Für Eintracht Frankfurt stand am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein richtungsweisendes Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg an. Das Ziel war es, nach dem enttäuschenden Remis die richtige Reaktion im Kampf um Europa zu zeigen. In der Volkswagen-Arena konnte die SGE mit dem Druck, der im Vorfeld des Spiels aufgebaut wurde, aber richtig umgehen. Nach einer starken ersten Halbzeit und etwas Glück im zweiten Durchgang gewann die SGE mit 2:1.
Zwei Wechsel im Frankfurter Mittelfeld
Im Vergleich zum Heimspiel gegen den 1. FC Köln wechselte Trainer Albert Riera auf zwei Positionen: Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Farès Chaïbi kamen für Ritsu Doan (krankheitsbedingter Ausfall) und Ansgar Knauff (auf der Bank) in die erste Elf. Beide sollten vor allem im rechten offensiven Mittelfeld Dampf machen und für Torchancen sorgen. Der Rest der Startformation blieb unverändert. Can Uzun nahm nach den medialen Diskussionen im Verlauf der Woche erneut auf der Bank Platz. Neu in den Kader kam Außenverteidiger Elias Baum.
Zu Beginn viel Mittelfeldgeplänkel und wenige Torabschlüsse
Die Partie begann mit einem gegenseitigen Abtasten beider Mannschaft. Die ersten zehn Minuten spielten sich fast ausschließlich im Mittelfeld ab und es gab nur wenig Torraumszenen. Eine Ausnahme war die dritte Minute, als Wimmer dem Frankfurter Kapitän Koch den Ball nach einer kleinen Unachtsamkeit abnehmen konnte und in Richtung des Frankfurter Strafraums eilte. Doch der Koch kehrte rechtzeitig und klärte zur Ecke, welche die SGE erfolgreich verteidigen konnte. Für die Heimmannschaft ergab sich nach elf Minuten unerwartet eine Chance, als sich Zetterer den Ball nach einem Rückpass etwas zu weit vorlegte. Anstatt sofort abzuschlagen, zögerte er kurz, woraufhin Amoura draufgeht und den Ball am Frankfurter Keeper vorbeispitzelt. Wimmer, der einschussbereit gewesen wäre, rutsch weg, sodass der Ex-Bremer noch rechtzeitig retten konnte. Im Gegenzug kamen die Frankfurter zu ihrem ersten Torabschluss. Nach einem Steckpass von Hojlund auf Kalimuendo, scheiterte der Winterneuzugang am Wolfsburger Grabara.
SGE überraschend effizient: Hojlund und Kalimuendo sorgen für die Halbzeitführung
Nach 21. Minuten ging die SGE dann in Führung: Nach einem Pass von Amaimouni-Echghouyab stand Hojlund außerhalb des Strafraums frei und kam unbedrängt zum Abschluss. Der gezielte Rechtsschuss prallte vom linken Pfosten ins Tor. Es war das erste Saisontor des Dänen. Auf Wolfsburger Seite kam es noch zu einem Distanzschuss von Vavro, den Zetterer aber sicher halten konnte. In der 32. Minute fiel dann der nächste Treffer für die SGE: Chaibi spielte den Ball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld flach und gezielt auf den heranstürmenden Burkardt, der zunächst an Wolfsburger Schlussmann scheiterte. Den Abpraller konnte Kalimuendo verwerten und zu seinem sechsten Saisontreffer einschieben. Die Wechsel, die Coach Riera für das Spiel vornahm, machten sich bezahlt. Nach dem zweiten Treffer des Spiels leistete sich Zetterer in der 41. Minute den nächsten Aussetzer, welcher jedoch ohne Folgen blieb: Relativ unbedrängt passt der 30-Jährige direkt zum heranstürmenden Wimmer, der anstatt abzuschließen in die Mitte abspielte. Theate stand aber richtig und konnte noch rechtzeitig klären. Mit einer verdienten 2:0 Führung ging es dann in die Halbzeitpause.
Wolfsburg presst und bestimmt die zweite Hälfte
Wolfsburg-Trainer Hecking nahm zur zweiten Halbzeit den ersten Wechsel vor. Für den blass wirkenden Ex-Adler Lindstrøm kam Majer ins Spiel, der für mehr Torgefahr sorgen sollte. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wurde es im Strafraum der SGE auch direkt gefährlich. Der eingewechselte Kroate schlenzte einen Freistoß von der Seite direkt auf das Tor. Doch Zetterer zeigte eine starke Parade und konnte den Ball noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken. Es war bereits der 13. Aluminiumtreffer gegen die Frankfurter in dieser Spielzeit, ein Spitzenwert in der Bundesliga. Die Wolfsburger übten danach Druck auf die Frankfurter aus und pressten früh an. In der Folge kommen lange Zeit ausschließlich die Hausherren zu Torchancen. In der 54. Minute ist es erneut Majer, der für Gefahr sorgte. Den Chipball des Kroaten konnte der freistehende Zehnter aus ungefähr elf Metern nicht kontrollieren und ließ so eine gute Chance für die Niedersachsener liegen. Sechs Minuten später kam Amoura nach einem Durcheinander im Strafraum der Adlerträger zum Abschluss, der jedoch links am Tor vorbeiging. In der 68. Minute kam dann Eriksen nach einem Querschläger zu einer weiteren Chance, die aber ebenfalls nicht zum Anschlusstreffer führte.
In der 71. Minute kam Knauff für Amaimouni-Echghouyab in die Partie. Der erste Abschluss der Frankfurter in der zweiten Hälfte kam erst in der 73. Minute durch einen Distanzschuss von Theate, der aber deutlich über das Tor ging. Anschließend konnte die SGE das Spiel etwas entlasten und den Ball etwas vom eigenen Tor fernhalten. In der Schlussphase wurden noch Uzun, Skhiri, Ebnoutalib und Arrhov eingewechselt. Der VfL hatte dann noch mehrere kleinere Chancen. In den letzten Sekunden des Spiels gelang den Wölfen noch der Anschlusstreffer durch Pejcinovic.
So konnte die Eintracht den ersten Auswärtssieg seit November feiern. In der nächsten Woche gilt es, die nächsten Punkte einzufahren, denn am kommenden Samstag empfängt die Eintracht im Topspiel zu Hause RB Leipzig (18:30 Uhr).
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25 Kommentare
Zweite HJ unterirdisch - am Ende Glück das wir 3 Pflichtpunkte geholt haben. Aber ansehnlich ist das nicht was wir hier derzeit spielen.
Die Überschrift müsste lauten, schwache Eintracht gewinnt gegen noch schwächere Wolfsburger
1, Hz: Hui 👍
2. Hz.: Pfui … Korrektur: Pfui bäää igitt würg🤦🏻♂️
ein fitter Uzun muss von Beginn an spielen
alles andere ist lachhaft
Drei Punkte sind drei Punkte, über die 2. Halbzeit wird zu sprechen sein!
Aber net alles schwarz malen, Mission erfüllt , siebten Platz gefestigt und Golfsburger weiter Richtung 2. Liga geschickt.
40 Punkte geknackt - Check
Starke erste Halbzeit. Dass Wolfsburg in Hälfte zwei alles investieren würde, wen wunderts. Man muss den Sieg jetzt nicht klein reden. Auch wenn es manchen hier nicht passt, Riera sollte man nicht voreilig in die Tonne hauen. Manche lesen wahrscheinlich zuviel Durstewitz...
2.HZ ein Ausdruck des Zerfalls des Teams als Mannschaft. Kein Kampf, kein Wille keine Emotionen. Wir wissen nicht alles aus der Ferne, aber da stimmt etwas nicht. Ich habe auch den Verdacht, dass einige nur noch auf sich bedacht sind. Der 5 Minütige Auftritt von Uzun, war an Lustlosigkeit kaum noch zu steigern.
Man sollte auch bei der Analyse mal ehrlich zugeben, dass wir verdammt viel Glück in HZ.1 hatten. Ein Sonntagsschuss und zweimal Zetterereskapaden kann auch anders ausgehen.
FORZA SGE
Schwierig! Erste HZ war gut. Zweite dann gefühlt immer 3 Meter von den Gegenspielern weg. Die konnten immer in Ruhe Annehmen und die Flanke schlagen.
Grundsätzlich ist Riera sicher ein guter Trainer. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre vielleicht ein anderer Typ gefragt. Keine Wechsel außer Knauf bis zur 84. Minute., obwohl die Luft schon in der 60. spätestens raus war. Unverständlich.
Aber gut. 3 Punkte und gut.
Erste HZ: Zetti und Robin laden zum Toreschiessen ein, VW lehnt ab.
Nach vorne etliche gute Aktionen, 2 schöne Tore.
2 HZ
Riera schreit, schimpft und winkt
Weil wir kollektiv um ein Gegentor betteln.
Hochstehende und pressende Golfsburger reichen, um bei uns jeglichen Spielaufbau, Ballbesitzphasen und Kontrolle unmöglich zu machen.Erst als denen die Puste ausging,wurde es etwas besser. Aber nicht viel. Insgesamt glücklicher Sieg.
"Effiziente Eintracht gewinnt 2:1 in Wolfsburg"
Ja, so kann man das natürlich auch formulieren. Der Sieg mit einem CL-Kader in einem Spiel beim Tabellenvorletzten, wobei man in der 2. Hz. komplett von der Rolle war, ist "effizient". Mann o Mann...
Andererseits: Dreier geholt. Was man hat, das hat man.
EDIT: Sollte keine Antwort auf @shad sein.
3 Pflichtpunkte: nix sonst.
[Spielerisch, fussballerisch, insb. technische Basics betreffend das vermutlich unterirdischste Spiel der Saison - und das möchte was heißen!]
Wir haben definitiv keinen Championsleague Kader.
Absolut. Ballannahme echt schlimm. Habe unter der Woche Alte Herren gespielt. Da hat das Phasenweise besser geklappt.
Erste Halbzeit super. Haben wir ein Fitnessproblem ? Schon so oft haben wir keinerlei Zugriff in der zweiten Halbzeit. Haben wir überhaupt einen Zweikampf im Mittelfeld gewonnen bzw. bestritten ?
Danke Eintracht Frankfurt, dass du heute der Bundesliga einen Gefallen getan hast und WOB einen weiteren Schritt näher in richtig 2.Liga gebracht hast. Das ist fast noch schöner als die drei Punkte, die wohl nicht mehr zu Qualifikation zur EL reichen werden.
Ps.: mein Ärgernis über unseren Fußball bestätigt mich. Gerade auf Grund der zweiten Halbzeit. Not gegen Elend.
Uzun hatte in 5 Minuten 3 unsaubere Aktionen, eine führte zur Ecke. Das war zu wenig von jemanden mit seinem Anspruch!
Es hat nichs mit Riera zu tun! Auch wenn wir einen anderen Trainer gehabt hätten, so eine zweite HZ darfst Du einfach nicht spielen! Das war nur Glück das WOB zu blöd war ! Ich verstehe es wirklich nicht warum wir nicht weiter , gegen einen verunsichertes Team, so wie in HZ 1 spielen!
Der Anspruch kann es doch nicht sein, gegen den 17ten die zweite HZ abzuschenken und mit Glück nur ein Gegentor zu bekommen!? Uzun MUSS auch früher reinkommen, wenn er für so ein Spiel nicht prädestiniert ist, für welches dann????? Das und nur DAS kreide ich Riera an!
Ich finde auch, dass in der ersten HZ nach vorne endlich mal ein paar gute Ideen und etwas Spielfreude dabei waren. Aber eigentlich hätte VW da auch mindestens (!) 2 Tore machen müssen, von der zweiten Hälfte ganz zu schweigen. Und das alles beim Vorletzten. Ich will nicht schwarzmalen, aber da muss sich kräftig was tun, damit wir noch genug Punkte holen.. nicht auszudenken, wenn am Ende doch der 7. Platz für die EL reicht und wir auch den noch vergeigen..
Immer wenn der Gegner das Mittelfeld verstärkt und Druck macht,
gehen wir unter.
Chaibi leistet keine Abwehrarbeit, bleibt stehen, oder läuft nur nebenher.
Hojlund, Brown und Larsson sind nach &0 Minuten platt.
Burkardt kann keinen Ball festmachen und dann kippt das Ganze noch
mehr, weil wir immer tiefer stehen und uns nicht mehr befreien können.
Ich hoffe, wir machen im Sommer wieder einmal eine knackige Vorbereitung,
das kann man ja nicht mehr ansehen.
Alles nicht leicht für Riera.
Das ist euer Problem. Wenn jemand eingewechselt wird, dann erwartet anscheinend jeder, dass man sofort da ist und die spielentscheidenden Ideen hat. Man soll auf Anhieb funktionieren ohne jede Anlaufzeit.
Es gibt nichts Schlimmeres für einen Fußballer, wenn man sich 85 Minuten lang von draußen ein solch ärmliches Gekicke anschauen muss und 5 Minuten (plus Nachspielzeit) vor Schluss eingewechselt wird, obwohl man eigentlich keinen Bock mehr darauf hat. Es bedarf da schon ein wenig Glück, wenn es einem gelingt hier noch ein Ausrufezeichen zu setzen. Des Weiteren braucht man dann auch eine Mannschaft, die einen dabei unterstützt und nicht so eine Gurkentruppe, wie die Unsere. Das ist dann die Höchststrafe, wenn man kurz vor Schluss eingewechselt wird, weil man weiß, dass jeder Fehlpass nämlich genau zu solchen Aussagen führt, wie von dir hier getätigt.
wir werden ihn vergeigen und da wette ich was drauf. Ich habe schon ganz früh gesagt, wir werden maximal den 8. Platz erreichen und ich denke, ich werde recht behalten.
Und mal ganz ehrlich!!! Wir haben es nicht verdient.
Wenn man Statistiken zu Rate zieht, deckt sich das aber in Bezug auf Chaibi nicht. Insgesamt 11 Zweikämpfe geführt, davon 2/3 erfolgreich. Damit hat er von allen Spielern die mit Abstand meisten Zweikämpfe geführt und auch gewonnen. Was aber wieder mal offensichtlich war, das Eintracht Mittelfeld kommt einfach nicht in Zweikämpfe.
Also wenn ich im nächsten Spiel von Anfang an spielen möchte, würde ich auch diese fünf Minuten versuchen zu nutzen. Aber ich verstehe deinen Punkt. Einfach ist das sicherlich nicht.
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