Erik Durm erwischte einen rabenschwarzen Tag – Note 5 für den Weltmeister

Hop oder Top – Eintracht Frankfurt fährt Achterbahn mit dem Stimmungsbild des Umfelds. Zuletzt schien es so, als könne der aufsteigende Trend fortgesetzt werden. Mit der 1:2-Niederlage bei Aufsteiger Union Berlin sind Mannschaft und Fans wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Die spielerische Leistung und die eigenartige Atmosphäre aufgrund des Montagsprotestes sorgten dafür, dass man diesen Spieltag so schnell wie möglich vergessen möchte.

Aufgrund der Dreifachbelastung der kommenden Wochen reagierte Adi Hütter und veränderte seine Startaufstellung im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen Salzburg auf fünf Positionen. Sebastian Rode, Almamy Touré, André Silva und Djibril Sow rotierten auf die Bank. Stefan Ilsanker musste mit Hüftproblemen auf der Tribüne Platz nehmen. Dafür starteten Timothy Chandler, Erik Durm, Martin Hinteregger, Dominik Kohr und Goncalo Paciencia. Bas Dost und Danny da Costa fehlten ebenfalls verletzungsbedingt.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Union Berlin der zwölf zensierten Spieler den Wert 4,19. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 570 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Sebastian Rode: Immer wieder bezeichnend, wenn es Spieler, der spät eingewechselt wurde, die beste Benotung erhält. Sebastian Rode kam für die letzten 20 Minuten in die Partie und sollte die Aufholjagd einleiten. Er war von Beginn an motiviert mutig unterwegs. Er brachte die nötige Mentalität auf den Platz, die Makoto Hasebe nach Spielende vermisste.

André Silva: Sein Hackentor brachte die Hoffnung zurück. André Silva brachte in die verstaubte Offensive frischen Wind. Er war ständig anspielbar, mit Zug zum Tor und mit der nötigen Durchschlagskraft auf dem Platz. An ihm hat es nicht gelegen, dass man ohne Punkt aus dem Montagsspiel ging.

Martin Hinteregger: Martin Hinteregger war wohl der einzige Spieler in der Startaufstellung, der einen Hauch Normalform an den Tag legte. Zweikampfstark und abgeklärt. Er versuchte mit präzisen und scharfen Schnittstellen-Bällen das Spiel der Eintracht schnell zu machen.

Filip Kostic: Seine Körpersprache sagte alles. Ständiges Abwinken, genervte Blicke und abfällige Handbewegungen. Filip Kostic war überhaupt nicht im Spiel und das ärgerte ihn maßlos. Vielleicht war auch eine defekte Kaffeemaschine Schuld, dass der Serbe nicht sein gewohntes Spiel zeigen konnte.

Makoto Hasebe: Makoto Hasebe hatte mit untypischen Ballverlusten zu kämpfen. War ständig um Ruhe und Konstanz bemüht, konnte sich aber auch nicht zu 100 Prozent auf seine Nebenmänner verlassen.

Daichi Kamada: Gegen Salzburg war er noch der gefeierte Matchwinner, gegen Berlin war er quasi nicht zu sehen. Daichi Kamada zeigte seine typische Bundesliga-Performance. Um es mal vorsichtig zu formulieren: Das war überhaupt nichts.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka merkt man den Drang sich offensiv zu zeigen deutlich an. Leider fehlte ihm die nötige Ruhe und eine geordnete Linie. Defensiv war das lange Zeit ordentlich, wenngleich ihm ein Eigentor unterlief.

Kevin Trapp: Kevin Trapp wirkte stark gereizt als man ihn auf seine Leistung ansprach. Fakt ist aber, dass der Frankfurter Schlussmann bei beiden Gegentoren nicht gut aussah und somit sicherlich auch seinen Beitrag dazu leistete, dass man ohne Punkte dasteht.

David Abraham: Nimm du ihn, ich hab ihn sicher. David Abraham leitete mit seinem Kommunikationsproblem mit Erik Durm den ersten Gegentreffer ein. Dabei war er über weite Strecken absolut resolut und mannschaftsdienlich. Die Szene in der 49. Minute war aber eben bezeichnend für den Auftritt der gesamten Mannschaft.

Timothy Chandler: Einen Timothy Lewandowski haben wir an diesem Montagabend nicht gesehen. Viel zu wenige Ballaktionen um sich nachhaltig zu präsentieren. War absolut nicht in das Spiel eingebunden.

Dominik Kohr: Dominik Kohr wollte die Rode-Rolle ausführen. Er störte seine Gegner und versuchte es auch aus Distanz mit Aktionen. Insgesamt war der Auftritt aber auch zu harmlos und dürftig.

Goncalo Paciencia: Zuletzt fällt Goncalo Paciencia eher mit egoistischen Aktionen auf. Spielerisch war das ohne Hand und Fuß was der Stürmer dort zeigte. Da muss Paciencia in Zukunft einiges mehr zeigen, damit er Ansprüche stellen darf.

Erik Durm: 2014 Weltmeister. Und 2020? Erik Durm hat mit seiner Leistung gezeigt, warum er so selten zum Zuge kommt. Er war ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Entschied sich in der Vorwärtsbewegung in einer Tour für die falschen Entscheidungen. Keine Empfehlung für weitere Auftritte.

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2 Kommentare

  1. Ich finde das Ergebnis der Bewertungen stimmig. Haken dran machen.
    Morgen werden wir eine andere Eintracht sehen 🙂
    Auf geht’s Eintracht
    Forza SGE!

  2. Moin,
    Rode, Silva und Hinti ok, Kohr kommt mir zu schlecht weg.
    Trapp mit einer 4,5 eher zu gut bewertet.
    Donnerstag kanns nur besser werden.

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