Martin Hinteregger ist nach dem Bayern-Spiel nun der gefährlichste Eintracht-Torschütze in der Liga (Bild: imago images / Poolfoto)

Niemand rechnete sich vor dem Duell gegen Bayern München so wirklich Chancen auf etwas Zählbares aus. Am Ende verlor Eintracht Frankfurt mit 2:5 in der bayrischen Landeshauptstad, wenngleich zumindest kurzzeitig ein Stück Hoffnung aufflimmerte. Martin Hinteregger brachte seine Mannen mit zwei Toren wieder ran. Am Ende des Tages zog man, auch aufgrund individueller Fehler, den Kürzeren. Die Wochen der Wahrheit stehen nun an, bereits am Dienstag geht es gegen den SC Freiburg um den Klassenerhalt.

Nach ihren schwachen Leistungen gegen Mönchengladbach blieben für Djibril Sow, Daichi Kamada und Bas Dost nur Plätze auf der Ersatzbank. Kapitän David Abraham musste kurzfristig wegen Rückenproblemen passen. Danny da Costa, Mijat Gacinovic, Gelson Fernandes und André Silva rückten in die Startelf.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Bayern München der 16 zensierten Spieler den Wert 3,84. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 370 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Martin Hinteregger: Drei Tore in einem Spiel gelangen Martin Hinteregger noch nie. Eines davon ging leider in das falsche Tor. Dennoch überzeugte der Österreicher nach langer Zeit mal wieder. Vor allem defensiv leistete er sich in den letzten Pflichtspielen einige Wackler. Sei Eigentor bezeichnete er nach der Partie als das schönste, welches er je geschossen hätte.

Sebastian Rode: Sebastian Rode ist der neue Ecken-Spezialist der Eintracht. Zweimal legte er nach einer getretenen Ecke auf Hinti auf. Ansonsten bewies er seine hinlänglich bekannten Qualitäten: bissig im Zweikampf, lauffreudig und zwischendurch eine Prise Technik.

Kevin Trapp: Fünf Gegentore ärgern jeden Torwart. Kevin Trapp hielt aber, was es zu halten gab. Die Tore der Bayern waren klar und undankbar für einen Schlussmann. Ansonsten kann man ihm nicht viel ankreiden.

Timothy Chandler: Timothy Chandler durfte sich dieses Mal auf der linken Seite probieren. Aber auch hier gelang ihm nicht viel. Häufig zu überhastet und technisch unsauber. Kaum Zug zum Tor und selten mit einer gefährlichen Flanke.

Mijat Gacinovic: Das Toreschießen hat Mijat Gacinovic definitiv nicht erfunden. Er war deutlich agiler und frischer als Daichi Kamada. Hatte das 3:3 auf dem Fuß, vergab aber kläglich. Eine Never-Ending-Story.

Erik Durm: Eine Viertelstunde durfte sich Erik Durm beweisen. Da war die Messe allerdings schon gelesen. Weder Fisch noch Fleisch.

Filip Kostic: Was ist nur mit Filip Kostic los? Keine gefährlichen Außenbahnläufe zu sehen. Kein Nachhaken oder beißen vorhanden. Der Serbe wirkt ein bisschen wie Flasche leer.

Stefan Ilsanker: Stefan Ilsanker besann sich auf seine Qualitäten. Kämpfen und ackern. Das machte er ordentlich, für mehr reicht es bei ihm aber auch nicht.

André Silva: André Silva nahm im Grunde nicht am Spiel teil. Zu selten am Ball, immer abgeschirmt und ordentlich gedeckt. Er kam gar nicht in die Partie.

Daichi Kamada: Daichi Kamada kam für den Doppel-Vorlagengeber Rode. Positive Momente konnte der Japaner allerdings nicht mehr kreieren.

Bas Dost: Gleiches gilt für Bas Dost. Als Einwechselspieler hatte er es in vorderster Front allerdings noch ein Stück weit schwerer.

Danny da Costa: Danny da Costa durfte erstmal seit ewigen Zeiten wieder von Beginn an ran. Zunächst war er sehr auf Sicherheit bedacht. Kam aber besser in die Partie. Gefährlich wurde es mit ihm dennoch nie.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka bekommt als Linksverteidiger Woche für Woche einen drauf. Man merkt dem jungen Talent an, dass er sich auf der Position nicht zu Hause fühlt.

Gelson Fernandes: Nach seiner langen Verletzung durfte Gelson Fernandes direkt als Kapitän starten. Leistete sich einen Riesenbock als er das 2:4 perfekt auflegte.

Djibril Sow: Djibril Sow war nicht zu sehen. Große Fehler unterliefen ihm aber auch nicht.

Almamy Touré: Almamy Touré zeigte sich sehr nervös. Kommt nie richtig in die Zweikämpfe. Und das schon seit Wochen.

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3 Kommentare

  1. Keiner ne 5? Benoten hier nur die Familienmitglieder, wie viel Angehörige haben Sow und Tourè 🙂

  2. Thema Touré: Bei ihm war die Steigerung in HZ2 schon auffällig. Der Wille war zu erkennen und er hatte zwar ein paar (Stellungs-)Fehler..aber wenn er den Willen der 2. Halbzeit weiter zeigt..kann man ihn m.E. schon spielen lassen. Wie alle Spieler selbstverständlich außer Form.

    Den ein oder anderen Faux-pas müssen wir derzeit ohnehin allen Spielern (außer Trapp, der muss jetzt liefern!) gestatten. Das wird spielerisch erst mit Siegen und gestiegenem Selbstvertrauen besser.
    Jetzt brauchen wir Arbeitspunkte.
    Und wenn so mancher meint, dass wir gg Freiburg gewinnen müssen: Das seh ich nicht so!
    Ein Unentschieden ist nach 2 Niederlagen schon ein Fortschritt. Und nach 8 Gegentoren in 2 Spielen ist mir nach dem Spiel ein hart erkämpftes 0:0 vielleicht lieber als ein glücklicher 3:2-Sieg. Rein für das Sebstvertrauen der Abwehr wäre ein Spiel ohne Gegentor mal wichtig, das wird langsam kritisch. Mal abwarten..

  3. Haben wir Trapp als dritttbesten Spieler gewählt, weil er im erweiterten Kreis der Nationalmannschaft steht oder weil er so gut gehalten hat? Mit 5 kassierten Toren so gut dastehen finde ich komisch. Ein guter Torwart darf doch auch mal einen Ball halten, den man nicht erwartet…

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