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Cheftrainer Adi Hütter will bei der Eintracht wohl künftig mit einer Dreierkette spielen lassen. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Dreier- oder Vierkette? Systementscheidung bei der SGE wohl gefallen

Der Saisonstart war nicht leicht für die Eintracht. Im während der Sommervorbereitung einstudierten 4-2-2-2-System zeigten sich die Frankfurter in der Defensive ähnlich anfällig wie in der letzten Saison. Einzig beim 3:1-Sieg in Mainz, bei dem Cheftrainer Adi Hütter auf eine Dreierkette umstellte, konnte die SGE  immerhin bis  zur 89. Minute die Null halten und präsentierte sich defensiv deutlich stabiler als in den vorherigen Partien. Weil Jeremiaha Maluze verletzungsbedingt ausfiel, musste Hütter gegen Freiburg notgedrungen wieder auf eine Viererkette umstellen, in der die Eintracht-Abwehr erneut nicht überzeugen konnte. Im Verlauf der zweiten Halbzeit änderte Hütte das System zwar mit den Hereinnahmen von Nnamdi Collins und Ansgar Knauff wieder auf eine Dreierkette, am Ergebnis von 2:2 änderte sich nach der Umstellung aber nichts mehr.

Laut der „Bild“ soll intern nun entschieden worden sein, in welchem System die Hessen nach der aktuellen Länderspielpause agieren wollen. Wie das Boulevardmedium wissen will, werde Hütter in den kommenden Spielen wieder eine Dreierkette aufbieten wollen, falls dies die Personalsituation am jeweiligen Spieltag zulässt. Wichtig dafür: Nnamdi Collins, der nach seiner Verletzungspause gegen Freiburg eingewechselt wurde, könnte in der Dreierkette die Position des rechten Innenverteidigers übernehmen, die Maluze in Mainz ausgeführt hat.

Koch könnte von Dreierkette profitieren

Zugute kommen könnte dieses System unter anderem Robin Koch, der in der Viererkette zuletzt wiederholt hinter den Erwartungen performte. In der Dreierkette könnte der Kapitän gerade bei gegnerischen Kontern von zwei schnellen Nebenmännern profitieren. Als einer davon wird in den nächsten Wochen höchstwahrscheinlich Neuzugang Lilian Brassier gesetzt sein. Der Franzose machte in den wenigen Wochen seit seiner Ankunft in Frankfurt einen stabilen Eindruck als linker Innenverteidiger und könnte über die gesamte Saison gesehen einer der Schlüsselspieler in Hütters System werden. Als Brassiers Backup wird wohl die brasilianische Neuverpflichtung Otavio fungieren. Bisher kam der 20-Jährige Innenverteidiger bei der SGE noch wenig zum Zug.

Auf den Schienenpositionen werden wohl vorerst weiterhin Keita Kosugi und Elias Baum beginnen. Beide lieferten gegen Mainz ihre bisher beste Saisonleistung ab. Profitieren könnten die beiden jungen Spieler gerade deshalb von der Dreierkette, weil sich die Außenverteidiger unter Hütter regelmäßig ins Offensivspiel einschalten. Im System der Dreierkette könnten sich Baum und Kosugi jeweils darauf verlassen, dass in der Innenverteidigung ein Mitspieler auf ihrer Seite absichert. Gerade in den Spielen mit Viererkette hat die Konterabsicherung nach Ballverlusten häufig zu wünschen übrig gelassen. Zudem hat gerade Kosugi in Mainz bereits gezeigt, dass er die Kondition mitbringt, um 90 Minuten lang eine ganze Seite zu bespielen.

Auf der Position des rechten Flügelspielers wäre Ansgar Knauff eine weitere Option. Der 24-Jährige hat diese Rolle beispielsweise schon unter Oliver Glasner als Eintracht-Trainer ausgefüllt und einen wichtigen Anteil am Europa-League-Titel gehabt. Zuletzt wurde er beim Heimspiel gegen Freiburg für Baum als rechter Schienenspieler eingewechselt, nachdem er zu Saisonbeginn verletzungsbedingt gefehlt hat. Collins könnte diese Position außerdem besetzen, wird aber zumindest solange Maluze ausfällt, erstmal als Innenverteidiger gefordert sein. Auf Kosugis linker Seite stehen der Eintracht dagegen weniger Alternativen zur Verfügung. Bei einem Ausfall des Japaners würde wohl am ehesten ein Seitenwechsel Baums in Frage kommen. Brassier würde zwar grundsätzlich auch die benötigte Geschwindigkeit eines Flügelverteidigers mitbringen, hat in seiner Karriere aber noch nie auf dieser Position gespielt.

Wer beginnt im Angriff?

In der Offensive wird interessant zu sehen sein, ob Hütter trotz der Dreierkette beim nächsten Spiel in Leipzig auf eine Doppelspitze setzen wird. Bereits in Mainz musste der Trainer diese schwierige Entscheidung fällen und entschied sich dazu, nur mit Burkardt im Sturm zu beginnen, der das in ihn gesetzte Vertrauen mit einem Tor und einer Vorlage zurückzahlte. Dafür musste sich Ebnoutalib trotz drei Toren und einer Vorlage aus den ersten zwei Spielen zunächst auf die Bank setzen.

Gegen Freiburg ließ Hütter dagegen trotz der Systemumstellung beide Angreifer auf dem Platz, wodurch der Eintracht im Mittelfeld ein Spieler fehlte und sie demzufolge auch Probleme hatte, Zugriff auf das Freiburger Zentrum zu bekommen. Ein Vorteil des Systems mit nur einer Spitze wäre, dass die SGE während des Spiels einen frischen Stürmer auf hohem Bundesliganiveau nachlegen könnte. Eine Option, die unter anderem gegen Freiburg, aber auch, als man gegen Augsburg einem Rückstand hinterherlief, gefehlt hat.

2 Kommentare

Fallback Avatar 1. holzbeincharly 29. September 26, 18:25 Uhr

Das ist, wenn es so stimmt eine gute Entscheidung. Wir hundertfünfzigtausend Eintracht Co-Trainer hier wissen das doch schon lange, oder? 😉

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Avatar 2. sgeinder 29. September 26, 19:05 Uhr

Ja ja ja alles ganz nett aber die Gretchenfrage ist ja wen wird er vorne opfern… Da möchte ich nicht in seine Haut stecken.

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