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Schon als Kind war Lina Altenburg großer Eintracht-Fan. Foto: IMAGO / Rene Schulz

Altenburg über SGE-Frauen: „Offensichtlich fühle ich mich hier wohl“

Am 5. September 2025 feierte Lina Altenburg ihr Bundesliga-Debüt. Seitdem ist die 21-Jährige gesetzte Stammtorhüterin bei den Frauen von Eintracht Frankfurt. Sophia Winkler, die von der SGS Essen als nominelle Nummer eins geholt wurde, fällt nämlich verletzungsbedingt schon längerfristig aus. Seit ihrem Debüt bestritt Altenburg wettbewerbsübergreifend 34 Spiele im Dress der Eintracht. Nun sprach sie im vereinseigenen Podcast „Eintracht vom Main“ über ihre bisherigen Erlebnisse in der noch jungen Profikarriere.

Es war dann auch relativ viel hintereinander. Wir haben danach noch gegen Real Madrid gespielt. Da war ich auf jeden Fall sehr aufgeregt und sehr nervös. Aber vor allem im Nachgang war ich zufrieden und stolz, dass ich das so geschafft habe“, blickte Altenburg auf ihre ersten Spiele im Profibereich zurück. Sie wuchs in Bensheim auf und wechselte im Jahr 2018 in den U15-Bereich der Frankfurter Eintracht. Seither durchlief die Torhüterin die Frankfurter Jugendteams, ehe sie in dieser Spielzeit die neue Rolle bei den Profis einnahm.

Eintracht-Fan seit Kindheit

Schon vor ihrem Wechsel zur SGE war Altenburg als Kind großer Eintracht-Fan. Dass sie den Durchbruch ausgerechnet bei den Adlerträgerinnen schaffte, empfinde sie demnach als noch besonderer: „Deswegen habe ich auch eine ganz besondere Bindung zu dem Verein.“ In der Profimannschaft sei die junge Keeperin gut aufgenommen worden: Vom Trainerteam verspüre sie einen großen Rückhalt, erfahrene Mitspielerinnen wie Sara Doorsoun und Amanda Ilestedt hülfen ihr enorm auf dem Platz. Auch deshalb sei sie im Profifußball relativ schnell zurechtgekommen: „Ich würde schon sagen, relativ schnell. Natürlich bin ich noch jung und es ist auch meine erste Saison, also komplett perfekt ist das alles noch nicht. Das braucht, glaube ich, einfach noch ein bisschen Zeit“, sagte Altenburg bezogen auf die Eingewöhnungszeit während ihrer ersten Profisaison.

Als Stammtorhüterin bei den Hessen spielte die Sportmanagement-Studentin in dieser Spielzeit auch in europäischen Wettbewerben: Zunächst in der Qualifikation für die Champions League, dann in einem neuen Pokalwettbewerb. Im Halbfinale des Women’s Europa Cups war jedoch Schluss. Eintracht Frankfurt unterlag in der Gesamtwertung aus Hin- und Rückspiel dem BK Häcken. Zwar sollte der Finaleinzug nicht klappen, in anderen Europa-Cup-Spielen zeigte Altenburg aber ihre Klasse. Bei der Hälfte der Spiele in dem Wettbewerb hielt sie die Null. Ein positives Mindset helfe ihr bei diesen wichtigen Partien: „Es ist schon eine größere Bühne. Aber irgendwie muss man sich dann, glaube ich, schon immer vor Augen führen, dass das halt nur ein Spiel ist“, sagte sie und ergänzte: „Es geht immer wieder bei 0:0 los, und so muss man auch jedes Spiel angehen.

Altenburg strebt A-Nationalmannschaft an

Internationale Reisen kennt Altenburg auch aus den DFB-Nachwuchsmannschaften. Im Jahr 2021 gewann sie mit Deutschland die U17-Europameisterschaft. Für die Länderspielpause im April 2026 wurde sie für den U23-Kader nominiert. „Auf lange Sicht ist auf jeden Fall mein Ziel, in der A-Nationalmannschaft zu landen. Und dann auch logischerweise für die A-Nationalmannschaft zu spielen. Aber jetzt, für den Moment, denke ich, dass die U23 der richtige Ort für mich ist“, freute sich Altenburg über die Nominierung und steckte gleich ihr Langzeit-Ziel hinterher.

Bezogen auf den Vereinsfußball wolle sie allerdings nicht schon längerfristig planen: „Ich möchte auf jeden Fall weiter viel spielen und meine Erfahrungen machen. Offensichtlich fühle ich mich hier wohl, ich bin hier sehr zufrieden.“ Derzeit habe sie also nur den sportlichen Erfolg mit ihrem Herzensverein, der Frankfurter Eintracht, im Kopf.

Ein Kommentar

Avatar 1. SGE-SCOPE 10. April 26, 21:58 Uhr

Lina hat für mich die beeindruckenste Entwicklung bei den Frauen in dieser Saison gemacht. Die Anfangsnervosität ist schnell verflogen und inzwischen ist sie eine solide Bundesligatorhüterin. Wenn ihre Lernkurve weiter geht, wird sie ihren Weg machen. Als Bankdrückerin und Nummer 2 ist sie schon zu gut, und das in ihrem jungen Alter.

Gruß SCOPE

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