Zuletzt arbeitete Jan Fießer an der Seite von Chefcoach Thomas Letsch in Bochum, ehe sich die Wege im April trennten. (Bild: IMAGO / Team2)

Das Team hinter dem Team wächst! Bereits gestern kamen die ersten Berichte auf, dass Xaver Zembrod als Co-Trainer zukünftig neben Chef-Coach Dino Toppmöller agieren wird. Der 14 Jahre ältere Fußball-Fachmann arbeitete mit Toppmöller bereits bei Bayern München zusammen. Damals standen beide unter der Leitung von Julian Nagelsmann. Bereits morgen soll Zembrod an der Seitenlinie stehen, wenn das erste offizielle Training in Frankfurt stattfindet. Doch damit nicht genug: Wie der „kicker“ berichtet, wird mit Jan Fießer ein weiterer Co-Trainer zum Trainerteam hinzustoßen. Der Bericht des „kicker“ deckt sich dabei mit den Informationen, die SGE4EVER.de vorliegen.

Fießer zuletzt an der Seite von Thomas Letsch bei Arnheim und Bochum

Für Fießer wird es dabei eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte. Von 2002 bis 2006 durchlief der heute 37-Jährige die Jugendmannschaften der Eintracht. Für die Profi-Mannschaft reichte es damals nicht, dennoch schaffte er es mit dem SV Sandhausen später bis in die 2. Bundesliga. Nach dem Ende seiner Karriere fungierte er als Co-Trainer bei der SGE und arbeitete im Hintergrund weiter an seinen Trainer-Lizenzen. Zuletzt arbeitete er an der Seite von Thomas Letsch bei Vitesse Arnheim und VfL Bochum. Im Februar verlängerte er noch seinen Vertrag, ehe sich der Klub im April von ihm verabschiedete.

Was passiert mit Bradasch und Buck?

Damit würden nach derzeitigem Stand insgesamt vier Co-Trainer beim Europa League Teilnehmer engagiert sein. Bereits zu seinem Antritt im vergangenen Jahr zog sich Toppmöller die Dienste von Stefan Buck und Erwin Bradasch an Land. Ob mindestens einer der beiden das Team verlassen wird, ist noch unbekannt. Gut möglich, dass vier Co-Trainer einfach zu viel des Guten sind.

Neuer Technischer Direktor – Schwegler, Fernandes und Neppe im Rennen

Doch auch abseits des Trainerteams wird es weitere Veränderungen geben. Bereits seit Längerem ist bekannt, dass eine bessere Verzahnung von Sportdirektor Timmo Hardung zwischen Mannschaft und Trainerteam angestrebt ist. Dabei berichtete die „Frankfurter Rundschau“ bereits gestern darüber, dass der Klub eine Art „Technischer Direktor“ suche. Diese Schnittstelle soll zukünftig an der Kette Cheftrainer – Sportdirektor und Sportvorstand angedockt sein. Das Blatt nennt sogar bereits erste Namen für die Besetzung der Stelle. Sowohl die beiden Ex-Adlerträger Gelson Fernandes und Pirmin Schwegler als auch der bei Bayern München geschasste Marco Neppe, der dort in ähnlicher Funktion tätig war und dort unter anderem als Entdecker von Jamal Musiala gilt. Fernandes ist aktuell als FIFA-Direktor für den Kontinent Afrika zuständig, Schwegler ist seit 2023 Leiter für Lizenzfußball bei der TSG Hoffenheim. Ob sich das Trio aufgrund ihres aktuellen Werdegangs unterhalb eines Sportdirektors einordnen möchten, ist fraglich. Eine Degradierung von Hardung ist aktuell kein Thema bei den Hessen.

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14 Kommentare

  1. 4 Co hat nicht mal Bayern München und Sport oder Technischer Direktor sollte wohl auch einer langen.Fernandes oder Schwegler statt Hardung.

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  2. Ganz Deiner Meinung, zum krass aufgeblähten Kader auch noch sehr sehr viel Hintergrundpersonal. Die Personalkosten explodieren…

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  3. @Meintracht Ich bin da ganz zuversichtlich, dass irgendwer das Personalbudget im Blick behält…

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  4. Bei vier Co-Trainern hätte ich in der Kreisliga glaube ich Angst gehabt ins Training zu kommen. Tausch Neu gegen Alt wäre bestimmt nicht schlecht.

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  5. Die Eintracht hat unter Krösche viel in Hintergrund-Personal investiert und unter anderem 1A Mediziner, Physios, Fitnesstrainer und Jugendtrainer geholt. Diese Leute im Hintergrund sind oft für verhältnismäßig „kleines“ Geld zu haben, wenn man sie abwirbt. Auch wenn man ihnen mehr bezahlt als andere Vereine, um sie zu holen, macht das einen großen, oft unterschätzten Unterschied zudem sind die Spieler selbst viel teurer und bald wieder weg. Wenn man ausgewiesene, verdiente Fachleute für derart wichtige Positionen kriegen kann, sollte man es machen. Die Bayern haben jetzt über Jahre lang erfahrenes Personal abgesägt, welches vielleicht teils mehr Anteil am Erfolg hatte, als der jeweilige Cheftrainer, denn die Trainer gingen, der Erfolg blieb – bis jetzt, plötzlich rennen sie verwirrt im Kreis und wissen nicht, was schief läuft.

    Ob man ernsthaft 4 Co-Trainer braucht, das weiß ich nicht, aber in Finnland hat man in der Schule immer 2 Klassenlehrer und einen Vertrauenslehrer oder Psychologen. In der PISA Studie sind die immer in allen Kategorien unter den Top 3. 75% der Schüler machen das Abi. Vielleicht liegt es an der Nachhilfe nachmittags, vielleicht ist die Gefahr geringer, unfair bewertet zu werden oder man kann sich denjenigen aussuchen, zu dem man den besten Draht hat. Generell sehen 4 Augen immer mehr als 2, 6/8 sehen mehr als 4 usw., das muss keineswegs ein Nachteil sein. Die Aufgabenverteilung muss nur stimmen.

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  6. Also Buck ist kein Co Trainer im klassischen Sinn, sondern Standardtrainer, dann wären es noch drei Co von denen ggfs auch einer eine Spezialaufgabe wie Offensive oder Defensive ausführen könnte. Dazu gibt es auch noch den Torwarttrainer, Fitness, Athletik und so weiter.
    Ob die beiden zusätzlich kommen und wie dann die Aufgaben verteilt werden können andere besser bewerten als wir. Und das Thema Hardung, weiss ich nicht. Schwegler wie auch Fernandes hört sich toll an, Neppe kann ich nicht beurteilen. Da bin ich ich gespannt.

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  7. Trainer für Offense, Defense, Special Teams, den Kicker und einen, der das Große Ganze im Blick hat. Funktioniert in anderen Sportarten auch. Aber wichtig ist natürlich, dass erst einmal kritisiert wird, bevor dieses Team auch nur einen Tag gearbeitet hat.

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  8. Bradasch ist wohl dafür weg gemäß X.

    Irgendwie bin ich mit ihm als Außenstehender nie warm geworden – seine Interviews aus dem Trainingslager und sein Auftreten waren irgendwie okay für nen Regionalligisten, aber irgendwie kam mir das nie professionell rüber.

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  9. der Erwin, den habe ich beim RSV Germania Pfungstadt, FC Alsbach, SV Erzhausen und bei Wormatia Worms live spielen sehen, kurz hat er auch beim Waldhof gearbeitet mit Dino als Co-Trainer bisher überall gute Arbeit geleistet. Seine Außendarstellung ist nicht profihaft zugegeben, aber warum haben wohl alle Trainer die eine klare Linie gehen mit den Herren Krösche und Hardung Probleme? Dazu dürft ihr gerne mal bei Erwin oder Kristjan Glibo nachfragen…

    Dass man mit solch einem Erfolgstrainer nicht weitermacht ist für mich ein Skandal. Seinen Spezialschein hätte er auch während dem Weg in die 3. Liga unserer U21 machen können!

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  10. Bradasch ist sozusagen das „Bauernopfer“ wenn man so will – der Preis für Dino um weitermachen zu dürfen. In der Hessenschau steht heute das man sich von ihm getrennt hat.

    Jetzt wird neben Dino ein erfahrener Assistenz-Trainer mit Zembrod platziert der wenn es nicht laufen sollte das Ruder interims weise übernehmen darf – muss man ja nur zum BvB schauen.

    Im Management-Bereich scheint man auch nicht komplett zufrieden gewesen zu sein. Daher bekommt Hardung erst mal „Unterstützung“ 🙂

    Es soll hier einer behaupten das tatenlos zugeschaut wird- Das ist schon die Krösche-Peitsche die geschwungen wurde. Uns als Fans soll es recht sein wenn hinterher besserer Fußball zelebriert wird.

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  11. Ich hab’s ja immer kritisiert, dass keine Assis nach der großen Ankündigung der Aufbereitung kamen. Jetzt sind sie da, und ich bin zufrieden.

    Das war nämlich Töppis einzige plausible Erklärung für die Situation. Die hat man ja offensichtlich abgekauft – mit der Konsequenz, dass einer seiner Buddys durch einen erfahreneren ehemaligen Kollegen ersetzt wird.

    Eigentlich schon ne Besonderheit, hält so nen Trainerteam doch eigentlich immer zusammen. Vielleicht hat man eingesehen, dass das hier ne Nummer zu groß für manche ist.

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  12. Im Normalfall gibts max 1-2 Co-Trainer, aber viele Assistenztrainer (Fitness, Torhüter, Technik, Taktik,..). So welche trainieren dann auch Standards. Ich hab noch von keinem Assistenztrainer gehört, der sich NUR um Standards kümmert.
    Es wurde hier zuletzt ja öfters mal der Begriff ‚Standardtrainer‘ verwendet..zuletzt von @6. Eine schöne Wortkreation, die nur leider an der Realität vorbeigeht.

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  13. @12
    Sehr richtig. Das war auch bei der Eintracht nicht so und wurde an verschiedenen Stellen auch so kommuniziert. Aber so ist das halt im Internet – der eine schreibts, der nächste schreibts unreflektiert ab. Und da wird aus einem Trainer mit 14 Jahren Berufserfahrung halt schnell auch Mal ein Trainerpraktikant …

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