Marius Wolf war gegen Köln an allen vier Toren beteiligt.

Nach dem 4:2-Erfolg gegen den 1. FC Köln war die Stimmung bei Spielern und Verantwortlichen der Eintracht natürlich gut. Wir haben für euch die Stimmen nach der Partie gesammelt.

Fredi Bobic: „Jetzt können wir auch auswärts mal verlieren, wenn wir zu Hause gewinnen (lacht). Vor dem Spiel wussten wir, dass es nicht einfach wird. Köln ist kein Punktelieferant. Wir haben die erste Halbzeit sauber durchgespielt und nur Kleinigkeiten zugelassen. Nach dem 1:1 war es ganz wichtig, schnell das 2:1 zu machen. Als wir das zweite Standardtor gemacht haben, wusste ich, dass es wahrscheinlich reichen wird. Das haben die Jungs sich verdient. Es sind wichtige drei Punkte. Man hat in den letzten Tagen gesehen, wie wichtig es ist, eine Breite im Kader zu haben. Wolf war an jedem Tor beteiligt. Er war richtig gut drauf. Darüber kann man nur happy sein. Nach dem 4:1 haben sie etwas wild, sich in einen Rausch gespielt, aber in Summe war das richtig gut. Auch über Marco Russ‘ Tor habe ich mich sehr gefreut. Die Mannschaft lebt von nicht von der ersten Elf, sondern vom ganzen Team. Wir sind vorne drin, das ist wieder ein schöner Augenblick. Nächste Woche kommt Leipzig, das ist dann ein ganz anderes Kaliber. Da müssen wir wieder hart dafür arbeiten, weiter Punkte zu sammeln.“

Niko Kovac: „Ich glaube, dass wir sehr gut ins Spiel gekommen sind, hatten nach zwei Minuten eine gute Chance und gehen dann auch verdient in Führung. Der FC hatte in der zweiten Halbzeit mehr nach vorne verteidigt und hat uns mehr unter Druck gesetzt. Über 90 Minuten gesehen war der Sieg aber auch in der Höhe verdient. Meine Mannschaft hat eine richtig gute Einstellung an den Tag gelegt. Dass man nach dem Ausgleich direkt zurückschlägt zeigt, dass die Jungs daran glauben. Diese Mannschaft hat richtig viel Potenzial.“

Bruno Hübner: „Wir wollten an den Heimspielen arbeiten und haben gesagt, dass wir das, was wir auswärts zeigen, auch zuhause zeigen wollen. Ich glaube, die letzten zwei Spiele haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wenn du eine gewisse Punktzahl hast und auswärts überzeugend auftrittst, dann kommst du in einen gewissen Flow. Die Mannschaft glaubt an sich und arbeitet dementsprechend. Es ist überzeugend, was sie derzeit zuhause abliefert. Nach dem Ausgleich habe ich nicht wirklich gezittert. Aber wir haben es nicht richtig geduldig zu Ende gespielt, weil Köln Alles oder Nichts gespielt hat. Wir hatten die Räume und hätten schauen müssen, dass wir vorher schon den Sieg klarmachen. Marius Wolf hat eine super Entwicklung genommen. Darüber freue ich mich natürlich. Aber insgesamt war es eine klasse Mannschaftsleistung. Ich freue mich auch darüber, dass Simon Falette sich mit einem Tor belohnen durfte. Mit 36 Punkten stehen wir hervorragend da. Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten, in der Liga und im Pokal, aus einer guten Saison eine super Saison zu machen. Diese Chance will sich auch die Mannschaft nicht nehmen lassen.“

Simon Falette: „Es hat sich in unserem Spiel nicht viel verändert. Wir sind jedoch treffsicherer geworden. Es gab zwar Gegentreffer, aber wir haben vorher zum Glück vorgelegt und so gewonnen. Dass ich ein Spiel pausiert haben, hat mir geholfen, aber natürlich will ich jedes Spiel bestreiten. Ich freue mich über mein Tor. Es war nicht das schönste, aber es zählt genauso. Heute war es an der Zeit, das auch mal die Verteidiger dran sind und treffen. Ich freue mich auch für Marco Russ. Ich weiß, dass er in seiner Karriere schon öfter auf diese Weise erfolgreich war. Meine maximale Anzahl an Toren in einer Saison liegt bei vier. Ich habe jetzt mein Konto eröffnet und hoffe, dass es so weitergeht. Wir wollen jetzt von Spiel zu Spiel denken. Es wird noch ein spannender Saisonendspurt. Wir sind auch noch im Pokal vertreten. Wir wollen jede Aufgabe einzeln angehen und versuchen, so oft wie möglich zu gewinnen, um auch in der Bundesliga so weit wie möglich oben zu landen. Ich denke, dass es seit Saisonbeginn gut für mich läuft hier. Ich habe meine Einsätze. Die Mannschaft legt eine gute Saison hin. Deswegen freue ich mich, Bestandteil dieser Mannschaft zu sein.“

Marius Wolf: „Bei den Standardsituationen heute hat sich das Training ausgezahlt. Dass es gleich zweimal geklappt hat, ist umso besser. Wir versuchen, bestimmte Spielschemen zu trainieren, auch beim 1:0 hat man gesehen, dass es etwas bringt. Wir wollen immer wieder in die Spitze gehen und über die Außen kommen. Bei meinem Tor hat das auch ganz gut geklappt. Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel. Wir wollen immer gewinnen. Im Moment klappt das so gut, dass man da nichts ändern muss. Wo mich der Trainer aufstellt, ist egal. Ob vorne oder hinten, ich versuche einfach, mich reinzuhauen und der Mannschaft zu helfen. Der Trainer hat uns gratuliert zum Spiel, die zwei Gegentreffer haben ihn natürlich genauso wie uns geärgert. Man darf nie zufrieden sein, sonst kann man nicht weiterkommen. Wir haben aus der Rückrunde der letzten Saison gelernt. Wenn es einen Rückschlag gibt, dürfen wir den Faden nicht verlieren und müssen unser Spiel weiterspielen. Wir wussten nach dem 1:1, wir kommen noch zu unseren Chancen. Natürlich war es gut, dass wir dann schnell wieder in Führung gegangen sind. Heimsiege immer schön. Aber bei unseren Fans fühlt es sich immer nach einem Heimspiel an. Aber zuhause zu gewinnen, ist vielleicht noch einen Ticken schöner.“

Stefan Ruthenbeck: „In der erste Halbzeit waren wir einen Tick zu passiv. Das nehme ich auf meine Verantwortung. Ich wollte tiefer stehen heute. Wir haben aber keinen Druck auf die Frankfurter bringen können. Der Plan war der falsche. Das haben wir in der zweiten Halbzeit korrigiert und das System gewechselt. Dann waren wir da und machen das 1:1, was zu der Phase nicht unverdient war. Wir verteidigen beim 2:1 der Frankfurter nicht gut, ebenso beim 3:1. Das vierte Tor war dann ganz schlimm verteidigt. Dann steht es 4:1 und man fragt sich, was in diesen acht Minuten passiert ist. Danach hat meine Mannschaft aber Charakter gezeigt und nicht abgegeben. Es hat keine Auflösungserscheinungen gegeben.“

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2 Kommentare

  1. Drei Heim-Pflichtspiel-Siege in Folge. Heim-Krise beendet?
    Hoffentlich bleibt die Mannschaft auch Auswärts auf der Erfolgswelle.

    Aber so oder so, aktuell machen die Ergebnisse einfach Spaß.
    Am Ende kackt die Ente, also abwarten was nach 34 Spieltagen stehen bleibt.

    Pokal kann auch alles passieren.
    Leverkusen verliert heute gegen sonst ziemlich schwächelnde Berliner.
    Schalke ist ebenfalls schlagbar.
    Einzig das „Bayern-Los“ würde alle Träume beenden. Unter Heynkes wirken die leider unschlagbar auf nationaler Ebene.

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