Egal wann ein technisch versierter Stürmer in den kommenden Jahren und Jahrzehnten bei der Frankfurter Eintracht spielen wird, wird er mit ziemlicher Sicherheit irgendwann mit dem Traumtor von Jay-Jay Okocha gegen Oliver Kahn aus dem Jahr 1993 konfrontiert werden.
So ist dies nun auch mit Hugo Ekitiké im Interview mit der „Sport Bild“ geschehen. Und hier zeigte der Franzose durchaus Frankfurter Fachwissen: „Das kannte ich schon, bevor ich nach Frankfurt kam.“ Er freue sich darüber, dass viele Fans und Experten zumindest einige Gemeinsamkeiten bei seinem und Okochas Spielstil sehen: „Wenn ich solch eine Freude vermitteln kann, wie es Okocha getan hat, dann ist das natürlich eine Ehre. Ich arbeite jeden Tag an meiner Ballbehandlung und daran, dass ich weiterhin so viel Freude generieren kann. Wenn ich als Fan Fußball geschaut habe, habe ich es immer geliebt, wenn Spieler so gespielt haben wie er. Leider habe ich ihn nie mit eigenen Augen spielen gesehen.“
Mit seinem Endspurt in der vergangenen Saison setzte der 22-Jährige durchaus eine Marke und erarbeitete sich ein gewisses Standing bei den SGE-Fans, die auf viele Tore hoffen. Wenn man die letzten Spiele der vergangenen Saison und seine vier Tore aus fünf Spielen als Maßstab nimmt, käme man bei 27 Toren in der neuen Spielzeit heraus. Darauf angesprochen betonte Ekitiké: „Das klingt schon mal nicht schlecht. Aber auch mit 30 Toren wäre ich zufrieden (lacht). Wir sollten realistisch bleiben, aber ich setze mir da keine Grenzen. Für mich steht aber immer im Vordergrund, dass ich der Mannschaft helfe und wir unsere Ziele erreichen.“ Einer, der gezeigt hat, wie man die Herzen der SGE-Fans in Windeseile gewinnt (aber auch wieder verliert), war sein Vorgänger im Frankfurter Sturm, Randal Kolo Muani: „Ich habe Hochachtung vor seiner Leistung. Er hat eine starke Saison hier gespielt, war einer der besten Stürmer der Liga – aber wir leben im Hier und Jetzt. Ich fokussiere mich nur auf mich selbst und mein Team.“
Obwohl er betonte, dass das Team noch in der Vorbereitung stecke und es daher schwierig sei, über konkrete Ziele zu sprechen, sei es für ihn wichtig, dass man „einfach eine gute Saison“ spiele und „gerade in den Pokalwettbewerben“ mehr erreiche: „Wir wollen in der Europa League die K.o.-Phase erreichen.“ Er habe auch schon die ein oder andere Geschichte gehört, wie es im Finale des DFB-Pokals sei: „Das möchte ich auch erleben, und dafür werden wir hart arbeiten. Persönlich gesehen möchte ich so viele Tore wie möglich erzielen.“
Mega-Lob für Mega-Stars
Ekitiké hat persönlich den umgekehrten Weg von Vorgänger Kolo Muani genommen, denn er wechselte von Paris St. Germain zur SGE – allerdings erst im Winter und damit ein halbes Jahr später als Kolo Muani. Dabei war ein Wechsel schon im Sommer Ziel der SGE. „Es ist Teil des Fußballgeschäfts, dass man manchmal einfach nicht Herr seiner eigenen Situation ist und nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Mir blieb keine andere Wahl, als zu warten“, erklärte er die Situation und im Anschluss auch das weitere Vorgehen: „Im Winter hat es dann glücklicherweise funktioniert. Das Warten hat sich gelohnt, und ich bin sehr froh, in Frankfurt zu sein.“ Während seiner Zeit in Paris hatte er mit vielen Weltstars zusammengespielt. Besonders bleiben ihm dabei mit Neymar und Kylian Mbappé zwei Spieler in Erinnerung. „Es war cool mit ihm. Auch, weil wir ein gutes Verhältnis hatten“, erklärte er zu Neymar und lobt ihn in den höchsten Tönen: „Wir standen in den Trainingseinheiten regelmäßig zusammen auf dem Platz. Und da war es jedes Mal eine inspirierende Begegnung. Denn er ist einfach ein Spieler, der über sehr viel Fantasie verfügt. Er war der Beste, mit dem ich je gemeinsam auf dem Platz stand.“ Mbappé sei „einfach ein guter Junge“ und einer, von dem man sich viel abgucken konnte: „Auch was seine Einstellung angeht. Das hat mir geholfen, als ich hierhergekommen bin. Auch in athletischer Hinsicht. Dazu kommt seine Fähigkeit in den Spielen. Es hilft, ihn zu beobachten und ihm zuzusehen, weil man sich einiges abschauen kann.“ Begegnungen mit solchen Spielern helfen ihm auch sicher ein noch besserer Spieler zu werden. Er selbst hat dabei große Erwartungen an sich selbst: „Ich glaube, jeder strebt nach Perfektion in seiner Karriere oder auch in seinem Leben. Ich strebe nach der bestmöglichen Version von mir selbst auf dem Platz. Ich bin dabei, Fortschritte zu machen und mich weiterzuentwickeln. Ich finde, ich bin auf einem ganz guten Weg.“






10 Kommentare
Auf ihn bin ich wirklich gespannt. Der hat gute Ansätze gezeigt, aber mit Luft nach oben.
Warum man ihn bei PSG aussortiert hatte, da kam nie Licht ins Dunkle. Hatte sein Berater darauf beharrt das er bei PSG bleibt und nicht zur Eintracht wechselt, somit ließ man ihn auf der Tribune ?
Bin sicher Eintracht und PSG hatten sich auf einen sofortigen Wechsel geeinigt und er hätte uns dann auch gleich im Sturm unterstützen können, aber egal, Schnee von gestern.
Vermutlich wieder so eine Anekdote der Spielerberater die nur daran interessiert sind das Spieler wechseln wenn sie dabei Kohle machen können, da sollten die Spieler selber genug Eier haben es für sich zu entscheiden.
Welches Interesse sollte ein böser Berater daran haben, dass sein Schützling nicht wechselt?
Ich find's fair, dass es Etikite letzte Saison erst noch bei PSG versucht hat. PSG hat auf den letzten Drücker Kolo Muani geholt und wollte Etikite vom Hof jagen.
Da haben wir wieder die alte Leier. Wollen Spieler aus dem Vertrag raus, sind sie Söldner. Wenn sie bleiben ist es auch wieder verwerflich.
Das Interesse des Beraters ist vermutlich, dass Ekitike mit der Ablöse von RKM verrechnet worden wäre. Somit hätte der Berater keine Prämie gesehen.
Hekic ist/wird ein Guter!
Apropos - jetzt wird nach Kostic auch noch Rebic frei, da bekommt man fast feuchte Träume...
Klar, ich weiß auch, dass das aus verschiedenen Gründen nix mehr iss - aber das ist doch meiner Phantasie egal!
PS schon krass, dass es aus der Büffelherde es keiner nachhaltig geschafft hat.
Rebić war halt ein geiler Anläufer. Hat auch immer tolle Übersteiger in den Mann gemacht. Geil
Auch wenn Rebic durch seinen Übereifer immer für eine rote Karte gute war, würde ich mir wünschen, dass die atuellen Spieler nur die Hälfte an Aggressivität beim Anlaufen/Pressing zeigen würden.
@lost:
Ich kann mich gar nicht an eine rote Karte von Rebic erinnern (findest bei uns), glaube es gab mal eine gelbrote.
Der sah halt beim Reklamieren immer schon so aus, als ob er den Schiri gleich auffrisst ;)
Den Rebic von damals würde ich mit Kusshand nehmen. Aber ob er nach seinem Bandscheibenvorfall noch mal auf die Beine kommt ist fraglich.
@7
Gegen Straßburg
@1/2/3, na ich sehe das eher so, dass die Eintracht nicht bereit war, ihn überteuert zu kaufen. PSG wollte ihn ja allen Verlautbarungen zufolge nicht unter 30 Mio. abgeben, klar hat die Eintracht geblockt, das "Angebot" war ja völlig lächerlich. Sie haben gehofft, die Eintracht ausreichend damit unter Druck setzen zu können, dass nach dem Kolo Abgang bei uns auch Not sein wird. Da haben Krösche und der Vorstand aber lieber den sauren Apfel akzeptiert, als sich so über den Tisch ziehen zu lassen. Es war allen klar, dass das ein schwieriges Jahr wird, aber das haben sie lieber so in Kauf genommen. Mit Platz 6 sind wir da ziemlich glimpflich davon gekommen, der Fußballgott war definitiv auf unserer Seite.
Zum einen würde die Eintracht ohnehin keine 30 Mio. für egal welchen Spieler bezahlen, allein der Gedanke ist vollkommen lächerlich und daran sieht man, wie abgehoben und weltfremd PSG ist. Zudem wollte PSG nunmal unseren Stürmer mit noch 4 Jahren Vertrag, den Topscorer der Bundesliga, um jeden Preis haben und uns zudem einen Stürmer verscherbeln, den sie wie so oft viel zu früh geholt haben(wie auch bei Kolo wieder, sie lernen es einfach nicht), ihm dann zusätzlich keine Eingewöhnungszeit gegeben, ihn immer nur kurz eingewechselt und ihn dann auf der Bank versauern lassen haben. In Topform ist Heki das wert, aber sicher nicht nach einer mäßigen Saison als Reserve, das gibt immer krasse Marktwert-Einbußen.
Seine fehlende Motivation, sich für PSG weiter den Arsch aufzureißen, wenn sie ihn nach einer Saison wieder wie ein Stück Vieh weiter verscherbeln wollten, kann ich irgendwie nachvollziehen. Daher ist der Trainingsrückstand nicht völlig unerklärlich. Die haben ihn halt verarscht und wie Dreck behandelt, nachdem sie ihm bestimmt anfangs das Blaue vom Himmel und Luftschlösser in allen Farben versprochen hatten. Vielleicht war das ja seine Art sich zur Eintracht zu streiken. :) Hätte er weiter Vollgas gegeben, hätten sie ihn wieder nicht ziehen lassen und am Ende vom Vertrag wäre er 25 und seine Fußballerkarriere schon zur Hälfte rum. Die Eintracht ist seine neue Chance.
Fußballer sind ja durchaus auch Menschen und Heki ja generell angenehm emotional, ein herzlicher Typ, der wird die Eintracht wirklich zu schätzen wissen, gerade im krassen Gegensatz zu diesen abgehobenen Ölbaronen. Der labert das nicht nur so daher. PSG scheint ohnehin zu blöde zu sein, um die psychologische Komponente zu verstehen, weil sie halt wie ManCity vor(und sicherlich nach) Guardiola die Spieler eigentlich als teures Spielzeug sehen wie Rennpferde und Jagdfalken. Es läuft halt nicht so, dass du den besten scorer auf jeder Position aus seinem funktionierenden, wertschätzenden Umfeld heraus kaufst und dann schießen die einfach Europa kurz und klein. Du brauchst auch diese stillen Abräumer wie Busquets, die Ballverteiler wie Kroos, die nicht so krankhaft ehrgeizig sind, das Ding immer selbst machen zu wollen.
Diesem Fehler machen auch große Unternehmen, wenn sie eine neue Abteilung aufbauen, die kaufen sich dann manchmal die größten Spezialisten aus dem Gebiet zusammen, aber das sind teils voll getriebene Egomanen und Eigenbrötler und dann rennen sie völlig dem Zeitplan hinterher und alle schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Dann müssen sie erst Teambuilding Coaches holen und am Mindset arbeiten und n paar normale Pragmatiker ranholen, damit es wieder halbwegs läuft.
Meine Vision: Irgendwann qualifiziert sich die Eintracht wieder zur Champions League und Heki ballert PSG mit dem neu geformten Eintracht Dream Team aus dem Wettbewerb. :-D hach würden die dumm aus der Wäsche gucken ;-)
@Boris: Unbedingt...PSG mal in der CL mit Toren vom Hugo ausschalten...das wäre so richtisch geil!!!
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