Stieler erklärt strittige Entscheidungen: Schiedsrichter Tobias Stieler äußerte sich nach dem 3:1-Auswärtssieg der Frankfurter Eintracht im Pokal beim Hamburger SV bei „Sky“ ausführlich zu den strittigen Entscheidungen rund um einen möglichen Elfmeter gegen Robin Koch und eine Gelb-Rote Karte gegen Nnamdi Collins. Dabei räumte er ein, dass er die Situation um Koch im Nachhinein wohl anders bewertet hätte. „Wenn ich die Bilder sehe, die bessere Entscheidung wäre Strafstoß gewesen“, erklärte der Unparteiische offen. Auf dem Platz habe er allerdings eine klare Wahrnehmung gehabt. Koch habe seinen Körper in den Gegenspieler gestellt, wobei Stieler die Aktion als „klassischen Bodycheck“ bezeichnete. „Es ist drei Viertel Körper einstellen, ein bisschen auch abspringen, in den Mann reinspringen.“ Dennoch habe er in der konkreten Situation entschieden, dass die Intensität des Kontakts für einen Strafstoß nicht ausreiche. „Ich habe eine gewisse Schwelle für Zweikämpfe, gerade im Oberkörperbereich und im Strafraum nochmal extrem“, erklärte er. Bereits während der Aktion habe er sich gefragt, ob diese Grenze überschritten worden sei. Seine Antwort lautete zunächst Nein. Nach Ansicht der Fernsehbilder kam Stieler jedoch zu einer anderen Einschätzung. Von einer eindeutigen Fehlentscheidung wollte er trotzdem nicht sprechen. „Das ist jetzt nicht vollkommen falsch“, betonte der Schiedsrichter. Entsprechend verteidigte er auch das Nichteingreifen des Videoassistenten. Dieser müsse nicht bei jeder strittigen Szene eingreifen, sondern nur bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen: „Deswegen ausdrücklich für den VAR absolut null relevant. Die wohl bessere Entscheidung wäre Strafstoß gewesen.“ Auch die zweite umstrittene Szene betraf einen Frankfurter Verteidiger. Nnamdi Collins, der bereits mit Gelb verwarnt war, traf seinen Gegenspieler bei einem Zweikampf mit der Schulter am Kopf. Während die Hamburger eine zweite Gelbe Karte forderten, ließ Stieler diese stecken, Collins wurde anschließend ausgewechselt. An dieser Entscheidung hielt er auch nach Ansicht der Bilder fest. „Für mich guckt Collins nur nach dem Ball, er geht zum Ball, verfehlt ihn, läuft einfach weiter“, erläuterte der Referee. Eine zusätzliche oder bewusste Bewegung der Schulter in Richtung des gegnerischen Gesichts habe er nicht erkennen können. Während Stieler bei der Koch-Szene somit selbst einen Strafstoß als die bessere Entscheidung bezeichnete, sah er bei Collins keinen Anlass für einen Platzverweis.
Hardung bekennt sich zur SGE: Rund um den Abgang von Markus Krösche von der Frankfurter Eintracht gab es auch immer mal wieder Gerüchte und Fragen nach der Zukunft von Sportdirektor Timmo Hardung. Nach dem 3:1-Sieg der SGE im Pokal beim Hamburger SV gab er nun ein Statement ab und bekannte sich zur SGE. „Ich bin Team Eintracht Frankfurt! Das ist meine sechste Saison. Es ist eine lange Zeit. Ich habe mich zu diesem Klub committet, das habe ich ganz klar in den Gesprächen verdeutlicht“, wird Hardung von Journalist Christopher Michel zitiert.
HSV will am Sonntag Rache: Albert Grønbaek, Spieler des Hamburger SV, hat nach dem 3:1-Auswärtssieg der Frankfurter Eintracht im Pokal bei den Rothosen am gestrigen Abend noch auf das Spiel beider Teams in der Liga am Sonntag geblickt. Dabei sagte der 25-Jährige, dass er trotz der Niederlage gute Chancen der Hamburger am Sonntag sieht. „Wir haben dort immer eine Chance zu gewinnen. Sollten wir effizienter vor dem gegnerischen Tor agieren, genauer im Strafraum spielen, haben wir eine Siegmöglichkeit“, sagte er. Dabei haderte er vor allem mit der Chancenverwertung am gestrigen Tag: „Wir hatten heute eine echte Chance, eine Runde weiterzukommen. Wenn ich nur an meine Möglichkeit denke. Wenn ich getroffen hätte, wären wir mit 1:0 in Führung gegangen. Wir hatten in der ersten Hälfte eine weitere Chance. Wenn wir ein wenig genauer gezielt hätten im Strafraum, hätten wir das Spiel auf unsere Seite gezogen.“ Und: „Ich fand, dass wir besser waren als Frankfurt, aber der Unterschied war die Genauigkeit im gegnerischen Strafraum. Da war die Eintracht einfach effizienter als wir. Deshalb haben sie gewonnen.“
Senß erklärt Wechsel: Im Sommer wechselte Mittelfeldspielerin Elisa Senß von den Frauen der Frankfurter Eintracht zu Real Madrid. Im Interview mit der „Sport Bild“ äußerte sich die 29-Jährige nun zu den Gründen des Transfers. „Ich wollte den nächsten Schritt gehen. Mit den Plänen, die mir Real aufgezeigt hat, konnte ich mich sehr gut identifizieren. Ich kann mich dort am besten entwickeln und auf hohem Niveau spielen“ erklärte sie.







Ein Kommentar
Der Elfer wäre doch sowieso nicht reingegangen.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.