Die Spieler der Frankfurter Eintracht feiern mit den Fans. (Bild: imago/Jan Huebner)

Der Freitagabend war aus Sicht der Frankfurter Eintracht ein ganz besonderer, ein unvergesslicher Abend. Manch ein Fan muss sich am Morgen danach wohl erst einmal kneifen und sich fragen, ob das wirklich passiert ist. Und um ganz sicher zu sein, hier noch einmal die Fakten: Die SGE bezwang Fortuna Düsseldorf mit 7:1 (3:0). Das ist der höchste Bundesligasieg der Eintracht seit einem 9:2 über Werder Bremen am 14. November 1981. Luka Jovic hat gegen die Fortuna fünf Tore geschossen und sich damit in die Geschichtsbücher eingetragen: Er ist der erste Frankfurter Fünffachtorschütze überhaupt und der jüngste aller Zeiten in der Bundesliga. In der Tabelle bedeutet das für die Hessen vorerst Rang sechs und 13 Zähler. Mindestens bis zum Samstagnachmittag. In acht Ligaspielen hat die Eintracht bereits 19 Tore geschossen, nur der BVB hat einen besseren Angriff. Der 7:1-Erfolg bedeutet auch, dass die Eintracht perfekt aus der Länderspielpause gekommen ist. SGE4EVER.de hat die Partie für euch noch einmal genau analysiert.

Serbisches Dreamteam, Stürmer der Marke „Weltklasse“ und pure Spielfreude

Wenn man aus der bärenstarken Mannschaftsleistung, bei der das Team von Adi Hütter 60 Prozent der Zweikämpfe für sich entscheiden konnte, einzelne Spieler hervorheben möchte, dann muss das an erster Stelle Luka Jovic sein. Egal ob mit dem Kopf, dem Fuß oder in einer kunstvollen Flugeinlage: Der Serbe trifft derzeit aus allen Lagen. Der 20-Jährige erzielte in den letzten vier Pflichtspielen acht Treffer. Gegen Düsseldorf schlug er gleich fünfmal zu – so etwas hat bei der Eintracht niemand vor ihm geschafft. In der Bundesliga gelang dieses Kunststück zuletzt Robert Lewandowski im September 2015. Mit seinem artistischen Traumtor zum 2:0 ebnete Jovic den Weg für den Kantersieg. Vorbereitet wurde dieser Treffer der Marke „Weltklasse“ von Jovics Landsleuten Filip Kostic und Mijat Gacinovic, die auch ansonsten eine starke Partie ablieferten. Kostic war mit seinem robusten Einsatz am Strafraum und dem Zuspiel auf Sebastien Haller zudem am 3:0 beteiligt. Auch beim 5:1 hatte er mit seinem Tempolauf und anschließend passgenauen Zuspiel auf Jovic seine Füße entscheidend im Spiel.

Im Mittelfeld ist Gacinovic inzwischen als Denker und Lenker nicht mehr wegzudenken. Er verteilte gegen Düsseldorf die Bälle mit viel Übersicht und setzte die Stürmer bestens in Szene. An seiner Seite glänzte zudem Jonathan de Guzman mit 97 Ballaktionen, Bestwert auf dem Platz. Die drei Frankfurter Serben funktionieren in jedem Fall derzeit perfekt und scheinen sich blind zu verstehen. Auch in Abwesenheit von Ante Rebic läuft das Frankfurter Offensivspiel wie am Schnürchen. Neben den bereits Genannten hat daran vor allem Haller einen großen Anteil. Der Franzose schoss in dieser Saison schon fünf Tore (zwei gegen Düsseldorf) und bereitete acht weitere vor, ist Topscorer der Liga. Gegen die Fortuna legte er das 3:0 und das 7:1 für Jovic auf. Sowohl in den Torschüssen (sechs) als auch bei den Torschussvorlagen (fünf) liegt der Franzose im Spielranking vorne. Die Frankfurter Sturmspitzen harmonieren prächtig und suchen in der Liga derzeit ihresgleichen.

Luka Jovic ist der erste Eintracht-Spieler, dem fünf Tore in einer Partie gelangen. (Bild: imago/Jan Huebner)

Generell hat die Mannschaft von Trainer Adi Hütter aktuell einfach Spaß am Fußballspielen. Nach dem etwas glücklichen 1:0 durch einen umstrittenen Handelfmeter, spielte sich die SGE in einen Rausch, die Fortuna an die Wand und ließ den Gästen kaum Luft zum Atmen. Zur Pause hätte es locker bereits 4:0 oder 5:0 stehen können, denn sowohl Lucas Torró (36. Minute) als auch Evan N’Dicka (45.+1) trafen jeweils ans Aluminium. Torró sei an dieser Stelle ein Sonderlob ausgesprochen: Der Spanier lieferte zwei Wochen nach dem überraschenden Tod seines Bruders eine beeindruckende erste Hälfte ab. Er gewann im zentralen Mittelfeld jeden seiner Zweikämpfe, bevor er zur zweiten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt wurde. Für ihn kam Eigengewächs Marc Stendera in die Partie. Leistungsabfall? Fehlanzeige! So wie zuletzt eigentlich immer, wenn Hütter neue Spieler reinbrachte. Auch der 22-Jährige Mittelfeldmann setzte mit 58 Ballkontakten in 45 Minuten und vielen klugen Pässen ein weiteres Ausrufezeichen.

Defensive Stabilität als Grundlage für Erfolg 

Wenn ein Spiel in dieser Art und Weise gewonnen wird, dann stehen zumeist die Torschützen im Fokus. Doch auch die Defensive darf dabei nicht vergessen werden. Die hatte zwar im Spiel gegen Düsseldorf nicht viel zu tun. Doch wenn sie gefordert war, dann war sie zumeist da. Makoto Hasebe und David Abraham hielten die Zentrale dicht und legten damit den Grundstein für das Torspektakel. Beide fingen wieder viele Bälle ab und N’Dicka spielte seinen Stiefel ebenfalls solide runter. Nach seiner Verletzungspause fügte sich Kapitän Abraham problemlos wieder ein und Hasebe (68 von 71 Pässen kamen an, dabei zwölf von zwölf langen Bällen) ist in der Dreierabwehrreihe inzwischen unverzichtbar, obgleich er beim Gegentreffer keine allzu glückliche Figur abgab, als die Defensive nach dem schnellen 4:0 nach der Pause kurz in Tiefschlaf geriet und die Gäste den Ehrentreffer erzielen konnten. Für Kevin Trapp ein nicht haltbarer Ball, in der 43. Minute hielt er aber, was zu halten war. Der Nationalspieler dürfte sich sicher geärgert haben, dass am Ende wieder nicht die Null stand. Seit seiner Rückkehr ins Eintracht-Tor kassierte er bislang immer mindestens einen Gegentreffer. Aber das spielte am Freitagabend natürlich nur bedingt eine Rolle.

Hütter hat sein System gefunden und feiert historisches Tor-Festival

Vier Siege aus den letzten vier Pflichtspielen. Diese Statistik spricht für sich. Das Hütter-Team hat in den letzten Wochen eindrucksvoll bewiesen, dass es die Philosophie des Trainers nun vollends verstanden hat. Nach einigen Systemwechseln zu Beginn der Spielzeit, ließ Hütter zuletzt immer in einer 3-5-2-Grundordnung spielen und war damit äußerst erfolgreich. Bei seiner Vorstellung als neuer Eintracht-Trainer versprach der Österreicher, dass es mit ihm als Coach sicherlich das „eine oder andere Spektakel“ geben werde. Der Österreicher hat schon früh in der Saison Wort gehalten. Wer dachte, das 4:1 gegen Lazio Rom vor gut zwei Wochen sei bereits der Höhepunkt gewesen, der wurde am Freitag eines Besseren belehrt. Das 7:1 über den Bundesligaaufsteiger aus Düsseldorf war der höchste SGE-Sieg seit 37 Jahren. Und bis auf das Elfmetertor fielen die restlichen sechs Treffer allesamt aus dem Spiel heraus. Ein weiterer Beweis dafür, dass Hütter sein Team taktisch perfekt einzustellen weiß.

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36 Kommentare

  1. Unglaublich! Sehr schöne Momentaufnahme!! Der Jean Zimmer dreht sich immer noch im Kreis und kann weiterhin die Eintracht nicht leiden……jetzt kann er sich ja aufs Rückspiel freuen

  2. Grandios! Sowas habe ich bei unserer Eintracht nur sehr sehr selten gesehen! Ich bin überwältigt!

  3. Das war doch nur Revanche, als vor paarunddreissig Jahren das letzte mal Düsseldorf gegen die Eintracht gewann, ging das Spiel 5:1 für Düsseldorf aus und ein Düsseldorfer hatte 5 mal getroffen…

  4. L-E-G-E-N-D-Ä-R !!!!!
    P.S. wie ist das eigentlich, haben wir nun ne Kaufoption für Jovic, oder kann am Ende der Saison uns noch jemand das Geschäft „vermiesen“ ????

    Ich freu mich tierisch, was ein GEILES Team

  5. @4
    Atli Edvaldsson oder so ähnlich, hieß der damals.

    @5
    Keine Panik. Wir haben die Hand drauf.

  6. @augustinejayjay: Daran habe ich auch sofort gedacht. Ist das schon mehr als dreißig Jahre her? Gut möglich. Der Typ hieß Edvaldsson, und die Pressefritzen haben sich gar nicht mehr eingekriegt damals…

    Aber wie hat mein Großvater selig gesagt: „Es wird hier unten bezahlt und nicht erst im Himmel!“ Haha, der hätte seine Freude gehabt gestern Abend. Übrigens noch aus einem anderen Grund. Einer seiner Lieblingssätze, wenn irgendwelche Jugoslawen am Ball waren, war „Es ‚witscht‘ wieder!“ (wegen der Namen mit „-vic“ am Ende). Ich glaube, ich widme ihm posthum diesen Sieg 🙂

  7. Als Boateng im Sommer gegangen ist, war das eigentlich meine größte Sorge im Bezug auf die Mannschaft. Er hat mit seiner Führungsqualität das Team mitgerissen und in der Spur gehalten. Die Nachfolge war, davon könnte man ja recht früh ausgehen, ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen. Führungsspieler in unserer Preisklasse sind nicht zu bekommen. Mittlerweile glaube ich fast, das auch das dem Team gut getan hat. Während man sich letzte Saison mehr oder weniger an ihm orientiert hat, ist diese Last nun auf mehrere Schultern verteilt und in jedem Spiel sticht teilweise ein anderer raus, bzw. versucht das Team mitzureißen. Die Mannschaft hat sich emanzipiert und der Druck ist in der Breite besser verteilt. Hat einer ein Loch, liefert eben ein anderer und mittlerweile stimmen auch die Laufwege immer besser und die Spielidee ist klar zu erkennen.
    Der Oberkracher ist aber unser Trainer. Chapeau !!!! Mit dieser Ruhe und Souveränität auch die Dürreperioden zu überstehen und das Ziel nie aus den Augen zu verlieren, nebenbei die Idee auch der Stärke der Mannschaft anzupassen, ist aller Ehren wert. Gute Wahl von Hübner und Bobic. Der Mann besticht durch seine Ruhe und seine Fähigkeit auf das Team zuzugehen. Er ist nicht berautungsresistent und läßt sich gleichermaßen nicht reinquatschen. Wirklich klasse….

  8. Ich finde nach so einer Darbietung wie gestern darf und muss man auch noch mal ganz klar die verfehlte Transferpolitik im Sommer ankreiden. Gerade mit Bobic muss hier hart ins Gericht gegangen werden. Gegen eine solche Trümmertruppe wie Düsseldorf nur sieben Tore zu schießen und dabei so viele Chancen ungenutzt zu lassen.. Nicht zu vergessen das blamable Gegentor. Auch gegen Rom schaffte man nur ein enttäuschendes 4:1. Hier zeigt sich wieder deutlich, wie sehr man es in der Sommertransferperiode verschlafen hat ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Und wieder zeigte sich auch sehr deutlich, dass ohne Rebic gar nichts läuft, Haller ein Stehgeiger vor dem Herrn ist, Kostic der personifizierte Abstieg bedeutet – und die Neuzugänge wie z. B. N‘dicka und allen voran Torró einfach nicht zünden…
    Wer Ironie findet, darf sie gerne behalten.

  9. Makoto Hasebe – Fussballgott. Der Mann ist so abgezockt und hält den Laden hinten dicht. Musste mal gesagt werden.

    Unter Kovac hätten wir ab dem 2-0 angefangen hintenrum zu schieben. Gestern sind die Jungs einfach weiter angelaufen, waren hungrig und wollten mehr. Danke für dieses geile, unvergessliche Spiel!

  10. @9
    Ironie gerne, doch eigentlich ist das heute nicht wirklich angebracht. Inhaltlich bin ich voll auf Deiner Seite(!), aber auch für uns Fans heißt es manchmal demütig bleiben.
    Lasst uns einfach den genialen Moment genießen und uns auf Donnerstagabend im Waldstadion freuen.
    Forza SGE !

  11. @11
    Oh, ich finde gerade nach diesen (den letzten) Spielen ist das sehr angebracht. Den Nörglern vor der Saison sollte nach solchen Leistungen deutlich der Spiegel vorgehalten werden.

  12. naja, so geil es gestern – und auch die vergangenen spiele war: es ist niemals alles gold was glänzt und es werden sicher auch noch Niederlagen kommen. da bin ich mir sicher. aber für den Moment macht das Spaß und sollte genossen werden solange es so läuft.

  13. @11
    Du hast in einer gewissen weise schon recht, aber muss das denn wirklich sein ?
    EINTRACHT !
    Das ist unser Name und auch unser Programm. Deshalb unterstelle ich auch ALLEN, die sich hier – egal wie – äußern, dass sie große Eintracht – Fans sind. Da gehört Freude und Zufriedenheit genauso dazu wie Kritik und Unzufriedenheit, solange es keine Beleidigungen sind.
    Ich jedenfalls möchte heute gern die ganze Eintracht-Familie umarmen.
    Forza SGE !

  14. @Humbratis
    Auch ich bin einer der die letztjährige Transferpolitik nur suboptimal empfand. Und ja, auch nach dem 7 : 1 stehe ich hinter meiner Meinung, dass man sinnvoller hätte agieren sollen.
    Wo ich mich revidiert habe und das auch eingestehe, ist die Wahl des Trainers, das war ein wirklich guter Griff.
    Aber ich möchte mich nicht nochmal wiederholen. Wer lesen kann, hat verstanden wie und warum ich meine Kritik geäußert habe.
    Ich kann allerdings eins versprechen, wenn irgendwann ein paar schlechte Spiele kommen sollten, werde ich nicht sagen: ‚Seht, ich habe es ja immer gewusst.‘ Solche Verhaltensmuster überlasse ich gerne anderen.

  15. Ich halte es da mit Strolch. Ich bin großer Gegner der letzten Transferphase. Von dicken Brettern sprechen und Sägespäne kaufen.. So kam es einem vor. Während ich bei Torro einfach meinen Fehler eingestehen muss, ihn zu früh abgeschrieben zu haben, so sind trotzdem noch Spieler wie Geraldes, Allan und Wiedwald gekommen. Dicke Bretter aus dieser Periode sind keine dabei. NDicka und Torro können welche werden, aber ich habe einfach die Vorstände an ihren Worten gemessen.
    Was ich Gut deutsch gesagt zum kotzen finde, ist der ewige Streit zwischen Optimisten und Pessimisten hier im Forum. Kann man nicht einfach mal auf die andere Seite zugehen? Es ist nicht alles gut und es ist nicht alles schlecht. Wir sind Eintracht- und nicht Zwietracht Frankfurt. Das ewige draufhauen beider Parteien nervt schon gewaltig.

  16. Für manche war die Erfindung des Farbfernsehers ein unnötige Erfindung, die können eh nur schwarz/weiß sehen… Gott sei Dank ist die Welt bunt. Leute, geniesst das Ergebnis. Ob das so weiter geht werden wir sehen.

    Ich gehöre zu den wortwörtlich alten Eintrachtfans und kann mich noch daran erinnern, dass Eintracht in den Medien als Torfabrik vom Main bezeichnet wurde (Mitte der 70er Jahre). Eintrachts Stolz der Grabi und der Holz. Da gab es mehrfach z.B. ein 9:1 gegen Essen oder 7:1 gegen Bremen, oder gar das 6:0 gegen den FCB (ja, das gab es, kein Märchen!). Es würde mich freuen wenn wir an diese Zeiten anknüpfen könnten.

  17. Das war einfach nur genial & zum geniessen. Vorallem verspricht es noch Einiges…!!!
    Hoffentlich werden wir nicht so schnell auseinanderverkauft – zumindest nicht in dieser Saison…
    Es waren jetzt schon mehrere Spiele, in welchen man sich entspannt zurücklehnen konnte & der Blutdruck nicht bbblubberte 🙂 = nur + 1Pkt. & torgleich mit Platz 2 (ok ein Spiel mehr)
    Achso – das mit der Demut ist natürlich richtig, auch wenn`s schwer fällt nach so einem Spiel
    Kann es sein, dass wir das Divenhafte etwas ablegen?

    Euch ein entspanntes & schönes WE

  18. @15 Strolch. Genau das muß oder sollte meiner Meinung nach das Ziel sein. Ich z.B. bin niemals resistent gegen Kritik, oder fresse alles was ich vorgesetzt bekomme. Diese Extreme sind es, die ich manchmal erstmal sacken lassen muß. Aber keine Frage, die beste Strategie ist erstmal nach ein paar schlechteren Spielen, nicht gleich wieder alles in Frage zu stellen…. Wir sind auf einem guten Weg !
    Was mir gerade so im Kopf rumgeht ist das was zizou gestern noch geschrieben hat. Wir sollten die Saison mit diesem Sturm genießen, weil nächste Saison wird der Automatismus sicherlich wieder greifen. Neben Rebic wird Jovic, für den Fall das er weiter liefert, nicht zu halten sein. Schauen wir mal, aber geistert mir auch gerade auch im Kopf rum. Das wäre dann ein weiteres Beispiel zum Thema „Fluch der guten Tat“

  19. Bevor es ins WE geht, muss aber noch unisono VW (wüürggh!!) die Daumen gedrückt werden!
    Ich weiß, mir fällt es auch schwer. Aber heikle Verhältnisse verlangen oft heikle Maßnahmen.

  20. Erst einmal vielen Dank an unser Team für dieses Fußball-Feuerwerk. Grandios!!!
    Nun mal zu den Spielbewertungen einiger User. Wird ein Spiel verloren dann war nicht der Gegner besser,
    nein wir haben natürlich mal wieder sch…. gespielt. Wird ein Spiel gewonnen (wie z.Bsp. gestern) dann waren wir nicht saugut , nein dann haben wir gegen einen grottenschlechten Gegner gespielt. Ich jedenfalls habe gestern eine Eintracht gesehen die es dem Gegner erst gar nicht ermöglicht hat überhaupt ins Spiel zu finden. Ein Trainer von mir hat mal gesagt …“man spielt nur so gut wie es der Gegner zulässt“ und da haben wir aber mal rein gar nichts zugelassen. Jetzt kommt der Donnerstag , 16:00 Uhr Feierabend , ins Auto,ab ins Stadion und dann macht unsere Mannschaft hoffentlich so weiter. Allen ein schönes Wochenende.

  21. Freude pur, Lust auf mehr solche Spiele, und und und
    Es war einfach sensationell an dem Abend im Stadion zu sein.

    Ich danke allen denen, die jetzt hier die EINTRACHT groß schreiben. Wir wissen alle, einige von uns (auch ich mit Blick auf AH und FR) waren skeptisch und jetzt ist die Freude da…
    Lasst uns einfach alle unsere Kommentare von Beginn der Saison als „Stand damals“ so stehen und nicht „nachkarten“.

    Mit Blick auf einen drohenden Ausverkauf. Es macht gar keinenSinn das jetzt zu durchdenken. Vielleicht halten wir den Kader diesmal weitestgehend zusammen und rocken auch nächstes Jahr Europa?
    Ich weiss es nicht, aber die Mannschaft hat das Potential dazu….

    Donnerstag geht es weiter und ich hoffe auf den nächsten 3er…..

  22. Wenn ich mir heute die Spiele alle ansehe, aktuell Schalke, dann hält sich die Furcht vor irgendeinem Verein doch stark in Grenzen. Die Bayern werden es vermutlich am Ende machen, der BVB macht das recht ordentlich, aber wenn ich mir Leverkusen, Hoffenheim, Schalke, Leipzig etc. so anschaue, dann ist das alles nicht zum Fürchten ! Stuttgart hatte ich eigentlich ganz anders auf dem Schirm und bei Gladbach muß man mal abwarten. Alles machbar ! Ich glaube wir haben da einen Trainer, der genau dosieren kann und wenn wir das entsprechende Quäntchen Glück haben, dann ist Platz 6 keineswegs Träumerei. Hätte ich vor 3-4 Wochen so nicht gedacht, aber der Adi überzeugt durch seine Arbeit und wenn unser Sturm weiter so liegert, dann ist das durchaus erreichbar !

  23. Auch ich habe die Spiele heute gesehen und muss sagen, ja das war ein schöner Spieltag. Einige Clubs machen wirklich Spaß. Wir wollen ja auch attraktive Gegner in der BuLi, die was vorlegen und die uns besser machen, letztlich uns auch unterhalten. Werder, Gladbach, Dortmund sind wirklich top notch. Ich wünsche mir aber auch, das Friedhelm-Düsseldorf drin bleibt. Ich träume davon, dass sie den HSV in der Relegation besiegen. Seliges Lächeln in Dauerschleife.

    Was mich hier bissl stört ist, dass die User übereinander reden und sich selbst zum Thema machen. Diese Beiträge sind dann auch lang und man muss relevanten Inhalt per Auge aufwändig heraussieben. Was interessiert es heute, was früher mal welcher User in the heat of the night hier reingetippt hat ? Bei allem Respekt, das schreibt euch doch privat. Geht uns nichts an, wenn ihr das was zu klären habt. Das bitte ich, zu überdenken. Loose loose, keiner gewinnt etwas dabei.

    Ähnlich ist es mit Gesprächen über Ausverkauf, wenn die SGE Spieler weiter so gut performen. Erstens ist es alternativlos.. sie müssen spielen so gut sie können. Zweitens ist es Spekulation, die außer Unruhe keinerlei Effekt hat. Drittens ist das das Geschäftsmodell der SGE und ausdrücklich gewünscht. Es ist alles gut, alles so wie es sein soll.

    Relevante Themen drehen sich um die Mannschaft Stand jetzt und die kommenden Gegner, sowie die Erkenntnisse aus den vergangenen Partien. So zumindest ist mein Statement.

    Das musste ich mal loswerden.

  24. @24. ffm71:
    Super Beitrag meiner Meinung nach. Es wäre schön, wenn Deine Zeilen etwas bewirken könnten.

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  25. Trotz des tollen Tores von Jovic zum 2:0 ist für mich DIE Szene des gestrigen Spiels die Vorbereitung von Haller zum 3:0.
    Technik, Übersicht, Robustheit im gegnerischen 16er alles große Klasse. Erinnerte mich ein wenig an Giroud.

  26. Gude.
    Bin neu hier und war gestern mit Familie im Stadion. Hab mich irgendwie gefühlt wie 92/93, als wir Widzew Lodz im UEFA-Cup mit 9:0 geschlagen haben. Zur Pause stand es schon 6:0 und der Pausensprecher empfahl damals euphorisch „6 frischgezapfte Dortmunder Union Siegel Pils“… Anton schoss 4 Törchen, Kruse 3, mein Held Uwe Bein 1 und noch irgendeiner eins. Ei war das gestern schee.

    Insgesamt tolles und fachkundiges Forum hier. Macht Spaß mitzulesen. Werde jetzt sicher auch ab und an meinen Senf abgeben.

  27. @26
    Dieser Riesenspieler hatte gestern noch zwei Aktionen, die vielleicht heute nicht so ins Gewicht fallen, weil sie nicht zu Toren geführt haben, die aber das vorhandene Weltklasse-Niveau, und das meine ich ernsthaft, schonungslos zeigen:
    Einen langen Ball über 40-50 Meter in HZ1 nimmt er mit der Sohle an und das Leder verspringt nicht einen Millimeter. Und die Aktion in der zweiten HZ, als er einen halbhohen Pass, ich glaube von Stendera geschlagen, in vollem Tempo mit der Hacke und später dem Kopf fließend annimmt, sich gegen den mitlaufenden Innenverteidiger durchsetzt und dann noch den Rensing umkurvt… wenn er den abschließt, haben wir einen Kandidaten für das Tor des Jahres.

    Boah, der Typ ist eine Granate. Und davon haben wir da vorne noch zwei andere. Hölle 🙂

  28. Nach drei Jahrzehnten Erfolgsdiät bin ich emotional fast ein bisschen überfordert von der Erfolgsdichte gerade…

    Ich würde mir nur wünschen, dass wir aus der Entwicklung auch ein paar Lehren ziehen. Nach dem erschreckend schwachen Saisonstart hieß es ja erst, die Mannschaft und das Team dahinter seien nicht Bundesligareif, und die Mannschaft schlechter besetzt als im Vorjahr. Dabei kann man so etwas nie nach wenigen Spielen beurteilen. Man läuft auch Gefahr, in der Rückschau Dinge zu verklären. Klar war Wolf ne Granate – aber das war beispielsweise zu Saisonbeginn letztes Jahr noch überhaupt nicht absehbar.

    Ne Mannschaft ist ein komplexes Gebilde, und seriös lässt sich von außen wirklich nur sehr sehr schwer erkennen, wohin die Reise geht.

    PS: Wer war nochmal dieser Omar Mascarell? 😉

  29. Ich war von Anfang an überzeugt, dass FB und BH uns eine Mannschaft zusammenstellen, die zumindest das Niveau der letzten Saison hat. Das habe ich auch hier im Forum einige Male geschrieben. Dass wir aber eine so brutale Qualität haben, hätte selbst ich nicht erwartet. Gerade vor den englischen Wochen hatte ich extremen Respekt.
    Wenn man bedenkt, dass wir nun zwei Spiele gegen den vermeintlich schwächsten Gegner in unserer Euroleague-Gruppe haben und da bereits alles klar für das Verbleiben in diesem Wettbewerb machen können, fehlen mir schon fast die Worte.
    Unsere Mannschaft kann diese Saison großes erreichen, wenn sie hoffentlich auf dem Boden bleibt.
    Ich dachte vor der Saison, unsere Abwehr wäre das Prunkstück. Da habe ich mich getäuscht. Es ist der Angriff.
    Wenn man dann noch bedenkt, dass wir einige längerfristige Ausfälle haben, sollte uns in der Rückrunde nicht wieder die Luft ausgehen, denn wenn die Verletzten zurückkommen, können sie den einen oder anderen Leistungsabfall (der bestimmt kommen wird) kompensieren.

  30. Hab gerade nochmal die Tore bei Sport1 gesehen. Da kriegste Pippi in den Augen.

    Um die Frage zu beantworten: Omar ist der Spieler der leider zu oft verletzt war. Wenn er fit war hat er Leistung gebracht und sich nichts zu schulden kommen lassen . Er hat sich zumindest meinen Respekt verdient

  31. OT: Hat jemand Kontaktdaten zum Efc Arge-Hessen Adler verpflichtet? Ich habe eine Dauerkarte gefunden im 36er Block am Freitag.

    Gruß SCOPE

  32. @28.
    Es gab (abgesehen von den vergangenen 15 Jahren) immer wieder außergewöhnliche Techniker bei der Eintracht – aber an einen wie ihn kann ich mich nicht erinnern.
    Klar, geht uns das nix an – aber wie will Frankreich eigentlich echter und wahrer Weltmeister sein: ohne den Seb?

    @29.
    Unser Omar heißt längst Lucas. Und ich halte ihn, mit Verlaub, schon jetzt für den insgesamt kompletteren Spieler. Zumindest dort, wo >Hütterismo< gespielt wird, es also ums Toreschießen geht. Ich habe seit weiland Caio bei uns kaum mehr einen 25m-Hammer dieser Qualität gesehen – und das war kein Sonntagsschuss: er hat diese Klebe; wie hätte ich ihm einen etwas formschwächeren Rensing gegönnt. Noch wertvoller ist seine enorme Kopfballstärke. Das einzige was evtl. noch an Omar denken lässt, dass LTs derzeitige Blessur auch ihn u.U. für längere Zeit handcapen oder ausknocken könnte.

    @30.
    Wenn der Adi es hinbekommt – gerade jetzt, wo das Selbstvertrauen hoch ist – der Mannschaft noch Mittel und Wege zur Verbesserung der Ballsicherheit aufzuzeigen, so dass wir in entscheidenden Phasen den Ball auch in den Reihen halten können – und auch das Umschalten z.B. auf eine 5er-Defensive noch präziser funktioniert, dann können wir in dieser Saison womöglich konstanter spielen als in der letzten. Es scheint darauf hinauszulaufen, dass ähnlich wie letzte Saison einige der nominell klar vor uns rangierenden Clubs schwächeln. Wenn die es nicht hinkriegen, sich im Winter effektiv zu verstärken und sich zu festigen, haben wir vielleicht doch eine Chance, im Bereich des oberen Drittels mitzuhalten und vielleicht tatsächlich besser abzuschneiden, als zuletzt.
    Wobei die Hauptsache bleibt, dass die Eintracht tollen Fussball bietet…
    Aktuell sogar den Spektakulärsten.

  33. Jean Zimmer hat ja letzte Woche geäussert das er uns nicht leiden kann.
    Nach Freitachabend wird es sich nicht gebessert haben.

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