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Bundestrainer Jürgen Klopp (Hintergrund) hat mit Younes Ebnoutalib nur einen Frankfurter für den DFB nominiert. Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel

DFB-Kader: Klopp nominiert Ebnoutalib, Burkardt & Atubolu nicht dabei

Kaum ist die viel zitierte XXL-Länderspielpause vorbei, da steht schon wieder die nächste Pause im Spielplan der Bundesliga. Nach dem Auswärtsspiel der Eintracht in Paderborn (Samstag, 15:30 Uhr) pausiert die Liga für knapp zwei Wochen. Für die deutsche Nationalelf geht es dann in der UEFA Nations League zur Sache. Am 13. November trifft die DFB-Elf in Belgrad auf Serbien, am 16. November wird die Niederlande in Berlin zu Gast sein. Am heutigen Donnerstag gab Bundestrainer Jürgen Klopp seinen Kader für die anstehenden Spiele bekannt. Als einziger Eintracht-Spieler ist diesmal Younes Ebnoutalib dabei. Somit fehlen die zuletzt ebenfalls nominierten Jonathan Burkardt und Noah Atubolu.

Klar war im Vorhinein, dass Klopp diesmal nicht wie beim letzten Mal einen XXL-Kader einberufen würde. Zu seinen ersten vier Spielen lud der ehemalige Liverpool-Coach noch ganze 44 Spieler ein, jeweils die Hälfte des Kaders bestritt zwei Spiele. Damals wollte der 59-Jährige möglichst viele Spieler hautnah kennenlernen und sie vorspielen lassen. Daher waren auch einige Namen dabei, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war. Ganze 15 Neulinge waren dabei. So zum Beispiel Frankfurts Ebnoutalib.

Ebnoutalib in starker Form bei der Eintracht

„Es wird ein kleinerer Kader sein. Das ist klar. Wir werden nicht zwei verschiedene Spiele mit zwei verschiedenen Mannschaften machen“, kündigte der Bundestrainer im Vorfeld an. Am Ende sind es 24 Spieler geworden. Speziell im Sturm wurde im Vorhinein spekuliert, dass es enger werden könnte. Vor allem auch, weil sich Bremens Niclas Füllkrug aktuell in bestechender Form befindet (zwölf Tore in zehn Spielen für Werder). So berichteten bereits einen Tag vor der offiziellen Verkündung des Kaders mehrere Medien, dass der 24-fache Nationalspieler sein Comeback feiern würde und so kam es dann auch. Zusammen mit Arsenals Havertz und Ebnoutalib bildet er den Sturm.

Eintrachts Ebnoutalib feierte im September gegen Griechenland und die Niederlande sein Debüt in der Klopp-Elf. Zwar blieb ihm in diesen beiden Spielen noch ein Tor verwehrt, allerdings zeigte die Formkurve des 23-Jährigen im Verein weiter nach oben: Nach seinem Deutschland-Debüt netzte er in fünf Partien dreimal und steht aktuell bei wettbewerbsübergreifend acht Toren und zwei Vorlagen.

Kleinerer Kader fordert einige Opfer – darunter Burkardt und Atubolu

Dem verkleinerten Kader und der Einberufung von Füllkrug dürfte Jonathan Burkardt zum Opfer gefallen sein. Der 26-Jährige durfte im September wegen der Verletzung von Kai Havertz bei drei anstatt zwei Spielen teilnehmen. Im Zuge dessen standen er und Ebnoutalib gar als Doppelspitze auf dem Feld. Somit bestritt der gebürtige Darmstädter mittlerweile acht Spiele im DFB-Dress, dabei gelang ihm noch kein Tor. Warum wurde nun Ebnoutalib nominiert, nicht aber sein SGE-Kompagnon Burkardt? Darüber lässt sich nur mutmaßen. Allerdings wartet Burkardt mittlerweile seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Treffer. Lediglich im Pokal gegen den HSV war er erfolgreich. Für Deutschland muss Burkardt also vorerst weiter auf sein Tordebüt warten.

Auch Noah Atubolu war im September Teil des ersten großen Klopp-Kaders – gemeinsam mit vier weiteren Keepern. Sein Debüt im Nationaldress konnte er dabei nicht feiern. Dass der Trainer nun nicht wieder so viele Torhüter mitnehmen würde, dürfte klar gewesen sein. In seinem verkleinerten Kader darf er nur drei Torhüter dabei haben. Seit seinem leihweisen Wechsel vom SC Freiburg zur SGE stand der 24-Jährige in jedem Spiel über die volle Distanz auf dem Platz. In dieser kurzen Zeit von neun Pflichtspielen mauserte sich der gebürtige Freiburger schon jetzt zum Leader im Team und fällt immer wieder durch Ansagen und Motivation seiner Kollegen auf. Gänzlich fehlerfrei kam Atubolu aber nicht durch seine Anfangszeit in Frankfurt. Und so wird er weiter auf sein Debüt für Deutschland warten müssen.

Es ist diesmal also mit Ebnoutalib nur ein Eintracht-Profi dabei. Der kometenhafte Aufstieg des gebürtigen Frankfurters, der 2024 in Gießen noch in der Regionalliga kickte, geht weiter. Hier der gesamte 24-Mann-Kader im Überblick:

Tor

Alexander Nübel (Besiktas Istanbul)

Marc-André ter Stegen (Ajax Amsterdam)

Jonas Urbig (FC Bayern München)

Abwehr

Waldemar Anton (Borussia Dortmund)

Nathaniel Brown (FC Bayern München)

Finn Jeltsch (VfB Stuttgart)

Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart)

Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)

Jonathan Tah (FC Bayern München)

Malick Thiaw (Newcastle United)

Philipp Treu (SC Freiburg)

Mittelfeld

Tom Bischof (FC Bayern München)

Said El Mala (1. FC Köln)

Brajan Gruda (Leipzig)

Lennart Karl (FC Bayern München)

Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Wael Mohya (Borussia Mönchengladbach)

Felix Nmecha (Borussia Dortmund)

Aleksandar Pavlović (FC Bayern München)

Derry Scherhant (SC Freiburg)

Florian Wirtz (FC Liverpool)

Angriff

Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt)

Niclas Füllkrug (SV Werder Bremen)

Kai Havertz (FC Arsenal)

4 Kommentare

Fallback Avatar 1. g-block1978 05. November 26, 11:40 Uhr

Ich hasse Länderspielpausen

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Fallback Avatar 2. PeKa 05. November 26, 12:01 Uhr

Länderspiele interessieren mich schon lange nicht mehr. Und Klopp machts auch nicht besser als seine Vorgänger. Jetzt hat er sich dazu nötigen lassen, den Füllkrug zu nominieren, nur weil der gerade mal etwas verstärkt das Tor trifft.
Der Bub ist bei der nächsten EM 35 Lenze, was soll der denn da lüften?

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Avatar 3. Hooliganverachter 05. November 26, 13:26 Uhr

Klopp ist so berechenbar wie Donald. Kann von mir aus weiter herumwerkeln. Schön, dass unser Johnny (Sorry, Du kommst noch. ) zu Lasten von Werder Bremen geschont wird. Volle Konzentration auf Liga und Pokal 💪

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 4. Boris 05. November 26, 13:47 Uhr Zitat - PeKa Länderspiele interessieren mich schon lange nicht mehr. Und Klopp machts auch nicht besser als seine Vorgänger. Jetzt hat er sich dazu nötigen lassen, den Füllkrug zu nominieren, nur weil der gerade mal etwas verstärkt das Tor trifft. Der Bub ist bei der nächsten EM 35 Lenze, was soll der denn da lüften? Path

Interessieren dich "schon lange nicht mehr" , dafür hast du aber ein schnelles Urteil. Klopp ist überhaupt erst zwei Spiele im Amt und jetzt sowas rauszuhauen, finde ich komplett unangemessen. Er hat ja auch immerhin Ebnoutalib nach wenigen guten Spielen bereits nominiert und nimmt ihn wieder mit, es ist ja keineswegs so, also Klopp nur abgehalfterte, alte Säcke mitnehmen würde, wie Nagelsmann. Ich bin eher der festen Überzeugung, dass Klopp es sehr anders machen und die Spieler wieder erreichen und motivieren wird, er ist ein völlig anderer Typ wie Nagelsmann, Klopp brennt und hat das Leuchten in den Augen, Nagelsmann hat so viel Emotionen wie ein Stein. Zudem war die Abwehr unter Nagelsmann trotz toller Besetzung war immer wacklig. Die Spieler haben Klopps Einfluss das auch bereits mehrfach betont, Spieler wie Ebnoutalib und der jetzt neu nominierte, erst 17-jährige Mohya haben sich eben wegen Klopps persönlicher Kontaktaufnahme für Deutschland entschieden und nicht für Marokko. Klopp setzt eben gerade auf sehr junge, neue Talente und stellt nach Leistung auf. Ebnoutalib hat eben auch bei der Eintracht gerade die Nase vorn, Burkhardt hat mit 4 Scorern aus 8 Ligaspielen zwar eine ordentliche, aber nicht überragende Bilanz. Der Start war gut, in der Liga hat er derzeit seit 4 Spielen nicht mehr getroffen, er ist also nicht in Topform.

Füllkrug dagegen ist eben seit seiner Rückkehr zu Werder wieder ein absoluter Erfolgsgarant, der schießt gerade die Liga kurz und klein und ihm gelingt alles. Daher ist es leistungsgerecht und ohne Eintracht-Brille absolut gerechtfertigt, den auch mitzunehmen. Klopp spielt mit einer Spitze, es wird vermutlich der souveräne Havertz spielen, wenn er frischen Wind braucht, kommt vielleicht Ebnoutalib und wenn er unbedingt ein Tor braucht, dann Füllkrug. Burkhardt muss nochmal zulegen, um sich seinen Platz zu verdienen. Sich hinter den anderen auf die Bank zu setzen, hätte ihm derzeit nicht viel genützt. Er ist nicht in einer Krise, er hat durchaus gut gespielt, aber in den letzten Spielen definitiv zu wenig aus seinen Chancen gemacht. Daher ist der kleine "Denkzettel" und eine Zeit der Besinnung gerade richtig.

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