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Torfestival in Krefeld. Foto: Imago / Maximilian Koch

Höchster Pokalsieg der Vereinsgeschichte: Frankfurt im Torrausch gegen St. Tönis

Neue Saison, neues Glück. Unter diesem Motto fieberten die Frankfurter Eintracht und die eigenen Fans der neuen Saison 2026/27 entgegen. Nach einem enttäuschenden Jahr und dem Verpassen von Europa will der hessische Bundesligist zurück in die Erfolgsspur und steckte sich hohe Ziele. Zum Saisonauftakt bekam es die Mannschaft von Adi Hütter mit Oberligist SC St. Tönis in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals zu tun. Empfangen wurde seine Elf im Grotenburg-Stadion in Krefeld mit einer mal wieder hervorragenden Choreo der Anhänger. Mit einem gnadenlosen und schnörkellosen 11:0 legte der Vorjahresachte den Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit.

Furioser Start

Der Start hätte kaum besser laufen können für die Gäste aus der Mainmetropole. Bereits nach vierten Minute klingelte es im Kasten des Underdogs. Can Uzun trat einen Eckstoß von links, den Jonathan Burkardt per Kopf zur erwarteten Führung in die lange vollendete. Damit machte die SGE bereits in der Anfangsphase deutlich, wer der haushohe Favorit ist. Nur sechs Zeigerumdrehungen folgte schon der zweite Treffer. Wieder war es eine Uzun-Ecke, diesmal getreten von rechts, die Robin Koch fand. Die Kopfball-Bogenlampe des Kapitäns schlug rechts oben ein. Simon Sell im Kasten des Oberligisten gab dabei keine gute Figur ab (10.). Besser machte es der Keeper der Heimmannschaft in Minute 16. Frankfurt kombinierte sich über die rechte Seite durch. Ayoube Amaimouni-Echghouyab setzte im richtigen Moment Landsmann Younes Ebnoutalib in Szene. Der Angreifer schüttelte seinen Gegenspieler gekonnt ab, frei vorm Tor scheiterte er jedoch mit seinem wuchtigen aber zu zentral angesetzten Schuss (16.). Lange musste sich Ebnoutalib aber nicht ärgern, denn Amaimouni-Echghouyab machte es 60 Sekunden besser. Vorausgegangen war eine Flanke links, der über Elias Baum bei Burkardt landete. Der Torschütze legte auf den marokkanischen Nationalspieler, der die Murmel per Flachschuss in die lange Ecke schlenzte (17.). Zuvor wurde der Ball abgefälscht. Und der Vorlagengeber markierte nach einer knappen halben Stunde seinen Doppelpack. Die Eintracht startete einen Angriff über links. Mario Götze bediente den durchgestarteten Keita Kosugi, dessen butterweiche Flanke Burkardt fand. Der ehemalige Mainzer köpfte das Leder wuchtig in den langen Winkel.

SGE gnadenlos

Keine Zeit zum Atmen. Frankfurts Torhunger war längst nicht gestillt. Das nächste Tor ließ nicht lange auf sich warten. Wieder griffen die Hessen nach gleichem Schema an. Der auffällige Kosugi legte an der Grundlinie in die Mitte ab zu Uzun. Der türkische Nationalspieler hatte alle Zeit der Welt, legte sich den Ball vor und busgierte ihn ins Gehäuse (34.). Und zwei Minuten später traf der Mann des Spiels sofort wieder. Ausgangspunkt war ein flacher Abstoß, den die Gäste eroberten. Über Baum, Götze und Burkardt landete das Spielgerät bei Ebnoutalib, der im Strafraum auf den schussbereiten Uzun ablegte. Der Offensivmann musste nur noch einschieben (36.). St. Tönis machte es dem Favoriten viel zu leicht. Die Mannschaft von Hütter hatte kaum Mühe und erhöhte in der 41. Minute sogar auf 7:0. Burkardt profitierte von einer schwachen Klärungsaktion von Pohlig und setzte die Kugel ins lange Eck. Damit schnürte er einen astreinen Hattrick und kam nur drei Minuten später wieder als Assistgeber zum Zug. Das war aber noch lange nicht der Schlusspunkt. Drei weitere Treffer fielen noch in den letzten Minuten. Auch Elias Baum durfte sich mit dem 8:0 in die Torschützenliste eintragen. Dabei wurde das Eigengewächs von Burkardt klasse in Szene gesetzt (44.). Das 9:0 markierte Younes Ebnoutalib nach einer weiteren Ecke (45+1). Auch dem Deutsch-Marokkaner gelang damit sein erstes Tor. Den endgültigen Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte Götze. Eine diesmal kurz ausgeführte Ecke landete über Kosugi beim Weltmeister, der aus 16 Metern Maß nahm und die Murmel in die lange Ecke drosch. Wow, was für eine erste Hälfte. Mit einem 10:0! ging es für beide Kontrahenten in die Kabine. Ein Fakt für alle Freunde der Statistiken: Noch nie in der langen Historie des DFB-Pokals führte eine Mannschaft mit zehn Treffern zur Pause.

Verwaltungsmodus nach dem Seitenwechsel

So furios die ersten 45 Minuten waren, so gemächlich begann die zweite Hälfte. Der Favorit schaltete ein paar Gänge runter und ließ es zunächst ruhig angehen. Für St. Tönis ging es nur noch um Schadensbegrenzung. In der 56. Minute hatten sie die erste große Chance auf den Ehrentreffer. Frankfurt stand hoch und ermöglichte den Gastgebern eine Kontersituation. Nach einem langen Ball nahm Castrop fahrt auf, wurde jedoch von Koch eingeholt. Zudem eilte Kaua Santos aus seinem Kasten heraus. Mit vereinten Kräften wurde die Situation entschärft. Das sollte aber die einzige Möglichkeit aufseiten der Heimmannschaft bleiben. Die SGE erhöhte wieder das Tempo und scheiterte in der 65. Minute knapp am elften Tor. Keeper Sell durfte sich auszeichnen und lenkte Amaimouni-Echghouyabs Schuss mit seinen Fingernägeln über den Querbalken.Für Hütter kam der perfekte Zeitpunkt, um die nächsten Wechsel zu vollziehen. Erst der Doppelwechsel in der 68. Minute: Die Torschützen Burkardt und Koch machten den Weg frei für Neuzugang Malik Pimpong und U21-Spieler Jeremiaha Maluze. 60 Sekunden danach durfte auch Farès Chaibi für Routinier Götze aufs Feld. Nach seiner Einwechslung kam Pimpong unmittelbar zu seiner ersten Gelegenheit. Nach einem Hakenpass von Uzun tauchte der Däne alleine vor Sell auf, scheiterte aber an den gut reagierenden Schlussmann (76.). Für die Schlussphase wechselte Hütter ein fünftes und letztes Mal. Love Arrhov ersetzte den starken Amaimouni-Echghouyab. Auch Uzun wollte unbedingt einen Dreierpack schnüren. Der Deutsch-Türke setzte sich über links durch, zog nach innen und scheiterte mit einem guten Versuch an Sell (85.). 120 Sekunden später war der Keeper des Außenseiters aber machtlos. Der eingewechselte Chaibi setzte den Ball kraftvoll in die Maschen. Vorausgegangen war eine tolle Vorarbeit von Uzun. 11:0.

Mit einem Endstand von 11:0 egalisiert Eintracht Frankfurt den Rekord des höchsten Sieges in der Historie des DFB-Pokals. Gleichzeitig stellt dieser Erfolg den höchsten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte dar. Mit einem Torfestival startet das Team von Adi Hütter furios und erwartungsgemäß erfolgreich in die neue Saison und zieht in die zweite Hauptrunde ein.

Tor: K. Santos40
Abwehr: K. Kosugi26
Abwehr: R. Koch4
Abwehr: E. Baum2
Mittelfeld: C. Uzun42
Mittelfeld: R. Onyedika25
Mittelfeld: M. Götze27
Mittelfeld: A. Amaimouni29
Sturm: J. Burkardt9
Sturm: Y. Ebnoutalib11
BANK
: M. Zetterer23
: L. Arrhov31
: J. Bahoya19
: F. Chaibi8
: O. Hojlund6
: A. Knauff7
: M. Pimpong35
: J. Maluze37
: J. Etse53
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DFB-Pokal 2026/27 - 1. Runde

SC St. Tönis – Eintracht Frankfurt 0:11 (0:10)
31 Teilnehmende
ToreEigentorVorlagenGelbGelb-RotRotEin-/Auswechslung
Santos, Kaua
123456-
Kosugi, Keita
3x
123456-
Otavio, Galdino Fernandes
123456-
Koch, Robin
68. 1x
123456-
Baum, Elias
46. 1x
123456-
Uzun, Can
2x 3x
123456-
Onyedika, Raphael
123456-
Götze, Mario
69. 1x
123456-
Amaimouni, Ayoube
84. 1x
123456-
Burkardt, Jonathan
68. 3x 2x
123456-
Ebnoutalib, Younes
1x 1x
123456-
Knauff, Ansgar
46.
123456-
Maluze, Jeremiah
68.
123456-
Pimpong, Malik
68.
123456-
Chaibi, Fares
69. 1x
123456-
Arrhov, Love
84.
123456-

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12 Kommentare

Fallback Avatar 1. capullus 21. August 26, 20:01 Uhr

Theate nicht im Kader… Hab ich was verpasst?
Oder ist das ein sehr klares Signal in ungefähr diesen Worten: wir haben zwar Bedarf auf der Position, auf der du spielst, aber wir möchten nicht mit dir in die neue Saison gehen, bitte such dir einen neuen Verein!

Darauf deutet vieles hin. Vielleicht ist er auch schon mit anderen Vereinen in konkreten Verhandlungen, und man möchte keine Verletzung riskieren…

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Fallback Avatar 2. Robson83 21. August 26, 20:12 Uhr Zitat - capullus Theate nicht im Kader… Hab ich was verpasst? Oder ist das ein sehr klares Signal in ungefähr diesen Worten: wir haben zwar Bedarf auf der Position, auf der du spielst, aber wir möchten nicht mit dir in die neue Saison gehen, bitte such dir einen neuen Verein! Darauf deutet vieles hin. Vielleicht ist er auch schon mit anderen Vereinen in konkreten Verhandlungen, und man möchte keine Verletzung riskieren… Path

Kann da jemand sagen was da konkret passiert ist? Klar, die letzte Saison war Mist (wie bei so vielen), aber man liest immer mal wieder das es bei Theate zwischenmenschlich nicht passt. Ist das so? Rein sportlich können die Gründe ja nicht sein einen belgische Nationalspieler, der auch noch Linksfuß ist, einfach abzugeben?!

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Fallback Avatar 3. braumerganedruebberedde 21. August 26, 20:28 Uhr Zitat - Robson83 Kann da jemand sagen was da konkret passiert ist? Klar, die letzte Saison war Mist (wie bei so vielen), aber man liest immer mal wieder das es bei Theate zwischenmenschlich nicht passt. Ist das so? Rein sportlich können die Gründe ja nicht sein einen belgische Nationalspieler, der auch noch Linksfuß ist, einfach abzugeben?! Path

Theate hat kein Bock mehr auf die SGE. Das war in den letzten Spielen schon sehr deutlich. Wer derart unmotiviert spielt, wird halt aussortiert

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Fallback Avatar 4. ebbelwoi 21. August 26, 20:28 Uhr

Es scheint so wie capullus vermutet.
Laut Absolut Fussball war das ein Zeichen , ein Wink mit dem Zaunpfahl, das Theate den Verein verlassen soll.

Man darf gespannt sein was bis zum Ende des Transferfenster noch passiert.

Forza SGE

Erste Runde souverän überstanden , weiter geht's ...

1
Avatar 5. Hooliganverachter 21. August 26, 20:36 Uhr

Klassischer Theate-Move: sich überlaufen- oder ausspielen lassen. Hinterherlaufen, erfolglos grätschen und Ausschau nach einem Mitspieler halten, den man anschnauzen kann.

Vielleicht hat der Adi auf sowas keinen Bock? Lediglich ein Erklärungsversuch. 🤷🏼‍♂️

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Fallback Avatar 6. deraldesack 21. August 26, 20:41 Uhr

Arthur Theate wird mit Crystal Palace, Bournemoth und Nottingham Forrest in Verbindung gebracht.
Angeblich haben sich alle 3 Klubs nach Ihm erkundigt.
Vorallem das Interesse von Nottingham Forrest ist wichtig, da bei denen Arnaud Kalimuendo spielt.
Da Theate nicht im Kader war, ist das ein deutliches Zeichen, das er den Verein verlassen soll.
Ausserdem soll Krösche Lilian Brassier als Ersatz auserkoren haben. ( Top Speed 34,1 km/h), Linksfuss,Innenverteidiger mit Nebenposition Linkerverteidiger. Pikanterweise genauso von Stade Rennes wie damals Theate. Wird lustig werden bis zum 01.09.

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Fallback Avatar 7. dribbelgnom 21. August 26, 20:45 Uhr

Nach toller erster Halbzeit .- in der zweiten Halbzeit komplett eingebrochen…
1-0 gegen einen 5 Ligisten - Katastrophe !

;)
Hihihi nein war ein tolles Spiel zum anschauen

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Fallback Avatar 8. sgeromeo 21. August 26, 20:56 Uhr

Eine sehr ruhige wie abgeklärte Mannschaftsleistung ohne viel Tamtam oder andere Dinge. Unaufgeregte Leistung zu einem 11:0, wo sogar 30% der Tore durch Standardsituationen erzielt wurden. Hinten wurde alles wegverteidigt. Besser kann man ein Pokalspiel nicht gestalten und es waren auch schöne Tore dabei.

Zum Thema Theate hatte ich letzte Saison das Gefühl gehabt, das er nicht gut für die Stimmung in der Mannschaft ist und auch seinen Teil dazu beigetragen hat, das es nicht gelaufen ist. Schade nach seinem ersten Jahr, aber anscheinend hat sich mein Bauchgefühl hier bestätigt, wenn AH ihn nicht in den Kader nimmt.

Abwarten, was noch am Wochenende passiert.

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Fallback Avatar 9. Grabi2014 21. August 26, 21:01 Uhr

Schön zu sehen wie hier nach einem soliden 11:0 gegen einen Fünftligisten wieder alles im Lot zu sein scheint.
Vorsicht: Selbsttäuschung !
Kommenden Samstag werden wir sehen, was Sache ist !
Bis dahin sollte der Sportvorstand noch erfolgreich nacharbeiten.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 50 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 10. keineahnungvieldavon 21. August 26, 21:11 Uhr

Man muss das 11:0 nicht so hochhängen, aber ein Statement nach dem peinlichen 0:7 gegen Brentford war es schon und eine 10:0 Führung in der 1.Hz rauszuholen also ein Rekord in der Pokalhistorie, kann man nicht schlechtreden.
Ich freue mich auf meine erste Fahrt zur alten Försterei in Berlin und bin mir sicher wir sind einigermaßen gut aufgestellt gegen Union, wo auch nicht alles Gold ist was glänzt.
Zu Theate muss ich mittlerweile traurigerweise sagen, dass er in meinen Augen gerne gehen darf , wenn wir dafür einen oder 2 hungrige Verteidiger mit Bock auf die SGE bekommen.

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Fallback Avatar 11. Holz 21. August 26, 21:11 Uhr

Top, die 1. Runde ernstgenommen und einen souveränen Sieg bei einem unterklassigen Gegner herausgespielt.

Es lief auch schon anders.

Den Pokal-Rekord nehme ich gerne mit für unsere Eintracht. Das ging ja fast in Richtung des Uralt - Witzes, wo der Trainer in der Pause sagt: "Jungs, ich bin nicht abergläubisch, aber 0:13 zur Halbzeit..." :-)))

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Fallback Avatar 12. sge66 21. August 26, 21:27 Uhr

Ich finde Kosugi hat ein Riesenspiel gemacht, auch wenns nur gegen einen Fünftligisten ging. Da kamen schon so ein wenig Brown-Vibes hoch.

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