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Mit dem Trainingsstart ist Adi Hütter offiziell in seine zweite Amtszeit bei der SGE gestartet. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Zurück in Frankfurt: Hütter will bei der SGE „ein Feuer entfachen“

„Es hat sich super angefühlt und sehr vertraut. Wenn man sieht wie viele Fans beim Training da waren, dann spürt man die Begeisterung“, freute sich Eintracht Frankfurts neuer Cheftrainer Adi Hütter nach dem Trainingsauftakt am gestrigen Montag. „Ich glaube, wir müssen auch einiges zurückgeben. Wir wollen die Leute mitnehmen. Deshalb gibt es am Mittwoch noch ein öffentliches Training.“ 30 Spieler hatte der Österreicher bei seinem zweiten Trainingsstart am Main zur Verfügung. Zum Beginn liegt der Fokus vor allem auf der Fitness. „Es ist wichtig für die Jungs sich schnell wieder an den Ball zu gewöhnen. Gerade für die, die sieben Wochen frei hatten. Deshalb haben wir auch den Trainingsstart eine Woche nach vorne verlegt. Acht Wochen sind mir einfach zu lang. Anfangs müssen wir die Jungs physisch auf ein gutes Level bringen. Auf der anderen Seite geht es dann auch schon um Dinge, wie Ballbesitz. Die hohe Aktivität und Intensität kommen dann im Laufe der Zeit. Ich habe einen guten Eindruck von den Jungs. Es muss so sein, dass sie sich zeigen und präsentieren wollen. Am Anfang möchte ich mir ein klares Bild von jedem Spieler machen. “

In den kommenden Wochen will der 56-Jährige zusammen mit seinem Team seine Art des Fußballs in der Mannschaft implementieren. Dabei gehe es vor allem um eine proaktive Spielweise und Begeisterung. „Das Stadion hat eine unglaubliche Wucht. Wir müssen ein Feuer entfachen. Das geht nur, wenn wir nach vorne spielen, uns in die Zweikämpfe reinhängen und alles auf dem Platz geben. Die Zuschauer müssen spüren, dass man jedes Spiel gewinnen will.“ Über die vergangene Saison will Hütter nur wenige Worte verlieren. Das stehe ihm nicht zu. Sein Blick geht klar nach vorne. „Wir stehen möglicherweise vor einem größeren Umbruch. Deswegen will ich nicht über das reden, was war. Wir müssen nach vorne schauen. Jeder weiß, welchen Fußball ich gerne sehen würde. Und wir werden versuchen die Jungs dahin zu bringen.“

Kaderumbau nimmt Fahrt auf – Was passiert mit Uzun?

Natürlich stand auch die Kaderplanung im Fokus des Interesse. Mit Malik Pimpong stand ein Neuzugang auf dem Platz. Hier soll sich in den kommenden Wochen noch einiges tun. „Im Hintergrund arbeiten wir sehr akribisch daran neue Spieler dazu zu bekommen. Das ist klar. Aber die Spieler, die für uns interessant sind, die sind auch interessant für andere Vereine. Wir bemühen uns um Qualität, daher müssen wir geduldig sein. Markus Krösche und ich sind im ständigen Austausch. Es ist eine offene Kommunikation. Das ist mir das Wichtigste.“ Aber auch auf der Abgangsseite hat die sportliche Führung bei der Eintracht noch einiges zu tun. Noel Futkeu, Junior Dina Ebimbe, Niels Nkounkou, Jessic Ngankgam und Michy Batshuayi trainierten beim abschließenden Elf-gegen-Elf individuell. Ein klares Zeichen an die Spieler. „Grundsätzlich wurden alle Spieler informiert, wo sie stehen. Es wurde auch mit ihren Beratern gesprochen. Wenn eine neue Saison beginnt, gibt es immer Veränderungen. Das ist bei jedem Klub im Sommer so. Die Leihspieler kommen zurück und es sind viele Leute da, sobald die WM-Fahrer zurückkehren. Spieler werden gehen und hoffentlich auch kommen. Da wird sich in den nächsten ein bis zwei Wochen einiges tun.“

Aber auch weitere ungewollte Abgänge könnten der Eintracht noch ins Haus stehen. Can Uzun wird schon seit Wochen mit einem möglichen Abgang in Verbindung gebracht. Hütter hatte nur lobende Worte für den türkischen Nationalspieler übrig. „Er ist ein fantastischer Spieler und hat tolle Anlagen. Er kann ein Spiel entscheiden und schießt auch mal aus der Distanz, sowohl mit dem linken als auch dem rechten Fuß. Das sieht man heutzutage immer weniger. Ich beteilige mich nicht gerne an Gerüchten. Bis jetzt habe ich noch nichts gehört. Ich lese auch nur das, was geschrieben wird.“ Auf die Frage, ob er nach dem WM-Aus schon Kontakt mit seinem Schützling hatte, lachte der Frankfurter Cheftrainer: „Nein, das sagt eigentlich schon viel.“ Allgemein möchte er sich aber nicht zu Spekulationen rund um den Verein aus der Presse äußern. „Ich konzentriere mich auf den Sport und alles andere steht mir nicht zu. Das kommentiere ich auch nicht. Ich weiß, dass im Hintergrund sehr viel getan wird, damit wir eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen.“

Zwischen Aufbruch und Vertrautheit

Für Hütter war es nach fünf Jahren auch der offizielle Start für seine Rückkehr zur SGE. Nach dem ersten Training stand ihm die Freude darüber ins Gesicht geschrieben. „Es fühlt sich nicht so an, als wäre es schon so lange her. Das gibt mir viel Kraft und Vertrauen. Deswegen habe ich hier unterschrieben. Es freut mich wahnsinnig, dass die 2.000 Leute hier waren.“ Bei seiner ersten Platzrunde schallten „Adi“-Rufe über den Platz. Für den österreichischen Trainer, wie er selbst sagt, ein Gänsehautmoment: „Natürlich gibt es Leute, die mich kritisch sehen. Das ist ganz normal. Mein Job wird sein, auch diese Leute abzuholen. Aber ich bin hier für Eintracht Frankfurt. Es geht nicht um mich. Niemand ist größer als der Klub. Ich habe eine vertrauensvolle Aufgabe und dieser möchte ich gerecht werden.“

Seit seinem Abgang aus Frankfurt habe sich viel getan. Das spürte Hütter allein schon an der Anzahl der Mikrofone, die er bei der Presserunde vor sich vorfand. „Ich war natürlich in der Zwischenzeit mal hier und habe es freudig zur Kenntnis genommen, dass der Verein schon gewachsen ist.  In alle Richtungen. Alleine die Mitgliederzahlen sind immens gestiegen. Das Stadion wurde ausgebaut, das Profi-Camp, die Plätze. Das alles hat sich sehr verändert.“ Es gibt aber auch vieles, das gleich geblieben ist. „Die Stadt, die Leute, hier auf den Platz zu gehen. Ich habe zu meinem Co-Trainer Christian Peintinger, der auch schon hier war, gesagt: Es ist unglaublich, wie schnell sich alles wieder vertraut anfühlt. Das hilft zum Start. Auf der anderen Seite kenne ich natürlich noch viele Leute, die immer noch hier sind und für den tollen Klub arbeiten.“ Adi Hütter scheint sich schnell in Frankfurt wieder eingelebt zu haben und ist bereit Eintracht Frankfurt auf die kommende Saison vorzubereiten.

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. pit3157 14. Juli 26, 13:32 Uhr

lassen wir uns überraschen
war damatls auch nicht begeistert über den abgang
hatte mir nicht gefallen
aber eine zweite runde soll er sich verdienen
meinen segen hat er erstmal
nur dieSGE

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