Kevin-Prince Boateng und Sportvorstand Fredi Bobic: Zwei Männer, ein Wort.

Nach nur einem Jahr in Frankfurt verlässt Kevin-Prince Boateng die Eintracht schon wieder. Ein Jahr, in dem der 31-Jährige wohl all seine Kritiker eines Besseren belehrt hat. Ein Jahr, in dem Boateng der Eintracht sein Gesicht geliehen hat und in dem er Anführer einer historischen Mannschaft war. Sein Abgang wiegt schwer und doch sind die Gründe dahinter vielfältig und mehr als verständlich, wie unser Mitarbeiter Benjamin Heinrich findet.

Gentlemen-Agreement mit Bobic – Geld ist für Boateng nicht alles

Der 18. August 2017. Eine ganze Stadt in Aufruhr. Ein Prinz kommt nach Frankfurt und soll mit der Eintracht die Liga erobern. Die Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng schlug an jenem Tag hohe Wellen. Und schon an seinem ersten offiziellen Arbeitstag machte der Mittelfeldmann klar, dass er zur SGE gekommen ist, um zu siegen. Maßgeblich für den Wechsel: Die Beziehung zu den sportlich Verantwortlichen. Mit Fredi Bobic und Niko Kovac kickte er einst in Berlin zusammen. Für die zwei wagte er den Schritt zurück in die Bundesliga, die er als gebrandmarktes Kind verlassen hatte. Teil des Transfers war aber auch ein Gentlemen-Agreement zwischen Bobic und Boateng. Sollte sich der gebürtige Berliner während seines Vertrages bis 2020 dazu entscheiden, wieder in seine Wahlheimat Italien zurückzukehren, wird die Eintracht ihn daran nicht hindern.

Ein Jahr später ist es soweit. Nach dem Höhepunkt seiner Karriere in Deutschland – dem Pokalsieg mit den Hessen – bittet Boateng die Verantwortlichen um die Freigabe. Dass es bei dem Wechsel nicht um Geld geht, wird schnell deutlich, wenn man betrachtet, wohin der Halbbruder von Noch-Weltmeister Jerome Boateng wechselt. Sassuolo Calcio ist in der Fußballprovinz Italiens anzusiedeln. Tabellen-Elfter der Vorsaison, eine 40.000-Einwohner-Stadt südlich von Modena. Und eben nur knappe zwei Autostunden entfernt von Boatengs Lebensmittelpunkt Mailand. Irgendwo dazwischen kann er sich nun auf dem Land ein schönes Anwesen kaufen. Die Großstadt ist nichts mehr für ihn, das betonte er schon vor dem Pokalfinale. Und auch wenn er in Frankfurt durchaus heimisch geworden ist, ist dieser Schritt absolut nachvollziehbar. Das allerdings dürfte nicht der einzige Beweggrund Boatengs sein.

Besser geht nicht mehr – Boateng auf dem Höhepunkt

Mit nun 31 Jahren ist Boateng noch in einem ordentlichen Fußballalter. Große Sprünge sind aber nicht mehr zu erwarten. Seine Entwicklung dürfte in der vergangenen Saison tatsächlich auf dem Höhepunkt angekommen sein. Toppen wird die Eintracht die vergangene Spielzeit mit Pokalsieg und Qualifikation für Europa bis 2020 wohl ohnehin nicht mehr. Und auch beim Prinzen dürfte es mehr als fragwürdig sein, dass er eine solche Saison noch einmal hinlegen kann. 36 Pflichtspiele, sechs Tore, zwei Vorlagen und eine Rolle im Team, die ihm so wohl niemand zugetraut hätte. Sicher. Auch Boateng nahm sich in Spielen hin und wieder eine Auszeit, aber selbst in schlechten Spielen war er präsent und riss den Fokus des Gegners auf sich, so dass andere glänzen konnten. Ob er eine solche Runde aber selbst noch einmal leisten kann, ob er sich nach dem Pokaltriumph noch einmal genauso motivieren kann. Diese Frage dürfte sich Boateng gestellt haben.

Mit dem neuen Trainer Adi Hütter kommt auch ein neuer Spielstil, der gerade für die Offensivspieler noch laufintensiver werden dürfte. Für Boateng würde das im Prinzip bedeuten: nochmal eine Schippe drauflegen können. Eine Herausforderung, die er sich möglicherweise nicht mehr zugetraut hat. Hinzu kommt, dass durch die Abgänge von Marius Wolf und Omar Mascarell seine besten Kumpels in der Mannschaft ebenso wie Vaterfigur Kovac bereits den Abgang gemacht haben. Die Frage, die sich gestellt haben dürfte: Was hält ihn noch in Frankfurt? Und wie will er die vergangene Saison toppen? Ein bisschen erinnert diese Entscheidung auch an das Karriereende von Philipp Lahm. Wohl durchdacht wählte dieser sein Karrierende zu einem äußerst frühen Zeitpunkt. Zu einer Zeit, in der er noch zu Höchstleistungen im Stande war. Auch Boateng wollte einen möglichen Leistungsabfall in Frankfurt nicht mehr erleben und wird den Fans mit den Bildern aus Berlin und vom Frankfurter Römer in Erinnerung bleiben. Und auch die Eintracht könnte den Glauben an eine solche Leistung wie im vergagenen Jahr verloren haben. Dass der neue Coach nicht einmal mit dem Führungsspieler schlechthin vor dem Trainingsstart nicht mal gesprochen hat? Ihn nicht versucht hat, auf seine Seite zu bekommen? Das muss nicht, aber kann auch als klares Zeichen gewertet werden.

Als Prinz gekommen, als König gegangen – Eintracht zeigt Größe

In Frankfurt hat sich Boateng ein Denkmal gebaut. Er ist als Prinz gekommen und geht als König. Wie ein deutsches Sprichwort passend zusammenfasst: Wenn’s am schönsten ist, sollte man gehen. Besser wäre es für Boateng mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bei der Eintracht nicht mehr geworden. Dass der Höhepunkt seiner Zeit in der Bankenstadt schon nach nur einer Saison erreicht wird – damit hatten wohl auch die kühnsten Träumer im vergangenen Jahr nicht gerechnet. Er selbst kann nun als Sieger gehen, als Gewinner. Ein Gefühl, dass er aus der Bundesliga nicht kennt. Boateng wird in jedem Fall eine Lücke hinterlassen, die einer alleine ganz sicher nicht füllen kann. Er hat geprägt. Auf und neben dem Platz. Hat dem Verein und der gesamtem Liga Glanz geschenkt und gleichzeitig mit seinem Engagement fernab des Rasens Zeichen gesetzt. Die Eintracht hingegen setzt in dieser Zeit ebenfalls ein Zeichen. Ein Zeichen der Menschlichkeit. Ein Zeichen der Ehre. Bei Bobic, Hübner & Co zählt noch ein Wort zwischen Männern. Das ist äußerst sympathisch in Zeiten, wo das Söldnertum größer denn je gelebt wird. Es gibt mir persönlich auch ein ganz klein bisschen das Gefühl, dass der Fußball doch noch Fußball ist und nicht nur Geschäft und Kommerz. Am Ende wird es auch eine Frage der Ehre sein, dass die Fans Boatengs Wirken als solches anerkennen und ihn mit derselben Wertschätzung verabschieden, wie es die Verantwortlichen in diesen Tagen tun. Danke, Prince! Und Arrividerci!

Autor Benny Heinrich

Benny HeinrichBenjamin Heinrich (27), ein "echter Frankfurter Bub", der seit 2003 eine Dauerkarte für die Nordwestkurve besitzt, ist seit Ende 2016 bei SGE4EVER.de und ist nicht zuletzt auf Grund seines Germanistikstudiums ein echter Allrounder. Ob kritische Kommentare, kompakte Zusammenfassungen oder als Reporter vor Ort. Durch seine Tätigkeit als Funktionär im Frankfurter Amateurfußball hat er darüber hinaus tiefen Einblick in die Materie.

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44 Kommentare

  1. Dieser Kommentar hat für mich ein „Geschmäckle“ … so etwas von … „Wir reden uns diesen Abgang sachlich und schön“.

    Sicherlich sind die familiären Beweggründe, die Aussicht auf ein kleines nettes Häuschen am Gardasee und wirklich (!!!) frischer italienischer Pasta nachvollziehbar, aber ich hätte KPB gerne noch das eine Jahr bei der SGE gesehen – gerade bei dem Start mit dem neuen Trainer.

    Ich denke auch nicht, dass KPB die Anforderungen des neues Trainers hinsichtlich Geschwindigkeit und Ausdauer nicht erfüllt hätte. In diesem Kommentar wird ja geradewegs so getan, als ob ein 31-jähriger Profi auf dem absteigenden Ast sein muss.

    Letztlich spielt das aber keine Rolle, weil der Drops gelutscht ist. Wir alle müssen darauf vertrauen, dass die Verantwortlichen der SGE Ihr Handwerk verstehen und in den letzten beiden Jahren wurde mehr richtig als falsch gemacht – der Pokalsieg erbringt den definitiven Beweis dafür.

  2. oh Hesse
    insofern erübrigen sich Deine Worte, eine Situation ist eingetreten, die schon allen Beteiligten während der Saison klar war bzw. womit man rechnen konnte. In Zeiten wie diesen ist es für mich persönlich ein absolut positives Zeichen, wie der Wechsel über die Bühne geht.
    Alles Gute KPB, ich schau im Urlaub mal vorbei

  3. ALFRED PFAFF
    ISTVAN SZTANI
    JÜRGEN GRABOWSKI
    BERND HÖLZENBEIN
    CHARLY KÖRBEL
    BERND NICKEL
    BUM-KUN CHA
    BRUNO PEZZEY
    ULI STEIN
    ANDREAS KÖPKE
    UWE BEIN
    ANDREAS MÖLLER
    ANTHONY YEBOAH
    JAY-KAY OKOCHA
    ALEX MEIER
    KEVIN-PRINCE BOATENG

    Schon klar, die Kategorie ‚unersetzlich‘ ist weder steiger- noch minimierbar.
    Gerade deshalb würde ich KPB in die oben aufgeführte ewige Liste der tatsächlich und absolut unersetzlichen Eintrachthelden vorbehaltlos aufnehmen. Man mag zurecht einwänden, dass eine kaum einjährige Stippvisite dieses vielleicht nicht rechtfertigt.
    Ich aber würde sagen: Wer in weniger als 10 Monaten persönlich wie sportlich auf Selbstbewusstsein, Geschick und Erfolg einer Mannschaft und eines Vereins sowie auf dessen nachhaltige Reputation derartig Einfluß nimmt, der gehört sicherlich zu den größten Spielern dieses Clubs.

  4. @zizou
    Ich würde Lajos Detari rein- und Andy Köpke rausnehmen. Aber natürlich unterliegt diese Liste einem gehörigem Quantum Subjektivität.

    In Sachen Prince:
    Nett von Bobic, Prince ohne großes Tamtam gehen zu lassen. Mehr nicht. Hier einen Bogen ziehen zu wollen zu „Menschlichkeit“ und Antikommerz ist dann doch ein wenig weit hergeholt…. dafür hat Fredi in der Causa AM14 alles dafür getan, genau das Gegenteil zu beweisen.
    Ich denke, seine Reputation stand auf dem Spiel und in der Branche kleidet man sich nicht so gerne mit dem Mantel des Wortbruchs.
    Wie auch immer: gut, dass er so entschieden hat. Prince hat es verdient. Der Mann wird unvergessen bleiben. Aber auch für ihn werden wir unvergessen bleiben. Frankfurt und die SGE war letztendlich seine beste Station in Deutschland. Er verlässt uns als Prince Phönix.
    Alles Gute Prince. Wirst mir fehlen. Bist ein Großer.

  5. Für mich persönlich ist der Kommentar treffend und auf den Punkt: Respekt Benjamin für einen 27 jährigen auch sehr reflektiert.
    Ich persönlich bin wahnsinnig stolz auf unsere SGE und das coole daran, ich wäre es auch ohne den Pokalsieg. Was der Verein sich in den letzten Monaten für ein Standing erarbeitet hat ist genial und deckt sich zu 100% mit meinen Prinzipien. Das ist es für mich, was Fan sein ausmacht. Welche Prinzipien und welche Werte vertritt mein Verein, Abseits von Erfolg oder Misserfolg. Umgang mit Heribert, Verlängerung von FLum/ Medo nach den schweren Verletzungen, Rückgrat im Kovac Streit, Umgang mit AFD und die Aufarbeitung der Ära Nachkriegspräsident. Da passt „ein Mann (Verein) ein Wort“ total ins Bild und das macht mich stolz.
    Schönes WE Allen

  6. Ich bin einfach sehr traurig das Kevin geht. Man hätte es eventuell bis zur Winterpause verschieben sollen.
    Der Leader ist jetzt weg,es wird schwierig (er)ohne ihn.
    Kevin dir alles gude und vielen dank das du da warst, Bruda!

  7. Finde es auch schade, dass der Prinz geht. Ich denke er hätte sehr wohl mit 31 Jahren im besten Alter mithalten und beitragen können – nicht nur als leader, nicht nur außerhalb des Platzes, sondern vor allem auch noch darauf!

    Aber, und da bin ich beim Rest des Kommentars und vor allem bei @6. gallus373: so wie es gelaufen ist, ist es gut so! Sportlich, fair, menschlich. NAtürlich wie andere anmerken auch auch teilweise aus Kalkulation, aber eben aus der Kalkulation heraus, dass man dieses Image für den Verein will.

    Das einzige, was für mich nicht passt ist die Sache mit AMFG… 🙁

  8. @ 5) Sehe es in der Causa Prince genauso wie Du. Das jetzt aufzuhängen „ein Mann, ein Wort“ ist für mich nur Marketing um das Umfeld ruhig zu halten. Für mich hat die Art und Weise des Abgangs von AM auch gezeigt, wo der Hase in Zukunft langläuft. Ich bin Prince auch dankbar für das letzte Jahr, aber mehr auch nicht. Hier wird von Vereinsseite mehr Wirbel veranstaltet und Honig ausgeschüttet als den sauberen Abgang eines verdienten Spielers zu kommentieren, der sich nicht nur 1 Jahr verdient gemacht hat, sondern sich 14 Jahre den Arsch aufgerissen, auf viel Geld verzichtet und für die Eintracht in Summe weit mehr geleistet hat. Aber das ist ja Schnee von gestern.

    Ich freu mich, wenn es endlich wieder los geht und wir sehen können, was die „neue“ Eintracht leisten wird 🙂

  9. Mir wäre am liebsten gewesen, wenn er geblieben wäre. Wenn das nicht geht, hätte ich auf eine hohe Ablöse gehofft. Das war jetzt wohl auch schwierig aber gibt es nur schwarz oder weiß? Gut, niemand kennt die Ablöse-Modalitäten aber wieso sollte es für einen italienischen Erstligisten nicht möglich sein, für einen Leader, Stammspieler und aktuellen Pokalsieger zumindest 5Mio. an Ablöse zu bezahlen? Ist doch trotzdem ein Schnäppchen. Man hätte das ganze ja vertraglich irgendwie gestalten können. Ratenzahlungen oder eine entsprechende Auflaufprämie um dem aufnehmenden Verein alle Risiken zu nehmen. Wenn er in der neuen Saison aber 30 Spiele macht, dann haben die Italiener definitiv einen Mehrwert und KPB verliert auf der anderen Seite ja nichts. Vielleicht wäre ja auch ein Tauschgeschäft oder sonst was möglich gewesen. Wir sind die Mutter Theresa und die moralische Instanz der Bundesliga. Super, wenn jeder ein reines Gewissen hat aber wenn ich im Geschäft meine Ware an alle Verschenke, dann hab ich viel Absatz, die Produktion ist ausgelastet aber irgendwann (und zwar vermutlich recht bald) fahr ich das Ding doch gegen die Wand. Hätte man zumindest 2 Mio. mitgenommen und dafür Alex Meier noch nen 1 Jahres Vertrag gegeben und damit sein Gehalt bezahlt, wäre die Stimmung wohl auch wieder etwas besser aber so. Mit Spielern aus der Deutschen, Spanischen und Französischen 2. Liga wird es schwer das Niveau zu halten (und eigentlich will man sich ja eher weiterentwickeln statt zu stagnieren). Ich seh schon, wie der Adi nach den ersten Niederlagen von manchen zerrissen wird obwohl wir 50% unseres Stamms verloren haben und selbst Top-Leute erst ne gewisse Anlaufzeit benötigen.

  10. Sehr guter Artikel. Da gibt es meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen.

    Daher finde ich die Kommentare zu AMFG unpassend. Nicht weil ich den Umgang mit ihm gut heisse (im Gegenteil, das war absolut nicht in Ordnung!) sondern weil es nichts mit dem Wechsel und dem Verdienst von Boateng für die eintr8 zu tun hat.

  11. Ich bin da ein wenig Zwiegestalten was den Abgang betrifft, aber es ist halt so. Zum besagten Denkmal hat es nach einer Saison für mich nicht gereicht, aber auch das spielt nun keine Rolle. Er kam kurzfristig und überraschend für den verletzten Fabian und war auch abseits des Feldes ein Charakter; nun hat er seine Prioritäten anders gesetzt.
    Ich frage mich nur warum Sassuolo ihm überhaupt einen Vertrag über 3 Jahre gibt, wohl nur aus symbolischem Charakter. Zum Glück wird das in meiner Branche anders gehandhabt, sonst wäre es auch fatal.

  12. Ich denke auch, dass das Thema AMFG14 mit dem Abgang vom Prince nicht „vermischt“ werden sollte. Im übrigen bin ich der Meinung, dass Bobic/Hübner in beiden Fällen richtig gehandelt haben. Meine Meinung halt.

    Meier hat mehr als ein Jahrzehnt gebraucht, um sich diesen Hero-Status zu erarbeiten. Der Price brauchte dafür eine Saison (Glück).

    Danke Zizou, dass Du in Deiner Liste nicht noch Bindewald, Schur und Zampach aufgeführt hast. 🙂
    (Möller hätte ich gegen Binz getauscht *lach*).

  13. Sehr guter Artikel, danke. Bei der Eintracht ist ein Wort eben noch ein Wort. Das können nicht viele Klubs von sich behaupten. KPB kam ablösefrei und hatte eine Abmachung mit Bobic. Der Prince hat in dieser einen Saison alles für uns gegeben. Warum sollen wir ihn dann nicht wieder, wie abgemacht, ablösefrei gehen lassen? Außerdem merkt er wahrscheinlich selbst, dass er auf diesem Niveau nicht mehr lange spielen kann und erst recht nicht im System Hütter.

    Ich sehe es wie @4 Zizou. Danke KPB und alles Gute!

  14. Natürlich „darf“ ich die Abgänge von Prince und Alex vermischen, wenn (!!) der Fokus auf die „Werte“ des Hrn. Bobic gelegt werden. Was sonst? Immerhin hat er beides zu verantworten. Wasch mich, mach mich nicht nass geht weder im Freibad, noch im Friseursalon und auch nicht in einem Bundesliga-Vorstand. Wenn darüber diskutiert wird, dass F. Bobic im Falle des Princen „menschlich und antikommerziell“ gehandelt habe, so „darf“ man doch feststellen, dass diese Werte vier Wochen zuvor in diesem Verein, bei einem anderen Eintrachtler, von eben dieser Person, offensichtlich nicht so zum Tragen gekommen sind!!??

    Mit dem Abgang des KPB selbst, hat die Causa Meier natürlich nichts zu tun. Das wiederum „darf“ man nicht vermischen.

  15. @15
    sehe ich genau so.
    Mir sind ja fast die Tränen gekommen bei dieser ganzen warmherzigen Menschlichkeit plötzlich.
    Und sorry, aber bei mir hat KPB nach einem Jahr keinen Kult- oder Legendenstatus erreicht.
    Im Pokalfinale haben schließlich auch noch ein paar andere gespielt.
    Für mich ist und bleibt AMFG die einzige und letzte große Legende, die den Adler getragen hat.
    Da wird lange nix vergleichbares mehr kommen. Und so großherzig sich FB bei KPB nun präsentiert hat, so jämmerlich war der Umgang mit Meier. Beides scheiße für Eintracht Frankfurt.
    Ich danke hiermit KPB für das gute Jahr, dass er hier gespielt hat. Hätte gerne mehr sein können.

  16. Die Eintracht/Bobic hatten eine Vereinbarung mit Prince. Nur richtig sich an diese zu erinnern und einzuhalten. Welche Vereinbarung hatte die Eintracht/Bobic mit Meier???

  17. „Die Eintracht/Bobic hatten eine Vereinbarung mit Prince. Nur richtig sich an diese zu erinnern und einzuhalten. Welche Vereinbarung hatte die Eintracht/Bobic mit Meier???“
    Offiziell und juristisch bestand die „Vereinbarung“ zwischen der SGE und dem Spieler KPB, siehe Vertrag, bis 2020.
    Der Rest entsprang einem Agreement zwischen Bobic und KPB. Wo blieb das Agreement bei Alex Meier?

  18. Dem möchte ich noch etwas tröstliches hinzufügen. Der Prince geht als Held. Meier wurde von FB/BH bewahrt als Lame Duck vom Hof zu gehen. AMFG14 ist in der Hall of Fame angekommen. Und das ist gut so.

  19. Bitte nicht verwechseln! Man kann Verträge auch mündlich machen. Dem schriftlichen Vertrag bis 2020 wurde dem Vernehmen nach – ich war nicht dabei – eine mündliche Nebenabrede „angehängt“. Bei Herrn Meier gestaltete sich das etwas anders.

  20. @20 das ist aber nicht die Bedeutung von einem Gentlemen’s Agreement, da sich de jure nicht um einen Vertrag handelt.

    Ist doch auch wuppe, denn so kam er ja auch kurzfristig aus dem Vertrag vor einem Jahr raus und zu uns. Daher hätte es mich auch gewundert, wenn es eine Ablöse gegeben hätte außer vielleicht in Naturalien für die SGE Funktionäre.

  21. Nochmals Thema rebic, wenn ich folgendes lese, ist ja auch schon so gut wie alles gesagt:

    Ot. Ich habe einige Jahre mit Niko Kovac zusammen gearbeitet und das sehr erfolgreich. Im Moment bin ich einzig allein auf die WM fokussiert. Über meine Zukunft können wir gerne nach der WM sprechen.“

    Geht’s wohl wirklich nur noch am Ende um die Höhe der Ablöse. Sehr schade…

  22. Okay, für die einen ist es Gentlemen´s Agreement für die anderen die längste Praline der Welt. 🙂 Wenn ich irgendwo einen Vertrag unterschreibe und man sagt mir – am besten vor Zeugen – “ wenn Du aus dem Vertrag raus willst. kannst du jederzeit raus “ , dann hat das für mich schon was von vertraglicher Nebenabrede.

    Die Frage, warum Alex M. nicht ein ähnliches Agreement geboten wurde, lässt sich leicht beantworten. Weil Bobic und Hübner die Verantwortung tragen. Ganz einfach.

    Im übrigen stellen sich die Fälle unterschiedlich dar. Der Prince wollte weg. Der Gott wollte bleiben.

  23. „Meier wurde von FB/BH bewahrt als Lame Duck vom Hof zu gehen.“
    Eine ganz vermessene und überhebliche Einstellung, findest du nicht?

    Leider scheinst du nicht zu verstehen, was uns (in Sachen AM14) Bobic-Kritiker an dieser ganzen Sache stört.
    Niemand erwartet vom Fußballgott eine Eruption der Leistung oder gar eine Performance in seinem letzten Jahr, die ihn in die Nähe der Nationalelf katapultiert. Es geht um die absolut essentiellen Dinge wie Dankbarkeit, Ehrerbietung, Zusammenhalt, Vereinstreue und Würde, beiderseits.
    Das (!) macht den Unterschied aus, zu jedem anderen Verein, der eben nicht bereit ist, diese Werte auf Kosten seiner Helden und Idole zu investieren.
    Es soll Clubs geben, die für ihre ehemaligen Säulen einfach mal da waren, wenn es sein musste. Das sind dann die Geschichten, die diesen Klub über Generationen hinweg eine besondere Stellung geben, im Vergleich zu dem kühlen, nur berechnend bilanzorientierten Rest des Geschäftes.
    Die SGE war immer so ein Klub. Und Fredi Bobic hat in diesem sehr speziellen Falle mal, und das ist meine feste Überzeugung, ganz und gar nicht die richtige Entscheidung getroffen. Als aktueller Vorstand der SGE zwar, aber nicht in meinem Namen. Und nicht im Namen einer großen Gruppe von Menschen, die dann immer noch Adler sind, wenn FB wahrscheinlich schon längst dem dritten oder vierten Verein nach Eintracht Frankfurt dient.

    Manchmal geht es im Fußball nicht nur um abgespulte Kilometer oder Anzahl der erfolgten Sprints in einem Spiel. Manchmal geht es um viel mehr!

  24. Bis jetzt kann ich nichts Unehrenhaftes von unserem Sportmanagement erkennen, wie hier schon wieder viele spekulieren. Im Gegenteil! Ich bin stolz Frankfurter Fan zu sein weil halt dass, was abgesprochen wurde, auch eingehalten wird. Und Prince ist der einzige Spieler zu dem ich sagen kann: Danke was du für uns getan hast. Alle anderen Abgänge müssten sich bei unsere SGE bedanken, da sie bei uns erst zu dem geworden sind, was sie jetzt sind. Gilt für alle, sei es Hrady, Omar, Wolf oder Kovac. Nicht so bei Prince oder auch Meier. Denen haben wir zu Danken. Alles Gute Bruda!

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  25. Hier geht’s nicht um’s „Vermischen“, sondern um’s Verwischen oder Übertünchen, ja, Zukleistern von Realitäten! Das Hudelschmalz gg. Ende des Beitrags verursacht ja schon beim Querlesen schieres Sodbrennen… von wegen ‚Bei Bobic, Hübner & Co zählt noch ein Wort zwischen Männern‘ und ‚Zeichen der Ehre‘, ‚Zeichen der Menschlichkeit’… (Üüückss)
    Als ob jemand wie KPB aufgrund von mündlichem Austausch bei uns aufschlägt und je nach Laune wieder von dannen zieht. Wer ernstlich glaubt, hier hätte es ein die einschlägigen vertraglichen Festschreibungen vernachlässigendes, gnadenvolles Zugeständnis gegeben, glaubt garantiert auch an den ‚Dynamischen Donnerstag‘. Die einzige Parallele zur Demission vom AMFG ist, dass auch diesmal offiziell Einvernehmen vermeldet wurde – mit dem bescheidenen Unterschied, dass es im Fall Meier die Unwahrheit gewesen ist.

  26. Boateng war ein Geschenk! Für alle Beteiligten! Auch er hat massiv gewonnen, genau wie erhofft. Sein Name wird jetzt in Deutschland wieder mit Sympathie und Erfolg in Verbindung gebracht, nicht mit Stinkstiefel und Skandal. Genau so muss man von der Bühne gehen und deshalb ist er gegangen. Für uns schade, aber für ihn perfekt. Grazie!

  27. Ich war bei den Vertragsabschlüssen nicht dabei. Weder als Meier verlängert hat (mit wem eigentlich?) noch bei dem Superdeal mit dem Prince. Nochmal zum mitschreiben: Bobic/Hübner tragen die Verantwortung. Und deshalb „können“ die das.

    Wer von Euch weiß denn was man Meier angeboten hat? Gar nichts? Kann ich mir nicht vorstellen. Wir sind nicht Gut Aiderbichl. Wenn ein Meier für 1 Mio oder was auch immer über den Platz gestolpert wäre (Wir erinnern uns – Hütter will schnell spielen lassen.), dann gäbe es reichlich Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen und Mitleid für Alex. Es ist schon schlimm genug, welche Kritik Bobic & Co in Sachen Wolf einstecken mussten. Die machen sehr gute Arbeit! Punkt.

  28. ich bin ja so froh, dass es hier so einige gibt, die immer alles besser wissen. Respekt vor soviel Managerwissen.

  29. Ich kapiere es net, was wurde aus Unwahrheit gesagt? ZIZOU Insiderwisser vorhanden?
    Die sportliche Leitung hat entschieden, dass AMFG sportlich nicht mehr ins Konzept passt, mit Mitte 30 wollte man den Platz auch nicht blockieren. Das wurde schon zur Winterpause kommuniziert und auch da wurde am Ende Wort gehalten.
    Die Gemeinsamkeit in beiden Fällen ist, dass für die Mehrheit der Fans beide Entscheidungen unverständlich wirken.
    Und AMFG vom Hof gejagt hat auch keiner (im VErgleich zu SChalke und Höwedes). Ich bin mir auch sicher, dass das Millionengehalt von Alex anders verwendet werden könnte. Sehr oft verpassen Spieler den richtigen Moment aufzuhören.
    Als Fans sollten man vielleicht auch bissl realitätsnaher werden und nicht bei allem denken, man würde es sowieso besser machen.

  30. Mein Managerwissen ist derart limitiert, dass es gerade reicht um mein Leben gut – nein, perfekt – zu managen. Da ich keine Interna aus meinem Lieblingsverein kenne, verlasse ich mich mal gerne auf Bobic und Hübner. Die können es definitiv besser als ich. Zudem werden sie dafür bezahlt. Ich hoffe, mit Erfolgsprämie!? Irgendwo habe ich mal gehört/gelesen “ Wer Erfolg hat, hat recht. “ …

    … als Erfolg sehe ich übrigens schon, wenn wir in der nächsten Saison Platz 10 bis 12 belegen und niemals zittern mussten. Möge die Macht mit ihnen sein.

  31. @30.
    Du ‚kapierst‘ vielleicht, wenn du liest, was ich geschrieben habe.
    Joh, ab und an beziehe ich ‚Insiderwissen‘, wenn du es so nennen willst. Was die Nichtverlängerung von AM betrifft, habe ich aber nur die div. Medienberichte registriert. Dass schon in der WP festgestanden haben soll, man wolle mit AM keinesfalls verlängern, habe ich dabei mitnichten vernommen. Alex offenbar auch nicht, sonst hätte er sich nicht noch vor Kurzem Hoffnungen auf entspr. Verhandlungen gemacht. Diese haben nach offizieller Auskunft von Alex ja auch nicht mehr stattgefunden – vielmehr wurde er über die Nichtverlängerung telefonisch während eines Elternbesuchs in Buchholz informiert, während FB gleichzeitig via Medien verbreitete man sei „einvernehmlich“ auseinandergegangen. Da dieser Umstand hinreichend für sich selbst spricht, ist nun meinerseits zu dieser Causa wirklich nicht mehr zu sagen.
    Nur noch das vielleicht: Nein, ich war kein unbedingter Verfechter einer aktuellen AMFG-Verlängerung, ich hätte allenfalls (sinnvolle??) Ideen gehabt wie Alex eine Halbserie oder eine ganze Saison nochmal richtig effektiv hätte sein können, und zwar auch ohne die Sprintwerte eines Kylian Mbappé. Ich hätte ihm vielmehr bereits nach dem Gewinn der Torschützenkrone, spätestens aber vor etwa 2 Jahren bei dem Top-Angebot aus Fernost dringend angeraten, den Absprung zu wagen – nicht zuletzt auch deswegen, weil man irgendwie schon ahnen konnte, dass das in absehbarer Frist ein unwürdiges Ende nimmt. Dass es nun genauso gekommen ist, wird Alex sich rückblickend auch selbst zuschreiben müssen. Er könnte sich seine außerordentliche Loyalität womöglich als schiere Treudoofheit vorwerfen. Und wenn ich ehrlich zu ihm wäre – es fiele mir schwer, ihm da vehement zu widersprechen.

  32. Bin da bei @24. Für mich wurde da mit zweierlei Maß gemessen. Bei KPB macht man großzügige Zugeständnisse und verzichtet auf Millionen und Meier als Urgestein kann man noch nicht mal nach langer überstandener Verletzung ein stark leistungsbezogenen Vertrag geben.

  33. Kassiert der Kevin in …hab den Namen vergessen…eigentlich Handgeld? Schließlich isser ja ablösefrei.
    Zum Thema näher an der Familie. Von…ist mir noch nicht wieder eingefallen…nach Mailand angeblich 2 Std Fahrzeit.
    Von Franfurt Airport nach Mailand 1 Std 20 min Flugzeit. Sprich, man is schneller in Mailand als in Kassel :D:D:D
    Scheinbar hat er auch vergessen, wie übel rassistisch er in der italienischen Liga beleidigt wurde.
    Naja, ich sehe es doch so wie BH…bevor ein Spieler unzufrieden ist, lieber verkauf…äh ablösefrei gehen lassen…
    Was ich damit sagen will, ich glaub so langsam diesen ganzen Quatsch nicht mehr. Wort unter Männern, mögliche Nebenabrede, Trennung (Meier) im gegenseitigen Einvernehmen usw. …

  34. wer sagt denn, dass Alex Meier mit einem stark leistungsbezogenen Vertrag einverstanden gewesen wäre? Die Eintracht hat sich gegen ein VVL entschieden.

  35. dass KPB ablösefrei geht, find ich nicht ok. Er hat bestimmt ein fettes Handgeld bekommen. Und warum unterschreibt er bzw gab man ihm einen Vertrag bis 2020?

  36. @ 36 Damit er und sein Arbeitgeber nachlesen konnten, was als mtl. Gehalt vereinbart war etc.

    @ Zizou, nimm doch bitte noch den Willi Neuberger in Deine Hall of Fame auf. Der hat´s mehr verdient, als die Heulsuse. 🙂

  37. Die „Heulsuse“ hat seinen Ruhestand aufgegeben und der Eintracht 2003 nochmal ohne Gage ausgeholfen, weil es gegen den Abstieg ging. Einzig Trainer Willi Reimann hat davon keinen Gebrauch gemacht.

    Gruß SCOPE

  38. Allgemeim: Chaoszeit. Ein Vorstandsvorsitzender der nur 20 Tage im Amt ist und dann wieder geht, Spieler die besoffen zum Training kommen… Abstieg und wieder mal zweite Liga. Jedem der größenwahnsinnig wird und die Eintracht fest im oberen Tabellendrittel wähnt sei demütig ein kleiner Ausschnitt in die Erinnerung gerufen:
    https://www.eintracht.de/news/artikel/der-jahresrueckblick-2003-9590/

    Sicher die neue Saison geht wieder bei Null los, aber: DEUTSCHER POOOKAAALLSIIIEEEEGER, DEUTSCHER POOOKAAALLSIIIEEEEGER, DEUTSCHER POKALSIEGER: SGE!

    Gruß SCOPE

  39. Zizou steh hinter dir zur deiner Meinung.
    Ein Sportler muss wissen wann er zu gehen soll.
    Und wenn man mit dem Mann nicht plant dann muss man ihm nicht halten.
    Ihm wurde ja angeboten bei Frankfurt als offizieller zu arbeiten, als Repräsentant oder so ähnlich. Aber Alex will spielen.
    Das ist sein Recht.

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