Schon länger ist bekannt, dass sich der FC Bayern München mit Nathaniel Brown für das anstehende Sommertransferfenster beschäftigt. Der flexibel einsetzbare Linksverteidiger der Eintracht könnte beim Rekordmeister als Alternative zu Alphonso Davies gelten. Im Kreise der Nationalmannschaft auf das vermeintliche Interesse aus München angesprochen, hielt sich Brown zuletzt noch bedeckt: „Ich lese das natürlich auch, aber ich will mich jetzt auf die WM fokussieren. Was danach kommt, schaue ich dann.“ Ein Dementi klingt jedenfalls anders.
Wie der Sender „Sky“ nun erfahren haben will, haben die Spielerseite und der FCB mittlerweile eine vollständige mündliche Einigung über einen Transfer in diesem Sommer erzielt. Es soll bereits positive Gespräche mit Trainer Vincent Kompany gegeben haben. Geht es nach beiden Seiten, würde der Spieler demnach einen Vertrag bis 2031 unterzeichnen. Der Frankfurter Durchstarter wolle sich zeitnah dem bayerischen Bundesliga-Konkurrenten anschließen, so „Sky“-Transferexperte Florian Plettenberg auf der Plattform „X“. Mittlerweile stehen die beiden Vereine im Austausch, um über einen potenziellen Transfer zu verhandeln, berichtet Plettenberg weiter. Wie immer wieder zu vernehmen ist, soll Sportvorstand Markus Krösche zwischen 60 und 65 Millionen Euro fordern (geschätzter Marktwert: 40 Millionen Euro).
Galt schon länger als heißer Verkaufskandidat
Bis 2030 läuft das Arbeitspapier des Spielers bei der SGE. Klar ist jedoch, dass der Verein jeden Sommer Einnahmen erzielen muss. „Wir wissen, welche Herausforderungen wir haben und dass wir Transferüberschüsse erwirtschaften müssen“, sagte Krösche jüngst bei der Vorstellung des neuen Trainers Adi Hütter. Brown startete seit seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg an den Main im Jahr 2024 voll durch und kommt bislang auf 75 Einsätze im Adlerdress (sieben Treffer und 13 Vorlagen). Unter dem mittlerweile entlassenen Cheftrainer Albert Riera bewies der 22-Jährige seine Flexibilität: Im System des spanischen Coaches pendelte Brown immer wieder zwischen seiner angestammten Position auf der linken Seite und dem zentralen Mittelfeld. Dabei kommen Brown seine starke Technik, seine Geschwindigkeit und seine Zweikampfstärke zugute. Daher gilt der gebürtige Amberger (Bayern) schon länger als einer der heißesten Verkaufskandidaten für das anstehende Transferfenster – auch wenn es vor einiger Zeit noch so schien, als wolle der Spieler nicht unbedingt schon in diesem Jahr den Verein wechseln.
Die steile Entwicklung rief nicht nur den FC Bayern auf den Plan. In der Vergangenheit geisterten bereits die Namen Real Madrid, FC Barcelona, FC Arsenal, FC Chelsea und Manchester United durch die Gerüchteküche. Letztlich konnte Brown auch Bundestrainer Julian Nagelsmann überzeugen: Der vierfache deutsche Nationalspieler fährt mit zur Weltmeisterschaft nach Nordamerika und überzeugte beim 4:0-Testspielsieg gegen Finnland am Sonntag über die vollen 90 Minuten.
Hütter sieht in Brown „Objekt der Begierde“
Eine Einigung zwischen den Vereinen gibt es allerdings noch nicht. Hier könnte der Knackpunkt liegen: Die Verhandlungen laufen, und nach Einschätzung des Pay-TV-Senders könnte ein möglicher Transfer noch an den Ablöseforderungen scheitern. Zuletzt hieß es in Medien, die Bayern seien nicht bereit, die von der Eintracht geforderte Summe zu zahlen. Zudem haben die Münchner auf Browns Stammposition neben Davies auch noch Hiroki Ito im Kader. Feststeht bereits, dass man Linksverteidiger Raphael Guerreiros Vertrag auslaufen lassen wird. Dennoch gut möglich, dass es hier zunächst Bewegung geben muss. Gleichzeitig könnte sich der Frankfurter bei der WM weiter ins Rampenlicht spielen, was wiederum Einfluss auf die Ablösesumme haben dürfte. Die Verhandlungen könnten sich also bis nach dem Turnier ziehen.
So ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, wenngleich ein baldiger Abgang Browns immer wahrscheinlicher wird. Neu-Trainer Hütter war Anfang der Woche voll des Lobes für seinen Spieler, deutete aber gleichzeitig an, dass es schwer werden dürfte, ihn zu halten: „Er ist ein sehr, sehr interessanter Spieler – vielleicht auch für größere Vereine. Klar ist: Er ist ein Objekt der Begierde.“ Somit bahnt sich der erste große Verkauf an, den die Hessen benötigen. Wie groß dieser ausfallen wird, bleibt jedoch abzuwarten.






14 Kommentare
Gefällt mir überhaupt nicht, ihn in der Bundesliga gegen uns spielen zu sehen.
Aber aus seiner Sicht macht es Sinn. Im Gegensatz zu anderen Topklubs sind die Bayern (inzwischen) nicht mehr ganz so schnell damit, Spieler über die Klinge springen zu lassen, wenn sie nicht sofort funktionieren und im Gegensatz zu Vereinen wie Real oder Liverpool ist sie Konkurrenz auf seiner Position nicht ganz so stark. Zudem bleibt er in Deutschland und im direkten Blickfeld für die Nationalmannschaft.
Und mit Kompany hat er einen sympathischen und guten Trainer.
Bleibt nur noch die Frage, ob die Bayern die geforderte Summe bezahlen oder eine Klatsche wie bei Woltemade riskieren. An Krösches Stelle würde ich hier hart bleiben.
Bei Bayern passt er auch ziemlich wie die Faust aufs Auge ins System, wie da die Außenverteidiger spielen. Deswegen aus meiner Sicht glaubwürdig. Gehe auch bei dir mit, was die Ablöse betrifft: Es gibt so viele Interessenten, dass es eigentlich keinen Grund gibt nachzugeben. Schon gar nicht so früh in der Transferperiode.
Der Junge ist für sein junges alter ein wirklicher Profisportler.
Immer auf der Suche, wie er besser werden kann.
Ohne zu meckern wenn er mal nicht spielt.
Es wäre sehr sehr schade ihn zu verlieren.
Solche Spieler brauchen auch wir.
Einfach hart bleiben bei der Ablöse, da wir nichts zu verschenken haben und Ausnahmespieler ihren Preis haben. Die WM wird seinen Marktwert noch steigern. Insofern ist noch viel Zeit vorhanden.
Ja, ein totaler Profi.
Spiegelt sich auch in seiner Aussage, dass er erstmal seinen Fokus auf die WM richten wollte. 😊
MK versteht sein Geschäft. Er wird sich über mediale Unterstützung freuen, aber er ist Profi genug.
Dass Brown leider "verkauft" werden muss, scheint alternativlos. Eine relativ schnelle Abwicklung des Transfers wird Gewissheit bringen und lässt MK für die weitere Kaderplanung mehr Zeit und Raum.
Für Brown alle guten Wünsche, aus meiner Sicht für ihn persönlich vernünftig, dass er in der Liga bleibt.
Das Brown uns verlässt dürfte jedem klar sein. Leider ist es so, zumal wir in der neuen Saison kein Europa bieten können. Wie schon geschrieben haben wir Zeit die geforderte Summe auch zu bekommen. Die WM steht bevor daher ist keine Eile geboten.
Die Clubberer werden doch sicherlich auch die Hand aufhalten.
Deshalb bitte gerne 60 Millionen plus X.
Ich denke die Bayern befürchten auch, dass es nach der WM noch teurer werden könnte und die Konkurrenz noch größer, deswegen wollen sie das vermutlich schnell eintüten. MK wird das schon machen. Dass er uns verlässt, ist keine Überraschung, wird uns aber helfen andere zu halten bzw. zu verpflichten. Trotzdem natürlich schade!
Objektiv gesehen macht es total Sinn...er wird sehr wahrscheinlich langfristig DER deutsche LV und bringt alles mit um erfolgreich für die Bayern und den dfb zu spielen....aus Fansicht tut das natürlich weh
vielleicht gibt es noch einen Spieler obendrauf? Die haben auch noch gute Spieler in der 2. Reihe.
Gerne, vor allem, wenn sie dessen Gehalt weiter zahlen.
Leverkusen hätte auch unseren Albert holen können. Hauptsache Spanier. 😊
65 Millionen finde ich nicht mal viel. Zum einen wegen Browns Potential, zum anderen wegen des Markts. Eine kurze TM-Recherche zu Linksverteidigern zeigt mir, daß nicht soooo viele sehr gute verfügbar sein sollten. Brown hat den höchsten Marktwert bei einem nicht-Champions League Club. Dann gibt es noch ein paar Vereine mit zwei teuren LV (Arsenal, Chelsea, Tottenham), oder aus dem Premiere League-Mittelfeld oder gar Absteiger (West Ham). Also vielleicht 8 Spieler die für die Bayern in Frage kommen, neben ungleich mehr Talenten (=Wetten).
Wir werden uns dann wohl nach einem weiteren Talent umsehen. Oder reichen Baum und Kosugi?
https://www.transfermarkt.de/spieler-statistik/wertvollstespieler/marktwertetop/plus/0/galerie/0?ausrichtung=Abwehr&spielerposition_id=4&altersklasse=alle&jahrgang=0&land_id=0&kontinent_id=0&jahr=0&yt0=Anzeigen
Auch ich habe noch das Interview vor Augen, indem er klar seine Prioritäten eingeordnet hat. Eintracht Frankfurt und dann die WM. Alles andere kommt, wenn überhaupt, danach. Aber da werden seine Berater schon ordentlich Druck ausgeübt haben, um einen „satten“ Transfer so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. Schließlich sind Beraterhonorare bis zu 10% des Verkaufspreises keine Seltenheit.
Und plötzlich kann alles nicht schnell genug gehen. Ich suche bis heute die Berater, welche einem 20jährigen jungen Spieler erstmal eine Weiterentwicklung im aktuellen Verein anraten, bevor der berühmte nächste Schritt kommen kann. Das würde so manchen Spieler, welche schneller als geglaubt nach Verfrühten Wechseln in der Versenkung verschwanden, gut tun. Aber klar! Bei den Bonis der Berater, ist die Devise, je schneller, desto besser, solange der Preis noch stimmt! Egal zu welchem Wohle des Spielers.
Sollte die Meldung stimmen, dann bitte schnell Klarheit schaffen und mach es gut! Nene!
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