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Katharina Kiel richtet den Fokus bei den SGE-Frauen jetzt auf die Bundesliga. Foto: IMAGO / HMB-Media

Kiel blickt nach Europa-Aus nach vorne: Selbstbewusst in Richtung Top 3!

Das Aus im Halbfinale des Europapokals sitzt bei den Frauen von Eintracht Frankfurt noch tief – und doch überwiegt bei Katharina Kiel, Direktorin Frauenfußball bei der SGE, ein Gefühl zwischen Enttäuschung, Stolz und Aufbruchsstimmung. „Zum einen sind wir natürlich extrem enttäuscht, weil man sich natürlich sehr viel vornimmt“, erklärt Kiel im Interview mit „Eintracht TV“. Schließlich sei das Ziel in einem solchen Wettbewerb klar: „Wenn man so einen Wettbewerb bestreitet, will man maximal weit kommen.“ Dass die Eintracht bis ins Halbfinale vorgestoßen ist, bewertet sie zwar als Erfolg, doch kurz vor dem großen Ziel überwiegt der Frust: „Wenn man so kurz vor dem Finale steht, möchte man dann auch im Finale stehen.“

Am Ende habe es „in Summe nicht gereicht“, stellt sie fest. Dennoch richtet sie den Blick bewusst auf das Positive: „Nichtsdestotrotz kann die Mannschaft stolz auf die Leistung sein.“ Besonders bitter sei das Ausscheiden vor allem aufgrund des Spielverlaufs gewesen. „Das ist natürlich umso bitterer, wenn man weiß, dass man beide Spiele eigentlich auf dem Platz dominiert hat“, sagt sie. Doch im Fußball gelte eine einfache Wahrheit: „Es zählen Ergebnisse – und da hat es eben dann nicht gereicht.“ Auch die Ausgangslage im Rückspiel sei alles andere als einfach gewesen. „Bei einem 3:0-Rückstand ist es auswärts und auf Kunstrasen eine schwere Aufgabe, diese drei Tore aufzuholen.“ Trotzdem hebt Kiel die Leistung der Mannschaft hervor: „Ich finde, die Mannschaft hat das hervorragend gemacht – auch wenn sie sich am Ende leider nicht belohnen konnte.“

Neben der sportlichen Analyse hebt Kiel vor allem die Bedeutung des Wettbewerbs für den Klub hervor. „Wir haben diesen Wettbewerb, der ja neu ist, sehr gut angenommen“, erklärt sie. Die internationalen Spiele hätten etwas Besonderes ausgelöst: „Wir haben sehr viel Euphorie für diese Europanächte entfacht.“ Ein zentraler Faktor dabei waren einmal mehr die Fans. „Wir sind sehr dankbar, diese Erfahrung machen zu dürfen“, sagt Kiel und richtet klare Worte an die Anhänger: „Vielen, vielen Dank für die tolle Unterstützung. Das war wie immer sehr, sehr stark.“

Fokus auf Bundesliga-Ziele

Nach der Enttäuschung richtet sich der Blick nun konsequent nach vorne. „Jetzt gucken wir nach vorne und konzentrieren uns auf die nächsten Aufgaben“, betont Kiel. Dabei bleibt die Eintracht ihrer Linie treu: „Wir werden uns nach der Saison hinsetzen, alles analysieren, die richtigen Schlüsse ziehen und dann in die neue Saison gehen.“ Zunächst aber geht es um die entscheidende Phase in der Liga. „Wir haben noch vier Spiele und viel Vorfreude darauf“, sagt Kiel – und macht die Zielsetzung unmissverständlich klar: „Es gilt jetzt alles reinzuwerfen, um unser Ziel zu erreichen – nämlich die Top 3.“ Dabei spürt sie ein starkes Selbstvertrauen im Team. „Wir sind total euphorisch, aber auch sehr selbstbewusst“, erklärt sie. Dieses Gefühl sei begründet: „Die Mannschaft hat auch Vertrauen in sich – und das sollte sie auch haben nach den Leistungen.“ Kiel zeigt sich entsprechend optimistisch: „Wir sind sehr, sehr zuversichtlich und werden am Ende auch dieses Ziel erreichen.“

Trotz des bitteren Europa-Aus bleibt bei der Eintracht also vor allem eines hängen: der Stolz auf eine starke internationale Reise – und der feste Wille, die Saison national erfolgreich zu Ende zu bringen.

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