Selbstbewusstsein pur: André Silva scheint in Frankfurt angekommen zu sein (Foto: imago images/ Jan Huebner)

Trotz eines holprigen Starts als man in den ersten zehn Minuten mit dem Rücken zur Wand stand, zog Eintracht Frankfurt mit dem 2:2 gegen RB Salzburg nicht nur verdient, sondern auch weitestgehend mühelos ins Achtelfinale der Europa-League ein. Dank eines Doppelpacks von André Silva, dessen Tore jeweils die Salzburger-Führüng egalisierten, trifft die Mannschaft von Adi Hütter international nun auf den FC Basel. Wer neben dem Portugiesen noch zu den Matchwinnern zählt, erfahrt ihr in der Einzelkritik zum Spiel.

Die 1:2-Heimpleite gegen Union Berlin sorgte dafür, dass Trainer Adi Hütter seiner Mannschaft ein neues Gesicht verpasste. Timothy Chandler, Erik Durm, Makoto Hasebe, Dominik Kohr und Goncalo Paciencia mussten auf die Ersatzbank. Stefan Ilsanker, Sebastian Rode, André Silva, Djibril Sow und Almamy Touré fanden sich dafür in der Startelf wieder. Bas Dost fehlte ebenso wieder wie Mijat Gacinovic.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen RB Salzburg der zwölf zensierten Spieler den Wert 2,38. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 230 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- André Silva: Mit zwei Toren war André Silva am Freitagabend in Salzburg der gefeierte Mann. Sein sehenswerter Kopfball zum 1:1-Ausgleich und sein traumhafter Weitschuss, der unhaltbar ins Eck einschlug, ließen die knapp 5.000 mitgereisten Fans aus Frankfurt feiern. Aber auch seine gesamte Spielweise hat sich mittlerweile zum positiven entwickelt. In dieser Form ist der Nationalspieler ein Mann für die Zukunft.

Filip Kostic: Sicherheit hätte sich Filip Kostic auch mit einem eigenen Treffer belohnen können, doch sein unbändiger Wille und die Extraportion Durchsetzungsvermögen sorgten dafür, dass der Serbe an beiden Toren der Hessen beteiligt war. Kostic ist einfach nicht mehr wegzudenken und man darf getrost ein paar Stoßgebete in den Himmel senden, dass er vom Verletzungspech verschont bleibt.

Kevin Trapp: Der eine sieht beim 0:1-Gegentor eine Teilschuld, der andere widerum bezeichnet den Strahl von Andreas Ulmer als unhaltbar. Sei es drum – Kevin Trapp rettete im Anschluss zweimal sehr stark und versuchte mit geschickten Abschlägen und Abwürfen das Spiel seiner Vorderleute schnell zu machen. Über 90 Minuten gesehen eine Leistung, die vorbildlich war.

Sebastian Rode: Sebastian Rode rennt. Das ist mittlerweile sein Markenzeichen geworden. Nach vorne fehlte ihm etwas die Struktur, dafür immer wieder mit schlauen Fouls und Störaktionen.

Martin Hinteregger: An alter Wirkungsstätte war Martin Hinteregger sicherlich im Fokus. Hin und wieder war er etwas unsicher. Beim 1:2-Kopfballtor verlor er seinen Gegenspieler aus dem Blick. Dafür aber absoluter Team- und Kampfgeist.

David Abraham: Zu Beginn wirkte David Abraham etwas ob der Schnelligkeit der Salzburger-Offensivspieler überrascht. Mit fortwährender Spieldauer gewann er aber jedes Laufduell und war absolut zuverlässig.

Evan N’Dicka: Schwache Passquote von unter 40 Prozent. Evan N’Dicka verlor gerade in der Anfangshälfte viele unnötige Bälle. Das war stark verbesserungswürdig.

Stefan Ilsanker: Spielzerstörer Stefan Ilsanker war hochmotiviert in seiner alten Heimat und zweikampfstärkster Eintracht-Spieler. Offensiv bleibt er limitiert, wenn er aber seine Stärken voll einbringt, ist er ein absoluter Mehrwert.

Danny da Costa: Danny da Costa durfte sich als Einwechselspieler probieren. Was ihm gelang? Eigentlich so gut wie gar nichts.

Djibril Sow: Warum Djibril Sow im Teamvergleich aktuell schlechter wegkommt, ist unverständlich. Der Schweizer war im Mittelfeld im Aufbauspiel der beste Akteur. Zudem gewann er die meisten Bälle und verlor auch nicht so viele Bälle wie seine Kollegen.

Daichi Kamada: Im Hinspiel war Daichi Kamada noch der gefeierte Mann. Im Rückspiel kam er nicht so recht ins Spiel. Ab und zu war ein Geistesblitz zu spüren, insgesamt aber zu wenig.

Almamy Touré: Almamy Touré erwischte keinen guten Tag. Der Franzose wirkte überfordert. Nach vorne viel zu unsicher, nach hinten ließ er sich zu einfach ausspielen.

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8 Kommentare

  1. Ach Leute , nehmt den Sow in eure Redaktion mit auf und hört auf jede Woche die Abstimmenden besserwisserisch zu belehren , wie stark er doch gewesen sein soll.

  2. Sow hat sicherlich Licht & Schatten, kommt bei der Benotung wirklich oft zu schlecht weg, ist aber gegenüber Kohr eine große Leuchte in Sachen Dynamik (setzt sich oftmals bei Umschaltaktionen geschickt über die rechte Bahn in Szene) Zweikampfverhalten & vor allem Leidenschaft. Und in den letzten Spielen hat er zweifelsohne auch eine aufsteigende Tendenz im Umgang mit dem Ball und sein Potential gezeigt, warum A.H. perspektivisch auf ihn setzt.

  3. Redaktionsfreiheit sollte trotz aller Meinungsunterschiede zu welchem Thema auch immer stets gewahrt bleiben.
    Gefällt mir in der „Blödzeitung“ beispielsweise ein Passus oder ein Artikel nicht, schreibe ich ja auch nicht jedes mal (und das wäre sehr häufig 😉 ) die Redaktion an um diese als „Besserwisser“ oder mittels ähnlichen Titulierungen zu beschimpfen.
    Meinungsfreiheit ist, gerade in der aktuellen Zeit, wieder mal ein ganz wichtiges Merkmal.

  4. G Block

    Ich will nicht die Meinungsfreiheit abschaffen , sondern nur eine Trennung der Meinung des Redakteurs von der Bekanntgabe des Ergebnisses der Befragung der Leser.
    Aber vorzustellen , dass 600 Leute einen nicht gut fanden , und dazu zu schreiben in Wirklichkeit sei er doch gut gewesen ist mit „besserwisserisch“ treffend beschrieben.
    Vor allem wenn das fast jede Woche so läuft.
    Und beschimpft habe ich ja nun niemand. Also komm mal wieder runter von der Rettung der Meinungsfreiheit.

  5. Wenn ich Dich „Besserwisser“ nenne lieber jim, dann ist das sehr wohl eine Beschimpfung, wenn auch eine vergleichsweise harmlose 😉
    Sieh es wie Du magst, aber wenn der Redakteur meint, seinen persönlichen Senf zu einer öffentlichen Abstimmung geben zu müssen…… so what..

  6. Gude, nur ’ne Frage: wenn dem Danny „…so gut wie gar nichts gelang.“ Wieso steht er dann bei Note 2,5? Verrutscht? Forza SGE

  7. Bin auch der Meinung, dass Sow zu schlecht wegkommt…… und das der Redakteur das snsprechen darf. Zumal die Zahlen es bestätigen

  8. Der Redakteur besitzt im Gegensetz zu den abstimmenden Personen die Möglichkeit einer Begründung. Daher finde ich die Kommentare eher als eine gute Ergänzung. Der Redakteur kann ja zumal nicht zwingend nachvollziehen, was die Beweggründe für die entsprechende Benotung ist.

    Zumal zeigt sich, dass die Leser sehr undiffernziert bewerten. Ist das Spielergebnis gut, gibt es keine schlechte Note. Ist das Ergebnis katastrophal, gibt es kaum eine gute Note. Aber es kann bei einem tollen Sieg auch mal wenige Spieler geben, die nicht wirklich zum Mannschaftserfolg beigetragen haben. Da kann es auch mal eine Note 4-5 geben, wenn der nächst beste eine 3 erhält. Andersrum gilt natürlich das gleiche.

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