Xaver Zembrod arbeitete bereits beim FC Bayern mit Dino Toppmöller. (Foto: Imago / Passion2Press)

Unterstützung für Chefcoach Toppmöller? Die SGE plant offenbar Cheftrainer Dino Toppmöller durch die Einstellung weiterer erfahrener Assistenten zu unterstützen. Neben den bisherigen Co-Trainern Erwin Bradasch und Stefan Buck sollen ein oder zwei weitere Helfer hinzukommen. Dies ist eine Reaktion auf die Erkenntnisse der vergangenen Saison, in der Toppmöller oft stark gefordert – vielleicht auch überfordert – war. Ein möglicher Kandidat ist Xaver Zembrod, ein vertrauter Kollege aus der Zeit bei Bayern München unter Julian Nagelsmann, das bestätigte heute erneut die „Bild“. Dem Vernehmen nach soll der 57-Jährige bereits am Mittwoch zur Mannschaft stoßen.

Amani oder Boloca fürs Mittelfeld? Nach der Absage von Pascal Groß geht die Suche nach einem zentralen Mittelfeldspieler weiter. Die Bedeutung hatte auch Chefcoach Dino Toppmöller noch einmal unlängst betont. Nun sind zwei neue Namen in der Gerüchteküche aufgetaucht, die internationale Medien mit der SGE in Verbindung gebracht haben. Laut „Gazetta di Modena“ soll die Eintracht neben Werder Bremen interessiert an Daniel Boloca vom italienischen Zweitligisten US Sassuolo sein. Ein weiterer gehandelter Kandidat ist Lazare Amani von Eintracht-Bezwinger Union St. Gilloise. Der 26-jährige Mittelfeldmann wurde mit der Elfenbeinküste in diesem Jahr Afrikacup-Sieger. Und es geht noch weiter, denn laut der dänischen Zeitung „Tipsbladet“ steht die SGE vor einer Verpflichtung von Oscar Hoilund vom FC Kopenhagen. Demnach habe sich der 19-Jährige bereits von seiner Mannschaft verabschiedet und nur der Medizincheck stehe in Frankfurt noch aus. Aber: Eintracht-Sportchef Markus Krösche betonte in der „Bild“ auch, dass die SGE einen neuen Mittelfeldmann nicht um jeden Preis kaufen werde: „Wir haben auf der Position zwei sehr erfahrene Spieler mit Ellyes Skhiri und Mario Götze. Zudem ist es wichtig, dass Hugo Larssons Entwicklung weiter gefördert wird und er uns so helfen kann wie in der letzten Saison.“ 

Ex-Adler kann sich SGE-Job vorstellen: Ex-Eintracht-Mittelfeldspieler Gelson Fernandes ist derzeit für den Fußballweltverband FIFA als Afrika-Direktor aktiv. In der „Bild“ erklärte er diesen Job: „Mein Team und ich, wir beraten und unterstützen die 54 Verbände in Afrika bei deren Fußball-Entwicklungsprojekten. Wir sorgen dafür, dass die Gelder aus dem FIFA-Forward-Programm richtig eingesetzt werden. So wurden zum Beispiel Fußballplätze in Nigeria gebaut, in Ruanda eine Frauenfußball-Strategie entwickelt, ein Beach-Soccer-Wettbewerb in Mauretanien ins Leben gerufen und in Benin ein Trainingszentrum errichtet. Und das ist nur ein ganz kleiner Teil. Ich finde es wichtig, nach meiner Karriere durch den Fußball etwas zurückgeben zu können.“ Obwohl er derzeit sehr glücklich zu sein scheint, schloss er einen zukünftigen Job bei der SGE nicht aus: „Wichtig ist immer, wo du arbeitest aber vor allem mit wem. Ich setze mir generell kein Ziel und auch kein Limit. Aber um auf Ihre Frage zu kommen: Ja, warum nicht. Jeder weiß, wie eng ich mit meinem Herzen bei Eintracht bin.“ Er betonte, dass er die SGE – soweit das möglich ist – auch weiterhin verfolge. „Klar! Ich versuche so viele Spiele wie möglich zu sehen. Wenn ich zum Beispiel im Flieger sitze, schaue ich sie mir auf meinem IPad an. Ich muss sagen, der Klub macht es richtig gut, ist sehr gut organisiert und strukturiert. Auch die Entscheidung, sich zum Frauen-Fußball zu bekennen, finde ich richtig. Die Konkurrenz ist natürlich groß, aber es gibt den Eintracht-Weg – so nenne ich es mal – und das ist wichtig“, betonte der Schweizer.

Schlimme Diagnose bei SGE-Verteidigerin: Schocknachricht für alle Eintracht-Fans. Wie der Bundesligist mitteilte, riss sich Linksverteidigerin Dilara Acikgöz im ersten Testspiel am vergangenen Samstag gegen Bayer 04 Leverkusen das vordere Kreuzband im rechten Knie. Die 20-Jährige wird in den nächsten Tagen operiert. In der abgelaufenen Saison kam die U20-Nationalspielerin in elf Bundesliga-Einsätzen zum Einsatz. Selbiges Schicksal erlitt bereits Anfang Mai ihre Zwillingsschwester und auch U20-Nationalspielerin Ilayda, als sie sich im Training das Kreuzband im rechten Knie riss.

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13 Kommentare

  1. Oh Mann. Schlimme Nachricht für Dilara. Ich finde die Häufung der Kreuzbandrisse im Frauenfußball allgemein sehr auffällig.

    Gruß SCOPE

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  2. Wäre Groß gekommen hätte die Entwicklung von Larsson doch auch weiter stattgefunden und außerdem ist Götze ein 10er.Die Aussage ist hoffentlich nur Taktik.

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  3. au weia, erst Ilayda jetzt auch noch Dilara, gute Besserung Mädels, ihr kommt stärker zurück als zuvor !

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  4. Gute Besserung!

    @1 Ja, das mit Kreuzbndrissen im Frauenfußball scheint signifikant zu sein. Die UEFA untersucht wohl auch gerade warum. In der Fußball 2000-Frauen-Folge von vor ca. 2 Wochen war was dazu.

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  5. Der Cheftrainer ist überfordert und man versucht, es mit weiteren Assistenten zu heilen? Oweia…
    Wenn der Pilot nicht richtig das Flugzeug steuern kann, stelle ich ein paar Stewardessen ein und hoffe auf eine sichere Landung?

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  6. Der Grund, warum bei den Frauen vermehrt Kreuzbandrisse auftreten, müssen sie gar nicht groß „untersuchen“, denn das ist medinzinisch betrachtet schon länger bekannt. Die Knie sind bei den Damen generell instabiler aufgrund der geringeren stabilisierenden Muskelmasse und die Bänder sind auch schmaler. Mit der Professionalisierung des Frauenfussballs wurde der Sport schneller und bringt jetzt halt manche Mädels schneller an die Grenze der physischen Stabilität. Simple Biologie. Tragisch

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  7. Für mich wäre der erfahrene Co- Trainer eher ein erfahrener Co-Pilot um bei dem o.a. Beispiel zu bleiben.

    Es ist doch besser man ändert was, als nichts zu ändern. Das DT bleibt ist ja jetzt mal Fakt und ich hoffe, dass man zumindest ihn von Seiten der „kritischen“ SGE- Gemeinde mal zumindest 10 Pflichtspiele gönnt bevor man ihn ( sprichwörtlich) in die Wüste schicken will.

    Ich habe durchweg auch selten den Fußball 3.0 gesehen, aber zumindest hat er nach der Entscheidung des Vereins mal verdient eine neue Chance zu bekommen. Vielleicht hat der Spielerrumbruch letzte Saison, in Verbindung auch mit nicht ganz so glücklichen Einkäufen in der WP und einen nicht fitten Ekitike, sich doch krasser ausgewirkt, als man geglaubt hat.

    Für mich geht es wieder bei Null los und daher unterstütze ich DT zumindest bis auf weiteres und damit meine ich jetzt nicht nur die nächsten 2-3 Spiele. Wenn es bis Ende Herbst/ bis zur WP nicht passt, hat er anderseits dann auch keine “ Ausreden „mehr.

    Ich glaube aber, dass er lernfähig ist und mit optimiertem Staff und optimierter Mannschaft sich der Erfolg auch einstellen wird.

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  8. @7: Also da ich dem Handball näher bin als dem Fußball finde ich es schon krass das es scheinbar zumindest gefühlt beim Fußball viel mehr Kreuzbandrisse bei Frauen gibt als es beim Handball vorkommt. Wie kommt das denn zu Stande ? Würde mich schon mal interessieren. Liegt das an dem weicheren Untergrund ? Weil die Bewegungen sind ja beim Handball ähnlich intensiv.

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  9. Falls Du ab und zu hier vorbeischaust und mitliest, so wünsche ich Dir, Dilara Acikgöz, beste Genesungswünsche.

    Zum neuen Trainerstuff. Herzlich willkommen und viel Nerven und Kraft bei Standardübungen. Ihr werdet es brauchen 🙂

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  10. Gelson Fernandes wäre einfach nur geil. Ein Menschenfönger, spricht zig Sprachen, Kontakte nach und in Afrika. Es würde wieder mehr menscheln in den Eintracht Gremien. Der Peter fehlt schon!

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  11. Na Beck macht das doch bis jetzt auch super, bis jetzt meistens sehr feinfühlig in seinen Aussagen und intern wohl sehr beliebt. Der ist ein kreativer Teamspieler, der macht das schon.

    Xaver Zembrod wollte leider eine Auszeit nehmen, sonst wäre er bereits bei Amtsantritt mit engagiert worden. Hoffentlich klappt es dieses Mal. Laut Kicker kommt ja auch Jan Fießer dazu, was die schreiben, hat eigentlich immer Hand und Fuß.

    Einrn zusätzlichen technischen Direktor halte ich auch für sinnvoll, wenn sich fie Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt, ist das meistens gut, ob Fernades oder Pirmin Schwegler, der auch im Gespräch ist.

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