Die Vorfreude auf die neue Saison ist Elias Baum anzumerken. Im Trainingslager am Chiemsee präsentiert sich der Rechtsverteidiger voller Energie – und mit der Überzeugung, dass ihm der Fußball unter Adi Hütter bestens liegt. Das intensive Pressing, die Rolle im neuen System und die Stimmung innerhalb der Mannschaft stimmen den 20-Jährigen optimistisch.
Dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft derzeit ausgesprochen gut ist, spürt Baum vom ersten Tag an. Der 20-Jährige genießt die Vorbereitung und fühlt sich nach der Sommerpause bereit für die kommenden Aufgaben. „Persönlich fühle ich mich sehr, sehr frisch und mit neuer Energie“, sagte Baum bei „Eintracht TV“. Einen großen Anteil daran habe die Atmosphäre innerhalb des Teams: „Es macht mit den Jungs großen Spaß.“ Besonders die Trainingsarbeit unter Adi Hütter hinterlasse bislang einen starken Eindruck: „Die Einheiten sind echt top – von der Energie und den Übungen her. Jeder gibt Vollgas. Man merkt, dass eine neue Euphorie da ist.“
Diese neue Euphorie spiegelt sich für Baum auch in der Spielweise wider. Besonders das intensive Pressing entspricht genau seinen Vorstellungen vom Fußball: „Ich harmoniere sehr damit. Das ist das, was ich mag als Spieler, die Intensität reinzubringen.“ Vor allem das hohe Anlaufen hält der Außenverteidiger für den richtigen Ansatz. „Hohes Pressing ist meiner Meinung nach immer das Beste“, so der Rechtsverteidiger, der weiter erklärt: Umso früher man den Ball gewinnt, umso kürzer ist der Weg nach vorne.“ Die ersten Eindrücke stimmen ihn optimistisch: „Es hat in den letzten Spielen schon ganz gut funktioniert, auch wenn es nicht die besten Gegner waren.“ Besonders wohl fühlt sich Baum im neuen 4-2-2-2-System von Adi Hütter. Die Rolle auf der rechten Außenbahn komme seinen Stärken entgegen: „Ich finde die Position echt super, weil es genau auf meinen Stil passt. Wenn der Zehner innen steht, kann ich die Außenlinie beackern.“ Deshalb sieht Baum ideale Voraussetzungen für sein eigenes Spiel: „Das ist genau mein Stil und der spielt mir in die Karten.“
Unterstützung erhält der Rechtsverteidiger dabei von einem alten Bekannten. Mit Alex Meier arbeitet ausgerechnet der Trainer wieder eng zusammen, der ihn bereits im Nachwuchs entscheidend geprägt hat. Dass sich ihre Wege nun erneut kreuzen, bezeichnet Baum als besondere Geschichte. Vor allem im individuellen Training profitiere er von der Zusammenarbeit: „Wir haben schon eine besondere Beziehung, auch was Individualtraining angeht. Wir wollen auch im Trainingslager wieder an den Sachen arbeiten, wo bei mir noch Potenzial ist.“ Neben Meier hebt Baum bei seinen größten Mentoren auch Horst Steffen hervor, unter dem er während seiner Leihe bei der SV Elversberg wichtige Erfahrungen sammeln konnte.
Dass der Weg zum Profi nicht immer einfach war, zeigte sich besonders in der vergangenen Saison. Parallel zum Fußball musste Baum auch sein Abitur absolvieren. „Es war eine starke Doppelbelastung“, erklärt er. Zusätzlich warf ihn eine Verletzung zurück: „Im ersten Halbjahr kam noch Pech durch Verletzungen hinzu.“ Trotz der schwierigen Phase zieht er heute ein positives Fazit: „Es war anstrengend, aber am Ende hat es sich gelohnt, weil ich das Abi bestanden habe.“
Ein klassisch Fußballidol hatte Baum nie. Erst mit dem Wechsel auf die Außenverteidigerposition orientierte er sich an einem der Größten seines Fachs: „Als ich in Richtung Außenverteidigung gegangen bin, habe ich mir Videos von Philipp Lahm angeschaut. Er hat es sehr clever gemacht. Er hat eine Spielart, die ich präferiere.“ Aktuell sieht Baum einen Außenverteidiger von Paris St. Germain an der Weltspitze: „Ich würde Achraf Hakimi sagen.“ Vor allem dessen Offensivqualitäten imponieren ihm: „Er ist unglaublich, was seinen Offensivdrang angeht. Er kann Spiele mitentscheiden.“
Die Aussagen des Rechtsverteidigers zeigen, dass Baum mit viel Selbstvertrauen und Vorfreude in die neue Saison geht. Das intensive Pressing unter Adi Hütter kommt seinem Spiel entgegen, die Zusammenarbeit mit Alex Meier gibt ihm zusätzliche Impulse und auch abseits des Platzes hat der 20-Jährige wichtige Meilensteine erreicht. Die Voraussetzungen scheinen jedenfalls bestens, um sich in der kommenden Saison endgültig als feste Größe im Frankfurter Profikader zu etablieren.






9 Kommentare
Also so langsam sind die überschwänglichen Liebesbekundungen von allen Seiten zum Trainingslager, zum Adi-Hütter-Fussball, zur Stimmung usw etwas gespenstisch. Ist ja schön zu lesen, ich bin gespannt, ob Taten folgen.
:)
ist halt ein knallharter Konkurrenzkampf und wenn man ein Mikro vor den Schnabel gehalten bekommt - ist es bestimmt von Vorteil dem Trainer etwas Honig um den Mund zuschmieren.
Scherz bei Seite - es ist einfach sehr schön zu hören das die Spieler wieder Freude an ihrem Job haben - und motiviert sind .
Und jeder Spieler weiß - wenn man nicht international vertreten ist . Fallen die englischen Wochen weg ,,, es gibt ca 8-10 Spiele weniger ... also kann man nicht mit der Einstellung - ach irgendwann brauchen die mich eh , ans Werk gehen .
Hallo liebe Eintracht-Gemeinde,
Ich glaube nicht nur die Spieler sind derzeit gut gelaunt wenn das Thema Mannschaft, Trainer und die anstehende Saison zur Sprache kommt, auch ich denke wir Fans werden von einer erwartungsvollen Stimmung erfasst.
Die Spieler spüren das man wieder an Sie glaubt, sie verstehen die taktischen Anforderungen des Trainers, und können dies schon Ansatzweise in den Testspielen umsetzen. Klar ist auch, das noch nicht scharf geschossen wird, soll heißen es geht noch um keine Punkte, dennoch finde ich das eine gewisse Lockerheit den Start in die neue Saison leichter macht.
Was mich auch begeistert ist die Tatsache, dass die jungen die mit ins Trainingslager mitgenommen wurden, sich mit toller Spielfreude und ohne Angst präsentieren.
Das macht Mut für die lang erhoffte Übernahme eines Spielers aus dem NLZ.
Genießen wir den Moment,
auf geht's Forza SGE
Ich denke, dass man auch im Bereich Presse, Außendarstellung, Eintracht TV, öffentliche Trainings und gezielt eingesetzte Interviews bei der Eintracht sich Gedanken gemacht hat und neu aufgestellt hat. Das war letzte Saison eine Katastrophe und ein Abwehrtsstrudel den niemand mehr aufhalten konnte. So manchen Reportern da zuvor zu kommen und erst gar keine Kritik aufkommen zu lassen ist glaube ich der richtige Weg. Weiter so!
An den positiven Aussagen der Spieler kann man erkennen, wie viel durch unseren letzten Trainer kaputt gegangen ist.
Es scheint für alle eine Befreiung zu sein. Die Ansagen von AH sind scheinbar viel verständlicher, das Spielsystem plausibler. Die Leistungsbereitschaft, die man letztes Jahr vermisst hat, ist wohl wieder da. Ich bin gespannt, ob das über die ganze Saison so bleiben wird.
Auf jeden Fall freue ich mich riesig, wenn es wieder losgeht.
Die Leistungsbereitschaft wurde nicht erst unter unserem letzten Trainer stark vermisst sondern auch schon lange davor unter dem Vorgänger , der in meinen Augen auch für die schlechte körperliche Verfassung des Teams verantwortlich war und nicht etwa der letzte, der keine richtige Vorbereitung mit dem Team hatte.
Es ist Sommer, die Sonne scheint, der Golfplatz ist nebenan. Da macht das Leben Spaß. In ein paar Wochen geht es um Punkte, Einsatzzeiten, Kritik von den Medien usw.
Wenn man die Stimmung des jetzigen Trainingslagers mit dem Endspurt in der letzten Saison vergleicht, vergleicht man Äpfel mit Birnen. Schlimm wäre es, wenn die. Stimmung jetzt schon schlecht wäre. Ist sie glücklicherweise nicht.
Ansonsten sollte man diesen Wasserstandsmeldungen aus dem Camp so wenig Bedeutung zumessen, wie den Freundschaftsspielen in der Vorbereitung. Wichtig ist, was ab dem 29.08. passiert.
Ja, auch unter DT war unsere Elf nicht immer bissig.
Bei der Fitness wundert mich nur, dass die aktuellen Werte bei der Eingangsuntersuchung zum Start in die Vorbereitung über den Erwartungen lag. So war es zumindest zu lesen.
@adlersieg: "...wie viel durch unseren letzten Trainer kaputt gegangen ist."
Warum wurde der letzte Trainer denn Anfang des Jahres verpflichtet? Weil vorher alles gut oder ganz war? Doch eher nicht. Wir hatten letzte Saison im Prinzip drei Cheftrainer (Interim inklusive), und trotzdem war der Wurm drin. Reingekrochen in den Eintracht - Apfel (um im Bild zu bleiben) ist er irgendwann in der Hinrunde meiner Meinung nach, und zu diesem Zeitpunkt hatte ich von einem Albert Riera noch nie gehört.
Ich möchte auch daran erinnern, dass der eine oder andere junge Spieler die fast komplett negative Sicht auf den letzten Coach nicht zu teilen scheint. Ebenso hat Riera seine Kritik an der mangelnden Fitness wohl nicht aus der Luft gegriffen - dass der Spanier Mannschaft wie Liga nicht kannte und offenbar selbst kein einfacher Zeitgenosse ist: geschenkt!
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