Nach der Trennung von Albert Riera dürfte die Trainersuche bei der Frankfurter Eintracht auf Hochtouren laufen.Zuletzt wurden dabei immer wieder die Namen von Ex-SGE-Coach Adi Hütter und Matthias Jaissle, derzeit in Saudi-Arabien aktiv, gehandelt. In der „Bild“ hat sich nun auch Eintracht-Urgestein Timothy Chandler zur Trainerfrage geäußert – und dabei vor allem einen klaren Wunsch formuliert: Die Mannschaft müsse sich unabhängig vom Coach selbst hinterfragen.
Besonders zu einer möglichen Rückkehr von Adi Hütter fand Chandler warme Worte. Der Österreicher hatte die Hessen bereits zwischen 2018 und 2021 trainiert und dabei unter anderem ins Halbfinale der Europa League geführt. „Ich denke, wir hatten auf jeden Fall unter ihm eine gute Zeit“, sagte Chandler. Vor allem die Spielweise unter Hütter ist dem Rechtsverteidiger offenbar positiv in Erinnerung geblieben: „Wir haben einen sehr energiereichen Fußball und Power-Fußball gespielt.“ Auch menschlich scheint der frühere Eintracht-Coach bei Chandler weiterhin hoch im Kurs zu stehen. „Adi hat hier auch eine gute Zeit gehabt, hat hier immer noch ein gutes Standing“, erklärte der 36-Jährige. Sollte sich die Eintracht am Ende tatsächlich für eine Rückholaktion entscheiden, würde Chandler das begrüßen: „Und wenn er es am Ende wird, freue ich mich natürlich, wieder einen alten Bekannten zu sehen bei Frankfurt. Dann würde es auch vorwärtsgehen.“
Neben Hütter gilt allerdings auch Matthias Jaissle weiterhin als heißer Kandidat. Der ehemalige Salzburg-Coach steht derzeit noch bei al-Ahli unter Vertrag, soll einem Engagement in Frankfurt laut verschiedenen Medienberichten aber offen gegenüberstehen. Für Chandler spielt der konkrete Name am Ende allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sei, dass Verein und Mannschaft gemeinsam die richtigen Schlüsse aus der enttäuschenden Saison ziehen. „Ich denke, jeder Trainer hat was anderes, was Besonderes an sich“, sagte Chandler diplomatisch und sprach gleichzeitig dem Vorstand um Axel Hellmann und Markus Krösche sein Vertrauen aus: „Ich denke, dass die Herren im Vorstand da den Richtigen wählen würden, der zu Eintracht Frankfurt passt.“
Gleichzeitig nahm der Fan-Liebling aber ausdrücklich auch die Mannschaft in die Pflicht. „Wichtig ist einfach, dass die Mannschaft sich auch darauf einstellt, dass die Mannschaft dann auch an sich arbeitet“, forderte Chandler. Gerade nach den enttäuschenden Auftritten der vergangenen Monate müsse sich das Team kritisch hinterfragen. „Dass wir uns auch mal überprüfen, dass wir die Sachen richtig umsetzen auf dem Feld“, erklärte der Routinier. Für Chandler steht deshalb fest: Der Erfolg hängt nicht allein vom neuen Trainer ab. „Wenn das passt, dann ist es eigentlich egal, wer an der Seitenlinie steht. Hauptsache, er feuert uns richtig mit Dampf an“, sagte der Rechtsverteidiger – und beschrieb damit genau die Mentalität, die der Eintracht zuletzt häufig gefehlt hatte. Zum Abschluss machte Chandler den Fans dann noch eine klare Ansage – und gleichzeitig Hoffnung auf eine bessere Zukunft. „Im Sommer werden wir mit neuer Energie starten“, versprach der Publikumsliebling. Und weiter: „Ich kann euch versprechen: Es wird ein anderes Jahr sein.“






3 Kommentare
Das sind Worte, denen man Vertrauen schenken kann. Chandler hat hier ja alles und jeden erlebt.
Von Hütter oder Jaissle wäre ich begeistert, ansonsten haut mich keiner der Mediengenannten um.
Auf jeden Fall wird die Sommerpause spannender als die abgelaufene Saison.
Timmy, Insider, Eintrachtversteher, in Harmonie mit so ziemlich allen Klub-Ebenen...ob da einer mehr als seine eigene Einschätzung präsentiert und vielleicht schon ein gutes Stück Tendenz
so ganz unverbindlich Preis gibt?
Mir würde es gefallen, mit AH.
Ich wäre auch bereit, meine Vorbehalte gegen Hütter hintanzustellen, die ich natürlich wie viele andere Fans aufgrund seines Abgangs hatte.
Kurioserweise war das Abrutschen von dem CL-Platz 4 in der Tabelle auf der Zielgeraden der Saison 2021/22 (wozu die Querelen um Hütters Abgang sicherlich beitrugen) mehr Segen als Fluch für die Eintracht und haben uns im Jahr darauf den Europapokal-Sieg beschert.
Also was soll's, auf ein Neues!
Jedenfalls von mir aus.
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