Eigentlich sollte der Sieg am Samstag im Stadtderby gegen den FSV die Zweitvertretung der Eintracht zum jetzt dritten Dreier in Folge beflügeln. Bei der Nachholpartie des neunten Spieltags gegen die U23 des SC Freiburg verloren die Jungs von Patrick Glöckner allerdings am Dienstagabend mit 1:2. Somit steht man nach 13 Spieltagen auf dem elften Tabellenplatz.
Im Vergleich zum Spiel gegen die Bornheimer tauschte Glöckner seine Startelf auf zwei Positionen: Für den gelbgesperrten Nico Ochojski und Jonas Bauer bekamen Maurice Spahn und George Didoss die Chance. Stürmer Lukas Sonnenwald übernahm die Binde von Ochojski.
Dominantes Freiburg belohnt sich früh
Die Anfangsphase dominierte der Sportclub eindeutig. Zuerst fand Bismark Adomah mit seiner Hereingabe Krish Raweri, der an Frankfurts Keeper Amil Siljevic vorbeiging, allerdings am eingerückten Spahn scheiterte (6.). Die SGE schien noch nicht richtig in diesem Regionalliga-Match angekommen zu sein, was sich auch drei Minuten später zeigte. Ohne wirkliche Gegenwehr marschierte Mateo Zelic durch die Hälfte der Gäste, zog nach innen und versenkte seinen Schuss aus rund 20 Metern im langen Eck (9.).
Der frühe Gegentreffer schien die Hessen wachgerüttelt zu haben. So erzitterte wenig später die Latte am Freiburger Kasten: Paul Wünsch nahm nach einer Freistoßvariante Maß, allerdings fälschte ein Freiburger die Kugel noch leicht an den Querbalken ab (15.). Jetzt entwickelte sich ein munteres Spiel auf beiden Seiten. Beide Teams hatten aussichtsreiche Chancen, allerdings konnte immer noch jemand den Ball blocken oder die Abschlüsse gingen knapp daneben.
Eintracht erst im Aluminium-Pech, dann mit Ausgleich
Eine Kombination im Strafraum zwischen Wünsch und Sonnenwald, der aus rund 15 Metern abzog, sorgte für den zweiten Aluminiumtreffer der hessischen Gäste (34.). Im Gegenzug musste Eintracht-Schlussmann Siljevic aus seinem Tor stürmen, um einen möglichen Abschluss von Freiburgs Chrisdy Dianzenza-Nkoussou zu entschärfen (39.). Nachdem beide Mannschaften kurz vor der Pause weitere Möglichkeiten vergeben hatten, scheiterte die Eintracht in der Nachspielzeit der ersten Hälfte denkbar knapp am Ausgleich: Eine Hereingabe von Pedro Guimaraes verarbeitete Marvin Dills. Sein Schuss konnte allerdings abgewehrt werden. Didoss vergab den Nachschuss neben das leere Gehäuse (45.+1).
Besser machte es der Stürmer rund 15 Minuten später. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff fand Wünsch mit einer flachen Hereingabe in den Rücken der Abwehr Didoss am zweiten Pfosten, der ins obere Eck abzog – der 1:1-Ausgleich. Weiter blieb die Eintracht am Drücker und hätte das Spiel drehen können. In der 56. Minute traf man zum dritten Mal das Aluminium, als Julian Etse nach einer Ecke gegen die Latte köpfte. Auf der Gegenseite scheiterte Leon Catak mit einem Flachschuss an Siljevic (68.).
SCF mit Siegtreffer vom Punkt
Die Gastgeber wurden in der Folge wieder aktiver. Auf beiden Seiten ergaben sich Torraumszenen, ohne allerdings wirklich zwingend zu werden. In der Schlussphase drang Zelic in den Frankfurter Strafraum ein, und der eingewechselte Bauer traf ihn an der Hacke. Schiedsrichter Tobias Ewerhardy zeigte folgerichtig auf den Punkt, von wo aus Fabian Rüdlin die 2:1-Führung für die Breisgauer besorgte (83.). Die SGE scheiterte durch Sonnenwalds Heber knapp an der direkten Antwort (86.). Allerdings war es der SCF, der dann in der Nachspielzeit beinahe nochmals traf. Die Gäste vom Main riskierten nun mehr, um doch noch einen Punkt aus Freiburg zu entführen, wodurch Jack James in der 94. Minute zum Kontern kam. Im Eins-gegen-eins-Duell scheiterte er aber an Siljevic, wodurch es aus Frankfurter Sicht bei der umkämpften und zugleich knappen Niederlage blieb.
Für die Adlerträger kommt der Auswärtsmisserfolg denkbar ungünstig, denn am Sonntag wartet das nächste Derby gegen die Kickers Offenbach (16:30 Uhr). Wie bereits in den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 findet das Heimspiel in der BBBank Arena des FSV Frankfurt in Bornheim statt. Viel vorwerfen können sich die Frankfurter eigentlich nicht, außer dass sie ihre Chancen besser nutzen sollten, dann bräuchten sie auch nicht mehr Glück bei den Aluminium-Treffern. Viel Zeit für Vorwürfe haben die Jungadler aber ohnehin nicht, bevor das Duell mit den Nachbarn ansteht.







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