Kürzlich erklärte Nina Lührßen im Podcast „Eintracht vom Main“ das Erreichen des Europa-Cup-Finals zum klaren Ziel. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg – schließlich ist die neue Saison gerade einmal drei Monate alt. Doch schon in den ersten Spielen in den verschiedenen Wettbewerben haben die ambitionierten Frankfurterinnen ihren Titelhunger unter Beweis gestellt. Nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga waren die Adlerträgerinnen nun wieder auf internationaler Bühne gefordert. Im Achtelfinale des Europa Cups traf die SGE auf die PSV Eindhoven. Dank früher Treffer von Hayley Raso und Laura Freigang sicherte sich Frankfurt im Hinspiel einen souveränen 2:0-Auswärtssieg.
Traumstart für Frankfurt
Für das Duell auf dem PSV Campus De Herdgang schickte Niko Arnautis folgende Elf auf den Platz: Altenburg – Lührßen, Östenstad, Ilestedt, Krumbiegel – Ivelj, Bennison, Memeti – Freigang, Mühlhaus, Raso. Die Eintracht agierte in einer klassischen 4-3-3-Formation. Im Vergleich zum Auswärtserfolg in Stuttgart nahm Arnautis drei Änderungen vor: Paulina Krumbiegel, Noemi Ivelj und Hayley Raso rückten für Pia-Sophie Wolter, Dilara Acikgöz und Rebecka Blomqvist in die Startelf.
Eindhoven begann mit folgender Aufstellung: Evrard – Bross, Folkertsma, Hendriks, Gedsted Thrige – Renfurm, van de Sanden, Cayman, Ripa, Rijsbergen – Jacobs.
Keine zwei Minuten waren gespielt, da gingen die Gäste aus der Mainmetropole bereits in Führung. Laura Freigang setzte sich auf der rechten Seite durch und legte den Ball vor dem Sechzehner quer zu Hayley Raso. Die Australierin kam vor Torhüterin Nicky Evrard an das Spielgerät und schob zur frühen Führung ein (2.). Ein Traumstart aus hessischer Sicht! Nur eine Viertelstunde nach dem Anpfiff legte die Eintracht nach. Nach einer Flanke von Paulina Krumbiegel stieg Freigang am höchsten und köpfte den Ball aus halblinker Position ins Tor (15.). Mit dem 2:0 sorgte die Adler-Elf früh für klare Verhältnisse und bestimmten anschließend das Spielgeschehen.
Nach knapp einer halben Stunde hätte Ereleta Memeti sogar auf 3:0 erhöhen können. Nach starker Vorarbeit von Freigang kam die kosovarische Nationalspielerin halbrechts im Strafraum zum Abschluss. Eine Verteidigerin konnte die Murmel jedoch im letzten Moment zur Ecke klären (30.). Es war zugleich die letzte nennenswerte Chance der ersten Halbzeit. Da Eindhoven offensiv kaum Akzente setzen konnte, ging es mit einer verdienten 2:0-Führung für Frankfurt in die Pause.
SGE kontrolliert das Spiel
Beide Trainer verzichteten zunächst auf Wechsel. Auch nach dem Wiederanpfiff blieb die SGE die aktivere und spielbestimmende Mannschaft. Lediglich beim letzten Pass fehlte häufig die nötige Konsequenz. Auf der Gegenseite meldeten sich die Niederländerinnen mit einem Distanzschuss von Rijsbergen zurück, der Lina Altenburg allerdings vor keine größeren Probleme stellte (58.). Nach gut einer Stunde wechselte Eindhoven erstmals: Lore Jacobs machte Platz für Julia Hickelsberger (62.). Vier Minuten später reagierte auch Arnautis und brachte Rebecka Blomqvist für Larissa Mühlhaus (66.).
Nur eine Minute danach sorgte Noemi Ivelj für die nächste gefährliche Szene. Die Schweizerin fasste sich aus der zweiten Reihe ein Herz und zwang Evrard zu einer Glanzparade. Die Torhüterin lenkte das Spielgerät über die Latte (67.). Noch aussichtsreicher war die darauffolgende Gelegenheit: Raso eroberte den Ball tief in der gegnerischen Hälfte und hatte freie Bahn in Richtung Tor. Vor Evrard bewies die Torschützin allerdings nicht die nötige Kaltschnäuzigkeit und setzte den Abschluss knapp am rechten Pfosten vorbei (72.).
Für die Schlussphase nahm Eindhoven einen Doppelwechsel vor. Maud Rutgers und Aymee Altena ersetzten Shanice van de Sanden und Sara Thrige Andersen (78.). Kurz vor dem Ende wechselte auch die Eintracht dreifach: Freigang, Ivelj und Memeti verließen den Platz, Jarne Teulings, Dilara Acikgöz und Vivienne Lia kamen neu ins Spiel (88.). In der Schlussphase passierte nicht mehr viel. Die Hessinnen mussten angesichts der komfortablen Führung kein unnötiges Risiko eingehen, während Eindhoven keine Mittel fand, um die Frankfurter Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Gute Ausgangslage für das Rückspiel
Am Ende steht ein verdienter und ungefährdeter 2:0-Auswärtserfolg für Eintracht Frankfurt zu Buche. Mit dem Sieg verschafft sich der hessische Bundesligist eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel am 11. November im Stadion am Brentanobad.
Bis dahin richtet sich der Blick der Mannschaft von Niko Arnautis zunächst wieder auf den Ligaalltag. Am kommenden Sonntag gastiert die Eintracht beim 1. FC Nürnberg.







2 Kommentare
das war ein beeindruckender Auftritt unserer EC-Mädels, sie hatten das ganze Spiel jederzeit im Griff, die Übermacht war von Anfang bis Ende klar sichtbar, wir rocken das, nächste Runde wir kommen...
Laura und die Eurobbabogaaaal-Gang werden es auch im Rückspiel krachen lassen, leider bin ich da in Urlaub und nicht vor Ort, aber das schafft ihr auch ohne mich...
#deutschermeisterwirdnurdiesge
90 Min. Alles im Griff gehabt. Leider war die Chancenverwertung in der 2ten Hälfte wie on der Liga. PSV hätte ich stärker erwartet. Raso macht mittlerweile richtig Spaß. Letzte Saison hatte sie schon so ihre Probleme.
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