Im Rückspiel in London ist für die Eintracht noch alles möglich.

Mitten im Bundesliga-Endspurt traf die SGE vergangenen Donnerstag in der Europa League auf den FC Chelsea. Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Hertha BSC Berlin und vor dem wichtigen Sechs-Punkte-Spiel in Leverkusen spielte Eintracht Frankfurt im Hinspiel um ein gutes Ergebnis gegen den englischen Spitzenklub. Es war das letzte Heimspiel in der Europa League für diese Saison und auch dieses Mal verwandelten die Fans den Abend in eine unvergessliche Europacup-Nacht. Die Eintracht rang dem großen FC Chelsea ein 1:1-Unentschieden ab und hat im Rückspiel keine unlösbare Aufgabe vor der Brust. SGE4EVER.de hat das Hinspiel gegen Chelsea wie immer noch einmal analysiert:

Hinten kompakt stehen und vorne Nadelstiche setzen

So gut wie alle Statistiken sprechen auch nach dem Spiel für Chelsea: mehr Torschüsse, weniger Fehlpässe, mehr Ballbesitz. Alles andere wäre auch überraschend, denn die „Blues“ sind nach wie vor der klare Favorit in diesem Duell. Mit dem Anpfiff waren die Gäste zumindest optisch überlegen und fanden gegen die kompakt stehende Defensive der Hessen keine Mittel. SGE-Trainer Adi Hütter setzte auf eine defensive Aufstellung und brachte mit Simon Falette einen Innenverteidiger für den gesperrten Ante Rebic. Makoto Hasebe rückte dafür in das zentraldefensive Mittelfeld und ließ sich im Spielaufbau neben den zentral spielenden Martin Hinteregger zurück fallen. Neben den beiden Dauerbrennern Danny da Costa und Filip Kostic waren Mijat Gacinovic und Luka Jovic die einzigen offensiven Spieler in Hütters Startelf. Die Marschroute war damit klar: hinten nichts zu lassen. Der Plan des Österreichers ging zunächst auf, da die Engländer, vermutlich von der Atmosphäre überwältigt, noch nicht das zeigten, zu was sie fähig sind. Mitte der ersten Hälfte gewann die Eintracht immer mehr Zweikämpfe und somit auch Bälle. Insgesamt entschieden die Hessen mit 47 Prozent fast jeden zweiten Zweikampf für sich.

Nach Jovic-Tor dreht Chelsea auf

Der Kampfgeist, der gegen Berlin oder Wolfsburg vermisst wurde, war zurückgekehrt. So war es Jovic, der sein Tor selbst einleitete. Im Mittelfeld eroberte der junge Serbe den Ball und nahm den mitgelaufenen Kostic mit, der Jovic mit einer Zuckerflanke genau zwischen Chelseas Innenverteidigern David Luiz und Andreas Christensen bediente. Jovic vollendete mit dem Kopf zur 1:0-Führung (23.). Der Rückstand war für den FC Chelsea wie eine Art Weckruf. Je mehr sich die Halbzeitpause anbahnte, desto stärker wurden die Gäste. Vor allem im Eins-gegen-eins zeigten die „Blues“ ihr individuelle Klasse und spielten sich nach schönen Pass-Stafetten gefährliche Torchancen heraus. Zunächst verpasste Ruben Loftus-Cheek den Ausgleich nur um Zentimeter (43.), ehe Flügelstürmer Pedro mit dem Pausenpfiff das 1:1 erzielte (45.). In diesem Zeitraum schwamm die SGE gewaltig im eigenen Strafraum und verlor die entscheidenen Zweikämpfe – so wie Falette, dem es vor dem Ausgleich nicht gelang, den Ball vernünftig vor Loftus-Cheek zu klären, bevor Pedro seinen vierten Treffer in der diesjährigen Euroleague-Saison markierte.

Kompakte Eintracht hält gegen Chelsea-Offensive Stand

Chelsea tat der Ausgleich gut, denn die die Londoner kamen mit großer Spielfreude aus der Kabine. Direkt nach der Pause stellte die Mannschaft von Trainer Maurizio Sarri unter Beweis, warum sie in die Champions League wollen. Gekonnt ließen die Gäste den Ball mit einer Passquote von 83 Prozent laufen, sodass die Eintracht es nicht schaffte, den Gegner systematisch anzulaufen. Daher zog sich die SGE zurück und bettelte nach der Pause förmlich um den zweiten Gegentreffer. Martin Hinteregger, der dieses Mal in der zentralen Innenverteidigung auflief, gelang es immerhin Olivier Giroud, Chelseas Top-Torjäger in der Europa League, aus dem Spiel zu nehmen. Aber die Engländer sind eben ein solches Top-Team, das nicht von nur einem Spieler abhängig ist, und gaben in den 90 Minuten zehn Torschüsse mehr ab als die Adler. Die Schlussviertelstunde entwickelte sich dann allerdings zu einem offenen Schlagabtausch. Es schien als hätte die Hütter-Elf ihre Kraft für eine letzten Schlussoffensive gespart. Der eingewechselte Gonçalo Paciência und Kapitän David Abraham hatten gute Chancen, das zugegebenermaßen glückliche 2:1 zu erzielen. Aber auch das Remis geht unter dem Strich in Ordnung, da auch bei da Costa, der die rechte Seite hoch und runter lief, eine Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Wochen zu sehen war. Die Mannschaft ließ erneut ihr Herz auf dem Platz, weil jeder für den anderen da war, und bleibt in Europa vor heimischer Kulisse weiter ungeschlagen.

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4 Kommentare

  1. Ich hab jetzt den ultimativen Kniff gefunden, wie wir sowohl das Finale erreichen, den Cup holen als auch den vierten Platz in der Bundesliga bis zum Saisonende halten.

    Ich hab mit meiner damaligen neuen Freundin auf dem Platz vor der Paulskirche das Trauma von Rostock live miterlebt. Kaum war sie da, ging es mit der Eintracht bergab. Die Alte wird jetzt gekickt und ganz Frankfurt mir für immer dankbar sein.

    Wenn’s nicht klappt könnt ihr davon ausgehen, dass ich noch immer glücklich verheiratet bin.

  2. LOL

    und was machst Du wenns einen Teilerfolg gibt?

    ….gibts ne Teilscheidung 🙂

    wie bei Diät-Kotz, da kotzt man nur die Hälfte :-))))))))))

  3. Na das ist ja auch kein Rezept, es sollte schon einfacher gehen, einfach mal treffen, haha

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