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Auch Markus Krösche hadert mit der aktuellen Saison. Foto: IMAGO / Revierfoto

Krösche: „Diese Saison ist zäh.“

Es ist eine turbulente Saison für die Frankfurter Eintracht. Seit mehreren Jahren des anhaltenden Erfolges ist diese Saison eine, in der der Trend abwärts geht. Zwar löste Neu-Trainer Albert Riera nach dessen Verpflichtung durchaus eine Reaktion im Team aus und auf einmal wurden wieder Spiele gewonnen. Spätestens seit der 1:2-Schlappe gegen den FSV Mainz 05 aber kann man davon reden, dass der Effekt mehr oder weniger verpufft ist. Markus Krösche äußerte sich auf dem F.A.Z.-Kongress in Frankfurt zur Situation rund um seinen Verein.

Viele Vereine fahren mittlerweile das „Modell Eintracht Frankfurt“

Dass die aktuelle Spielzeit nicht unbedingt Fußballherzen höher schlagen lässt, sieht auch der Sportvorstand der Hessen so: „Diese Saison ist zäh. Es fühlt sich nicht gut an.“ Riera ist ein Mensch, der durch Aussagen und Auftreten polarisiert. Krösche aber findet nur Lob für den neuen Übungsleiter: „Er ist nach innen und außen überzeugt von dem, was er tut. Er kommt mit den Jungs gut klar.“ Ein weiterer Grund, wieso die Entwicklung der SGE derzeit stagniere oder vielleicht sogar rückläufig sein könnte ist, dass die Frankfurter in dieser Saison keine Super-Talente in ihren Reihen hat, wie in vielen Jahren zuvor. Das habe laut Krösche auch einen Grund, denn der Preis für junge Spieler mit viel Potenzial sei mittlerweile doppelt so hoch, wie noch vor kurzem. Immer mehr Vereine folgen dem Geschäftsmodell, wie die Eintracht. Das heißt: Vielversprechende Talente kaufen, weiterentwickeln und für ein Vielfaches verkaufen. „Ein Spieler mit demselben Talentlevel, Spielzeit, Alter, Vertragslänge, der vor ein paar Jahren neun Millionen Euro kostete, wechselt heute für 22 Millionen Euro.“

Ein Team kann aber nicht funktionieren, wenn es nur junge, talentierte Spieler in den eigenen Reihen hat. Es braucht auch Erfahrung. So bräuchte es eine Ausgewogenheit zwischen erfahrenen Spielern die einer Mannschaft erhalten bleiben und eben auch jungen Talenten, die man fordern und fördern könne. Eine Wasserstandsmeldung zur Vertragsverlängerung von Mario Götze, der einer der erfahrenen Spielern ist, der wohl selbst auch bleiben wolle, wollte Krösche nicht abgeben.

Das Ziel dieser Spiele ist bekanntermaßen die britische Premier League. Für Krösche ist klar, dass diese mittlerweile so etwas ist wie die „Super League 2.0“. „Wenn man sich die Transfers aus den europäischen Ligen nach England anschaut, dann ist das so.“

Für die Eintracht steht am nächsten Spieltag der 1. FC Köln als Gegner auf dem Rasen. Für die Frankfurter geht es wichtige Punkte, wenn sie den Anschluss nach oben wahren möchte. Die Teilnahme am internationalen Geschäft steht derzeit noch in den Sternen, aber mindestens der siebte Platz müsste wohl gehalten werden, wenn es mit einer weiteren Europacup-Saison weitergehen soll. Für Trainer Riera übrigens sei das Abschneiden der SGE am Ende der Saison für eine Weiterbeschäftigung unerheblich. Es gehe vielmehr darum, wie die SGE Fußball spiele.

Ein Kommentar

Avatar 1. uwebindewald 30. März 26, 00:31 Uhr

Bringt es auf den Punkt: wirklich zäh ;)
Selbst BastiRed hat diese Saison keinen Bock mehr !

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