Bruno Hübner hat in Hamburg ein typisches Pokalspiel gesehen – und ist froh über das Weiterkommen

Eintracht Frankfurt steht im Achtelfinale des DFB-Pokals und darf damit in diesem Wettbewerb überwintern. Nach einer starken ersten Hälfte, verpasste man auf das dritte Tor zu spielen und musste am Ende noch ordentlich zittern. Die Stimmen nach dem 2:1-Auswärtserfolg auf St. Pauli haben wir für Euch zusammengefasst:

Sportdirektor Bruno Hübner: Es war ein typisches Pokalspiel, wir sind froh, dass wir es gewonnen haben. So wie uns heute ging es vielen Klubs – trotzdem haben wir fast nichts anbrennen lassen und liegen somit im Lostopf fürs Achtelfinale.

Cheftrainer Adi Hütter: Das Wichtigste ist am Ende des Tages, dass wir im Frühjahr weiterhin im DFB-Pokal dabei sind. Der FC St. Pauli hat eine gute und heimstarke Mannschaft, das haben sie vor allem in der zweiten Halbzeit gezeigt. Im ersten Abschnitt haben wir es gut gemacht und das Geschehen eigentlich kontrolliert, der Treffer hat den Gastgebern dann aber Selbstvertrauen gegeben. Nach dem Seitenwechsel waren sie überlegen, wenngleich es in den zweiten 45 Minuten kaum echte Torchancen gab. Kompliment an den FC St. Pauli für dieses Spiel, aber auch für dieses Publikum. Martin Hinteregger hat einen Schlag aufs Knie bekommen, das ist ihm schon bei der Partie in Mönchengladbach passiert. Er hat deshalb einen Wechsel signalisiert, sodass wir ihn runtergenommen haben. Bas Dost hätten wir eigentlich gerne heute früher runtergenommen und zum Beispiel Dejan Joveljic noch Einsatzzeit gegeben. Wir mussten allerdings in der Halbzeit zwei Mal unerwartet wechseln, auch weil wir seine Kopfballstärke benötigt haben.

Sebastian Rode: Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir es uns selbst sehr schwer gemacht. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel noch im Griff, als wir geduldig geblieben sind. In der zweiten Halbzeit haben wir vorwiegend verwaltet und keine Lösungen mehr nach vorne gefunden. Der Elfmeter vor der Pause hat sein Übriges dazu beigetragen, dass noch mehr Stimmung in den Kessel kommt. Darauf können wir wiederum auch am Samstag gegen die Bayern zählen. Dafür gilt es, zwei Tage zu regenerieren. Bas Dost hat uns in den letzten Spielen gefehlt. Er ist ein super Knipser und enorm wichtig für uns, weil er die Bälle halten kann, klatschen lässt und vor dem Tor eiskalt ist. Die Belastung würde ich nicht als Ausrede anführen. Dafür sind wir Sportler, sind fit und haben einen großen Kader. Da müssen wir einfach durch.

Erik Durm: Wir haben einen super Start erwischt und nach 15 Minuten 2:0 geführt. Danach haben wir es zunächst weiter ordentlich gemacht. Wo Hinti vor dem Elfmeter mit der Hand hin soll, weiß ich nicht… Aber so fiel eben kurz vor der Pause das 1:2 zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. St. Pauli hat in der zweiten Halbzeit teilweise gut nach vorne gespielt. Nichtsdestotrotz haben wir ein gutes Auswärtsspiel gezeigt, 2:1 gewonnen und stehen in der nächsten Runde. Ich habe ähnlich oft auf rechts und links gespielt, von daher hat es für mich keine Bedeutung, auf welcher Seite ich zum Einsatz komme. Für mich zählt Bayern mit Borussia Dortmund zu den besten deutschen Mannschaften. Das sind die schönsten Spiele, dafür sind wir Profis geworden.

Bas Dost: Ich war nach dem Spiel gegen Leverkusen sehr froh, wie es gelaufen ist, doch auf einmal hatte ich Schmerzen in den Adduktoren. Dann hat mir die medizinische Abteilung mir für heute grünes Licht gegeben, was mich sehr gefreut hat. Ich hatte auch keine Schmerzen. Jetzt kann es weitergehen. Vor dem 1:0 flankt Hinti den Ball in den Strafraum, ich schmeiße mich rein und der Ball fliegt ins Tor. Egal wie: Tor ist Tor! Dem zweiten Treffer ist ein Traumpass von Dominik vorausgegangen. Der Lupfer erschien für mich die beste Lösung. Wenn er reingeht, hat man immer recht. Nach der Pause fiel es mir dennoch schwer, hereinzukommen, deshalb wäre es wichtig gewesen, häufiger in Ballbesitz zu bleiben. Auch ich hätte den Ball vorne öfter behaupten müssen. Aber Kompliment, wie wir in der zweiten Halbzeit verteidigt haben. St. Pauli hatte nicht viele Möglichkeiten, aber trotzdem eine starke Leistung gezeigt.

Jos Luhukay (Trainer FC St. Pauli): Wir haben sehr unglücklich angefangen. Wenn man gegen eine so starke und ballsichere Mannschaft früh 0:2 hinten liegt, ist es sehr schwer. Aber mein Team hat immer an sich geglaubt, nach dem Treffer hatten wir große Hoffnung. In der zweiten Hälfte haben wir richtig viel investiert, aber die Eintracht ist eine Mannschaft, die immer kontrolliert ihr System beibehält. Das ist eine große Qualität, sodass wir kaum zu richtigen Abschlüssen gekommen sind. Ich bin aber stolz, dass wir gleichzeitig auch kaum etwas zugelassen haben. Ich kann der Mannschaft daher keinen Vorwurf machen. Wir sind gegen ein sehr starkes Team ausgeschieden, können uns aber erhobenen Hauptes aus diesem Wettbewerb verabschieden.

Quelle: eintracht.de

- Werbung -

9 Kommentare

  1. Mund abputzen, regenieren und dann die schlagbaren Bayern schlagen. Danach ist unser Program (in der Bundesliga) leichter.

    In other news: Jovic hat ENDLICH mal für Madrid getroffen. Ich gönns ihm!

  2. Sry, aber wenn Hinti schon angeschlagen ist, dann muss er wohl nicht spielen, auch mit Chandler auf links, finde ihn nicht schlechter als DDC.
    Die Wechsel hätte man sich ersparen können! Statt dafür Mittelfeld oder Sturm was zu ändern!

  3. Früher war mir Bas Dost unsympathisch lag vor vielleicht daran, dass er in Wolfsburg gespielt hatte. War daher skeptisch, auch wenn ich die Idee dahinter verstanden hatte. Wie er sich aber bei den Mitspielern einbringt und sich mit Ihnen freut (Rönnow gegen Leverkusen) macht ihn total sympathisch. Aber vor allem schätze ich seine Aussagen/Interviews. Es zeigt auch, dass er selbstkritisch ist, dass er z. B. der Depp gewesen wäre, wenn der Lupfer nicht ins Tor gegangen wäre. Zu N`Dicka der hier ja immer gefordert wird, er macht defensiv vieles richtig, aber nach vorne geht so gut wie nichts. Er hat ja schon gezeigt, dass er es kann und damit meine ich nicht irgendwelche Standards reinköpfen, sondern mal ne Flanke reinschlagen und vor allem nen Pass in die Tiefe spielen, aber davon ist nichts mehr zu sehen, er spielt nur auf Sicherheit. Zugegeben manchmal ist mir das auch lieber, auch bei anderen Spielern, allerdings kommt man so auf Sicht nicht weiter.

  4. Dreckiger Sieg mein lieber Vadda … Ich nörgel eigentlich selten bis gar nicht aber was Costa gestern sich erlaubt hat war schon Grenzwertig. Ich denke er sollte mal pausieren und sich wieder finden. Keine Ahnung was bei ihm los ist aber irgendwas beschäftigt den Jung! Ansonsten glanzlose Leistung die für ein Sieg gereicht hat. Respekt dafür und Samstag werden die Bayern verhauen 🙂

    Forza nur die SGE

  5. Für die nächste Runde wünsche ich mir ein Auswärtsspiel bei Hertha. Mal sehen ob wir auch 30.000 aktivieren können wie Dynamo

  6. Ich würde gerne aufm Betze spielen oder zuhause gegen den KSC. Ich setze da voll auf die Turid, die hoffentlich BVB vs FCB aus dem Hut zaubert.

  7. @6 Da bin ich voll bei Dir. Ich kann mich noch an zahlreiche tolle Erlebnisse und spannende Spiele aus den 90ern erinnern. Der Betze war immmer Auswärtsfahrt Nr. 1. Das wäre richtig geil ! Ansonsten nehmen wir es wie es kommt, natürlich sportlich !
    Kurz noch zum Spiel gestern. In HZ 1 fand ich es vorzüglich, wie man mit wenig Energieaufwand ein Spiel kontrolliert hat. Im Hinblick auf die englischen Wochen momentan, genau die richtige Taktik. Natürlich haben die frühen Tore in die Karten gespielt, aber es wurde auch gut runtergespielt und Zeit von der Uhr genommen. Blöder Elfer ( entspricht sicherlich den Regeln ), aber HZ2 dann ziemlich vogelwild. Da muß man dann keinen besonders herausheben, es waren alle mehr oder minder schlecht. DaCosta ist ja schon genug thematisiert worden und auch Rode bräuchten wohl mal eine Pause. Trotzdem glaube ich auch, und das hat nichts mit Einstellung oder Berufsauffassung zu tun, hat man irgendwo schon die Bayern im Kopf. Ob das dann mitverantwortlich für die laue Leistung in HZ2 ist, geschenkt. Am Samstag wird es ein ganz anderes Spiel geben. Da bin ich überzeugt. Möglicherweise erwischen die Bayern einen guten Tag und überrollen uns, weil der Kader einfach insgesamt eine Klasse besser ist, möglicherweise kämpfen sie aber auch, wie schon seit einiger Zeit, wieder mit sich selber. Erwischen wir einen cremigen Tag, wie z.B. gegen Lev in der ersten HZ, dann sind die Jungs keineswegs chancenlos. Freu mich auf den Samstag. Hoffe das Dost gestern nicht zuviel Körner gelassen hat. Alleine seine Präsenz im Strafraum ist nicht zu unterschätzen. Und hinten haben die Bayern momentan gehörige Probleme.

  8. Ich will Kamada zukünftig nicht mehr im Sturm sehen. Der ist da komplett verloren. Seine Alibi Zweikämpfe regen mich richtig auf. Der geht weder zum Kopfball, noch sonst versucht er i.wie den Ball festzumachen nach Abschlag oder nach nem langen Ball. Der gehört ins Mittelfeld. Und wenn alle Stürmer verletzt sind, lasse ich halt Joveljic spielen oder nur eine Spitze.

    Schlechtester Auftritt seit langem. Eigentlich ist keiner positiv aufgefallen, außer Dost.
    War sehr mühselig sich das anzuschauen.

  9. Früher habe ich mich auch immer auf sog. Lokalderby`s gefreut, heute habe ich eher Angst davor, da werden schon im Vorfeld wieder einige Idioten unterwegs sein.

Keine Kommentare mehr möglich.

- Werbung -