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Robin Koch will auch in der kommenden Saison vorangehen. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Kochs Kampfansage: „Es soll wieder ekelhaft werden, gegen die Eintracht zu spielen“

Robin Koch könnte zu einem der Gesichter des Umbruchs bei Eintracht Frankfurt werden – und das, obwohl der Kapitän schon letzte Saison bei der SGE war. Trotzdem könnte er eine der Konstanten sein, um die das neue Team der SGE aufgebaut wird. Nach einer enttäuschenden Vorsaison soll der Innenverteidiger die junge Mannschaft gemeinsam mit Spielern wie Mario Götze, Timothy Chandler und Jonathan Burkardt zurück in die Erfolgsspur führen. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sprach der 30-Jährige über seine Vorbereitung, die neue Spielidee unter Adi Hütter, seine Rolle als Führungsspieler und das Kapitänsamt.

Um für die neue Saison bestens gerüstet zu sein, arbeitete Koch auch während seines Urlaubs intensiv an seiner körperlichen Verfassung. Die längere Sommerpause habe er zunächst genutzt, um Abstand vom Fußball zu gewinnen und Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Danach stand aber schnell wieder das individuelle Training im Mittelpunkt: „Zusätzlich zu unserem Laufplan arbeite ich dann sehr gerne im Gym.“ Der Aufwand zahle sich aus, ist sich der Innenverteidiger sicher: „Ich fühle mich dadurch einfach besser, wenn man wieder mit den anderen auf den Platz geht.“ Gerade als Führungsspieler wolle er von Beginn an vorangehen. „Ich fühle mich richtig gut. Jetzt ist es wichtig, dass wir als Mannschaft eine intensive Vorbereitung hinlegen“, so der Rechtsfuß.

„Konkurrenz pusht nochmal extra“

Mit dem neuen Trainer Adi Hütter beginnt für alle Spieler ein neuer Konkurrenzkampf. Stammplätze seien nicht vergeben, jeder müsse sich neu beweisen. Für Koch ist das genau der richtige Ansatz: „Es ist sehr wichtig, wenn du als Trainer neu irgendwo hinkommst, die Spieler kennenzulernen.“ Konkurrenz belebe schließlich das Geschäft: „Ich bin sowieso jemand, der in jeder Trainingseinheit, in jedem Spiel alles reinwirft.“ Zusätzlicher Konkurrenzdruck könne dabei sogar helfen. „Ich glaube, es ist im Fußball generell wichtig, dass man Konkurrenz hat – das pusht einen noch mal extra“, erklärt er.  Besonders deutlich spürt Koch bereits die Handschrift des neuen Trainers. Im Mittelpunkt steht ein intensives Pressing, das die Eintracht wieder zu alter Stärke führen soll: „Es geht viel ums Pressing, das ist für uns als Mannschaft extrem wichtig.“ Entscheidend sei dabei vor allem das gemeinsame Verhalten gegen den Ball: „Wichtig ist, dass wir das als Mannschaft zusammen durchziehen.“

Als erfahrener Innenverteidiger soll Koch dabei eine zentrale Rolle übernehmen. Auch wenn Hütter ihn bislang schlicht mit seinem Vornamen anspricht, kennt der Nationalspieler die Erwartungen des Trainers genau: „Ich bin froh, dass er mich mit Robin anspricht. Ich denke, dass er klar von mir fordert, dass ich für die Mannschaft vorangehe. Und das mache ich auch sehr gerne, das ist mein Anspruch.“ Der personelle Umbruch macht diese Aufgabe allerdings nicht einfacher. Mit Nathaniel Brown, Aurèle Amenda und Rasmus Kristensen verlor die Eintracht gleich mehrere Stammkräfte in der Defensive. „Mit den drei Spielern haben wir viel Qualität und auch Mentalität verloren“, so Koch, der betonte, dass dies durchaus eine einschneidende Änderung sei: „Wenn du viele Ab- und Zugänge in der Verteidigung hast, ist das eine Umstellung.“ Automatismen entstünden schließlich nicht über Nacht: „Wir müssen nun die neuen Jungs so schnell wie möglich integrieren.“

Dass der Kader aktuell noch nicht vollständig ist, nimmt Koch gelassen: „Uns allen ist klar, dass sich noch etwas tun wird.“ Viel wichtiger sei zunächst, die Grundlagen für die neue Spielweise zu legen: „Unser Fokus als Spieler muss jetzt erst mal lauten, als Mannschaft die Energie reinzubekommen, die der Trainer fordert.“ Das komplette Verständnis entwickle sich ohnehin erst mit den Pflichtspielen: „Das hundertprozentige Verständnis entwickelt sich sowieso immer erst, wenn es in der Liga, im Pokal um etwas geht.“

Koch würde gerne Kapitän bleiben

Auch das Kapitänsamt beschäftigt den Abwehrchef. Hütter hat die Entscheidung bislang offengelassen, Koch würde die Binde jedoch gerne weiter tragen: „Kapitän bei Eintracht Frankfurt zu sein, ist eine riesige Ehre.“ Dabei gehe es ihm nicht um persönliche Eitelkeiten: „Mit oder ohne Binde probiere ich, immer abzuliefern.“ Viel wichtiger sei es, die Mannschaft gerade in einer Phase des Umbruchs zusammenzuhalten. „Dieses Jahr ist er ein bisschen größer und damit auch eine größere Herausforderung“, so der Abwehrmann, der sich hier optimistisch gibt:Ich bin überzeugt davon, dass wir das gut hinbekommen.“ Dabei setzt er auf die erfahrenen Spieler innerhalb des Kaders. Neben ihm nennt Koch unter anderem Jonathan Burkardt, Mario Götze, Timothy Chandler, Michael Zetterer und Jens Grahl. Sollte Hütter sich am Ende für Burkardt als Kapitän entscheiden, hätte Koch damit keinerlei Problem: „Es geht darum, dass wir gemeinsam alles dafür tun, dass wir die Mannschaft in die richtige Richtung führen. Es funktioniert nie allein.“

Die enttäuschende vergangene Saison beschäftigt den Innenverteidiger dennoch weiterhin. Gerade aus schwierigen Phasen könne man am meisten lernen: „Man macht sich schon viele Gedanken, wenn eine Saison vorbei ist, die nicht so gut lief.“ Rückblickend habe die Mannschaft in schwierigen Momenten enger zusammenrücken müssen. „Da muss man sich anstrengen, als Mannschaft enger zusammenrücken und sich gemeinsam rauskämpfen.“ Für die Zukunft formuliert Koch deshalb ein klares Ziel: „Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass wir wieder eine besondere DNA als Mannschaft haben und es für die Gegner ekelhaft wird, nach Frankfurt zu kommen und gegen die Eintracht zu spielen.“

Den Austausch sucht Koch dabei bewusst mit seinen erfahrenen Mitspielern und seiner Familie: „Deswegen spreche ich auch viel mit allen, nicht zuletzt mit Mario und Timmy.“ Eine Patentlösung für die Probleme der Vorsaison gebe es allerdings nicht: „Ich habe auch nicht die perfekte Lösung, was letztes Jahr alles falsch gelaufen ist.“ Auch deshalb sieht Koch keinen Zusammenhang zwischen seinen Leistungen und dem Kapitänsamt. „Die Binde hat für mich keine negativen Auswirkungen auf meine Herangehensweise an die Partien, sondern nur positive.“

Neben der Eintracht hat Koch auch die deutsche Nationalmannschaft weiter im Blick. Nach der verpassten Weltmeisterschaft möchte er sich unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zurück ins DFB-Team kämpfen. Dafür kennt er den Weg ganz genau. „Die Konzentration auf den Klub ist für mich gerade das Wichtigste.“ Mit starken Leistungen unter Adi Hütter wolle er sich wieder empfehlen. „Ich will bei der Eintracht abliefern und so überzeugen, um auch wieder im Kreise der Nationalmannschaft zu sein.“

6 Kommentare

Fallback Avatar 1. Herr Rauscher 02. August 26, 12:45 Uhr

Der soll lieber aufpassen, dass es nicht ekelhaft wird, der Eintracht zuzuschauen..

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Fallback Avatar 2. Weltenlenker 02. August 26, 13:00 Uhr

Wird Zeit, dass es los geht. Alle Interviews mit den gleichen Fragen und einheitlichen Antworten. Spannung Nr, er kommt und geht tatsächlich. Angeblich ist die Tinte trocken bei Onyedikia. Gerade werden die üblichen Videos gedreht. Denke um 15 Uhr stets auf Eintracht.de

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Der Koch ist unser wichtigster zentraler Abwehrspieler. Gerade mit den vielen jungen Spielern, den Abgängen in der Abwehr und der Leistung in der letzten Saison in der Kette bin ich froh, dass er an Bord bleibt und sich für die Eintracht voll reinschmeißt.

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Fallback Avatar 4. ebbelwoi 02. August 26, 13:03 Uhr

Der erste Clip ist auf dem Eintracht Kanal zu sehen , Always an Eagle , welcome to Frankfurt Raphael 💪🏼

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Fallback Avatar 5. maximuss78 02. August 26, 13:03 Uhr

Onyedikia ist endlich da 🎉🎉🎉🎉

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Avatar 6. Hooliganverachter 02. August 26, 14:56 Uhr

Von Koch möchte ich eigentlich nichts mehr hören. Habe letzte Saison genug gehört.

Performen wäre nun an der Zeit.

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