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Mario Götze und seine Eintracht schwitzen für die neue Saison. Dabei müssen einige alte Fehler abgestellt werden. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Götze zieht Lehren aus der Vorsaison: „Wollen wieder mit Energie und Enthusiasmus spielen“

Die Frankfurter Eintracht steckt mitten in der Vorbereitung auf die kommende Saison. Beim derzeitigen Trainingslager in Grassau soll dabei der Grundstein für ein erfolgreiches Jahr gelegt werden. Mario Götze gehört dabei zu den wenigen erfahrenen Spielern im Kader. Im ersten Teil der Medienrunde sprach er bereits über den ersten Eindruck vom neuen Cheftrainer Adi Hütter und die Leistungen der Talente. Dazu äußerte sich der Weltmeister von 2014 aber auch zur letzten Saison und zum angedachten zukünftigen Spielstil.

„Es ist ein ganz normaler Prozess, in dem wir uns gerade befinden“, erklärt der 34-Jährige angesprochen auf die aktuelle Kaderplanung. Sechs Abgänge stehen zwei festen Neuzugängen bei der SGE gegenüber. Trotz Vorbereitungsstart wird sich daher wohl in den kommenden Tagen und Wochen noch einiges am Personal tun. „Auch wenn ich mir die letzten Jahre hier in Frankfurt anschaue und sehe, wie erfolgreich wir dann letztendlich gespielt haben. Es gehört dazu. Das Transferfenster ist noch bis Ende August offen. Klar will man möglichst schnell mit den Spielern zusammenarbeiten, die auch hier bleiben. Aber wir konzentrieren uns auf die Einheiten hier. Das ist das einzige, was in unserem Ermessen liegt.“

Der 66-fache deutsche Nationalspieler geht bereits in seine fünfte Saison am Main. Dabei war auch er mit der letzten Spielzeit alles andere als zufrieden. Trotzdem müsse man immer auch das große Ganze betrachten: „Als ich herkam, haben wir hier Champions League gespielt. Pokalfinale, dann haben wir uns wieder für die Champions League qualifiziert. Im Paket betrachtet, ist das sehr, sehr gut gelaufen. Ich glaube, im Fußball, wie im Leben, gehört es auch immer dazu, die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch mal durch schlechtere Phasen zu gehen. Letztes Jahr war das dann eben so.“ Die Mannschaft habe vor großen Herausforderungen gestanden. „Das war eine große Challenge für uns als Mannschaft. Das hat man gesehen. Wir sind gut gestartet, aber dann in Phasen gekommen, die man überstehen muss. Das ist uns in der Form dann nicht gelungen“, benennt Götze klar. Am Ende stand dann der unbefriedigende Tabellenplatz als Ergebnis. „Niemand konnte auch mit der Art und Weise zufrieden sein. Das müssen wir uns ankreiden. Auch in der Situation waren alle in der Mannschaft nicht glücklich. Trotzdem haben wir alle versucht, das umzudrehen und Konstanz zu zeigen. Das ist uns nicht gelungen.“

„Fühle mich im Zentrum am wohlsten“

In der neuen Runde soll nun alles besser werden. Die Mannschaft hat mit Adi Hütter einen neuen Cheftrainer, der die Bundesliga und den Verein gut kennt. Dazu steht der Österreicher für einen klaren Spielstil. „Da gehört natürlich einiges dazu. Trainer, Philosophie, wie die Mannschaft das umsetzt. Aber klar ist, dass wir wieder mit Energie und Enthusiasmus spielen wollen. Wir wollen offensiv spielen.“ Das sei der Mannschaft in den letzten Monaten nicht gelungen, aber genau da müsse man wieder hinkommen. „Auf den ersten Blick sieht das alles ganz gut aus. Auch wenn es für eine Bewertung noch zu früh ist. Wir haben noch ein paar Wochen bis die Spiele starten. Wir wissen, wie wichtig es ist sich gut vorzubereiten. Aber wenn es losgeht, müssen wir eben auch da sein. Das ist jetzt die Aufgabe.“

Der gebürtige Memminger fühlt sich selbst im Zentrum am wohlsten. „Das hängt aber auch sehr stark vom System ab. Klar, offensiver Sechser, Achter, Zehnerraum. Da habe ich, glaube ich, die größten Stärken für die Mannschaft. Das ist auch die Idee, dass ich da spiele. Ich glaube nicht, dass der Trainer da etwas anderes ausprobieren will.“ In seiner langen Karriere hat Götze bereits unter einigen namhaften Trainern gespielt. Ein ganz wichtiger Name ist dabei Jürgen Klopp, der erst am gestrigen Freitag offiziell als neuer deutscher Nationaltrainer vorgestellt wurde. Bahnt sich da vielleicht ein Comeback für den einstigen WM-Siegtorschützen an? „Das wird wohl nicht passieren“, lacht der zweifache Papa. „Ich freue mich für ihn. Wir haben lange zusammen trainiert. Die Jahre in Dortmund waren natürlich sehr positiv. Mittlerweile aber auch ein Weilchen her. Es ist eine gute Position für ihn, gut für den deutschen Fußball. Mit allem, was er schon geleistet hat. Er ist der richtige Mann, um wieder für positive Stimmung zu sorgen.“ Dazu wurde ebenfalls Per Mertesacker als neuer DFB-Geschäftsführer Sport vorgestellt. Auch mit dem ehemaligen Innenverteidiger hat Mario Götze schon zusammen gespielt. „Ich glaube, das ist eine gute Entscheidung. Ich drücke beiden die Daumen. Man hofft natürlich, dass es in eine gewisse Richtung läuft. Aber ich glaube, man muss ihnen trotzdem Zeit geben und nicht direkt zu viel erwarten. Da muss man die Erwartung zurückdrehen und einfach wieder bei der Basis anfangen. Ich freue mich darauf, das dann zu sehen.“

2 Kommentare

Fallback Avatar 1. Werner 25. Juli 26, 15:50 Uhr

Ich hoffe alle sind mit der Vorsaison nicht einverstanden.
Es gab auch manche positiven Sachen, aber letztendlich doch bissi enttäuschend.
Aber Kopf hoch und weiter.

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Fallback Avatar 2. Jay-Jay83 25. Juli 26, 16:31 Uhr

Fragt ihn doch bitte mal, was er als seine „größten Stärken“ jenseits des Kurzpassspiels sieht. Einfach nur, um abzuklopfen, auf welcher der zentralen Positionen er am besten untergebracht wäre.

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