Sebastien Haller zeigte eindrucksvoll seine Vollstrecker-Qualitäten. (Foto: imago/Beautiful Sports)

Die Generalprobe in der Bundesliga ist geglückt. Nach zwei sehr bescheidenen Auftritten im Supercup und in im DFB-Pokal konnte Eintracht Frankfurt das erste Mal seit vier Jahren wieder gegen SC Freiburg gewinnen und dürfte mit dem Auswärtssieg auch das geschundene Selbstbewusstsein wieder ein Stück weit aufgebaut haben. Vor allem nach dem zugegebenermaßen überraschenden Tor in der 10. Minute kam die Mannschaft von Adi Hütter immer besser in die Partie und zeigte sich vor allem effektiv und kaltschnäuzig vor dem Tor. Zwar gab es gegen die Breisgauer in der Defensive die eine oder andere brenzlige Situation, aber insgesamt zeigte sich die Verteidigung deutlich kompakter als zuletzt. Und am Ende stand ein zuverlässiger Rückhalt mit Frederik Rönnow im Kasten der Frankfurter, der eine starke Partie lieferte.

Dabei musste der österreichische Cheftrainer kurzfristig neben Ante Rebic auch noch auf Kapitän David Abraham (Oberschenkelprobleme) und Makoto Hasebe (krank) verzichten. Dafür kam Evan N’Dicka zu seinem Pflichtspieldebüt. Jonathan de Guzman und Luka Jovic rotierten auf die Bank. Dafür durften Taleb Tawatha, Nicolai Müller und Gelson Fernandes beginnen. Letzterer absolvierte nicht nur sein 50. Bundesligaspiel, sondern lief auch erstmals als Kapitän der Hessen auf.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der 13 zensierten Spieler den Wert 2,65. Das liest sich schon deutlich angenehmer als in den vergangenen beiden Wochen. Die Einzelnoten der über 790 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Sebastien Haller:
Was musste sich Sebastien Haller in den letzten Wochen nicht alles anhören? Der Franzose, der in seiner ersten Saison in der Bundesliga neun Treffer erzielte, hatte freilich zum Ende der letzten Saison Ladehemmung. Doch grundsätzlich ist Haller mit der gegen Freiburg gezeigten Leistung nur schwer zu ersetzen. Ein Tor und eine Vorlage. Mit dieser Leistung kann er absolut zufrieden sein. In der Trainingswoche beschrieb er noch: „Wir müssen weniger reden und mehr laufen“. Das tat er mit knapp zwölf gelaufenen Kilometern.

Evan N’Dicka, Frederik Rönnow:
Auch der zweite Franzose in der Startaufstellung zeigte sich von einer top Seite. Die Rede ist von Evan N’Dicka, der mit seinen erst 19 Jahren sein Pflichtspieldebüt in der Innenverteidigung feierte und stolz auf seinen Auftritt sein kann. 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe und eine Passquote von 87 Prozent. Die Eintracht scheint sich ein vielversprechendes Talent geangelt zu haben. Frederik Rönnow konnte sich endlich einmal im Trikot der Hessen auszeichen. Der Däne rettete in zahlreichen Situationen seiner Mannschaft die Führung und verdiente sich in seinem ersten Bundesligaspiel gleich eine weiße Weste.

Nicolai Müller, Jonathan de Guzman, Mijat Gacinovic:
Nicolai Müller traf, jubelte und verletzte sich nicht. Der ehemalige Hamburger verwerte nach einem tollen Zuspiel von Haller gleich seinen ersten Schuss im Kasten der Freiburger. Trotzdem gewann Müller nur 12 Prozent seiner Zweikämpfe. Jonathan de Guzman ersetzte ihn ab der 73. Minute und konnte sich mit seinem tollen Pass auf Haller direkt in die Scorerliste eintragen. Der Niederländer sorgte für frischen Wind in der Schlussoffensive und kann zufrieden sein. Mijat Gacinovic versuchte sein Torschuss-Glück dreimal, konnte sich aber nicht belohnen. Der Serbe war ständig aktiv und zeigte auch ohne direkte Torbeteilung eine ansehnliche Vorstellung.

Filip Kostic, Gelson Fernandes, Lucas Torro, Carlos Salcedo, Jetro Willems, Danny da Costa:
Filip Kostic durfte nach nur einer Trainingswoche bereits die ersten Minuten im Trikot der SGE feiern. Der Serbe zeigte sich bemüht, aber ohne großen Ertrag. Gelson Fernandes führte sein Team als Kapitän auf den Platz. Lautstark, Einsatz und Willen waren ihm unmissverständlich ins Gesicht geschrieben. Der Schweizer hat zweifelsohne spielerisch Nachholbedarf, das er aber mit anderen wichtigen Eigenschaften wieder wettmacht. Lucas Torro wirkte deutlich stabiler als zuletzt und profitierte von Fernandes, der ihm den Rücken frei hielt. Carlos Salcedo bildete mit N’Dicka das Innenverteidiger-Duo und machte das insgesamt ziemlich gut. Immer wieder verständigte er sich mit seinem Partner und versuchte damit in die Rolle von Kapitän Abraham zu schlüpfen. Jetro Willems und Danny da Costa beackerten ihre jeweilige Außenbahn und zeigten sich dieses Mal vor allem in der Defensive deutlich formverbessert.

Taleb Tawatha:
Hütter überraschte auf dem linken Flügel mit Taleb Tawatha. Der Israeli, durfte sich zusammen mit Jetro Willems die offensiv und defensiv Aktionen teilen, konnte aber nicht wirklich auf sich aufmerksam machen. Große Fehler sind ihm allerdings auch nicht zuzuschreiben gewesen, weshalb er zwar bei der SGE4EVER.de-Spielerbenotung im Vergleich zu seinen Teamkollegen leicht abfällt, dennoch aber mit der Note 3,5 ganz gut weg kommt.

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2 Kommentare

  1. S. Haller steht auch in der kicker-Elf des Tages und erhält eine weitere angemessene Würdigung.
    Vielleicht macht er jetzt auch einen Entwicklungsschritt, indem er nun das auf dem Platz umsetzt, was für Mannschaft und Erfolg erforderlich ist: größtmöglicher Einsatz, Ausspielen aller seiner fußballerischen Fähigkeiten und seine Leader-Qualitäten oder zumindest die als Vorbild.

  2. Die Bewertung würde ich so unterschreiben, wobei ich Haller sogar eine 1,3 geben würde, so wie der gerackert hat. Wenn der Junge so dranbleibt wie in diesem Spiel, steht uns eine rosige Zukunft mit der SGE bevor. Natürlich müssen die anderen Spieler mitziehen und sich ein Beispiel nehmen.
    Eine andere Bewertung, nämlich die von Online Casinos, habe ich auf https://casinoanbieter.de gefunden. Und dabei habe etwas witziges festgestellt. Auf Platz 1 der besten Casinos ist ausgerechnet ein recht neuer Anbieter namens „Vulkanbet“. Aber lest selbst.

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