Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge darf sich die U21 von Eintracht Frankfurt wieder über einen Sieg freuen. Im maxworx Sportpark in Dreieich erkämpften sich die Adlerträger gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kaiserslautern drei wichtige Punkte. Nach einer schwachen ersten Halbzeit ging die Eintracht mit einem Rückstand in die Pause, konnte sich für einen couragierten Auftritt im zweiten Durchgang am Ende aber noch mit drei Punkten belohnen.
SGE-Cheftrainer Patrick Glöckner änderte seine Startelf nach dem 0:1 gegen den VfR Mannheim auf gleich fünf Positionen: Für Pedro Guimaraes, Ebu Bekir Is, Lukas Sonnenwald, George Didoss und Derek Bokye Osei begannen unter anderem Julian Etse, Metehan Yildirim, Nico Ochojski. Zudem verstärkten Jeremiaha Maluze und Malik Pimpong die Eintracht-U21.
Die auf beiden Seiten von Fehlern geprägte Anfangsphase verlief ziemlich ereignislos. Vor allem die vielen Fouls verhinderten einen längeren Spielfluss. In der 16. Minute kam Yildirim nach einem langen Einwurf von Paul Wünsch mal im Sechzehner zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch um gut einen Meter. Mit fortschreitendem Verlauf der ersten Halbzeit wurde die SGE zwar dominanter, gegen die tiefstehenden Gäste mangelte es aber an kreativen Ideen.
Rückstand nach Ecke
Nach einem Fehlpass des Lauterers Ivan Smiljanic genau in den Lauf von Pimpong lief der Stürmer nicht zielstrebig genug in Richtung Tor, sodass Denis Linsmayer seinen Abschluss noch abblocken konnte (25.). Kurz darauf ging der FCK mit seiner ersten richtigen Chance in Führung: Jean Zimmer flankte nach einer kurz ausgeführten Ecke in den Fünfmeterraum, wo Oleg Scacun per Kopf ins Frankfurter Tor traf (28.). Nach dem 0:1 ergab sich ein zunächst ähnliches Bild wie zuvor. Die Eintracht hatte mehr Ballbesitz, die Zuspiele in die Spitze kamen jedoch zu ungenau, während über die Außenbahnen ebenso wenig zusammenlief. Somit ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Blitzstart nach Seitenwechsel
In der Halbzeit nahm Glöckner einen Doppelwechsel vor: Didoss und Christian Prenaj kamen für Jonas Bauer und Collin Owusu Etse in die Partie. Die Eintracht agierte zu Beginn des zweiten Durchgangs offensiv deutlich druckvoller. Gerade einmal 30 Sekunden nach Wiederanpfiff lag der Ball zum ersten Mal im Tor der Lauterer. Schellers Flanke von links erreichte Pimpong, dessen abgefälschter Kopfball aus kurzer Distanz den Ausgleich besorgte. In der 52. Minute hatte der Stürmer direkt seinen nächsten Treffer auf dem Fuß, FCK-Keeper Fabian Heck parierte aber dessen Versuch aus spitzem Winkel.
Anschließend verflachte die Partie für einige Zeit wieder ein bisschen. Wenn etwas nach vorne ging, dann aber hauptsächlich auf Seiten der Eintracht. Bei einer Freistoß-Flanke von Ochojski stand Maluze am zweiten Pfosten komplett frei, setzte seinen Kopfball aber weit daneben (67.). Sechs Minuten später kamen die Lauterer zu ihrem ersten Angriff der zweiten Halbzeit, Amil Siljevic konnte den platzierten Flachschuss von Chernoh Bah aber festhalten. In der 75. Minute musste der SGE-Keeper nach einem Frankfurter Aufbaufehler erneut eingreifen, der Abschluss von Dzenan Resic war jedoch zu zentral gezielt, um den Siljevic in Bedrängnis zu bringen.
Packende Schlussphase mit spätem Siegtreffer
Die Schlussphase durfte die Eintracht in Überzahl verbringen: Bah hatte nach einem taktischen Foul gegen Prenaj seine zweite gelbe Karte gesehen (76.). Die Eintracht wollte diesen Vorteil unbedingt nun nutzen und spielte nun komplett auf Sieg. Mit einer guten Parade gegen Pimpong verhinderte Heck das vorzeitige 2:1 (79.). Ein eigentlich als Flanke gedachter Ball von Didoss landete an der Latte, bevor der FCK-Keeper mit einer starken Reaktion den Nachschuss von Marvin Dills entschärfte (83.).In der Nachspielzeit belohnten sich die Adlerträger für ihre Mühen dann doch noch mit dem späten Siegtreffer: Pimpomg verlängerte eine Hereingabe von Ochojski an den zweiten Pfosten zum eingewechselten Lukas Sonnenwald, der den Ball aus spitzem Winkel an Heck vorbei ins Tor spitzelte (90.+2).
Letzten Endes war der Sieg vor allem aufgrund der stark verbesserten Offensivleistung in der zweiten Halbzeit verdient. Daran anzuknüpfen gilt es beim Stadtduell gegen den FSV Frankfurt, das für die U21 der SGE bereits nächste Woche Samstag (14 Uhr) ansteht.







2 Kommentare
Endlich mal das Glück auf unserer Seite. Weiter so.
Zudem haben sie gegen 3 der 4 Teams, die jetzt unter den ersten 4 sind bereits gespielt und jeweils nur mit einem Tor Unterschied verloren. Das sieht gar nicht mal so schlecht aus. Es gibt auch noch ein Nachholspiel gegen Freiburg II. Das Torverhältnis ist mit -2 gar nicht so schlecht. Mit dem Sieg haben sie immerhin den Relegationsplatz verlassen und wenn sie nächstes Wochenende den FSV schlagen sollten, könnten sie noch einen Platz gut machen.
Die große Überraschung ist Aufsteiger Aalen auf Platz 2 mit dem auf dem Papier schlechtesten Kader. Der Trainer Beniamino Molinari war schon mehrmals Co-Trainer in der ersten BL, er hat einen sehr guten Punkteschnitt, den sollte man im Auge behalten.
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