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Wo bleiben die Zugänge? Das fragen sich mittlerweile auch die Verantwortlichen bei der Eintracht. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Interne Unzufriedenheit an Transferpolitik? Eintracht-Sportvorstand Krösche in der Kritik

„Wir werden einen großen Umbruch nicht nur erleben, sondern ihn diesmal auch wirklich wollen!“ So sprach Vorstandssprecher Axel Hellmann nach der vergangenen Saison mit Blick auf den Transfersommer. Stand heute – eine knappe Woche vor dem Schließen jenes Transferfensters – muss konstatiert werden: Ein großer Umbruch wurde vielleicht gewollt, geschehen ist er bislang aber nicht.

Mit Nathaniel Brown, Aurele Amenda und Rasmus Kristensen verließen drei Leistungsträger aus der vergangenen Saison die SGE für circa 80 Millionen Euro. Ersatz ist für diese drei Personalien bis heute nicht in Frankfurt eingetroffen. Und das, obwohl die Hessen in der vergangenen Saison massive Probleme in der Defensive hatten. Die problematische Abwehr aus der vergangenen Saison wurde jetzt um die genannten drei Spieler ausgedünnt. Hinzugekommen ist jedoch bislang nur der junge Otavio. Während der Vorbereitung zeigte sich der Brasilianer zwar engagiert, aber eben auch noch etwas grün hinter den Ohren. Das soll nicht heißen, dass er nicht das Zeug dazu hat, Bundesligaspieler zu werden. Ein Spieler der Kategorie „Soforthilfe“ ist er allerdings nicht. Der letzte Spieler, neben dem wohl zeitnahe hinzustoßenden Noah Atubolu, der als Soforthilfe angesehen werden kann ist Raphael Onyedika. Der Wechsel des Nigerianers von Club Brügge zur SGE ist allerdings über drei Wochen her. Seitdem ist nichts passiert auf der Zugangsseite. Das wirft Fragen auf. Nicht nur bei den Fans, sondern mittlerweile auch intern bei Eintracht Frankfurt, wie verschiedene Medien berichten. Fragen an Sportvorstand Markus Krösche.

Interne Zweifel an Krösche werden größer?

Die „Frankfurter Rundschau“ und der „HR“ berichten übereinstimmend davon, dass man bei Eintracht Frankfurt verwundert über die undurchsichtige Transferpolitik sei. Man frage sich, wieso auf der Zugangsseite nichts passiere. Tatsächlich hat Hauptausschuss relativ zeitnahe nach dem 0:7-Debakel gegen den Brentford FC die finanziellen Mittel bewilligt, die Krösche für Neuzugänge nutzen soll. Auch hört man immer wieder aus verschiedenen Berichten, dass die auserkorenen „Soforthilfe-Spieler“ durchaus auch nach Frankfurt wechseln wollen. Das Geld ist also da, die Spieler möchten zur Eintracht – wieso kommen dann die Vollzugsmeldungen nicht zustande? Das sind offene Fragen, die mittlerweile vermehrt auch aus dem Umfeld der Frankfurter Führungsetage in Richtung Krösche gerichtet werden sollen. Allerdings komme auch aus dem Hauptausschuss relativ wenig. Dieser ist nämlich befugt, selbst auch Entscheidungen umzusetzen. Bislang ist das Vertrauen in Krösche also folgerichtig noch nicht vollständig abhanden gekommen. Die Fassade des zweifachen „Manager des Jahres“ beginnt allerdings offenbar auch intern zu bröckeln.

Dennoch muss der Vollständigkeit halber gesagt werden, dass sich der Markt in diesem Sommer schwierig gestaltet. Normalerweise ist die finanzstarke Premier League Taktgeber des Transfermarktes. Da aber die britischen Vereine dieses Jahr vermehrt auf ligainterne Wechsel setzen kommt wenig Bewegung in den internationalen Markt. Das macht die Angelegenheit für Krösche in diesem Sommer ungleich schwerer als in den letzten Jahren.

Ohne Zugänge droht der SGE eine äußerst schwierige Hinrunde

Nicht zuletzt aber auch Trainer Adi Hütter soll wenig begeistert davon sein, dass ihm keine Verstärkungen präsentiert werden. Der Kader der SGE hat offensichtliche Baustellen, die unbedingt geschlossen werden müssen, bevor das Transferfenster endet. Das tut es am 1. September in einer knappen Woche. Bis dahin muss Krösche noch einiges bewerkstelligen. Auf den Außenverteidigerpositionen besteht Handlungsbedarf. Besonders aber auch in der Innenverteidigung braucht Hütter noch mindestens einen, besser aber zwei Spieler. Und schließlich soll eigentlich auch noch ein Stürmer an das Mainufer wechseln. Wenn nicht mindestens einige dieser Baustellen geschlossen werden, dann könnte der Eintracht im schlimmsten Fall eine sportlich katastrophale Hinrunde drohen. Und diese wäre dann mit Ansage und sehenden Auges passiert. Die Uhren ticken gnadenlos und das Ticken wird lauter.

53 Kommentare

Fallback Avatar 51. einesgehtnochrein 27. August 26, 22:46 Uhr Zitat - Scheppe Kraus Unabhängig davon, dass ich auch schon sehr gerne ein paar Baustellen mehr geschlossen hätte, darf man nicht ignorieren, dass im internationalen Transfermarkt nun mal die PL der Taktgeber ist, mit den hohen Summen, die dort für neue Spieler bezahlt werden. Die englische Liga hat intern für diese Saison vereinbart, die Kohle überwiegend im Land zu lassen und mehr auf interne PL Wechsel zu setzen als im Ausland zu shoppen. Es fehlt somit einiges an Kohle im Kreislauf für die übrigen europäischen Ligen. Path

Hast du das in der Glaskugel gesehen? Es entspricht jedenfalls nicht den Fakten. Die Ausgaben in der Premier League sind auf einem Allzeit-Hoch. Zudem floss der Großteil der $3,48 Milliarden an Vereine außerhalb Englands, denn nur so können die englischen Clubs den Profit- und Nachhaltigkeitsregeln der Premier League entgehen.

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Fallback Avatar 52. einesgehtnochrein 27. August 26, 23:07 Uhr Zitat - rossel Unzufriedenheit kann ja benannt werden, nur finde ich die Überschrift "Interne Unzufriedenheit an Transferpolitik? Eintracht-Sportvorstand Krösche in der Kritik" populistisch, da sie suggeriert dass es im inneren Zirkel der Eintracht Unmut über Krösches Transferpolitik gebe. Und das stimmt anscheinend gar nicht bzw wird in keinster Weise durch Aussagen der verantwortlichen Personen bestätigt. Reines Spekulieren und Rezitieren von anderen Journalisten die, Stille-Post-mäßig, schleichendes Gift vom Lügenblatt mit den 4 Buchstaben übernommen haben. Path

Was erwartest du? Das sich diese Leute vor das Mikrophon stellen und ihren Unmut bekunden. Natürlich gibt es Leute, die sich fragen, ob Krösche das noch im Griff hat. Es gibt ja neben den Gremienmitgliedern noch weitere Interessengruppen, z. B. Geldgeber und Sponsoren.
Es ist aber auch klar, dass nicht sämtliche Leute im Detail informiert werden können. Dann könnte man es ja gleich der Bildzeitung faxen.
Vielleicht werden wir am Ende aber auch überrascht sein, wie wenige Leute uns tatsächlich verlassen werden. Man hört ja ständig von Abwanderungswilligen wie Theate, Bahoya, Chaibi, Nkounkou und Doan. Wenn die sich gegen einen Wechsel entscheiden, ist schlicht und einfach kein/kaum noch Geld da für Käufe.

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Fallback Avatar 53. Olga 28. August 26, 07:35 Uhr

Also bei allem Respekt vor Markus Krösche als Mensch und seinen fußballerischen Fähigkeiten aber man sollte differenzieren.

Für mich war er die ersten beiden Jahre richtig richtig stark und er brachte die SGE voran.

Die letzte Saison war jedoch nicht gut und das wirkt sich auch auf diese Saison aus.

Das wir aktuell weit weg von (gefühlt) optimal sind, hat nichts mit der englischen Liga zu tun sondern mit eigenen (möglichen) Versäumnissen.

Ich schreibe „gefühlt“ und „möglichen“ in Klammern, da ich immer noch die Resthoffnung habe, das Adi deutlich mehr aus den Spielern herausholen kann als das letztes Jahr der Fall war.

Und wenn dem so wäre, wenn Koch plötzlich voran geht, die Jungen an die Hand nimmt, etc. etc. dann wäre meine Kritik an der aktuellen Kadersituation obsolet.

Ich glaube eines haben wir alle gemeinsam…so richtig können wir die Situation aktuell nicht einschätzen und daher fiebern wir den ersten Aufgaben entgegen.

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