Der Wechsel von Noah Atubolu zur Frankfurter Eintracht steht ganz kurz bevor, bereits gestern betonte Eintracht-Trainer Adi Hütter, dass „die Tinte bald trocken“ sein dürfte. Damit beginnt für den Keeper bei Eintracht Frankfurt ein neues Kapitel. Hinter ihm liegen Wochen und Monate, die sich der Schlussmann sicherlich anders vorgestellt hatte. Früh hatte er bekannt gegeben, dass er seinen Vertrag im Breisgau nicht verlängern wird. Die Freiburger reagierten, kauften Backhaus vom SV Werder Bremen und Atubolu stand bis kurz vor dem Ende der Transferperiode ohne neuen Klub da. Nach dem Conference-League-Quali-Rückspiel gegen den FC Motherwell äußerten sich nun einige Freiburger Spieler zum Wechsel ihres baldigen Ex-Kollegen. Einer kann Atubolu dabei sogar aus eigener Erfahrung sagen, was ihn in Frankfurt erwartet: Ex-Adler Igor Matanovic.
Der Angreifer, der selbst noch vorletzte Saison das Trikot der Frankfurter Eintracht trug, ist eng mit Atubolu befreundet und stand mit dem Keeper vor dessen Wechsel im Austausch. Dabei ging es natürlich auch um dessen neuen Arbeitgeber. „Wir hatten natürlich ein bisschen Austausch unter der Woche über Frankfurt gehabt, weil er einfach ein sehr guter Freund von mir ist“, verriet Matanovic gegenüber der „Bild“.
Matanovic: „Das ist jetzt ein guter Schritt für ihn“
Dabei sprach der ehemalige Frankfurter auch die schwierige Situation an, die Atubolu zuletzt in Freiburg durchleben musste. „Die Phase, die er durchgemacht hat, war natürlich schwer. Ich glaube, alle Parteien haben sich das anders vorgestellt“, erklärte Matanovic. Umso positiver bewertet der Stürmer nun den Neustart seines Kumpels: „Dennoch ist das jetzt ein guter Schritt für ihn, ich freue mich sehr.“ Und weil Matanovic Frankfurt aus seiner eigenen Zeit bei der SGE bestens kennt, gab es für Atubolu nicht nur sportliche oder allgemeine Tipps für das Leben in der Mainmetropole. „Klar, das ein oder andere Restaurant habe ich empfohlen“, sagte der 23-Jährige. Die Freundschaft könnte allerdings schon bald für mindestens 90 Minuten ruhen. Sollte Atubolu im Eintracht-Tor auf seinen ehemaligen Verein treffen, hat Matanovic bereits ein ganz persönliches Ziel. „Selbstverständlich ist die Motivation sehr hoch, direkt gegen ihn zu treffen. Gegen Freunde zu spielen, freut mich auch immer“, betonte der Angreifer. Ein Duell könnte bereits am vierten Spieltag der heute startetenden Bundesliga-Saison warten. Geschenke soll es auf dem Platz schließlich keine geben. „Ich sage ja auch immer: Außerhalb des Platzes sind wir große Freunde. In den 90 Minuten auf dem Rasen vergesse ich aber alles.“ Ein Treffer gegen Atubolu wäre für Matanovic daher trotz aller Verbundenheit etwas Besonderes.
Freiburger Mitspieler wünschen Atubolu alles Gute
Auch weitere Freiburger äußerten sich zum Abgang ihres bisherigen Mitspielers. Lucas Höler hatte Atubolu bis unmittelbar vor dem Wechsel noch ganz normal bei der Mannschaft erlebt. „Wir haben Noah die ganze Zeit in der Kabine gesehen, er war ganz normal bei uns. Heute und gestern habe ich ihn nicht mehr gesehen, aber ich glaube, dass er sich noch verabschieden wird“, erklärte der Angreifer. Derry Scherhant blickte ebenfalls auf die schwierigen vergangenen Wochen des Torhüters zurück. „Es war sicher keine leichte Zeit für ihn, aber ich wünsche ihm auf jeden Fall nur das Beste“, sagte der 23-Jährige. Sollte es zum Wiedersehen auf dem Platz kommen, werden allerdings auch bei ihm die Freundschaften für die Dauer der Partie hintenangestellt: „Meine Motivation ist immer hoch, egal gegen wen wir spielen. Ich wünsche Atu nur das Beste, aber wenn er gegen uns spielt, dann stehen wir hier natürlich auf Freiburger Seite.“
Für Atubolu endet damit eine schwierige Phase in Freiburg und gleichzeitig beginnt bei der Eintracht eine neue Herausforderung. Zumindest einen persönlichen Frankfurt-Reiseführer hat der Keeper bereits gefunden – auch wenn Matanovic beim ersten direkten Duell alles daransetzen dürfte, seinem guten Freund den Einstand bei der SGE sportlich so unangenehm wie möglich zu machen.






12 Kommentare
Ach ja, der Matanovic. War der nicht auch mal bei uns und wurde vom Trainer als zu leicht empfunden?
Günstig kaufen, teuer verkaufen ist unsere Devise, keinen Spieler halten, sondern als Durchlauferhitzer Spieler besser machen und dann Briefmarke drauf. Das ist unsere Eintracht DNA. Ob man will oder nicht.
Die sind doch nur froh, dass der Stinkstiefel jetzt sein Gehalt bezahlt, man sollte mal den Julian nach der Personalie befragen, egal jetzt ist er unsere Nr. 1 aber die Nr. 3 sollten wir bis Dienstag Abend noch verkaufen...
Eintracht hat gerade bestätigt...und ich freue mich darüber!
https://profis.eintracht.de/news/eintracht-frankfurt-verpflichtet-noah-atubolu-178900
Leute, was soll denn diese Polemik?
1. Matanovic hat bei uns nicht ins System gepasst, wir waren der Verein mit den wenigsten Flanken nachdem Kostic weg war. Trotzdem hat er Chancen bekommen aber es ist halt nicht der Königstransfer für den man eine Mannschaft umbaut, oder?
2. Das ist das Modell von quasi allen Bundesligisten bis auf die, die es sich leisten können, nach 2 guten Jahren 5m+ Gehälter zu zahlen. Meckern die bei Union auch so rum, dass ein Ansah 22m bringt? Schaut euch doch mal an, wann die anderen Vereine in Deutschland ihre höchsten Verkäufe hatten - Werder, Freiburg, Union z. B. dieses Jahr.
3. Und wenn ein Spieler 1,5 Jahre vor Vertragsende seinem Verein mitteilt, dass er gerne gehen würde, ist er ein Stinkstiefel?
Ganz ehrlich, jedem seine Meinung aber so ein ganz bisschen weniger einseitig geht auch.
Warum das jetzt ein guter Schritt für ihn sein soll, entzieht sich meinem Verständnis. Er konnte froh sein einen zu finden der ihn nimmt, sonst hätte er in Freiburg wohl bei der 2. Mannschaft trainieren dürfen.
Für Eintracht ist er sicher ein Gewinn, für ihn ist es mind. 1 Jahr ohne International, also ist es für ihn ein Rückschritt. Was das Gehalt angeht weiß ich nicht, vielleicht etwas mehr.
Auf jeden Fall spielt er in den gleichen Vereinsfarben, aber in einem weit geileren Stadion.
Das sehe ich als Gewinn, dürfte aber nicht ganz in seinem Sinn gewesen sein, eher seine Notlösung.
Egal, wir haben jetzt hoffentlich erst einmal unseren Fliegenfänger verdrängt, besser wäre es er wird noch verliehen und jetzt hoffen wir noch auf 2-3 Neue bis Dienstag als Verstärkung, dann kann die Saison vielleicht etwas werden.
was hat das mit Polemik zu tun? Wie wäre es wenn der Trainer Systeme spielen lässt, für die er die Spieler passenden Spieler hat?
Wenn ich einen guten Schwimmer habe, melde ich den doch auch nicht für den Hürdenlauf, nur weil ich lieber Hürdenlauf anschaue...
Matanovic spielt übrigens in Freiburg ein sehr spielende Rolle als Stürmer , der sich fallen lässt und auch mal einleitet.....
OK, in deinem Fall eher Ironie, fair enough.
Wie wäre es wenn der Trainer Systeme spielen lässt, für die er die Spieler passenden Spieler hat?
Willst du damit sagen, dass das System, was Marmoush und Ekitike zu Superstars gemacht hat mehr auf Matanovic zugeschnitten sein sollte?
Um in deinem Bild zu bleiben hatten wir damals 2 Weltklasse-Hürdenläufer und hätten uns wegen IM für 400m Freistil anmelden sollen?
Man kann doch einfach mal eingestehen, dass es nicht gepasst hat und ein Spieler halt woanders sein Glück gefunden hat. Nachher ist man immer schlauer aber im Fall dieser Saison macht es doch wirklich keinen Sinn, da irgendwie drüber zu meckern, dass der 3. oder 4. Stürmer nicht auch noch durchstartet.
Er hat sich nix zu Schulden kommen lassen, ok... wenn Du darauf nichts gibst was in Freiburg durch die Presse geht, die haben dort "einen Ingo Durstewitz für Arme" lies da mal ein wenig rein...
nicht im Fanforum im Schwarzwälder Boten der Typ Reporter dort für "die Badenser" heißt Felix Paschke
Naja, du kannst natürlich an der Spirtart festhalten wenn deine Hürdenläufer weg sind...
Die Abgänge der beiden waren ja absehbar bzw. Vollzogeb. Matanovic hat man trotzdem ziehen lassen. In meinen Augen ein Fehler.... so sind die Ansichten unterschiedlich....
Die Frage ist ja, ob du das damals schon gemeint hast oder jetzt, wo er in Freiburg funktioniert und seinen Marktwert gesteigert hat. Ich fand seine Auftritte etwas hüftsteif und/oder unglücklich (manchmal fehlten ihm nur ein paar cm) und die Brechstange hat ja nie funktioniert nach seinen Einwechslungen - eben auch, weil unsere Flügelspieler keine Flankengötter sind, Knauff zum Beispiel ist unzählige Male selbst in die Mitte gezogen anstatt abzugeben, sonst hätte Wahi auch sein Tor gehabt. Aber egal, ich sehe andere Transferentscheidungen deutlich kritischer als den Verkauf von IM, ist ja OK.
Ich fand ihn nicht schlecht, natürlich nicht auf dem Ekitike Nievau. In Freiburg war auch auch nicht Stamm, ist aber durch Einwechslungen an die Mannschaft rangeführt worden. Das habe ich bei uns vermisst. War ne ähnlich Schiene wie mit Baum. Da sieht man schon ein Muster.
Was Knauf angeht gebe ich dir recht. Er wurde ja auch oft genug auf links eingesetzt. Ich glaube ich habe in der ganzen Zeit ein einziges mal gesehen, wie er ein Ball mit Links weiter als 5 meter gespielt hat. Aber naja, das Fass brauchen wir ja jetzt nicht wieder aufmachen.
Ja da gebe ich dir recht, es gibt kritischere Transferentscheidungen, zumal wir ja für IM noch Geld gesehen haben
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