Im zweiten Heimspiel der Saison trennten sich Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg 2:2. In einem attraktiven Fußballspiel gab es viele Chancen für beiden Seiten. Die Treffer für die Eintracht erzielten Burkardt und Ebnoutalib, die beide unter der Woche von Jürgen Klopp in den Kader der Nationalmannschaft berufen wurden. Für die Freiburger trafen Scherhant und Suzuki.
Gegen die Breisgauer nahm Trainer Adi Hütter eine Veränderung in seiner Startelf vor. Jeremiaha Maluze fehlte aufgrund einer Oberschenkelverletzung, wodurch der österreichische Coach zugleich sein System umstellte. Für die nötige Stabilität sollte eine Viererkette aus Robin Koch, Lilian Brassier, Elias Baum und Keita Kosugi sorgen. In der Offensive setzte Hütter zudem auf Younes Ebnoutalib, der neu in die Anfangsformation rückte, sowie Jonathan Burkardt als Doppelspitze.
Frankfurter Doppelspitze erfolgreich, Freiburg gefährlich
Die ersten Minuten des Spiels traten die Freiburger mit viel Selbstvertrauen auf. Die Gäste pressten nach vorne und versuchten mit viel Tempo nach vorne zu spielen. Ein Kopfball von Ginter nach einem Eckball (2.) und ein Abschluss von Suzuki (4.) sorgten für eine erste Torannäherung. Wirklich gefährlich waren beide jedoch nicht. Nach zehn Minuten kam dann die erste Offensivaktion der Hausherren, die auch sofort für die frühe Führung sorgte. Einen langen Ball von Brassier kontrolliert Burkardt sicher und leitet ihn sofort zu Doan in den Strafraum weiter. Dieser legt ihn quer auf Ebnoutalib, der aus wenigen Metern nur noch in das Tor schieben muss. Ein schönes Tor der Eintracht, die in der Folge vor allem durch viel Pressing besser in das Spiel kommen. Jede erfolgreiche Abwehraktion wurde von den Zuschauern lautstark gefeiert. Nach zwanzig Minuten hatten die Gäste aus Freiburg eine weitere Chance: Nach einer Freiburger Flanke versucht es der Ex-Frankfurter Matanovic mit einem Fallrückzieher. Er trifft ihn allerdings nicht sauber und Atubolu kann die Kugel sichern (20.). Für etwas Unruhe sorgte eine Flanke von Engelhardt aus dem Halbfeld. Der Frankfurter Keeper springt hoch, wird aber von Brassier blockiert (22.). Die nachfolgende Ecke sorgte für keine Gefahr. Freiburg versucht sich Torchancen zu erspielen, wirklich brenzlig wurde es jedoch bis hierhin nicht. Nach dreißig Minuten hatten die Breisgauer ihre bis dato beste Chance durch Beste, die Atubolu aber parieren kann (30.). Nur vier Minuten klingelt es dann doch im Kasten der Eintracht. Scherhant bekommt einen Ball in den Lauf gespielt, schlägt im Strafraum einen Haken und schließt aus circa zehn Metern ab (34.). Die Hausherren haben jedoch die passende Antwort parat: Ein Eckball landet bei Koch, der die Kugel weiter auf Burkardt im Fünfmeterraum leitet. Der deutsche Nationalspieler sorgt dann mit einem Abschluss aus kurzer Distanz für die erneute Führung (36.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Hessen dann noch einmal Glück, weil ein Freistoß von Scherhant am Pfosten landet. Zuvor war Atubolu noch mit den Fingerspitzen dran. So blieb es bei der knappen 2:1 Halbzeitführung.
Wildes Hin und Her und viel Tempo in der zweiten Halbzeit
Zur zweiten Halbzeit wechselte Hütter zum ersten Mal: Oscar Hojlund kam positionsgetreu für Noel Aseko in die Partie (45.). Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff kam es zum erneuten Ausgleich. Nach einem Ball von Makengo flankt Scherhant auf den zweiten Pfosten. Suzuki kommt mit Schwung angelaufen und trifft zum 2:2 (48.). Die Breisgauer werden in der Folge immer gefährlicher. Es ist erneut Neu-Nationalspieler Scherhant, der einen Ball knapp am Pfosten vorbei setzt. Die Frankfurter haben Probleme, die Freiburger Offensive in den Griff zu bekommen. Eine weitere Chance hatte Makengo, der nach Wegrutschen von Koch den Ball jedoch nicht sauber trifft. Doan hatte kurz darauf eine gute Möglichkeit für die Eintracht, als er aus der Drehung zum Abschluss kommt. Der Ball geht jedoch knapp vorbei (60.). Trainer Hütter reagierte auf die defensiven Schwierigkeiten seiner Mannschaft und brachte Collins und Knauff für Baum und Doan ins Spiel (61.). Für beide war es das erste Saisonspiel. Danach geht es hin und her. Die Eintracht hat danach nämlich zwei gute Chancen. Es ist zuerst Burkardt, der an Backhaus scheitert (64.) und dann Uzun, der nur den Außenpfosten trifft (66.) Kurz darauf ist es wieder die SGE. Ebnoutalib spielt den Ball auf Uzun, der allerdings aus spitzem Winkel wieder knapp am Tor vorbeischießt (69.). Die Wechsel zeigen ihre Wirkung und die Eintracht ist offensiv nun wieder deutlich gefährlicher. Danach gab immer wieder Chancen auf beiden Seiten. Die Partie war jetzt ausgeglichen, jedoch nicht mehr so temporeich wie zuvor. Der Freiburger Höler hatte durch einen Kopfball noch einmal die Chance auf die Führung, setzte ihn jedoch knapp am Tor vorbei (86.). In der 89. Minute brachte die SGE Götze und Amaimouni für Uzun und Torschütze Burkardt ins Spiel (89.). Die Schlussphase blieb spannend und die Zuschauer peitschten die Hessen noch einmal an. Doch es blieb beim gerechten 2:2.
Nach dem Unentschieden gegen den SC Freiburg verabschiedet sich die Bundesliga zunächst in die erste Länderspielpause der Saison. Die Eintracht ist erst wieder am 10. Oktober gefordert. Am Samstagabend um 18.30 Uhr gastieren die Hessen dann bei RB Leipzig.
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21 Kommentare
Heute war ein gutes Beispiel, wozu unser Team in der Lage ist. Offensiv sind wir punktuell für gefährliche Aktionen gut, Burkhard und Ebnoutalib haben Abschlussklasse. Unser Mittelfeld mit Aseko und Onyedika wird sich finden, da bin ich mir sicher. Hojlund fällt leider stark ab. Unsere komplette Abwehr, bis auf Koch, plus Torwart wurde ausgetauscht, die Probleme bleiben. Koch ist alles andere als ein Abwehrchef, ich sehe ihn auch nur mangels Alternativen in der ersten Elf. Ein ständiger Unsicherheitsfaktor, Stellungsfehler und seine Zweikämpfe sind maximal unterdurchschnittlich. In der ersten Zeit hatte er jeweils einen starken Nebenmann, aber die Führung kann er nicht übernehmen. Seine Vita vor uns war auch nicht überragend. Ich hoffe auf seiner Position wird irgendwann reagiert. Wir werden am Ende im gesicherten Mittelfeld landen und uns eventuell schon im Winter punktuell verstärken. Für die Zukunft ist mir nicht bange. Wir haben ein gutes Gerüst
Collins möchte ich noch hervorheben, sein Comeback war stark.
Auch wenn wir zweimal geführt haben muss man anerkennen dass Freiburg schon etwas reifer war, nach 90min ist die Punkteteilung okay. Vielleicht muss man überlegen ob man die 3er Kette und Doppelsturm irgendwie vereinen kann.