Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Adi Hütter fiebert dem ersten Bundesliga-Spieltag entgegen. Foto: Imago / Maximilian Koch

Hütter bestätigt vor Bundesliga-Start Atubolu-Verpflichtung: „Haben ihn als Nummer eins geholt“

Nach der furiosen 11:0-Gala im Pokal gegen den SC St. Tönis steht nun der Auftakt der neuen Bundesliga-Saison in den Startlöchern. Die  Vorfreude ist groß. „Nach dem souveränen Auftritt gegen St. Tönis haben wir eine ordentliche Woche hinter uns. Wir haben versucht, an unseren Dingen zu arbeiten, was wir noch verbessern müssen und uns auf den Gegner vorzubereiten. Wir freuen uns natürlich auf den Bundesliga-Auftakt“, blickte Cheftrainer Adi Hütter auf den kommenden Samstag gegen den 1. FC Union Berlin.

Die Eisernen sind stets ein unangenehmer Gegner, insbesondere für die Hessen. Neu-Trainer Mauro Lustrinelli kennt Hütter aus seiner Zeit als Trainer von Young Boys Bern. „Er hat mit dem FC Thun souverän den Titel geholt. Das ist sehr, sehr beachtlich mit einer Art und Weise von Fußball. Sehr, sehr geradlinig und schnörkellos“, lobte Hütter den gegnerischen Coach. Der Österreicher erwartet deshalb eine mutig auftretende Heimmannschaft. „Wir können uns darauf einstellen, dass Union sicherlich versucht, relativ schnell nach vorne zu kommen. Viele lange Einwürfe. Viele Bälle in den Strafraum. Sehr, sehr dynamisches Spiel. Grundordnung auch sehr, sehr ähnlich wie wir. Trotzdem haben sie eine andere Spielanlage.“ Eintrachts Gegenmittel: „Wir brauchen Physis und Körperlichkeit. Es geht darum, dass wir versuchen, unser Spiel so zu spielen, was wir in den letzten Wochen trainiert haben.“ Hütter ist zuversichtlich: „Ich bin überzeugt, dass wir ein ordentliches Spiel machen. Wir gehen immer davon aus, dass wir Spiele gewinnen. Aber am ersten Spieltag, wo beide Mannschaften noch nicht ganz genau wissen, wo sie schlussendlich stehen werden, wird es sicherlich ein brisantes Spiel. Viele Zweikämpfe. Aber uns werden sicherlich viele Chancen geboten.“ 

„Können uns in allen Bereichen verbessern“

Nach dem 11:0 im Pokal mahnten die Spieler zur Bescheidenheit. Mario Götze sagte: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Von seinem Trainer erhält er Zustimmung: „Wir können uns in allen Bereichen verbessern.“ Hütter schränkte aber ein: „Fakt ist, dass wir seit fünf, sechs Wochen zusammenarbeiten und natürlich noch nicht alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle“, und lobte die Einstellung seiner Schützlinge: „Ich finde es gut, dass die Jungs nach so einem Sieg trotzdem bescheiden bleiben. Wichtig war, dass wir weiter gekommen sind. Die Art und Weise hat mir gefallen. Speziell in der ersten Halbzeit.“ Dennoch sei es wichtig, „dass wir an unserem Spiel arbeiten. Da sind wir natürlich noch nicht perfekt. Man darf nicht vergessen, wir sind erst seit ein paar Wochen zusammen. Es hat sich einiges verändert, was die Spielanlage und die Grundordnung betrifft. Von ein 4-3-3 auf ein 4-2-2-2. Wie wir auch Fußball spielen wollen, geht nicht von heute auf morgen.“ Seine Mannschaft sieht der Fußballlehrer aber auf einem guten Weg. „Trotz allem sehe ich in jeder Trainingseinheit Fortschritte und ich möchte, dass die Mannschaft das am Samstag auf dem Platz umsetzt.“

Hütter bedauert Knauff-Ausfall

Personell gibt es einige schlechte und gute Nachrichten zugleich. Wie die Eintracht mitteilte, hat sich Ansgar Knauff im Mannschaftstraining eine Oberschenkelverletzung zugezogen und wird bis auf Weiteres ausfallen. „Jeder Ausfall ist unangenehm, speziell der von Ansgar“, bedauerte Hütter. „Er hat sich im Laufe der Woche am Oberschenkel an der Vorderseite verletzt. Gleich am Anfang eine Diagnose festzustellen, ist immer sehr, sehr schwer.“ Der Coach ist aber optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass wir vielleicht mit der übernächsten Woche Ansgar wieder dabei haben. Umso früher er zurück ist, umso besser natürlich. Bei Muskelverletzungen ist es immer sehr, sehr schwer, genau einzuschätzen, wann die Spieler zurückkommen. Eines weiß ich, dass alle, Doktoren, Physios usw. alles daran setzten, dass Ansgar schnellstmöglich zurück ist.“ 

Hütter hofft auf Doan-Verbleib: „wichtige Rolle für die Mannschaft“

Des Weiteren muss der 56-Jährige auf die Dienste von Hugo Larsson und Ritsu Doan verzichten. Das Duo fehlte im Pokal aufgrund von muskulären Beschwerden. „Beide waren muskulär leicht angeschlagen. Sie haben schon die Reha begonnen und sind auf dem Platz gelaufen. Sie werden morgen teilweise das Training mitmachen.“ Für Samstag wird es aber nicht reichen: „In erster Linie gilt Vorsicht vor Risiko. Deswegen werden beide für dieses Spiel nicht zur Verfügung stehen.“ Dafür wohl für den darauffolgenden Spieltag: „Ich gehe davon aus, dass wir sie nächste Woche einsetzen können.“ Besonders der Ausfall des Japaners schmerzt den Coach. Doan soll im Hütter-System ein wichtiger Faktor sein. Der Offensivspieler wird aktuell mit einem Wechsel nach Saudi Arabien in Verbindung gebracht. Hütter hofft auf einen Verbleib: „Das möchte ich natürlich nicht. Er spielt in eine wichtigere Rolle in unserer Mannschaft. Absoluter klasse Spieler für mich. Er kann auch den Unterschied machen.“ Stand jetzt geht Hütter von einem Verbleib aus: „Ich habe jetzt noch nichts gehört. Es gibt auch von unserer Klubseite, von Markus Krösche dahingehend keine Informationen. Deswegen nehme ich das nicht ernst.“

Atubolu in den Startlöchern: „Unterschrift im Laufe des Tages“

Jetzt die positiven Nachrichten: Bei Jonathan Burkardt sehen die Aussichten besser aus. „Jonny haben wir bewusst rausgenommen. Er hat sich in der letzten Woche ein bisschen übergequält. Deswegen habe ich ihn frühzeitig vom Platz genommen gegen St. Tönis“, erklärte Hütter. „Anfang der Woche wollte er trainieren. Er hat sich nicht so gut gefühlt. Er hatte eine erhöhte Temperatur. Wir haben ihm die Möglichkeit gegeben. Er hat gestern leicht und heute mit der Mannschaft trainiert. Ich gehe davon aus, dass Jonny am Wochenende zur Verfügung steht.“ Hoffnung auf sein Debüt im Adler-Dress darf sich auch Noel Aséko machen. „Ihm hat das Mannschaftstraining gefehlt hat. Deswegen war es am Anfang zu intensiv für ihn. Er hatte immer wieder Probleme mit dem Knie. Er trainiert jeden Tag. Es geht ihm auch viel, viel besser.“ Beim Neuzugang des FC Bayern München geht Hütter deshalb davon aus, dass er am Samstag im Kader steht. „Er macht tolle F0rtschritte.“ Aber jetzt kommt die Creme de la Creme. Die SGE hat bald ihren nächsten Neuzugang zu verkünden. Es handelt sich um Wunschkandidat Noah Atubolu, das bestätigte Hütter, nachdem die Frage nach der Torwartposition erneut aufkam: „Die Tinte ist noch nicht trocken.“ Aber: „Ich gehe davon aus, dass Noah Atubolu im Laufe des Tages die Unterschrift auf den Vertrag setzt. Da wird es noch Gespräche mit ihm und Jan Zimmermann geben.“ Ob der bevorstehende Neuzugang des SC Freiburg bereits am Samstag sein Debüt feiert, ließ Hütter dagegen offen: „Dann werden wir uns schlussendlich entscheiden, wer am Samstag im Tor steht.“ Das bedeutet für Kaua Santos, dass er als Nummer eins abgesetzt wird: „Wir haben Noah nicht als Nummer zwei, sondern als Nummer eins geholt“, bestätigte Hütter.

„Santos hat uns in Zweifel gebracht“

Für Santos ist das herber Rückschlag. „Natürlich habe ich mit Kaua Santos gesprochen, weil es sich so gehört.“ Der Grund für die Degradierung: „Er hat uns in Zweifel gebracht. Das habe ich auch ihm klar gesagt. Er hat es natürlich professionell aufgenommen, er versteht es auch. Klar, es ist keine große Freude, aber man muss auch sagen, er hat uns in Zweifel gebracht und wir haben jetzt entschieden.“  

Beim Freiburger Keeper soll es aber nicht bleiben, wenn es nach Hütter geht, der den Wunsch nach weiteren Transfers andeutete: „Wenn ich es mir wünschen könnte, hätte ich im zentralen Mittelfeld den einen oder anderen weniger, dafür woanders dann mehr.“

Für den anstehenden Bundesliga-Auftakt am Samstag muss sich der Coach aber zunächst mit dem vorhandenen Personal begnügen.

4 Kommentare

Avatar 1. sgesince73 27. August 26, 17:46 Uhr

Ich finde es erschreckend wie die Bild und auch der HR wieder auf Krösche einschlagen. Der Aufsichtsrat traut sich nicht Krösche zu hinterfragen. Da lache ich mich kaputt. Die stehen doch im ständigen Austausch und werden wohl schon wissen an was der Krösche arbeitet. Anders als die nur auf Schlagzeilen fixierten Medien. Die sollten mal den Ball flach halten und abwarten was der Markus uns noch hinzaubert bis zum Transferschluss. Dann kann man immer noch meckern.

3
Fallback Avatar 2. sge_michel59 27. August 26, 17:53 Uhr

@sgesince73, guter Kommentar BRAVO!

0
Fallback Avatar 3. Werner 27. August 26, 18:03 Uhr

Da wollen sie wohl wieder mal ein Keil dazwischen treiben.
Nur so bekommt man Schlagzeilen.
Leider ist das Niveau mittlerweile weit unter der Gürtellinie.

1
Fallback Avatar 4. Grabi2014 27. August 26, 18:15 Uhr

Der Markus holt noch einen IV, einen AV und einen Stürmer bis zum Deadline Day.
Und dann greifen wir an und zeigen es den Blinden bei 11 Freunde, die bei ihrer Prognose für die Saison meinten, die fetten Jahre für die Eintracht seien jetzt eh vorbei und sie nichtmal international einstuften, aber meinten ein achter Platz wäre für Frankfurt okay, um nochmals Salz in die Eintracht Wunden zu kippen, indem sie prognostizierten, Bayer Leverkusen gewinnt im Endspiel in Frankfurt die EuroLeague..
Ich weiß, wer liest schon 11 Freunde !
VfB, Freiburg und Hoffenheim an der Eintracht vorbei. Nein, das darf nicht sein.
Also Markus leg nach !!!

3

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.