Die Frankfurter Eintracht muss sich Borussia Dortmund knapp geschlagen geben. Vor 81.365 Zuschauern im Signal Iduna Park machte die SGE lange Zeit ein ordentliches Auswärtsspiel. Erst in der 80. Minute knackte Maximilian Beier die Frankfurter Abwehr, bevor den Hessen in der Schlussphase offensiv wenig einfiel.
Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter sah nach dem 1:0 gegen den 1. FC Köln Anlass für nur wenige personelle Änderungen. Für Keita Kosugi rückte Elias Baum auf die Position des linken Außenverteidigers, im Mittelfeld begann Noel Aseko für Mario Götze.
Atubolu mit starken Paraden
Die Adlerträger hatten früh eine erste gute Gelegenheit. Nach einem langen Diagonalball von Elias Baum kam Nnamdi Collins im Dortmunder Sechzehner fast zum Abschluss, wurde aber frei vor Gregor Kobel von einer Grätsche Ramy Bensebainis am Schuss gehindert (4.). Anschließend übernahmen die Gastgeber mehr und mehr das Kommando. Die SGE konnte sich zu dieser Phase selten spielerisch von hinten befreien und setzte zumeist auf lange Bälle, nach denen das Spielgerät wieder schnell in den Reihen der Dortmunder war. In der 15. Minute lenkte Noah Atubolu einen Distanzschuss von Serhou Guirassy, der keinen Gegnerdruck bekam, mit einer starken Parade um den Pfosten. Kurz darauf rettete Atubolu die Eintracht erneut vor einem Rückstand: Im Eins-gegen-eins mit Guirassy riss er gegen den Lupfer des Stürmers rechtzeitig den Arm hoch und verhinderte Schlimmeres(17.). Riesenglück hatte die Eintracht nach einem Zweikampf im Frankfurter Strafraum: Jonathan Burkardt trat Bensebaini ohne Chance auf den Ball von hinten auf die Ferse, ein Elfmeterpfiff blieb jedoch aus (19.).
Top-Chancen auf beiden Seiten
Wenig später trat Burkardt offensiv in Erscheinung. Seinen Volley-Versuch aus 20 Metern Entfernung verzog er aber völlig. (24.). Eine bessere Chance erhielt Burkardt drei Minuten später: nach starkem Pass von Aseko schloss der Stürmer zu überhastet ab und schob den Ball komplett freistehend rechts am Tor vorbei. Auch die weiterhin dominanten Dortmunder arbeiteten am ersten Tor dieses Spiels. Collins fälschte einen Versuch Svenssons ab, bevor der Ball genau auf der Latte landete (31). Vor allem durch Konter kamen die Frankfurter zu ihren Möglichkeiten. Ein eigentlich schwaches Abspiel von Fares Chaibi landete über Umwege bei Younes Ebnoutalib, der aber aus sehr kurzer Distanz an Kobel scheiterte, der rechtzeitig seinen Fuß ausfuhr (34.). Kurz vor der Pause musste nochmal Atubolu ran, der nach einer Dortmunder Eckballvariante einen Flachschuss von Felix Nmecha aus spitzem Winkel ins Toraus abwehrte (45). So ging es mit einem 0:0 in die Pause, wobei beide Teams mit einer besseren Chancenverwertung in Führung hätten gehen können.
Eintracht erneut im Pfostenglück
Die erste Chance nach Wiederanpfiff gehörte der SGE. Chaibi versuchte es einfach mal aus der Distanz, Kobel lenkte den guten Versuch des Algeriers aber über die Latte. Dortmund blieb auch im zweiten Durchgang spielbestimmend, während die Frankfurter zunächst hauptsächlich defensiv beschäftigt waren. Nach einer von Joey Verman getretenen Ecke köpfte Guirassy im Fünfmeterraum per Hinterkopf gegen die Latte (53.). Die Eintracht kämpfte im Mittelfeld weiter stark dagegen. Besonders auffällig dabei: Noel Aseko. Der zentrale Mittelfeldspieler gewann viele Zweikämpfe und leitete mit dem Ball viele Angriffe ein. Aus dem Spiel heraus fiel dem BVB mittlerweile etwas weniger ein als noch zu weiten Strecken des ersten Durchgangs.
In der 67. konnten die Westfalen mal wieder Guirassy finden. Auf Fanke von Julian Ryerson brachte der Stürmer in Rückenlage aber keinen platzierten Abschluss zustande. Auch ein zentral gezielter Flachschuss des kurz vorher eingewechselten Ethan Nwaneri forderte Atubolu nicht heraus (69.). Die Gastgeber drängten nun auf das 1:0. In der 76. Minute brachte Hütter auf Seiten der Eintracht erstmals frische Kräfte in die Partie. Mit Burkardt und Ebnoutalib wurden beide Stürmer ausgewechselt und durch Ansgar Knauff und Can Uzun ersetzt, die von nun an die Doppelspitze bilden sollten.
Beier schockt die SGE
Zehn Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang den Dortmundern doch noch der späte Führungstreffer: Jobe Bellingham legte an den Strafraumrand zu Maximilian Beier ab. An dessen Schlenzer war Atubolu mit den Fingerspitzen noch dran, konnte den Einschlag ins Tor aber nicht verhindern. Ohne beide nominellen Stürmer hatte die Eintracht in der Schlussphase Probleme, nochmal offensiv Druck aufzubauen. Mario Götze und Love Arrhov kamen in der 84. Minute für Aseko und Chaibi, bevor Hütter mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab für Ritsu Doan in der 87. Minute nochmal Tempo ins Frankfurter Spiel bringen wollte. Gefährlich wurden die Adlerträger aber auch in der dreiminütigen Nachspielzeit nicht mehr, sodass es schlussendlich bei der 0:1-Niederlage blieb.
Für die Eintracht geht es bereits unter der Woche mit der nächsten Partie weiter. Am Dienstagabend (18 Uhr) geht es beim Hamburger SV um den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale, bevor die SGE schon am darauffolgenden Sonntag (17:30 Uhr) in der Bundesliga erneut auf den HSV trifft.
Für die Eintracht geht es bereits unter der Woche weiter. Am Dienstagabend (18 Uhr) geht es beim Hamburger SV um den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale, bevor die SGE schon am darauffolgenden Sonntag (17:30 Uhr) in der Bundesliga erneut auf den HSV trifft.
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18 Kommentare
Baum hat in der Defensive null Unterstützung von Chaibi bekommen.
Onyedika bisher eine Enttäuschung, völlig überbewertet.
Schade, dass Amaimouni kaum Spielzeit erhält.
Götze und Chaibi können direkt nach Abpfiff lachen.
Kann man mit einer Niederlage zufrieden sein? Nein.
Kann man trotz einer Niederlage zufrieden sein? Ja.
So darf eine Niederlage aussehen!
Gute Leistung in allen Mannschaftsteilen.
Gruselig nur, wie Can Uzun, Arrhov und Knauff nach den Einwechslungen auftreten, aber das wird Adi ansprechen.
So darf es weitergehen! Heute brauchen wir uns nicht zu schämen und mit einem Quäntchen Glück hätten wir auch was mitnehmen können.
Klar, schade, aber wir sollten einmal kurz durchatmen und in den Kalender schauen. Das Leipzig-Spiel ist erst zwei Wochen her. Heute hätte man einen Punkt mitnehmen können. Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung.
man ist mit einem knappen 0:1 zufrieden, irgendwie.
Das ist nicht mehr mein Sport.
Normalerweise sollte man sich diese Top-Spiele gar nicht mehr reinziehen, egal. Kostet ja nix.
Jetzt kommen zwei Gegner auf Augenhöhe, diese Spiele muss man positiv gestalten, dann ist mir nicht bange. Adi tut mir richtig leid, der macht noch den besten Job und kann eigentlich gar nichts dafür.
Man merkt halt schon dass der Kader dünn ist und auch hützmzer das ein oder andere noch lernen muss. Collins ist kein rv dann lieber knauff. Oder zumindest halb/halb. Onyedika ist noch nicht die erhoffte Verstärkung. Uzun arg lustlos. Sorry mega Talent aber so wird es nix.... Im winter sollte man sich noch einen erfahrenen RV holen..so dass man mit kosugi, baum und dem immer ein BU hat...
Ansonsten hat es heute gestimmt. Der BVB ist keine laufkundsxhaft und dafür haben wir uns im Rahmen unsere Möglichkeiten gut verkauft.
Dortmund war schlagbar heute. Sie waren müde. Und trotzdem habe ich das Gefühl dass wir alles rausgehauene haben und es dann trotzdem nicht gereicht hat.
Die Startelf hat auf jeden Fall gekämpft. Das muss man sagen! Absolut positiv auch Baums Leistung heute! Respekt - tolles Spiel von ihm! Aseko hat in der 1. HZ auch geliefert.
Leider die wenigen Chancen nicht ausgenutzt. Aber Younes kann nicht jedes Spiel treffen….
Einfluss der Eingewechselten: marginal….
Die Mannschaft entwickelt sich weiter.
Trotz der Niederlage ein gutes Spiel unserer Eintracht. Schade, Chancen für zumindest ein Tor hatten wir.
Wenn wirklich jemand an Uzun interessiert sein sollte - dann ab im Winter.
Gefühlt ist er abgefuckt, weil er sich besser als Brown sieht, er aber durch die Nicht-Berücksichtigung nicht im Fokus steht.
Er ist nen Galerie-Spieler, Arbeiten und Ackern ist nicht sein Ding. Solche Spieler brauchen wir hier nicht.
Verkaufen, nen gestandenen IV und DM holen und gut ist.
1. HZ gleichwertig, 2. HZ mindestens ein Klassenunterschied…. was mir subjektiv wieder negativ auffiel und das leider schon viel zu oft ist ein eigentlich guter Fußballer wie Chaibi: ohne Spannung, blutleer, offensichtlich lustlos und uninspiriert, mit so jemandem im Team kann man als Eintracht Frankfurt Spiele nicht positiv gestalten.
Für mich der Knackpunkt: Die Wirksamkeit der Auswechselspieler.
Ich ärger mich über nichts außer über Uzun.
Ich finde das geht einfach nicht. Das war wie ein Mann weniger.
Und dabei hätte er den Unterschied machen können.
Nichts gegen Chaibi. Ich finde, er hat ein gutes Spiel gemacht. Für seine Verhältnisse. Aber die Szenen, wo er mit etwas mehr Handlungsschnelligkeit ein Tor hätte vorbereiten müssen. Das geht mir einfach nicht in den Kopf und da wäre Uzun einfach der bessere gewesen, aber natürlich nur wenn er engagiert und mannschaftsdienlich spielt.
Und das scheint gerade nicht der Fall zu sein.
Auf mich wirkt das wie Lustlosigkeit, wie Arbeitsverweigerung.
Einwechslung Uzun und schon wars vorbei, denke Adi wird es genauso sehen.
Spielweise lässt hoffen für Dienstag
Das war mal wieder nichts.
Harmlos.
Nur durch die Pfosten Treffer von Dortmund einigermaßen zu ertragen.
Mehr als Platz 12-14 wird das diese Saison nicht
Es fehlt einfach die Entlastung in HZ 2 und leider sind manche Spieler weiterhin weit unter Niveau.
Muss halt vorne eins machen. Respekt an BVB waren in der 2. HZ einfach besser. Unsere Stürmer hatten leider keine Chance mehr Bälle zu halten. Da fehlt halt ne echte Kante
Ganz ehrlich: Eine Niederlage in Dortmund mit nur einem Tor Differenz - ich bin erleichtert. In der letzten Spielzeit wären wir unter die Räder gekommen.
In der ersten Halbzeit waren wir ebenbürtig und teilweise besser. Mit ein bisschen Spielglück gehen wir sogar in Führung. Ich sehe uns unter Hütter auf dem richtigen Weg.
Eine Ergänzung: Wie häufig sich Collins verschätzt, er zu langsam in der Entscheidungsfindung ist und dadurch hinten Fouls begeht, Freistöße verursacht oder anderweitig für Gefahr sorgt, ist der Wahnsinn. Vielleicht muss man ihm Tik Tok verbieten, aber dieses Aufmersamkeitsdefizit ist doch nicht zu tolerieren.
Die Kritik an Uzun ist leider, wieder einmal, absolut berechtigt. Ich denke,
"Motivationshilfe" hat er inzwischen von Adi genug erhalten, Wirkung allerdings gegen null. Es sollte jetzt abschließend gemeinsam darüber nachgedacht werden, wo sich Uzun wohl fühlt, seine Fähigkeiten gewürdigt sieht und sich nicht zu schade ist, dort zu spielen.
Mit seinem wieder lustlosen Auftritt hat er erneut den Eindruck verschärft, dass er nicht der Spieler ist, der mit vollem Einsatz und Verbundenheit unser Trikot trägt.
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