. Er ist Stürmer, eine seiner Hauptaufgaben ist das Toreschießen. Kein einziger Torschuss wirkt da erstmal nicht so gut. Andererseits: Wenn man die Bälle so gut festmacht und weiterleitet und dann noch mehrere Traumpässe spielt und so dafür sorgt, dass andere die Tore schießen, dann braucht er keine eigenen Abschlüsse.
    Du kritisierst ja auch keinen Spielmacher, wenn er keine Vorlagen gibt, dafür aber selbst trifft.

    Haller hat zurzeit zwei Probleme:
    1. Die andere Spieler wissen um seine Stärke und kennen seine Art zu spielen. Obwohl er zuletzt nicht mehr getroffen hat, sieht man, dass sich die gegnerische Abwehr vor allem auf ihn konzentriert, wenn wir angreifen.
    2. Er ist nicht mehr im „Flow“. Man kennt das ja. Ein neuer Stürmer kommt gut an und schießt relativ schnell seine ersten Tore. Dann läuft es plötzlich wie von selbst und es folgen weitere Tore. Und dann kommen plötzlich ein paar Spiele, in denen man nicht trifft und der Kopf schaltet sich ein.
    „Was mach ich falsch? Muss ich anders laufen, schneller abschließen, mir mehr Zeit lassen?“ Und dann klappt erstmal gar nicht mehr.
    Für mich ein gutes Zeichen, dass es Haller schafft, trotz seiner Ladehemmung, eine wichtige Funktion einzunehmen und der Mannschaft so weiterzuhelfen. Die Tore werden irgendwann von selbst wieder kommen.

    Wir haben ja das Glück, mit Jovic, Wolf, Rebic, Boateng und nächste Saison (hoffentlich) Meier eine ganze Reihe von Spielern zu haben, die torgefährlich sind.
    Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir einmal so eine variable Offensive hatten. Eigentlich hatten wir meist nur einen richtigen Goalgetter. Und das war in den vergangenen zehn Jahren eigentlich nur Meier. Alle anderen (Gekas, Fenin, Joselu), die kurzfristig viel getroffen haben sind entweder schnell in ein Loch gefallen oder waren direkt wieder weg.

  5. @4

    Und 3., er hat viel zu wenig brauchbare Bälle bekommen. Ich kann mich an eine vergebene Großchance erinnern. Ansonsten hat er in Strafraumnähe kaum verarbeitbare Bälle zugespielt bekommen.

    Und lustig ist in dem Zusammenhang die Ankündigung im letzten Interview, egoistischer zu sein und nicht mehr so viel den freien Mann zu suchen. Das hat diesmal gar nicht geklappt … 😉

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