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Nnamdi Collins will mit der SGE erfolgreicher als vergangene Saison werden. Foto: IMAGO / GEPA pictures

„Es wird keinen Klub mehr geben wie die Eintracht“: Collins bekennt sich zur SGE

Nnamdi Collins ist längst mehr als nur ein talentierter Innenverteidiger bei Eintracht Frankfurt. Er will vorangehen und gemeinsam mit seinen Teamkollegen die vergangene Saison vergessen machen. Im Interview bei „Absolut Eintracht“ sprach der 22-Jährige über seine enge Verbindung zum Verein, den besonderen Rückhalt der Fans, Transfergerüchte, seinen Rat an Neuzugang Noel Aseko und die Freundschaft zu Nathaniel Brown.

Wie eng Collins inzwischen mit der Eintracht verbunden ist, wurde bei seinen Aussagen über den Verein schnell deutlich. Obwohl der Innenverteidiger in den vergangenen Monaten immer wieder mit Klubs aus der Premier League in Verbindung gebracht wurde, beschäftigte ihn ein Abschied nach eigenen Angaben nie ernsthaft: „Ich bin ein sehr entspannter Mensch und bilde mir generell wenig auf solche Spekulationen ein.“ Natürlich nehme er solche Gerüchte wahr: „Natürlich ehrt es einen, wenn Premier-League-Klubs genannt werden.“ Viel mehr als eine Anerkennung seien sie für ihn aber nicht gewesen. Auch der viel diskutierte Beraterwechsel habe nichts an seinen Plänen geändert: „Ich habe mich aber nie mit einem Abgang beschäftigt.“ Während andere über einen Wechsel spekulierten, habe er sich ausschließlich auf seine Rückkehr nach der Verletzung konzentriert. „Ich war vollständig in der Reha-Phase und habe mich auf mein Comeback konzentriert. Ein Wechsel im Sommer war für mich daher kein Thema“, erklärte der Abwehrmann.

Große Dankbarkeit für SGE-Verantwortliche

Stattdessen betont Collins, wie besonders die Eintracht für ihn geworden ist: „Es wird in meiner Karriere keinen Klub mehr geben wie die Eintracht.“ Schließlich sei Frankfurt der Verein gewesen, der ihm den Weg in den Profifußball ermöglicht habe: „Hier bin ich zum Profi geworden, das kann mir kein anderer Verein mehr geben.“ Entsprechend dankbar zeigt er sich gegenüber den Verantwortlichen: „Es waren Dino Toppmöller, Markus Krösche und Timmo Hardung, die mir dieses Vertrauen geschenkt haben.“ Für Collins steht deshalb fest: „Die Eintracht wird immer etwas Besonderes für mich bleiben.“ Mit einem Lachen fügte er an: „Das soll jetzt aber nicht nach Abschied klingen.“

Mindestens genauso emotional sprach Collins über die Fans: „Die Fans bedeuten mir alles.“ Besonders die schwierigen Phasen der vergangenen Saison hätten ihm gezeigt, wie außergewöhnlich die Unterstützung in Frankfurt sei. „Ich konnte in Frankfurt schon viel aufsaugen und verstehe, wie die Fans und die Stadt ticken.“ Gerade deshalb versucht er inzwischen, seine Erfahrungen an jüngere Mitspieler weiterzugeben. „Ich kann meinen jungen Kollegen beispielsweise mit auf den Weg geben, dass man Kritik von außen nicht persönlich nehmen darf, sondern weiter hart arbeitet und an sich selbst glaubt.“ Sein Grundsatz lautet: „Mit guter Leistung kann man jeden von sich überzeugen.“

Lob für Aseko

Auch bei möglichen Neuzugängen übernimmt Collins bereits Verantwortung. Als sich ein Wechsel von Noel Aseko zur Eintracht anbahnte, schrieb er dem Mittelfeldspieler kurzerhand selbst eine Nachricht. „Ich möchte dir nicht zu nahetreten, aber wenn da etwas dran sein sollte, dann komm auf jeden Fall zur Eintracht“, verriet Collins lachend. Heute freut er sich, dass der Transfer zustande gekommen ist. Sportlich hält Collins große Stücke auf den Neuzugang: „Noel ist ein ballsicherer Spieler, der selten Bälle verliert und der Mannschaft dadurch defensiven Halt geben kann.“ Besonders die Mischung aus Spielstärke und Zweikampfführung habe ihn überzeugt. „Es ist ein guter Mix aus Ballsicherheit und aggressivem Defensivverhalten, der auf der Sechs oder der Acht Gold wert ist.“ Dass sich Aseko selbst mit N’Golo Kanté verglichen habe, könne er nachvollziehen: „Da hat er sich in meinen Augen einen passenden Vergleich ausgesucht.“

Ein großes Thema bleibt für Collins auch der Wechsel seines engen Freundes Nathaniel Brown zum FC Bayern München. Gemeinsam mit Can Uzun bildete Brown zuletzt eine feste Clique innerhalb der Mannschaft. „Can und ich vermissen Nene Brown natürlich und ich denke, er vermisst uns auch.“ Gleichzeitig freue er sich ehrlich für dessen Entwicklung. „Es freut mich für Nene, dass alles so funktioniert hat und er glücklich ist.“ Rückblickend sei Browns Aufstieg außergewöhnlich gewesen. „Diese Entwicklungskurve inklusive der WM-Teilnahme konnte man natürlich nicht erahnen.“ Collins ist überzeugt, dass sich sein Freund den Wechsel verdient hat. „Nene kann stolz auf sich sein.“ Gleichzeitig blickt er optimistisch nach vorne. Mit Spielern wie Younes Ebnoutalib, Ayoube Amaimouni-Echghouyab oder Noel Aseko wachse bereits die nächste junge Gruppe innerhalb der Mannschaft zusammen.

Das Interview zeigt, wie sehr Collins inzwischen in Frankfurt verwurzelt ist. Trotz wachsender Aufmerksamkeit und Transfergerüchten identifiziert sich der Innenverteidiger vollständig mit der Eintracht. Seine Aussagen machen deutlich, dass er seine Zukunft aktuell am Main sieht – und dass der Verein für ihn weit mehr ist als nur die nächste Station seiner Karriere.

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